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Die Erfindung betrifft ein Spiel- und Modellbahnfahrzeugrad für kontaktierte oder isolierte
Achsenmontage, bestehend aus einem radförmigen Blechformteil, der den Laufkranz und die sich an diesen anschliessende Fläche des Spurkranzes bildet, wobei innerhalb des Blechformteiles ein Radfutter aus Kunststoff eingepresst oder eingespritzt ist und ein Teil des Blechformteiles in den Kunststoff ragt, und ein Verfahren zu dessen Herstellung.
Bekannterweise wird angestrebt, Räder für Spiel- und Modellbahnfahrzeuge nur noch aus Metall herzustellen, weil diese, gegenüber solchen aus elektrischen Isolierstoffe, beispielsweise Polystyrol, einen wesentlich geringeren Rollwiderstand besitzen.
Abgesehen davon, dass Räder, die vollkommen aus Metall bestehen, bekannt sind, ist aus elektrischen
Gründen ein Metallrad für die isolierte Achsenmontage bekannt, das zentrisch eine aus Isolierstoff bestehende
Büchse besitzt, in die die metallene Achse gepresst wird.
Weiterhin ist ein Rad für die isolierte Achsenmontage bekannt, das aus einem metallenen Radstern und einer metallenen Radfelge besteht, wobei zwischen beiden ein Ring aus Isoliermaterial angeordnet ist.
Desweiteren ist ein Rad für die isolierte Achsenmontage bekannt, das eine metallene Radfelge besitzt, die von einem hineingespritzten Kunststoffradstern getragen wird.
Ebenfalls bekannt ist ein Rad für die isolierte Achsenmontage, das sich aus zwei ineinander passenden metallenen Ringen zusammensetzt, wobei mindestens ein Ring aus Aluminium besteht, der zum Zweck der
Isolation an den Berührungsflächen zum andern Ring eloxiert ist.
Darüber hinaus sind Spielzeuglaufräder für Roller, Dreiräder, Tret-Autos usw. bekannt, die aus einer einzigen Blechscheibe profilgeformt sind und deren Laufflächen, innere Radscheiben und Radnaben aus Gründen der Federung mit Gummi od. ähnl. umgeben sind.
Diese Räder lassen sich natürlich nicht für Spiel- und Modellbahnen verwenden.
Aus der kurzen konstruktiven Beschreibung der bekannten Räder für die isolierte Achsenmontage ist bereits der relativ hohe ökonomische Aufwand in Verbindung mit mehr oder weniger komplizierten
Technologien zur Herstellung derselben ersichtlich, weil die Metallteile meist nur auf Drehbänken herstellbar sind, wobei diese Räder zumindest teilweise noch den Nachteil besitzen, dass sie auf Grund der komplizierten Technologien oft grösser hergestellt werden müssen, als alle üblichen Räder, die aus bekannten Gründen sowieso bereits entgegen dem Massstab grösser sind. Weiterhin sind die Berührungsflächen zwischen Metall und
Isoliermaterial so klein, dass die Festigkeit an der Verbindungsstelle gering ist und die unterschiedliche Wärmeausdehnung beider Materialien diese Festigkeit noch weiter verringert.
Darüber hinaus besitzen alle bekannten Räder für die kontaktierte oder isolierte Achsenmontage den Nachteil, dass jedes Rad als Kontakt wirkt, wenn eine Schaltschiene überfahren wird, die aus einem Kontakt besteht, der innen, parallel zur Fahr- und gleichzeitigen Stromschiene, etwa in Form einer relativ kurzen Leitschiene, angeordnet ist.
Dies ist darauf zurückzuführen, dass diese Räder in jedem Fall eine ringförmige Metallfelge besitzen, so dass also schliesslich auch die Radinnenseite ganz oder teilweise metallen ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Spiel- und Modellbahnfahrzeugrad für kontaktierte oder isolierte Achsenmontage und ein Verfahren zu dessen Herstellung zu schaffen, das sowohl in optischer Ausgestaltung als auch in den Fahreigenschaften dem Vorbild besser entspricht und das mit geringerem ökonomischen Aufwand und modernen, aber nicht komplizierten Technologien herzustellen ist. In dieser Aufgabe ist eingeschlossen, dass der Lauf-und Spurkranz zur Erzielung bester Laufeigenschaften und Benutzung als rollender Kontakt aus Metall besteht, wogegen die Montage auf die sowieso metallene Achse kontaktiert oder isoliert erfolgen soll, d. h., es sollen beide Arten von Rädern in möglichst vielen gleichen Werkzeugen bzw. Arbeitsvorgängen herstellbar sein, und schliesslich darf die Radinnenseite beider Radarten nicht metallen sein.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem Spiel- und Modellbahnfahrzeugrad der eingangs geschilderten Art dadurch erreicht, dass der in den Kunststoff ragende Teil des radförmigen Blechformteiles das Radfutter und/oder die Radnabe nahezu vollkommen durchsetzt, dass die sich an den Laufkranz anschliessende sichtbare Fläche der Radscheibe entweder in bekannter Weise aus Kunststoff besteht oder ebenfalls in bekannter Weise vom radförmigen Blechformteil gebildet ist und dass der unsichtbare Teil des radförmigen Blechformteiles eine Öffnung besitzt, die für kontaktierte Achsenmontage gleich oder kleiner als der Achsendurchmesser und für isolierte Achsenmontage grösser als der Achsendurchmesser ausgebildet ist.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist zumindest der sichtbare Teil des radförmigen Blechformteiles oberE1ächenveredelt und das Radfutter zwecks Unterscheidung, ob das Rad für isolierte oder kontaktierte Achsenmontage ausgebildet ist, vorzugsweise rückseitig mit Unterscheidungsmerkmalen versehen.
Das Verfahren zur Herstellung eines solchen Spiel- und Modellbahnfahrzeugrades zeichnet sich dadurch aus, dass ein metallenes Bandmaterial mit Dehnungsschnitten versehen wird, zwischen je zwei Dehnungsschnitten eine Kalotte gezogen und diese mit einer Öffnung versehen wird, danach aus jeder Kalotte ein radförmiger Blechformteil geformt und dieser mit Kunststoff ausgefüllt wird, wobei der radförmige Blechformteil derart im metallenen Streifen- oder Bandmaterial geformt wird, dass zunächst der Spurkranzdurchmesser grösser als das Endmass wird und die Radinnenseite, die beim anschliessenden Ausfüllen mit Kunststoff entsteht, tiefer gegenüber der Ebene des metallenen Streifen- oder Bandmaterials liegt,
wonach jeder einzelne radförmige
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Blechformteil von dem metallenen Streifen- oder Bandmaterial getrennt und gleichzeitig oder danach auf den endgültigen Spurkranzdurchmesser beschnitten wird, wobei der Schnitt zur Festlegung des endgültigen Spurkranzdurchmessers gleichzeitig im Randbereich der aus Kunststoff bestehenden Radinnenseite geführt wird.
Zum besseren Verständnis wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 den Schnitt A-A eines Spiel- und Modellfahrzeugrades für kontaktierte Achsenmontage, Fig. 2 die Rückansicht nach Fig. 1, Fig. 3 den Schnitt A-A eines Rades für isolierte Achsenmontage, Fig. 4 die Rückansicht nach Fig. 3, Fig. 5 den Schnitt A-A eines weiteren Rades für isolierte Achsenmontage, Fig. 6 die Rückansicht nach Fig. 5, Fig. 7 die wichtigsten Verfahrensschritte zur Herstellung eines Spiel- und Modellbahnfahrzeugrades.
In Fig. 1 und 2 ist ein radförmiger Blechformteil --1-- so mit Kunststoff, beispielsweise Polystyrol, ausgefüllt, dass die Radinnenseite--2--, die Radscheibe--3--und die Radnabe --4-- aus Kunststoff bestehen und vom radförmigen Blechformteil-l-nur noch der Laufkranz-Ib-und die sich daran anschliessende Fläche des Spurkranzes-la-sichtbar bleiben.
Im Gegensatz dazu ist vom radförmigen Blechformteil-l--der Teil-Ic-so von Kunststoff umgeben, dass der Teil--Ic--überhaupt nicht mehr sichtbar ist und die Kanten-lf--der Öffnung--ld-gerade noch in der Achsbohrung erkennbar sind. Über diese Kanten--lf--der Öffnung--ld--, die sich im radförmigen Blechformteil befinden, wird dann die kontaktierte Achsenmontage erreicht.
Das in Fig. 3 und 4 dargestellte Rad unterscheidet sich vom vorhergehenden nur dadurch, dass die hier nicht näher bezeichnete Öffnung im radförmigen Blechformteil--l--so gross ist, dass ihre Kante, die am völlig von Kunststoff umgebenen Teil--lc--vorhanden ist, keinesfalls mit der Achse in Berührung kommt, wodurch die isolierte Achsenmontage gegeben ist.
Das Rad nach den Fig. 5 und 6 unterscheidet sich von den vorhergegangenen dadurch, dass der radförmige Blechformteil-l--so mit Kunststoff ausgefüllt ist, dass die Radinnenseite --2-- und die Radnabe--4-aus Kunststoff bestehen und vom radförmigen Blechformteil der Laufkranz--lb--, die sich daran
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von Kunststoff umgeben, dass er nicht sichtbar ist, wobei hiebei auch die nicht näher bezeichnete Öffnung so gross ist, dass demnach dieses Rad für die isolierte Achsenmontage vorgesehen ist. Die Schlussfolgerung, welches Rad für welche Achsenmontage bestimmt ist, lässt sich dabei sehr schnell an Hand der Unterscheidungsmerkmale --5-, in Fig. 1 und 2 für kontaktierte Achsenmontage vier Rippen, in Fig. 3 bis 6 für isolierte Achsenmontage drei Rippen, feststellen.
Fig. 7 zeigt ein Stück metallenes Bandmaterial-10--, das zuerst mit Dehnungsschnitten-11-versehen wird. Danach folgt das Ziehen einer Kalotte-12--, die mit einer Öffnung-13-versehen wird.
Die so vorbereitete Kalotte --12-- ist Grundlage für das Ziehen des radförmigen Blechformteiles-14--, der mit Kunststoff ausgefüllt wird, so dass sich jetzt das fertige Rad-15-im metallenen Bandmaterial --10-- befindet. Der abschliessende Trennschnitt führt zu dem fertigen Metallrad--16--.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Spiel- und Modellbahnfahrzeugrad für kontaktierte oder isolierte Achsenmontage, bestehend aus einem radförmigen Blechformteil, der den Laufkranz und die sich an diesen anschliessende Fläche des Spurkranzes bildet, wobei innerhalb des Blechformteiles ein Radfutter aus Kunststoff eingepresst oder eingespritzt ist und ein
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ragende Teil (lc) des radförmigen Blechformteiles (1) das Radfutter und/oder die Radnabe nahezu vollkommen durchsetzt, dass die sich an den Laufkranz (lb) anschliessende sichtbare Fläche der Radscheibe (3) entweder in bekannter Weise aus Kunststoff besteht oder in ebenfalls bekannter Weise vom radförmigen Blechformteil gebildet ist und dass der unsichtbare Teil (lc) des radförmigen Blechformteiles (1) eine Öffnung (ld) besitzt,
die für kontaktierte Achsenmontage gleich oder kleiner als der Achsendurchmesser und für isolierte Achsenmontage grösser als der Achsendurchmesser ausgebildet ist.
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