AT301302B - Vorrichtung und Verfahren zum Biegen von Rohren oder Stangen - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Biegen von Rohren oder Stangen

Info

Publication number
AT301302B
AT301302B AT1019869A AT1019869A AT301302B AT 301302 B AT301302 B AT 301302B AT 1019869 A AT1019869 A AT 1019869A AT 1019869 A AT1019869 A AT 1019869A AT 301302 B AT301302 B AT 301302B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
macro
bending
sound
deformation
sound field
Prior art date
Application number
AT1019869A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Pvl Physikalische Versuchsanst
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Pvl Physikalische Versuchsanst filed Critical Pvl Physikalische Versuchsanst
Priority to AT1019869A priority Critical patent/AT301302B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT301302B publication Critical patent/AT301302B/de

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D7/00Bending rods, profiles, or tubes
    • B21D7/16Auxiliary equipment, e.g. for heating or cooling of bends
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21DWORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D7/00Bending rods, profiles, or tubes
    • B21D7/02Bending rods, profiles, or tubes over a stationary forming member; by use of a swinging forming member or abutment

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)
  • Investigating Or Analyzing Materials By The Use Of Ultrasonic Waves (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zum Biegen vonRohren oder   Stangen unter derEinwir-   kung von Makroschall (d. i. Ultraschall sehr grosser Amplitude). Makroschall beeinflusst den Biegevorgang entscheidend und durch die erfindungsgemässe Einwirkung des Makroschalles wird es möglich :
Rohre und Stangen zu biegen, die aus solchen Materialien bestehen, die sich bei den bisher üblichen und 
 EMI1.1 
 und durch mögliche Einsparung der zwischen den einzelnen üblichen Biegungen bisher notwendigen Wärmeoder ähnlichen Behandlungen der Werkstoffe ; weiters eine Erhöhung der Toleranz, d. h.

   Erhöhung der Präzision in den Dimensionen bei der Erzeugung von Werkstücken, insbesondere bei Werkstücken mit relativ kleinen Durchmessern und geringen Wandstärken ; sowie eine Erhöhung der Lebensdauer der Biegewerkzeuge infolge geringerer Abnützung. 



   Die Wirkung der erfindungsgemässen Anwendung von Makroschall auf den Biegevorgang beruht auf einer
Aktivierung der für   den Verformungsvorgangverantwortlichen   Mechanismen im Festkörper durch Absorption von Ultraschallenergie aus dem angelegten Makroschallfeld. 



   Es steht somit eine Verformungsenergie E zur Verfügung, die sich zusammensetzt aus 
 EMI1.2 
   worin Er die Energie aus dem Makroschallfeld bedeutet, E die Energie, die vom Verformungsprozess durch den mechanischen Zieh-, Biege-bzw. Druckvorgang in der Maschine herrührt und Eth die thermische Energie,   die der Raumtemperatur bzw. der Temperatur bei der der Verformungsvorgang abläuft, entspricht. 



   In Fig. 1 ist die Wirkung der resultierenden Deformationsenergie E auf den plastischen Verformungsvorgang 
 EMI1.3 
 Versetzungen, Korngrenzen und ähnliche Kristallstrukturen. Derartige Strukturen die sich beispielsweise in der Gleichgewichtslage 0'befinden, werden nun unter der Einwirkung der Deformationsenergie E im Sinne des dargestellten Potentialverlaufes über den Potentialberg h'in die Gleichgewichtslage   0" hinübergehoben   und durch diese Bewegung von der einen zu der andern Gleichgewichtslage kommt die plastische Verformung zustande. Das 
 EMI1.4 
 würde, um die Träger der Translation von einer Gleichgewichtslage zur andern zu befördern. 



   Im bisher üblichen Verfahren ohne Makroschall kann zwar durch ein Erhöhen der von   aussen angelegten   mechanischen Zug-, Druck- und Biegespannungen Es ein Verformungsvorgang möglich werden, so dass man zwar ebenfalls erreichen kann, dass der Potentialberg   hl überwunden wird ;   das führt aber bei schwer verformbaren Werkstoffen deshalb vielfach zum Bruch, weil die aus der äusseren Zug-, Druck- oder Biegespannung re-   sultierende Energie Es in einer andern Art und Weise im Kristall wirksam wird, als die aus dem   Makroschallfeld her-   rührendeakustischeEnergie :

   Die akustischeEnergiekommtnämlich   durch eine   Wechselwirkung der Makroschall-   wellen mit den Trägern der plastischen Verformung zustande und so wirkt die akustische Energie - ohne in die sehr komplizierten Einzelheiten der Absorptionsmechanismen einzugehen-direkt von den Versetzungen her, also von innen her, in allen Translationsebenen, während ohne Ultraschalleinwirkung die Versetzungen und Korngrenzen von aussen her, und überdies nur in einigen wenigen Translationsebenen aktiviert werden, was eine Beschränkung in den ansprechbaren Translationselementen und damit   eine verminderte Duktilität gegenüber Makro-   schalleinwirkung bedeutet. Die Wirkung von Makroschall ist äusserlich ähnlich wie die einer erhöhten Wärmezufuhr zum Werkstoff. 



   Der wesentliche Unterschied zwischen der Wirkung der akustischen und der   thermischenEnergie   besteht aber darin, dass die akustische Energie nur dann und nur so lange kurzzeitig wirksam ist, als das Makroschallfeld angelegt wird. Schaltet man das Makroschallfeld ab, dann entfällt sofort der akustischeEnergieanteilEr und es werden daher alle jene Prozesse im Kristallgitter nicht mehr ablaufen, die sich anderseits bei einer Temperaturerhöhung abspielen wurden, wie beispielsweise die Erholungsvorgänge im Kristallgitter u. dgl., was bekanntlich zu Veränderungen der Festkörpereigenschaften führt, die erst durch nachfolgende entsprechende Behandlungen wieder aufgehoben werden müssen.

   Die temporäre Einwirkung   des Makroschallfeldes stellt also   vorübergehend jenen Betrag an Aktivierungsenergie für die Translation zur Verfügung, der notwendig ist, um eine Erhöhung der Duktilität während der Verformung der Werkstoffe zu bewirken, ohne dass dabei die Materialeigenschaften nachhaltig beeinflusst werden und erspart somit die nachträgliche Behandlung der Werkstückke. 



   Die in Fig. 1 angedeuteten kleineren Potentialhügel ho veranschaulichen   die Nichtlinearität in derEner-   gieumwandlung, die für die Anwendung des Makroschalles charakteristisch ist und die in der Literatur ausführ- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 licher besprochen wird. Für den Verformungsvorgang bzw. für die äussere angelegte Zug-, Druck-oder Biegespannung wirkt sich das Makroschallfeld dann so aus, wie dies Fig. 2 zeigt. 



   In Fig. 2 ist die Spannung gegen dieDehnung der Verformung gezeigt. Wird beispielsweise bei a Ultraschall entsprechender Amplitude angelegt, dann sinkt die äussere für die Verformung anzulegende Spannung von a auf   b. Das Materialwirkt nach aussen hin plastisch leichter verformbar. u. zw. so lange. solange das Makroschallfeld umge-    legt bleibt. Somit wird die Fortsetzung der plastischen Verformung, d. h. also das Biegen und/oder Drücken, bei niedrigeren äusseren Spannungen verlaufen und daher wird der Spannungsverlauf etwa von b nach c erfolgen. Schaltet man bei c das Makroschallfeld aus, so wird die Spannung bei Fortführung des Verformungsprozesseswieder auf d ansteigen, weil die akustische Energie nicht vorhanden ist und die Gesamtenergie für den Verformungsvorgang aus den Biege-, Zug- oder Druckspannungen resultiert. 



   Fig. 2 veranschaulicht, dass die Verformungsmaschinen, die mit Hilfe von Makroschall arbeiten, nur für kleinere äussere Spannungen dimensioniert werden brauchen, d. h. also leichter und baulich handlicher sein können, wenn Makroschall verwendet wird, als wenn die Gesamtenergie aus dem konventionellen Zug-, Druckoder Biegevorgang resultiert, Fig. 2 veranschaulicht weiters, dass man infolge der Möglichkeit bei niedrigeren äusseren Spannungen zu verformen (b bis c) grössere Verformungsgeschwindigkeiten erreichen und auch grössere Verformungsgrade je Arbeitsvorgang bewerkstelligen kann. 



   Erfindungsgemäss kann man   das Makroschaufeld folgendermassen zur Wirkung bringen : Das wesentliche Merk-   mal besteht darin, dass die Biegerollen einer üblichen Biegemaschine mit einem Makroschallgeber verbunden sind. Dadurch wird in den zu biegenden Gegenstand Makroschall eingebracht. Vorzugsweise ist die Vorrichtung so ausgebildet, dass jede Biegerolle mit einem eigenen Makroschallgeber gekoppelt ist. Für die Übertragungund Verstärkung des Makroschallfeldes kann man Booster verwenden, welche sich zwischen dem Makroschallgeber und den Biegerollen befinden. Zur Überwachung des Makroschallfeldes dienen die Detektoren, die an denBiegerollen angebracht sind.

   Um auch die Einwirkung des Makroschallfeldes auf den zu biegenden Gegenstand überwachen zu können, insbesondere zwecks Vermeidung lokaler Überhitzungen, sind beiderseits der Biegestellen Detektoren angeordnet. 



   Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. In diesenzeigt die Fig. 3 die Vorrichtung am Anfang des Biegevorganges und Fig. 4 die Vorrichtung in einem fortgeschrittenen Stadium des Biegevorganges. 



   Die beiden Biegerollen-1, 2-, eine innen-und eine aussenliegende Biegerolle, sind mit je einem Makroschallgeber-3, 4-- verbunden. Es können auch je Biegerolle mehrere Makroschallgeber vorgesehen werden. 



  Für die Übertragung und Verstärkung des von den Makroschallgebern   herrührenden Makroschallfeldes auf die   Biegerollen kann man die Booster   8'-verwenden.   



   Es ist zweckmässig, einen   Detektor --11, 12--, der auf dem Prinzip   des inversenmagnetostriktivenEffektes arbeiten kann, an den Biegerollen anzubringen und das vom Makroschallgeber auf den Booster bzw. auf die Biegerollen übergehende Ultraschallfeld kontinuierlich zu beobachten, zu messen und zu steuern. 



   Beim üblichen Biegevorgang wird ein Rohrende (bzw. das Ende einerzu biegenden Stange) mittels eines   Spannbackens --7-- fest   erfasst und etwa in   Richtung--a--     (s. Fig. 3) gedrückt. Gleichzeitig erfährt die Spann-   backe --7-- in der üblichen Weise eine drehende Bewegung im Sinne des Pfeiles   nach--b-. Dadurch kommt   schliesslich die in Fig. 4 dargestellte Biegung zustande. Während dieses Vorganges (Bewegung der Spannbacke in einer resultierenden Richtung, die sich aus den Richtungen und   b--zusammensetzt)   müssen die Biegewerk- 
 EMI2.1 
 ungehinderte Bewegung des zu biegenden Rohres (bzw. der zu biegenden Stange). 



   Es ist zweckmässig, mittels der in Fig. 3 und 4 angegebenen   Detektoren-10, 13-- das Makroschallfeld im   Rohr zu überwachen und zu steuern, damit der Effekt des Makroschallfeldes auf den Verformungsvorgang voll und ganz zur Wirksamkeit kommt bzw. verhütet wird, dass ein zu intensives Makroschallfeld lokale Überhitzungen verursachen könnte. 



   Wesentlich ist die Dimensionierung der Makroschallbiegewerkzeuge, zu welchen auch der Booster gehört. Die Biegerollen samt Booster müssen nach den physikalischen Grundgesetzen der Akustik berechnet und ausgelegt werden (d. h., die Dimensionierung der Biegewerkzeuge muss einem Vielfachen der Makroschall-   wellenlänge --À-- entsprechen).    
 EMI2.2 
 die Biegerollen Makroschall (d. i. Ultraschall mit sehr grosser Amplitude) in den zu biegenden Gegenstand einspeist.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Makroschallgeber (3,4) und die Biegerollen (1,2) Booster (8, 8') dazwischen geschaltet werden. <Desc/Clms Page number 3>
    3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Überwachung des Makroschallfeldes an den Biegerollen (1,2) Detektoren (11, 12) angebracht sind.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Kontrolledes Makroschallfeldes im zu biegenden Gegenstand beiderseits der Biegestelle Detektoren (10, 13) angebracht sind.
    5. Vorrichtung nach einem der AnsprUche1 bis4, dadurch gekennzeichnet, dassdieDimensionie- rung der Biegewerkzeuge einem Vielfachen der verwendeten Makroschallwellenlänge entspricht.
    6. Verfahren zum Betrieb der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichn et, dass ein oder mehrere Makroschallgeber während des Biegevorganges entsprechend der Bewegung des zu verformenden Werkstückes sich mitbewegen bzw. rotierend ausschwingen können.
AT1019869A 1969-10-29 1969-10-29 Vorrichtung und Verfahren zum Biegen von Rohren oder Stangen AT301302B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1019869A AT301302B (de) 1969-10-29 1969-10-29 Vorrichtung und Verfahren zum Biegen von Rohren oder Stangen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1019869A AT301302B (de) 1969-10-29 1969-10-29 Vorrichtung und Verfahren zum Biegen von Rohren oder Stangen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT301302B true AT301302B (de) 1972-08-25

Family

ID=3620593

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT1019869A AT301302B (de) 1969-10-29 1969-10-29 Vorrichtung und Verfahren zum Biegen von Rohren oder Stangen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT301302B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2432929C3 (de) Verfahren zum Biegen einer Sandwichplatte
DE2657269B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Stahlrohren
DE69703563T2 (de) Innenhochdruck-umformverfahren und umformvorrichtung
AT301302B (de) Vorrichtung und Verfahren zum Biegen von Rohren oder Stangen
DE2818671A1 (de) Verfahren zur entspannung eines mechanisch eingewalzten rohrs
DE102019101860A1 (de) Verfahren zum Diffusionsfügen sowie Vorrichtung hierfür
DE911009C (de) Verfahren zur Herstellung von Rohren auf Stossbaenken
DE547714C (de) Maschine zum Herstellen von Rohrbogen o. dgl.
DE2647154A1 (de) Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines rohrs aus thermoplastischem material
DE3227082C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kaltwalzen von Rohren im Pilgerschrittverfahren
EP0923775B1 (de) Führungsrohr für druckwasserreaktor-brennelement und ein entsprechendes herstellungsverfahren
DE3209993C1 (de) Verfahren zur Verbesserung der Weiterverformbarkeit von kaltverfestigten metallischen Werkstücken
DE2750096A1 (de) Verfahren zum herstellen spannungsfreier rohre
DE1452957C (de) Verfahren zum kombinierten Richten hochfester Stahlbleche
DE860934C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einziehen von zylindrischen Hohlkoerpern und danach hergestellte Kugelflasche, Hochdruckflasche und Wellrohr
DE1452247B2 (de) Vorrichtung zum Herstellen schraubenlinienförmiger Außenrippen an Rohren
EP0028809A1 (de) Verfahren und Einrichtungen zum Einwalzen von innenseitig beschichteten Rohren
DE1182277B (de) Verfahren zur Erhoehung der Streckgrenze und der Festigkeit von Walzstahlerzeugnissen, insbesondere von Betonbewehrungsstaehlen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE969166C (de) Anpressvorrichtung fuer Elektroden von Lichtbogen- oder Reduktionsoefen
DE1056905B (de) Verfahren zum Biegen von Rohren
DE946065C (de) Verfahren zum Biegen von Stahlrohren
AT241946B (de) Verfahren zur Herstellung eines z. B. in Mauerwerk befestigbaren Steigbügels
DE1155959B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Biegen von Rohren, Staeben od. dgl.
DE1558009A1 (de) Verfahren zum Behandeln bzw. Bearbeiten von Metallen
DE3738858C1 (en) Method for the production of tubes for the manufacture of rolling bearings

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee