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Die Erfindung bezieht sich auf eine Laufrolle für Auszugsschienen von Schubladen od. dgl. mit einem tragenden Rollenkern und einem diesen umgebenden Laufring, wobei der aus Kunststoff gefertigte Laufring einen geringeren Elastizitätsmodul und geringere Härte als der tragende Rollenkern aufweist und wobei weiters der Elastizitätsmodul des Kunststofflaufringes vorzugsweise im gummielastischen Bereich liegt.
Die Forderung nach Laufruhe stellt für den modernen Möbelbau ein immer grösser werdendes Problem dar.
Beim schnellen Ausziehen bzw. Einschieben der Schubladen treten infolge der geringen Durchmesser der bekannten Laufrollen sehr hohe Drehzahlen auf, so dass die von den Laufrollen erzeugten Schwingungen auf die Auszugsschienen und damit auf die Möbelflächen übertragen werden. Der dabei entstehende Lärm wird noch durch Resonanzerscheinungen in den Möbeln erhöht.
Weiters tritt bei bekannten Laufrollen immer wieder die Schwierigkeit auf, den Laufring vor einem Durchoder Abrutschen vom Rollenkern auf einfache Weise zu sichern.
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und damit Schalldämpfung herbeizuführen.
Ferner ist eine Laufrolle zur Unterstützung von Schubladen an Metallmöbeln bekanntgeworden, bei der eine als Innenkörper dienende Nabe aus elastischem Werkstoff besteht (deutsche Patentschrift Nr. 1262531).
Um eine Verformung bei Gewichtsbeanspruchung der bekannten Laufrolle mit elastischer Nabe in Grenzen zu halten, muss der die Nabe umgebende Aussenkörper aus verhältnismässig hartem und starrem Material gefertigt werden. Selbst bei der Verwendung von Kunststoffen wird sich eine Schwingungsdämpfung wegen der notwendigen Härte des zu verwendenden Materials nicht einstellen.
Eine weitere bekannte Laufrolle weist einen dreiteiligen Aufbau auf. Dabei ist um einen metallischen
Rollenkern eine aus Kunststoff gefertigte Zwischenschichte und darüber der Laufring angeordnet. Die
Zwischenschichte ist mit dem Laufring zwar durch einen zur Achse senkrechten Kamm, der in eine Nut eingreift, verbunden, doch ist vor allem von Nachteil, dass die Zwischenschichte auf dem Rollenkern gegen
Abrutschen nicht gesichert ist.
Der Erfindung liegt also die Aufgabe zugrunde, eine Laufrolle zu schaffen, die sich durch hohe Laufruhe und eine sichere Verbindung von Rollenkern und Laufring auszeichnet. Dabei soll ferner eine besondere
Leichtgängigkeit der Laufrolle und Einfachheit ihrer Konstruktion gewährleistet sein.
Erfindungsgemäss wird diese dadurch erreicht, dass der tragende Rollenkern mindestens einen zur Achse senkrechten Kamm aufweist, der mit einer im Laufring vorgesehenen Nut korrespondiert.
Das selbsttätige Ablösen des Laufringes vom Rollenkern wird dadurch auf einfache Weise verhindert.
Bei der erfindungsgemässen Laufrolle wird in vorteilhafter Art und Weise eine Funktionsteilung erreicht.
Der Rollenkern übernimmt die tragende Funktion und dient gleichzeitig als Gleitbuchse für den Achsbolzen, wobei der Laufring die Aufgaben der Schwingugs- bzw. Schalldämpfung übernimmt.
Besonders vorteilhaft ist es, den Laufring in bekannter Weise aus einem Kunststoff herzustellen, dessen Elastizitätsmodul im gummielastischen Bereich liegt. Als besonders günstig erweist sich dazu die Verwendung von thermoplastischen Polyurethan-Elastomeren.
Der Rollenkern wird in zweckmässiger Weise aus Kunststoff hergestellt, dessen Elastizitätsmodulbereich dem der teilkristalinen unverstärkten Thermoplaste entspricht, wie auch die Verwendung von Polymethylenoxyd für den Rollenkern in Frage kommen kann.
Bei besonders hoher Beanspruchung der Laufrolle durch Gewicht ist es vorteilhaft, wie ebenfalls bekannt, den Rollenkern aus Metall, vorzugsweise Stahl, herzustellen.
Für die bevorzugte Herstellung des Laufringes im Spritzgussverfahren ist es zweckmässig, wenn der Kamm eine oder mehrere, im wesentlichen in axialer Richtung eindringende Ausnehmung besitzt, in die der Laufring mit Fortsätzen eingreift. Dadurch wird eine besonders innige Verankerung des Laufringes mit dem Rollenkern erzielt.
In dieser Hinsicht besteht eine andere zweckmässige Möglichkeit auch darin, dass die Ausnehmungen als den Kamm im wesentlichen in axialer Richtung durchsetzende Bohrungen ausgebildet sind.
Die beim Spritzgussverfahren auftretenden Schrumpfspannungen bewirken eine zusätzliche Erhöhung der Haftung zwischen Laufring und Rollenkern.
Nachstehend wird die Erfindung an Hand der Zeichnungen eingehend beschrieben. Fig. 1 zeigt die Ansicht eines Ausführungsbeispieles der erfindungsgemässen Laufrolle und Fig. 2 zeigt den Schnitt III-III nach Fig. 1.
Die Laufrollen nach den Fig. 1 und 2 bestehen aus einem Laufring --2-- aUs Kunststoff, z. B. thermoplastischem Polyurethan-Elastomere, und einem tragenden Rollenkern der ebenfalls aus Kunststoff, z. B. Polymethylenoxyd, hergestellt ist. Es wäre aber ebenso möglich, den Rollenkern aus einem andern tragenden Material (Stahl) herzustellen. Die Laufrolle läuft mittels der konzentrischen Bohrung--6auf einem nicht dargestellten Achsbolzen.
Ein Bund--4--ist nun an einer Stirnseite--3--der Laufrolle vorgesehen. Eine Nut -6-- umgreift
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einen Kamm-5--, wobei dieser von drei Bohrungen --7-- durchsetzt wird, in welche die Fortsätze - -8-- des Laufringes --2-- eingreifen.
Es erwies sich als besonders zweckmässig, den Laufring in bekannter Weise im Kunst-
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unlösbare Verbindung zwischen der Mantelfläche--10-des Rollenkernes-l-und dem Laufring-2-.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Laufrolle für Auszugsschienen von Schubladen od. dgl. mit einem tragenden Rollenkern und einem diesen umgebenden Laufring, wobei der aus Kunststoff gefertigte Laufring einen geringeren Elastizitätsmodul und geringere Härte als der tragende Rollenkern aufweist, und wobei weiters der Elastizitätsmodul des
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der tragende Rollenkern (1) mindestens einen zur Achse senkrechten Kamm (5) aufweist, der mit einer im Laufring (2) vorgesehenen Nut (6) korrespondiert.
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