AT315405B - Verfahren zur herstellung von glasrohrleitungssystemen durch verschweissen von glasrohrstuecken - Google Patents

Verfahren zur herstellung von glasrohrleitungssystemen durch verschweissen von glasrohrstuecken

Info

Publication number
AT315405B
AT315405B AT691272A AT691272A AT315405B AT 315405 B AT315405 B AT 315405B AT 691272 A AT691272 A AT 691272A AT 691272 A AT691272 A AT 691272A AT 315405 B AT315405 B AT 315405B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
glass
pipe
welding
pipe sections
welded
Prior art date
Application number
AT691272A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Saale Glas Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Saale Glas Gmbh filed Critical Saale Glas Gmbh
Priority to AT691272A priority Critical patent/AT315405B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT315405B publication Critical patent/AT315405B/de

Links

Landscapes

  • Joining Of Glass To Other Materials (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Glasrohrleitungssystemen durch Verschweissung von Glasrohrstücken, deren miteinander zu verschweissenden Rohrenden bis zur Erweichung des Glases erhitzt, zusammengeführt, aneinandergedrückt und danach leicht auseinandergezogen werden, wobei während der
Herstellung ein Gasstrom durch die Rohrabschnitte geleitet wird. 



   Es ist bekannt, Glasrohrleitungen aus Normbauteilen mit entsprechenden Verbindungselementen zu
Verbundsystemen zusammenzusetzen. Es werden dabei Rohrteile bis zu 1 m im Durchmesser verbunden. Solche
Verbundsysteme kommen vorzugsweise in der   Nahrungs-und Genussmittelindustrie   sowie in der chemischen
Industrie zum Einsatz. 



   Es ist weiterhin bekannt, Glasrohr auch grösserer Nennweiten maschinell mit Gas-Sauerstoff-Flammen zu verschweissen und in Kühlbahnen zu entspannen. Dazu wurde bereits vorgeschlagen, zwei Glasrohre in
Halterungen unverdrehbar zu lagern und das eine Glasrohr in Längsrichtung relativ zum andern Glasrohr derart zu bewegen, dass die zu verschweissenden Rohrenden aneinandergedrückt und unter Einwirkung der auf die
Schweissstelle gerichteten Gasbrenner miteinander verschweisst werden. Durch den Stauchungsvorgang erfährt das
Glas in der Nähe der Schweissstelle eine Ausbauchung sowohl an der   Aussen- als   auch an der Innenseite des
Rohres. Die durch die Ausbauchung nach innen hervorgerufene Verringerung des Rohrinnendurchmessers wird nach diesem Verfahren dadurch vermieden, dass man während des Schweissvorganges durch das Rohrinnere einen
Luftstrom leitet. 



   Gegenüber den verflanschten Rohrleitungssystemen weisen verschweisste Rohrleitungen eine höhere
Druckbeständigkeit (bis 6 kp/cm2) sowie den Vorteil des Fehlens von Schliff- und andern Verbindungsteilen auf, die einen erhöhten technischen Aufwand bedeuten und oftmals die Ursache für Wirbelbildungen und bakterielle
Verunreinigungen sowie von Gasundichtheiten sind. 



   Das vorgenannte Verfahren zum Verschweissen von Glasrohren weist jedoch den Nachteil auf, dass durch den Luftstrom im Rohrinneren ein Temperaturgefälle zwischen der   Aussen- und   Innenseite der Glasrohre erzeugt wird, das bewirkt, dass die Anschmelzstelle der beiden Rohrenden nicht gleichmässig durchschmilzt und unter
Umständen an der Rohrinnenseite überhaupt keine Verschmelzung stattfindet. Ausserdem entsteht an der
Schweissstelle eine unerwünschte Einschnürung. Solche ungenügenden Schweissverbindungen führen dann leicht zum Bruch des Glases an der Schweissstelle. Insbesondere ist aber auch eine Verschweissung von Rohrbiegungen mit Hilfe dieses bekannten Verfahrens äusserst schwierig. 



   Andere bekannte Schweissverfahren, wie das Rotations- oder Schleuderverfahren, sind bei Verschweissungen von Rohren zu komplizierten Rohrleitungssystemen überhaupt nicht anwendbar oder, wie   z. B.   das Verschweissen mit hochfrequenten Strömen zu aufwendig und im Ergebnis unbefriedigend, weil eine genügende Verschmelzung an der Schweissstelle nicht immer gewährleistet ist und zudem   häufig   Stosskanten im Rohrinneren auftreten. 



   Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Verschweissen von   Glasrohrstücken   zur Herstellung komplizierter Glasverbundsysteme zu schaffen, das eine einwandfreie, glatte und dichte Verschweissung garantiert und einen geringen technischen Aufwand erfordert. 



     Erfindungsgemäss   wird die Aufgabe bei dem eingangs erwähnten Verfahren dadurch gelöst, dass in das Innere eines jeden der beiden verschweissenden Rohrabschnitte, deren beide nicht erhitzten Rohrenden verschlossen gehalten werden, der Gasstrom nur während des Auseinanderziehens der beiden Rohrstücke geleitet wird. 



   Durch das erfindungsgemässe Verfahren wird ein sehr gutes und sauberes Verschmelzen der Glasrohrstücke gewährleistet. Die Schweissstelle weistnach dem Verschweissen keinerlei Einschnürungen oder Stosskanten auf. 



  Beim Aneinanderpressen der vorgewärmten Rohrenden fliesst das Glas an der Schweissstelle sowohl nach innen als auch nach aussen und bildet dort zunächst eine Glaswulst. Dadurch trägt ein relativ grosser, innig vermischter Glasanteil zur Verschmelzung der Rohrenden bei. Ein Temperaturgefälle von der Aussenfläche zur Innenfläche des Glasrohres, das ein gleichmässiges Zusammenschmelzen verhindern würde, wird weitestgehend vermieden, weil der zum Verblasen der Schweissstelle dienende Gasstrom nur kurzzeitig beim Auseinanderziehen der beiden auseinandergepressten Rohrenden in das Rohrinnere einströmt.

   Das Verfahren gestattet es ausserdem, Verschweissungen auch dann durchzuführen, wenn die Rohrenden infolge Krümmung der Rohre nicht eng zueinander passen, indem man Glas der gleichen Zusammensetzung auf die Schweissstelle aufschmilzt, um den vorhandenen Zwischenraum auszufüllen. 



   Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen zeigen : Fig. l schematisch zwei zu verschweissende Rohrstücke beim Erhitzen der gegenüberliegenden Rohrenden, Fig. 2 einen schematischen Schnitt durch die Schweissstellen beim Aneinanderdrücken der zu verschweissenden Rohrenden, Fig. 3 einen schematischen Schnitt durch die Schweissstelle beim Auseinanderziehen der Rohrenden und Einströmen des Gases in das Innere des Rohrabschnittes. 



   Die zu verschweissenden Enden der   Rohrstücke--l   und   2-- (Fig. l)   werden auf einen Abstand von zirka 10 mm gebracht. Das eine Rohrstück sei fest und das andere lose gehaltert. Die beiden andern Rohrenden werden mit Stopfen-3 und 4-verschlossen. Einer der beiden gasdichten Verschlüsse, beispielsweise der Stopfen-3-, ist zum Zwecke der Aufnahme einer   Schlaucholive--5--als   Anschluss für einen 

 <Desc/Clms Page number 2> 

   Blasschlauch-6-durchbohrt.   Mit Hilfe von Spezialbrennern-7--, z. B. Schweissbrennern mit
Gas-Sauerstoff-Gemischen, werden die zu verschweissenden Rohrenden gleichmässig erhitzt, bis diese zu schmelzen beginnen.

   Bei Rohrstücken grösserer Nennweiten ist es wegen einer gleichmässigen Erwärmung der
Rohrenden vorteilhaft, neben den Spezialbrennern auch klappbare Ringbrenner mit Vormischung einzusetzen. 



   Nach Erreichen der für die Verschweissung erforderlichen Viskosität wird das lose gehalterte   Rohrstück--l--   an das fest gehalterte   Rohrstück --2-- herangeschoben.   Dabei drücken die erweichten Rohrenden aneinander und das ineinanderlaufende Glas der Verschmelzungszone bildet eine   Wulst --8-- sowohl   an der   Aussen- als   auch an der Innenseite der Rohrverbindung, wie sie in Fig. 2 angedeutet ist. Durch anschliessendes leichtes Auseinanderziehen und stückweises Verblasen der Schweissstelle mittels Einblasen von Luft durch den   Blasschlauch-6-zur   Erzielung eines geringen überdruckes wird die Ausbauchung nach dem Rohrinneren beseitigt und die   Wulst-8-erhält   die in Fig. 3 angedeutete Gestalt.

   Damit entfällt die störende Verengung des Innenrohres und es entsteht eine homogene Schweissverbindung zwischen den   Rohrstücken-l   und 2--. 



   Mit Hilfe einer Kohlepatsche oder eines Berührungskörpers in der Ebene der miteinander zu verschmelzenden Ränder,   z. B.   eines konzentrischen Ringes aus Kohlenstoff, wird auch an der Aussenfläche des Glasrohres ein glatter übergang hergestellt, der keinerlei Stossstellen mehr aufweist. 



   Die Entspannung der Schweissstelle erfolgt in an sich bekannter Weise in einer auf etwa dem oberen Kühlpunkt des Glases (bei Rasothermglas zirka 5800C) vorgewärmten, elektrisch beheizten   Kühlmuffe1,   die auf die Schweissstelle aufgesetzt wird. Dadurch können die noch verbleibenden Restspannungen sehr klein gehalten werden. 



   Um eine weitestgehend druck- und stossfeste Schweissverbindung zu erhalten, kann die Verschmelzungszone und die gesamte Rohrleitung nach bekanntem Verfahren zusätzlich mit Polyolifin-, Polyamid- oder PVC-Schichten versehen werden. Die Aufbringung der Schichten geschieht durch Flammenspritzen, durch Aufsprühen oder Aufstreichen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Glasrohrleitungssystemen durch Verschweissung von Glasrohrstücken, deren miteinander zu verschweissenden Rohrenden bis zur Erweichung des Glases erhitzt, zusammengeführt, aneinandergedrückt und danach leicht auseinandergezogen werden, wobei während der Herstellung ein Gasstrom EMI2.1 beiden zu verschweissenden Rohrabschnitte, deren beide nicht erhitzten Rohrenden verschlossen gehalten werden, der Gasstrom nur während des Auseinanderziehens der beiden Rohrstücke geleitet wird.
AT691272A 1972-08-10 1972-08-10 Verfahren zur herstellung von glasrohrleitungssystemen durch verschweissen von glasrohrstuecken AT315405B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT691272A AT315405B (de) 1972-08-10 1972-08-10 Verfahren zur herstellung von glasrohrleitungssystemen durch verschweissen von glasrohrstuecken

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT691272A AT315405B (de) 1972-08-10 1972-08-10 Verfahren zur herstellung von glasrohrleitungssystemen durch verschweissen von glasrohrstuecken

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT315405B true AT315405B (de) 1974-04-15

Family

ID=3590997

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT691272A AT315405B (de) 1972-08-10 1972-08-10 Verfahren zur herstellung von glasrohrleitungssystemen durch verschweissen von glasrohrstuecken

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT315405B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3153212C2 (de) Vorrichtung zum Verschließen der Enden von zusammengesetzten Behältern durch Reibschweißen
DE3636891C2 (de)
CH676689A5 (de)
DE19848172A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Wickelschlauches aus thermoplastischem Kunststoff
CH673434A5 (de)
DE102012006996A1 (de) Gasbeaufschlagungsvorrrichtung für Rohrinnenbereiche
DE2239503A1 (de) Verfahren zur herstellung von glasrohrleitungssystemen durch verschweissen von glasrohren
AT315405B (de) Verfahren zur herstellung von glasrohrleitungssystemen durch verschweissen von glasrohrstuecken
DE2145831C3 (de) Verfahren zum Herstellen von Rohrverbindungen
CH674890A5 (de)
DE69708703T2 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung einer flexiblen schlauchkombination
EP1752699A2 (de) Leitungsverbund zwischen einem Fitting und einem Verbundrohr sowie ein Verfahren zur Herstellung des Leitungsverbundes
DE19508188A1 (de) Hutförmige Anschlußmanschette für Hausanschlüsse in Kanalrohren
DE202012100322U1 (de) Rohrverbindungseinrichtung
DE19636670A1 (de) Verfahren zur schweißtechnischen Verbindung eines Wärmetauscherrohrs mit einer Kunststoffolie
DE4017634A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur kontinuierlichen herstellung von geschweisstem metallrohr
DE19911705C1 (de) Verfahren zur Verbindung eines Rohres aus PE-X und eines Rohrformstücks aus PE durch Heizelement-Muffenschweißen, Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und nach dem Verfahren hergestellte Verbindung
DE10201501C1 (de) Verfahren zur Reparatur defekter/undichter Kunststoffrohre oder -schläuche
CH675850A5 (de)
DE2633141A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum stirnseitigen verschweissen von thermoplastischen kunststoffhohlprofilen
DE10019384A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Verbundrohres zum Transport fluider Medien
DE3512674A1 (de) Kunststoffrohrmuffe zum verbinden von zwei kunststoffrohrenden
DE102011075745A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Rohrs oder Rohrhalbzeugs und Rohr oder Rohrhalbzeug für den chemischen Apparatebau
DE2363727A1 (de) Schweissbare rohrfittings aus kunststoff
DE4136349C2 (de) Schweißvorrichtung für Kunststoffrohre

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee