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Die Erfindung bezieht sich auf einen Elektrodendraht zum Schweissen und Auftragsschweissen von Stählen in Schutzgasatmosphäre, der aus einem in einer Stahlhülle eingeschlossenen pulverförmigem Kern besteht. welcher Flussspatkonzentrat, Marmor, Ferromangan, Ferrosilizium und Eisenpulver enthält.
Derartige Elektrodendrähte finden insbesondere beim Schweissen in normaler oder Zwangslage in Schutzgasatmosphäre vorzugsweise in Kohlendioxydatmosphäre, Verwendung.
Es sind verschiedene Seelendrähte für Elektroden zum Schweissen in Schutzgasatmosphäre bekanntgeworden.
Besonders gute Eigenschaften besitzen jene dieser bekannten Elektrodendrähte, deren Kern Flussspatkonzentrat, Marmor, Ferromangan, Ferrosilizium und Eisenpulver enthält.
Insbesondere ist ein Pulverdraht bekannt, der 5 bis 25% Flussspatkonzentrat, 1. 5 bis 10% Marmor, 5 bis 10% Ferromangan, 2 bis 8% Ferrosilizium und 60% Eisenpulver enthält, z. B. gemäss der brit. Patentschrift Nr. 1. 079,710.
Es sind noch verschiedene andere Selenelektroden bekanntgeworden, deren Kern beispielsweise gemäss der
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5 bis 25% ein Metallcarbonat und zu 10 bis 50% Mg, Al, Ti oder Zr enthält.
Diese bekannten Seelendrähte besitzen jedoch ungünstige technologische Schweisseigenschaften und ergeben keine ausreichend hohen Festigkeitseigenschaften des Schweissgutes. Besonders die Kerbschlagzähigkeit erreicht meist nicht die geforderten Werte.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Elektrodendraht zum Schweissen in Schutzgasatmosphäre zu schaffen, bei dem die Zusammensetzung des Kerns gewährleistet, dass gute technologische Schweisseigenschaften und Festigkeitseigenschaften des Schweissgutes in einem weiten Bereich der Schweissverfahren und eine hohe Aufschweissleistung erhalten werden.
Diese Aufgabe wird durch die Schaffung eines Elektrodendrahtes der eingangs erwähnten Art gelöst. bei dem erfindungsgemäss der pulverförmige Kern ausser den erwähnten, in Gein.-% des Kerngewichts angegebenen Bestandteilen :
EMI1.2
<tb>
<tb> Flussspatkonzentrat <SEP> 15-26 <SEP>
<tb> Marmor <SEP> 5-10
<tb> Ferromangan <SEP> 4, <SEP> 5- <SEP> 6, <SEP> 5
<tb> Ferrosilizium <SEP> 1 <SEP> - <SEP> 3. <SEP> 5
<tb> noch <SEP> Tonerde <SEP> 2-6
<tb> Manganerz <SEP> 0, <SEP> 5-1, <SEP> 5 <SEP> enthält,
<tb>
wobei der Rest des Kerns aus Eisenpulver besteht.
Der Draht mit dem erfindungsgemäss zusammengesetzten Kern besitzt gute technologische Schweisseigenschaften und gewährleistet hohe Festigkeitseigenschaften des Schweissgutes.
Die Erfindung wird aus der nachstehend in der Beschreibung angeführten Erläuterung von Ausführungsbeispielen der Erfindung besser verständlich.
Der erfindungsgemässe Elektrodendraht besteht aus einem pulverförmigen Kern in einer Stahlhülle, wobei der Kern die oben angegebene Zusammensetzung aufweist.
Das gewählte Verhältnis der Kernbestandteile ermöglicht es, Schlacke mit guten technologischen und physikalischen Eigenschaften zu erhalten.
Die Vorteile des erfindungsgemässen Elektrodendrahtes im Vergleich mit bekannten Drähten werden durch folgende Beispiele illustriert.
Beispiel 1 : Elektrodendraht mit 2, 5 mm Durchmesser, dessen Stahlhülle 70% des Gesamtdrahtgewichtes ausmacht und dessen Kern die nachstehende Zusammensetzung aufweist :
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<tb>
<tb> Flussspa <SEP> tkonzentrat <SEP> 15% <SEP>
<tb> Marmor <SEP> 5%
<tb> Ferromangan <SEP> 4, <SEP> 5%
<tb> Ferrosilizium <SEP> 1%
<tb> Tonerde <SEP> 2%
<tb> Manganerz <SEP> 0, <SEP> 5%
<tb> Eisenpulver <SEP> 720/0. <SEP>
<tb>
Dieser Elektrodendraht gewährleistet gutes Schweissgutformen und eine leicht ablösbare Schlacke. Der Schweissprozess verläuft sehr stabil und Metallverluste durch Verspritzen sind unbedeutend. Dies wird durch die in der folgenden Tabelle angeführten Daten bestätigt.
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EMI2.1
<tb>
<tb>
Kerbschlagzähigkeit
<tb> kpm/cm2
<tb> Schweiss- <SEP> Lichtbogen- <SEP> Zugfestig- <SEP> Bruchdehbei <SEP> T <SEP> C
<tb> strom, <SEP> spannung, <SEP> keit, <SEP> nung,
<tb> Schweissart <SEP> Schweisslage <SEP> A <SEP> V <SEP> kp/mm2 <SEP> % <SEP> + <SEP> 20 <SEP> -40 <SEP> -60 <SEP>
<tb> Freie <SEP> Naht- <SEP>
<tb> formung <SEP> normal <SEP> 350 <SEP> - <SEP> 400 <SEP> 28 <SEP> - <SEP> 32 <SEP> 50, <SEP> 3-51, <SEP> 5 <SEP> 29, <SEP> 2-31, <SEP> 2 <SEP> 20,2- <SEP> 10,2
<tb> 23, <SEP> 4 <SEP> 12
<tb> Zwangsweise
<tb> Nahtformung <SEP> Überkopf <SEP> 350-400 <SEP> 28-30 <SEP> 52, <SEP> 5-53, <SEP> 5 <SEP> 29, <SEP> 4-32, <SEP> 5 <SEP> 15,5- <SEP> 8,5-
<tb> 17, <SEP> 2 <SEP> 10, <SEP> 5 <SEP>
<tb>
EMI2.2
wichtes ausmacht und dessen Kern die nachstehende Zusammensetzung aufweist :
EMI2.3
<tb>
<tb> Flussspatkonzentrat <SEP> 20%
<tb> Marmor <SEP> 7%
<tb> Ferromangan <SEP> 6%
<tb> Ferrosilizium <SEP> 3, <SEP> 5%
<tb> Tonerde <SEP> 3, <SEP> 5%
<tb> Manganerz <SEP> 0, <SEP> 8%
<tb> Eisenpulver <SEP> 59, <SEP> 2%.
<tb>
Dieser Elektrodendraht besitzt beim Schweissen in normaler und senkrechter Schweisslage ausgezeichnete technologische Schweisseigenschaften. Gleichzeitig sind die Festigkeitseigenschaften des Schweissgutes und der Schweissverbindung sehr hoch, was durch die in der folgenden Tabelle angeführten Daten bestätigt wird.
EMI2.4
<tb>
<tb>
Kerbschlagzähigkeit
<tb> Schweiss- <SEP> Lichtbogen- <SEP> Zugfestig- <SEP> Bruchdeh <SEP> kpm/cm2
<tb> bei <SEP> T <SEP> C
<tb> strom, <SEP> spannung, <SEP> keit. <SEP> nung,
<tb> Schweissart <SEP> Schweisslage <SEP> A <SEP> V <SEP> kp/mmz <SEP> % <SEP> +20 <SEP> -40 <SEP> -60
<tb> Freie <SEP> Nahtformung <SEP> normal <SEP> 350-400 <SEP> 28-32 <SEP> 51, <SEP> 5-52, <SEP> 3 <SEP> 29, <SEP> 4-30, <SEP> 5 <SEP> 20, <SEP> 5- <SEP> 10, <SEP> 2-
<tb> 23, <SEP> 5 <SEP> H. <SEP> 5 <SEP>
<tb> Zwangsweise <SEP> Überkopf <SEP> 350-400 <SEP> 28-30 <SEP> 53, <SEP> 2-54, <SEP> 5 <SEP> 29, <SEP> 5-31, <SEP> 2 <SEP> 15, <SEP> 2- <SEP> 10, <SEP> 51
<tb> Nahtformung <SEP> 18, <SEP> 5 <SEP> 12. <SEP> 5
<tb>
Beispiel 3 :
Elektrodendraht mit 3, 0 mm Durchmesser, dessen Stahlhülle 70% des Gesamtdrahtgewichtes ausmacht, mit einem Kern nachstehender Zusammensetzung :
EMI2.5
<tb>
<tb> Flussspatkonzentrat <SEP> 26%
<tb> Marmor <SEP> 10%
<tb> Ferromangan <SEP> 6, <SEP> 5%
<tb> Ferrosilizium <SEP> 3, <SEP> 5%
<tb> Tonerde <SEP> 6%
<tb> Manganerz <SEP> 1. <SEP> 5%
<tb> Eisenpulver <SEP> 46, <SEP> 50 <SEP> ; <SEP> 0 <SEP>
<tb>
Dieser Elektrodendraht gewährleistet eine hohe Aufschweissleistung, einen stabilen Schweissprozess, gute technologische Eigenschaften und hohe Festigkeitseigenschaften des Schweissgutes. Die Versuchsergebnisse sind in nachstehender Tabelle enthalten :
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EMI3.1
<tb>
<tb> Kerbschlagzähigkeit.
<tb>
Schweiss- <SEP> Lichtbogen- <SEP> Zugestig- <SEP> Bruchdeh- <SEP> kpm/cm2
<tb> strom, <SEP> spannung, <SEP> keit, <SEP> nung. <SEP> bei <SEP> T <SEP> C
<tb> Schweissart <SEP> Schweisslage <SEP> A <SEP> V <SEP> kp/mm2 <SEP> % <SEP> +20 <SEP> -40 <SEP> -60
<tb> Freie <SEP> Nahtformung <SEP> normal <SEP> 350-400 <SEP> 23-32 <SEP> 52, <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 54, <SEP> 2 <SEP> 27 <SEP> -29. <SEP> 2 <SEP> 18, <SEP> 2- <SEP> -10, <SEP> 5
<tb> 22, <SEP> 0 <SEP> 11, <SEP> 7 <SEP>
<tb> Zwangsweise
<tb> Nahtformung <SEP> Überkopf <SEP> 350-400 <SEP> 28-30 <SEP> 53, <SEP> 5-54, <SEP> 5 <SEP> 25, <SEP> 4-28, <SEP> 3 <SEP> 14,3- <SEP> 8. <SEP> 4-
<tb> 16, <SEP> 2 <SEP> 9, <SEP> 2 <SEP>
<tb>
Die angeführten Beispiele kennzeichnen in ausreichendem Masse die Vorteile des erfindungsgemässen Drahtes.
Der erfindungsgemässe Draht ist hauptsächlich zum Schweissen mit Gleichstrom bei umgekehrter Polung in Schutzgasatmosphäre, vorzugsweise in Kohlendioxydgas, bestimmt, und gewährleistet in henoaagender Weise die Herstellung senkrechter, geneigter und waagrechter Nähte, die in Zwangslage oder Normallage geschweisst sind. Besonders erfolgreich wird der Elektrodendraht nach der Erfindung beim automatischen oder halbautomatischen Schweissen eingesetzt. Mit diesem Draht geschweisste Nähte zeichnen sich durch hohe Widerstandsfähigkeit gegen Bildung von Warmrissen, niedrigen Gasgehalt und hohe Festigkeitseigenschaften aus.