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Die Erfindung betrifft eine Befestigungsvorrichtung, insbesondere zur Befestigung von Rahmen für Türen, Fenster u. dgl. in Wänden sowie zu deren Distanzierung von der Wand, bestehend aus einer Schraube mit einem Kopf und zwei Gewindeabschnitten sowie einer Hülse mit einem dem ersten, kopfseitigen Gewindeabschnitt der Schraube entsprechenden Innengewinde und einem Aussengewinde, wobei die Hülse auf den ersten Gewindeabschnitt der Schraube aufgeschraubt ist und wobei das Aussengewinde der Hülse für den Eingriff in den Rahmen und der zweite Gewindeabschnitt der Schraube für den Eingriff in die Wand bestimmt ist.
Tür- und Fensterrahmen werden üblicherweise dadurch befestigt, dass Nägel in das den Rahmen umgebende Wandmaterial hineingetrieben werden. Es entstehen hiedurch hässliche Narben und Vertiefungen, die sorgfältig gespachtelt werden müssen, um nach Möglichkeit beseitigt zu werden, die aber dennoch meistens an der mit Anstrich versehenen Fläche sichtbar sind, und ferner ist jede Nachstellmöglichkeit des Rahmens nach der Befestigung ausgeschlossen. Da keine Nachstellung eines einmal befestigten Rahmens möglich ist, muss ausserdem, falls sich eine Tür, ein Fenster oder ein Rahmen später werfen sollte, die Tür oder das Fenster entfernt und bearbeitet werden, um wieder in den Rahmen zu passen.
Eine Schraube der eingangs erwähnten Art ist aus der deutschen Offenlegungsschrift Nr. 1400815 bekannt, wobei eine Holzschraube mit Gewindeabschnitten verschiedenen Durchmessers und eine überwurfmutter bzw. - hülse Verwendung findet, deren Innengewinde gleich dem Kopfgewinde der Holzschraube sein muss, und wobei das Aussengewinde der überwurfmutter oder -hülse die gleiche Steigung wie das Innengewinde haben soll. Die Hülse der bekannten Schraube wird in der Bohrung eines Gliedes angebracht, welches in einem gewissen Abstand von einer Wand gehalten werden soll, wonach die Schraube in die Hülse und darauf in die Wand eingeschraubt wird, so dass der eine Gewindeabschnitt der Schraube in der Wand und der andere Gewindeabschnitt der Schraube in der Hülse sitzt.
Diese Schraube stellt somit ein Distanzglied dar, dessen Hülse nach dem Einsetzen der Schraube nicht gedreht werden kann.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Befestigungsvorrichtung zu schaffen, mittels welcher der Rahmen in einer äusserst einfachen Weise befestigt und nachher erforderlichenfalls justiert werden kann. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die beiden Gewindeabschnitte der Schraube unterschiedliche Steigung aufweisen, dass das Aussengewinde der Hülse die gleiche Steigung hat wie der zweite Gewindeabschnitt der Schraube und dass mittels Steckschlüsseln die Schraube und die Hülse gemeinsam oder für sich allein verdrehbar sind.
Eine solche Ausbildung der Befestigungsvorrichtung unterscheidet sich von der aus der deutschen Offenlegungsschrift Nr. 1400815 bekannten Konstruktion und bietet den Vorteil, dass man bei der Montage eines Rahmens, nachdem Löcher in den Rahmen und die dahinterliegende Wand gebohrt worden sind, sowohl die Schraube als auch die Hülse in einem einzigen Arbeitsgang einschrauben kann, wonach der Rahmen durch Drehen der Hülse allein mit Hilfe des entsprechenden Werkzeuges justiert werden kann.
Wenn beispielsweise das kopfseitige Gewinde des Schraubenschaftes bzw. das Innengewinde der Hülse eine viel geringere Steigung hat als das Aussengewinde der Hülse bzw. das Gewinde des an die Schraubenspitze anschliessenden Gewindeabschnittes der Schraube, wird der Rahmen, in welchen die Hülse mit dem Gewinde mit grosser Steigung eingreift, bei Drehung der Hülse zu der Wand hin oder von ihr weg verschoben. Dadurch kann man den Rahmen zu einem beliebigen Zeitpunkt nach der Montage auf einfache Weise justieren.
Der Kopf der Schraube kann beispielsweise Sechskantform mit einer den Aussendurchmesser des ersten Gewindeabschnittes unterschreitenden grössten Querabmessung haben und vorzugsweise weisen die Steckschlüsseln am freien Ende ihres Schaftes Vorsprünge zum Zusammenwirken mit in der kopfseitigen Stirnfläche der Hülse vorgesehenen Ausnehmungen auf, wobei der eine, von Hand oder durch Motorkraft drehbare Steckschlüssel im Schaft eine dem Umriss des Kopfes der Schraube entsprechende Aussparung von solcher Tiefe hat, dass der ganze Kopf darin einführbar ist, und der andere, von Hand drehbare Steckschlüssel im Schaft eine den Kopf der Schraube frei aufnehmende Aussparung aufweist.
Eine derartige Kopf-und Schlüsselausbildung stellt eine besonders vorteilhafte Kombination für die sichere Betätigung von Schraube und Hülse dar, auch wenn beide in einer im Durchmesser dem Durchmesser des Aussengewindes der Hülse angepassten engen Bohrung voll versenkt angeordnet sind.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen, die ein Ausführungsbeispiel veranschaulichen, näher erläutert. Es zeigen Fig. l eine erfindungsgemässe Befestigungsvorrichtung in Eingriff mit einem Rahmen und einer ihn umgebenden Wand, und Fig. 2 zwei zur Anwendung mit der Befestigungsvorrichtung bestimmte Steckschlüssel.
Die erfindungsgemässe Befestigungsvorrichtung besteht gemäss Fig. 1 aus einer Schraube --10-- mit einem
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unterschiedliche Steigung und, wie aus Fig. l ersichtlich, kann der eine Abschnitt ein Linksgewinde und der andere Abschnitt ein Rechtsgewinde aufweisen. Auf den ersten Gewindeabschnitt --12-- ist eine Hülse - geschraubt, die ein dem Gewindeabschnitt --12-- entsprechendes Innengewinde hat. Aussen hat die Hülse --14-- ein Gewinde von derselben Steigung wie der Gewindeabschnitt --13--. In dem dem Kopf der Schraube --10-- zugekehrten Ende der Hülse-14-sind Ausnehmungen-16-für einen im folgenden zu beschreibenden Zweck vorgesehen.
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Die Schraube --10-- und die Hülse--14--sind zum gleichzeitigen Einschrauben unter Anwendung eines Steckschlüssels--17--des oben in Fig. 2 gezeigten Typs drehbar. Der Schlüssel ist zur Anwendung in einer motorisch angetriebenen Bohrmaschine od. dgl. bestimmt. Er besteht aus einem Schaft, in dessen einem Ende eine zum Kopf-11--der Schraube passende Sechskantaussparung --18-- von solcher Tiefe
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-19--,--18-- und die Vorsprünge --19-- in den Ausnehmungen --16-- in Eingriff gebracht werden, Schraube und Hülse zusammen gedreht werden können.
Falls nur die Hülse--14--zu Justierzwecken gedreht werden soll, verwendet man den unten in Fig. 2 gezeigten Schüssel-20-, welcher eine zylindrische Aussparung - hat, in die der Kopf--11--frei drehbar eingeführt werden kann, wobei der Schlüssel den Vorsprüngen --19-- entsprechende Vorsprünge --22-- aufweist, die in die Ausnehmungen--16--der Hülse-14--eingreifen sollen.
Ein Rahmen--25--wird in folgender Weise mit Hilfe der erfindungsgemässen Befestigungsvorrichtung, z. B. in einer Wand--24--befestigt. Zuerst wird der Rahmen in zweckmässiger Lage in der für ihn vorgesehenen Öffnung angebracht und erforderlichenfalls provisorisch befestigt. Darauf wird im Rahmen und in der Wand eine zweckmässige Anzahl Löcher gebohrt, deren Abmessungen selbstverständlich von denen der zu verwendenden Befestigungsvorrichtungen abhängig sind. Sodann wird die Befestigungsvorrichtung im Schlüssel --17-- mit dem Kopf --11-- in der Aussparung --18-- und den Vorsprüngen --19-- in den Ausnehmungen --16-- eingesetzt. Der Schlüssel --17-- ist seinerseits mit einem geeigneten Werkzeug, z. B. einer motorisch angetriebenen Bohrmaschine, verbunden.
Die Befestigungsvorrichtung wird dann ähnlich wie eine
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Nachdem die Befestigungsvorrichtung so weit eingeschraubt worden ist, dass ihr Kopf vollständig in die Bohrung eingeführt worden ist, wie in Fig. 1 gezeigt ist, wird der Schlüssel --17-- entfernt, worauf die übrigen Befestigungsvorrichtungen in entsprechender Weise eingeschraubt werden. Nach Einschrauben sämtlicher Befestigungsvorrichtungen kontrolliert man die Lage des Rahmens im Verhältnis zur Wand und die Lage der Tür im Verhältnis zum Rahmen. Die erforderlichen Justierungen werden dann ganz einfach dadurch vorgenommen, dass der zweite Schlüssel --20-- mit dem Kopf der Schraube in der Aussparung--21--und die Vorsprünge - -22-- im Eingriff mit der Ausnehmung --16-- in die Bohrung eingeführt werden.
Beim Drehen des Schlüssels --20-- wird laut obigem lediglich die Hülse --14-- gedreht, während die Schraube nicht betätigt wird ; hiedurch lässt sich der Rahmen --25-- im Verhältnis zur Wand--24--versetzen. Nachdem die Lage des Rahmens endgültig justiert worden ist, werden geeignete, vorzugsweise abnehmbare Pfropfen--23--aus Holz, Kunststoff oder einem andern geeigneten Material in die Bohrungen eingeführt.
Ein grosser Vorteil der erfindungsgemässen Vorrichtung liegt darin, dass, falls sich die Tür, das Fenster oder der Rahmen nach einiger Zeit geworfen hat, nach dem Entfernen der Pfropfen der Schlüssel--20--zur erneuten Justierung des Rahmens in die Bohrung eingeführt werden kann.
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Hülse-14--abhängig--12-- ein Linksgewinde oder ein Rechtsgewinde hat. Die Steigung des Gewindeabschnittes --12-- und des Aussengewindes-15-sowie die Art des im Gewindeabschnitt --12-- geschnittenen Gewindes sind selbstverständlich unter Berücksichtigung des Anwendungsgebietes zu wählen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Befestigungsvorrichtung, insbesondere zur Befestigung von Rahmen für Türen, Fenster u. dgl. in Wänden, sowie zu deren Distanzierung von der Wand bestehend aus einer Schraube mit einem Kopf und zwei Gewindeabschnitten sowie einer Hülse mit einem dem ersten, kopfseitigen Gewindeabschnitt der Schraube entsprechenden Innengewinde und einem Aussengewinde, wobei die Hülse auf den ersten Gewindeabschnitt der Schraube aufgeschraubt ist, und wobei das Aussengewinde der Hülse für den Eingriff in den Rahmen und der zweite Gewindeabschnitt der Schraube für den Eingriff in die Wand bestimmt ist, dadurch gekenn- zeichnet, dass die beiden Gewindeabschnitte (12,13) der Schraube (10) unterschiedliche Steigung aufweisen, dass das Aussengewinde (15) der Hülse (14) die gleiche Steigung hat wie der zweite Gewindeabschnitt (13)
der Schraube und dass mittels Steckschlüsseln (17,20) die Schraube (10) und die Hülse (14) gemeinsam für sich allein verdrehbar sind.
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