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Die Erfindung betrifft einen chargenweise arbeitenden Wirbelschichttrockner mit stationär angeordnetem Rührwerk im Produktbehälter. Der Wirbelschichttrockner ist für schlecht wirbelfähige Granulate und kristalline Substanzen, insbesondere für den Einsatz in der pharmazeutischen Industrie geeignet.
Wirbelschichttrockner verschiedener Bauausführung sind schon seit längerer Zeit im Einsatz. Die zumeist in der pharmazeutischen Industrie, Lebensmittelindustrie und Kleinchemie anzutreffenden, in Schrank- oder Ständerbauform ausgeführten, chargenweise arbeitenden Wirbelschichttrockner genügen nicht immer den Forderungen, die aus der Spezifik des Trockengutes und Produktionscharakters gestellt werden. Speziell in der pharmazeutischen Industrie besteht die Aufgabe, oft wechselndes Produkt unterschiedlicher Konsistenz chargenweise in einem Trockner zu trocknen. In den bekannten Wirbelschichttrocknern für chargenweise Trocknung ist nicht immer gewährleistet, dass das im Behälter befindliche Produkt über den ganzen Querschnitt wirbelt.
Wirbelt das Produkt nur in einem begrenzten Bereich, wird die Feuchtigkeit dem in Ruhe befindlichen Teil nicht entzogen. über dem warmen Siebboden des Behälters kann es zur Krustenbildung kommen. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Trocknungszeiten, erhöhter manueller Aufwand durch Umwälzen des Produktes und Lösen von Behälterboden, was zur weiteren Minderung der Ökonomie der Wirbelschichttrocknung führt. Kontinuierlich arbeitende Wirbelschichttrockner in bekannter Ausführung (wie in den österr. Patentschriften Nr. 194331 und Nr. 220075 beschrieben) mit stationär angeordnetem Rührer od. ähnl. Vorrichtungen in der Wirbelkammer sind bei kleinen Chargen nicht ökonomisch einsetzbar, ausserdem treten bei oft wechselnden Produkten Schwierigkeiten auf wegen aufwendiger Reinigungsarbeiten.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wirbelschichttrockner zu erstellen, der als Chargentrockner bei schlecht wirbelfähigen und auch oft wechselnden Produkten ökonomisch einsetzbar ist. Es muss daher gewährleistet sein, dass das Produkt über den gesamten Querschnitt des Behälters wirbelt und ein leichtes Auswechseln und Reinigen aller mit dem Produkt in Berührung kommenden Teile möglich ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäss vor allem dadurch gelöst, dass der Produktbehälter auf einem Wagen oder auf Führungsschienen in den Trockner einführbar ist und über pneumatische Arbeitszylinder ein Dichtungsteil mit einem Abluftfilter auf den Produktbehälter absenkbar ist und dass in der Endstellung des Produktbehälters im Trockner der Rührer mit einem Antrieb gekoppelt ist.
Es ist also in einem auswechselbaren Produktbehälter über dem Lochboden des Behälters ein Rührer angebracht, der den gesamten Behälterboden bestreicht. Auf Grund der Anordnung des Rühres im Produktbehälter erfolgt die Reinigung von Rührer und Behälter gleichzeitig. Ein wechselweises Befahren des Trockners mit mehreren Behältern ist ohne Schwierigkeiten möglich.
Um Produktverluste bei der Trocknung zu vermeiden, wird ein Abluftfilter, ausgebildet als Filterkorb, auf den Produktbehälter gesenkt. Das Heben und Senken des Filterkorbes erfolgt mit pneumatischen Arbeitszylindern. Entsprechend der vorliegenden Aufgabe soll ein leichtes Auswechseln und Reinigen des Filters möglich sein. Daher wurde ein spezieller Dichtungsteil konstruiert mit drei ringförmig ausgebildeten Dichtungen, die so angeordnet sind, dass in gesenkter Stellung ein gleichzeitiges Abdichten des Produktbehälters, Zwischenbodens im Trockner und Filterkorbes erfolgt.
In gehobener Stellung können der Filterkorb und der Produktbehälter leicht ausgewechselt werden, ohne dass dabei die Dichtungen beschädigt werden können.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In den Zeichnungen zeigen : Fig. 1 eine schematische Darstellung des Trockners in Vorderansicht, Fig. 2 eine schematische Darstellung des Trockners in Seitenansicht, Fig. 3 Antrieb und Anordnung des Rührwerkes, Fig. 4 die Darstellung des Dichtungsteiles und Fig. 5 die Lagerung eines Stirnrades.
Der Wirbelschichttrockner ist in den Fig. 1 und 2 schematisch dargestellt. Dadurch wird der innere Aufbau ersichtlich. Der zur Erzeugung des Luftstromes notwendige Zentrifugalventilator wird ausserhalb des Trockners aufgestellt ; dadurch ergibt sich eine erhebliche Lärmminderung im Produktionsraum. In besonderen Fällen kann der Ventilator auch in dem Raum--l--des Trockners montiert werde.
In Fig. 1 und 2 ist-2-der Lufteinlasskanal und-3-das Luftfilter. Das Luftfilter --3-- besteht aus einzelnen Stützzylindern mit darübergezogenen Filterschläuchen. Die Stützzylinder können leicht durch Lösen des Bajonettverschlusses herausgenommen werden. Ein Heizregister --4-- ist hinter dem Luftfilter - angeordnet. Der Produktbehälter --5-- wird auf einem entsprechenden Wagen--6--in den Trockner gefahren.
Der Wirbelschichttrockner hat in der Vorderfront eine Tür, durch welche das Wechseln des Produktbehälters-5--und des nachfolgend beschriebenen Filterkorbes --12-- erfolgt. über dem Lochboden des Produktbehälters --5-- ist ein Rührer --7-- angebracht. Die Konstruktion des Rührwerkantriebes--8--erfolgt so, dass beim Einfahren des Produktbehälters --5-- in den Trockner'in Arbeitsstellung die Kopplung des Rührers --7-- mit dem Antrieb --8-- erfolgt.
Fig. 3 zeigt die Übertragung des Drehmomentes auf den Rührer --7-- über Kettenantrieb --9-- und Stirnräder --10, 11--. Die Übertragung des Drehmomentes kann auch über Winkelgetriebe erfolgen.
Fig. 5 zeigt eine spezielle Lagerung des Stirnrades-10--. Dadurch wird ein Ausweichen eines Stirnrades um eine halbe Zahnteilung möglich und das Koppeln beim Einfahren des Behälters-5--gewährleistet.
Ein Abluftfilter, ausgebildet als Filterkorb--12--, hält das feinkörnige Gut zurück. Durch pneumatische
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FilteDichtungsteil--14--abgedichtet.
In Fig. 4 ist der Dichtungsteil --14-- dargestellt. Drei ringförmig angeordnete Dichtungen-22, 23 und 24--gewährleisten bei Stellung der pneumatischen Arbeitszylinder--13--auf"senken"einen sicheren Verschluss, indem der Filterkorb-12--, der Zwischenboden --18-- und der Produktbehälter-5- abgedichtet wird. In der Stellung "heben" ist ein leichtes Auswechseln des Filterkorbes--12--und des Produktbehälters --5-- möglich. Der Filterkorb kann durch eine Abklopfvorrichtung--15--von anhaftendem Produkt, auch während der Trocknung, gereinigt werden.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Wirbelschichttrockners ist folgende :
Ein Zentrifugalventilator, ausserhalb oder innerhalb des Trockners montiert, saugt die Luft über entsprechende Zu- und Abluftleitungen durch den Trockner. Auf Grund der Einteilung des Trockenschrankes in mehrere Kammern durch Zwischenwände und Böden--16, 17, 18 und 19--durchströmt die Luft den Trockner in gewünschter Richtung.
Die Luft tritt durch den Einlasskanal --2-- in den Trockner ein. Der Luftdurchsatz kann durch eine Reguliereinrichtung --20-- variiert werden. Danach passiert die Luft das Luftfilter--3--und Heizregister - -4--. Die nun erwärmte Luft muss bei geschlossenem Luftstromkreis-Stellung der pneumatischen Arbeitszylinder--13--auf"senken"-durch den Lochboden des Produktbehälters--5--strömen. Damit das Produkt über den gesamten Querschnitt im Behälter--5--wirbelt, wird das Rührwerk--7, 8--in Gang gesetzt.
Gleichzeitig wird wird dadurch ein Ankleben und Verkrusten am Behälterboden vermieden. über den Filterkorb--12--und den Ausstosskanal-21--strömt die mit Feuchtigkeit beladene Luft wieder ins Freie. Der Trockenprozess kann von Hand oder über eine Automatik (Zeitvorwahl) beendet werden. Danach wird der Filterkorb --12-- gehoben und der Produktbehälter-5-aus dem Trockner gefahren.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Chargenweise arbeitender Wirbelschichttrockner mit stationär angeordnetem Rührwerk im
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auf Führungsschienen in den Trockner einführbar ist und über pneumatische Arbeitszylinder (13) ein Dichtungsteil (14) mit einem Abluftfilter (12) auf den Produktbehälter absenkbar ist und dass in der Endstellung des Produktbehälters (5) im Trockner der Rührer (7) mit einem Antrieb (8) gekoppelt ist.
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