AT293253B - Verfahren zur Herstellung einer trockenen Ansatzmischung für säurefeste Kitt- oder Mörtelmassen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer trockenen Ansatzmischung für säurefeste Kitt- oder Mörtelmassen

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AT293253B
AT293253B AT510169A AT510169A AT293253B AT 293253 B AT293253 B AT 293253B AT 510169 A AT510169 A AT 510169A AT 510169 A AT510169 A AT 510169A AT 293253 B AT293253 B AT 293253B
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/24Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing alkyl, ammonium or metal silicates; containing silica sols
    • C04B28/26Silicates of the alkali metals

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung einer trockenen Ansatzmischung für säurefeste   Kitt- oder Mörtelmassen   
Gegenstand der Erfindung ist einepulverförmige trockene Ansatzmischung zum Herstellen von Wasserglasmörtel oder Wasserglaskitt, die alle notwendigen Komponenten, nämlich Füllstoff, Härter und Wasserglas, in den erforderlichen Mengen enthält und zum Verarbeiten nur mit Wasser versetzt wird. 



   Zum Vermauern, Verlegen und Verfugen säurefester Bauteile, wie z. B. Steine oder Platten, dienen bekanntlich wasserglasgebundene Kitte oder Mörtel, die einen Füllstoff, einen Härter und als Bindemittel Wasserglas enthalten. Sie werden handelsüblich als Zweikomponentensysteme geliefert, wobei Härter und Füllstoff als"Kittmehl"die eine und eine wässerige Alkalisilikatlösung die zweite Komponente darstellen. Die gebräuchlichen Kitte dieser Art enthalten als Härter Silicofluoride oder   Formamid-Glycolid-Kombinationen.   Damit solche Kitte ihre   Chemikalienbeständigkeit   und ihre mechanische Festigkeit voll entfalten können, müssen Härter und Wasserglastyp genau aufeinander abgestimmt werden. 



   Es ist schon versucht worden, trockene Ansatzmischungen aus Füllstoff, Härter und einem löslichen Alkalisilikat herzustellen, die auf der Baustelle unmittelbar vor dem Verarbeiten lediglich mit Wasser angemischt werden. Solche Mischungen konnten jedoch bisher die Qualitäten der bewährten Zweikomponentensysteme nicht erreichen. Sie waren diesen in der chemischen Beständigkeit und in dermechanischenFestigkeit weit unterlegen. Ihre Wasserfestigkeit war selbst nach mehrmaligem Absäuern gering. Schliesslich musste für solche Mischungen Natriumsilikat verwendet werden, weil die Mischdauer mit Wasser bei Verwendung von Kaliumsilikat wegen dessen schlechter Wasserlöslichkeit zu lang war.

   Diese zwangsläufige Verwendung von Natriumsilikat führte zu einem weiteren Nachteil der   bekanntgewor-   denen trockenen Ansatzmischungen, indem damit hergestellte Vermauerungen u. dgl. nicht mit Essigsäure oder Schwefelsäure belastet werden konnten. Es bilden sich die Natriumsalze dieser Säuren, die bekanntlich kristallwasserhaltig sind. Die dadurch verursachte Volumenvergrösserung führt zu Sprengerscheinungen. 



   Es wurde nun überraschend   gefunden, dass   trockene Ansatzmischungen, die als   Bindemittel lösliches   Natriumsilikat enthalten, dann erhalten werden, wenn man als Härter ein kondensiertes Aluminiumphosphat verwendet, wie es   fürzweikomponentensysteme ausderbrit. PatentschriftNr. 1, 088, 693   bekanntgeworden ist. 



   Die trockenen Ansatzmischungen zum Herstellen von säurefesten Kitt- oder Mörtelmassen gemäss 
 EMI1.1 
 laren Verhältnis von   P2     d:AI20 = 1, 1   bis 3, welches aus einem sauren Aluminiumphosphat dieser molaren Zusammensetzung durch Erwärmen in einer ersten Stufe bis auf höchstens 400 C bis zur Gewichtskonstanz und in einer zweiten Stufe bis auf höchstens 7500C bis zur Gewichtskonstanz erhal- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 ten wurde. 



   Die Herstellung derartiger kondensierter Aluminiumphosphate ist in der älteren deutschen Patentschrift Nr. 1252835 beschrieben. 



   Um die   Lagerfähigkeit   solcher Mischungen zu verbessern und ihre Feuchtigkeitsempfindlichkeit herabzusetzen, hat es sich als zweckmässig erwiesen, vor dem Ansetzen der Mischung entweder das Natriumsilikat oder   den Härter   zu hydrophobieren. Dies kann besonders einfach dadurch erfolgen, dass man das Natriumsilikat oder den Härter mit einer geringen Menge eines Mineralöls versetzt und gut durchmischt. 



   Die   erfindungsgemässe Mischung soll   etwa 10 bis 30   Gew. do   eines festen wasserlöslichen Natriumsilikats und etwa 3 bis 10   Gew.-o des   Härters, jeweils bezogen auf das gesamte Gewicht der Mischung, enthalten. 



   Als Füllstoffe kommen alle die Stoffe in Betracht, die auch in den herkömmlichen Wasserglaskitten als Füllstoffe enthalten sind, also insbesondere Quarzsand und Quarzmehl, aber auch Koks oder Graphitpulver, ferner Titandioxyd und Schwerspat. Besonders gut zu verarbeitende Gemische werden erhalten, wenn der inerte Füllstoff 3 bis 10   Gew.-o,   bezogen auf das Gewicht des Füllstoffes, eines kaoliniti schen Tons enthält. 



   Für   denErhalt   gut zu verarbeitender Mischungen hat es sich ausserdem als zweckmässig erwiesen, dass die trockene Ansatzmischung eine anionaktive oder nichtionogene oberflächenaktive Substanz enthält. 



  Besonders bevorzugt sind nichtionogene oberflächenaktive Substanzen, insbesondere oxäthylierte Polypropylglykoläther. Die zuzusetzende Menge an oberflächenaktiven Substanzen beträgt etwa 0,05 bis   0, 3 Gew.. p/o,   bezogen auf das Gesamtgewicht der Mischung. 



   Die Zusammensetzung der verwendeten wasserlöslichen Natriumsilikate soll etwa zwischen der der folgenden Produkte liegen : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> A) <SEP> 27 <SEP> Gew.-% <SEP> Na <SEP> 0 <SEP> B) <SEP> 18, <SEP> 5 <SEP> Gew.- <SEP> o <SEP> Na2O <SEP> 
<tb> 54 <SEP> Gew.-% <SEP> SiO@ <SEP> 62,5 <SEP> Gew.-% <SEP> SiO
<tb> 19 <SEP> Gew.-% <SEP> H2O <SEP> 19 <SEP> Gel... <SEP> H2O.
<tb> 
 



   Das Vermischen der Komponenten wird zweckmässig so vorgenommen, dass zunächst entweder das Natriumsilikat oder der Härter zusammen mitetwal bis   3%   Maschinenöl, bezogen auf das Gewicht des Natriumsilikats oder des Härters, in die Mischvorrichtung gebracht und durchmischt   werden.. Das Ge-   misch aus Natriumsilikat bzw. Härter und Öl wird anschliessend mit dem Füllstoff und der oberflächenaktivenSubstanz gemischt. Wenn diese Mischung homogen ist, wird der Härter bzw. das Natriumsilikat zugegeben und fertig gemischt. Dadurch, dass die Komponenten Natriumsilikat als erste und Härter als letzte bzw. umgekehrt in den Mischer gegeben werden, ergibt sich zusätzlich zu der Hydrophobierung der ersten Komponente eine   räumliche Trennung von Härter   und Alkalisilikat.

   Durch die beiden Massnahmen wird die Möglichkeit, dass die sauren Härterverbindungen mit dem   alkalischenNatriumsilikat   ohne Wasserzusatz reagieren, ausgeschaltet. 



   Um eine verarbeitungsfähige Kittmasse zu erhalten, muss man die trockene Ansatzmischung mit etwa 10 bis etwa 20 Gew.-Teilen Wasser/100 Gew.-Teile Mörtelpulver versetzen. Die erforderliche Wassermenge hängt etwa von Art und Menge des verwendeten Natriumsilikats ab. Sie lässt sich selbstverständlich für eine bestimmte Mischung ferstlegen. 



   Unter Verwendung der weiter oben angeführten Natriumsilikate A und B wurden die folgenden Ansatzmischungen hergestellt, deren Zusammensetzungen in   Gew. 40   angegeben sind : 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 1. <SEP> 20, <SEP> 0% <SEP> Natriumsilikat <SEP> A
<tb> 0, <SEP> Wo <SEP> Maschinenöl <SEP> Mineralöl <SEP> SAE <SEP> (10-30)
<tb> 4,9% <SEP> Kaolinton
<tb> 0,1% <SEP> oberflächenaktive <SEP> Substanz <SEP> *) <SEP> 
<tb> 33, <SEP> 35o <SEP> Quarzmehl, <SEP> Körnung:

   <SEP> 70% <SEP> < <SEP> 40 , <SEP> 30% <SEP> 40-100 
<tb> 35, <SEP> Wo <SEP> Quarzsand, <SEP> Körnung <SEP> 0,1 <SEP> bis <SEP> 0,6 <SEP> mm
<tb> 6. <SEP> 40/0 <SEP> Härter <SEP> (kondensiertes <SEP> Aluminiumphosphat)
<tb> 2.12, <SEP> 5% <SEP> Natriumsilikat <SEP> A
<tb> 0,3% <SEP> Mineralöl
<tb> 4, <SEP> 91o <SEP> Kaolinton
<tb> 0,1% <SEP> oberflächenaktive <SEP> Substanz <SEP> (wie <SEP> 1)
<tb> 36, <SEP>   <SEP> o <SEP> Quarzmehl <SEP> (wie <SEP> l)
<tb> 
 
 EMI2.3 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  PF42, <SEP> 2% <SEP> Quarzsand <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> 0,6 <SEP> mm
<tb> 4, <SEP> Wo <SEP> Härter
<tb> 3. <SEP> 17,2% <SEP> Natriumsilikat <SEP> B
<tb> 0, <SEP> 3% <SEP> Mineralöl
<tb> 4,''/o <SEP> Kaolinton
<tb> 0, <SEP> 1% <SEP> oberflächenaktive <SEP> Substanz <SEP> (wie <SEP> 1)
<tb> 36,0% <SEP> Quarzmehl <SEP> (wie <SEP> 1)
<tb> 37, <SEP> 5% <SEP> Quarzsand <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> 0,6 <SEP> mm
<tb> 4, <SEP> Cf1/0 <SEP> Härter
<tb> 
 
Die Komponenten wurden in der angegebenen Reihenfolge gemischt, anschliessend wurden Prüfkörper zur Ermittlung der mechanischen Festigkeiten hergestellt. 



   Die Versuchsergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst : 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Versuchsmischungen
<tb> 1 <SEP> 2 <SEP> 3
<tb> Wasserbedarf <SEP> in <SEP> Gew.-Teilen/100 <SEP> Gew.-Teile <SEP> 12-13 <SEP> 13-14 <SEP> 16-17
<tb> Mörtelpulver
<tb> Mischdauer <SEP> zur <SEP> Erreichung <SEP> einer <SEP> guten <SEP> min <SEP> 2-3 <SEP> 2-3 <SEP> 10-15
<tb> Mörtelkonsistenz
<tb> Verarbeitungszeit <SEP> des <SEP> Mörtels <SEP> h <SEP> 2 <SEP> 2 <SEP> 1 <SEP> 
<tb> Abbindezeit <SEP> h <SEP> 24 <SEP> 24 <SEP> 24
<tb> Druckfestigkeit <SEP> in <SEP> kg/cm2
<tb> (25 <SEP> X <SEP> 25 <SEP> mm <SEP> Prüfzylinder)

  
<tb> nach <SEP> 2 <SEP> Wochen <SEP> Lagerung
<tb> bei <SEP> Raumtemperatur <SEP> 350-400 <SEP> 220-270 <SEP> 100-140 <SEP> 
<tb> nach <SEP> 4 <SEP> Wochen <SEP> Lagerung <SEP> 470-510 <SEP> 220-270 <SEP> 110-150
<tb> Haftfestigkeit <SEP> auf <SEP> Keramik <SEP> in <SEP> kg/cm2
<tb> nach <SEP> 2 <SEP> Wochen <SEP> Lagerung <SEP> bei
<tb> Raumtemperatur <SEP> 30-40 <SEP> * <SEP> 20-26 <SEP> 10-15
<tb> nach <SEP> 4 <SEP> Wocher <SEP> Lagerung <SEP> 30-45* <SEP> 23-25 <SEP> 10-15
<tb> Haftfestigkeit <SEP> auf <SEP> gesandstrahltem
<tb> Stahl <SEP> in <SEP> kg/cm2
<tb> nach <SEP> 2 <SEP> Wochen <SEP> Lagerung <SEP> bei <SEP> 38-45 <SEP> 25-30 <SEP> nicht <SEP> geRaumtemperatur <SEP> messen
<tb> nach <SEP> 4 <SEP> Wochen <SEP> Lagerung <SEP> 43-48 <SEP> 25-30 <SEP> nicht <SEP> gemessen
<tb> Zugfestigkeit <SEP> in <SEP> kg/cm2
<tb> nach <SEP> 8 <SEP> TagenRaumtemperaturlagerung <SEP> 

  40-55 <SEP> 34-37 <SEP> 29-31
<tb> nach <SEP> 4 <SEP> Wochen <SEP> Lagerung <SEP> 65-72 <SEP> 35-39 <SEP> 31-37 <SEP> 
<tb> 
 *) Haftfestigkeit nicht bestimmbar, da Bruchstelle im keramischen Stein. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



   Vergleicht man die entsprechenden mechanischenFestigkeiten von Säurekitten mit   Silikofluorid und  
Formamid   alsHärter und Wasserglas als Bindemittel, so   liegen die Formamid-gehärteten   Säurekittein   der
Grössenordnung der Mischung 2 und die Silikofluorid-gehärteten Produkte zwischen den Werten der Mi- schungen 2 und 3. 



   Kochversuche in 50%iger HNO3. 70%iger H2SO4, 36%iger HCl, 50%iger konz. NaOCl-Lösung und gesättigter   Na     -Lösung   sowie   inAqua-dest ; über   einen Zeitraum von 24 h und anschliessendes mehr- maliges Auskochen in Aqua dest. an Prüfkörpern (25 x 25 mm Zylinder), die 14 Tage bei Raumtempe- ratur gelagert waren, zeigten keinerlei Festigkeitsabfall. Diese Tatsache ist besonders auffallend bei der
Beanspruchung durch konz. Bleichlauge und kalt gesättigte Sodalösung, obwohl hier eine leichte Oherflä- chenkorrosion festzustellen war. 



   Bei handelsüblichen Säurekitten auf Zweikomponentenbasis stellt man einen Abfall der Festigkei- ten nach Säurebeanspruchung bis auf 50 bis   70%   fest. Hervorzuheben ist ausserdem die   bleibende Haftfe-   stigkeit nach mehrmonatiger Lagerung in   70% iger Schwefelsäure   bei Raumtemperatur, wohingegen die   Formamid-     undSilikofluorid-gehärteten   Wasserglaskitte ihre Haftfestigkeit bis auf zirka 1/3 bis 1/4 der Ausgangswerte verlieren.   Eine Sprengwirkung infolge Glaubersalzbildung   durch Schwefelsäurebeanspruchung konnte trotz Verwendung der Natriumsilikate überraschenderweise nicht beobachtet werden. 



   DieDichtigkeit wurde nachDIN 1060 an   den Mischungen 1 und 2   überprüft. Frittenartige, scheibenförmige Betonkörper mit grosser Wasserdurchlässigkeit wurden mit einer 3 mm dicken Mörtelschicht der Mischungen 1 bzw. 2 beschichtet. Nach 14 Tagen Lagerung bei Raumtemperatur wurden die Prüfkörper stufenweise einem hydrostatischen Druck von 1 bis 5 atü ausgesetzt. Trotz dieser starken Belastung der nur 3 mm   dicken Spachtelschicht   konnte kein Wasserdurchgang festgestellt werden. Vergleichsversuche mit handelsüblichen Säurekitten mit einer Schichtdicke von 30 mm zeigten dagegen bereits bei 1 atü Wasserdurchlässigkeit. 



   Die Mörtelpulver 1 und 2 ergeben bei nur 12 bis 14   Gew.-TeilenWasser/lOO Gew.-Teile   Mörtelpulver Kittmassen mit einer Konsistenz, die das Verlegen von keramischen Platten als Fussbodenbelag erlaubt. Diese Mörtelmassen sind gleichfalls gut zum Vermauern säurefester Steine und Klinker geeignet. Der thixotrope Charakter der Mörtelmasse erlaubt auch ein Vermauern über Kopf, was bei Gewölbe sehr wichtig ist. 



     Beim Mörtelpulver 1   erhält man mit 14   Gew.-Teilen Wasser/100 Gew.-Teile Mörtelpulver eine pla-   stische Masse, die sich als Estrichmasse   mit Kelle und Glättscheibe leicht verstreichen lässt.   Schichtstärken von 2 cm härten ohne Ausbildung von Schwindrissen aus. Das gleiche gilt für die Masse 2 bei 15 bis 16 Gew.-Teilen Wasser auf 100 Gew.-Teile Mörtelpulver. Da die Mörtelkonsistenz durch geringe Erhöhung des Wasseranteiles weitgehend variiert werden kann, ist die Ausbreitung und die Verdichtung der Masse auch mit mechanischen Hilfsmitteln durch Rüttler oder Torkretiergeräte oder für den Korrosionsschutz von Röhren durch Schleudern möglich.

   Verschneidet man das Mörtelpulver mit grobkörnigen quarzitischen Füllstoffen, wie Kies oder Quarzitsplitt, so ist es möglich, säurefeste Betone herzustellen, wie aus folgendem Beispiel hervorgeht : 
400   Gew.-Teile   Mörtelpulver 1
600   Gew..-Teile Quarzitsplitt   3 bis 8 mm
68   Gew.-Teile   Wasser 
Die Masse hat nach 3 Wochen Lagerung an der Luft eine Druckfestigkeit (gemessen an 7 x 7 x 7 cm Würfeln) von 210 bis 260   kg/cm2. Das Raumgewicht liegt bei 2, 36 g/cms.   Die Zugfestigkeit dieser Betonmasse beträgt nach 3 Wochen Lagerung 40 bis 45   kg/cm !,   nach 4 Wochen Lagerung steigt sie auf 60 bis 65   kg/cm.   Diese Festigkeiten sind beachtlich, wenn man beachtet, dass nur   fJ1/0   Natriumsilikat als Bindemittel vorliegen.

   Ein aus dieser Masse geformtes zylindrisches Gefäss mit zirka 11 Rauminhalt und 1, 5 cm Wandstärke erwies sich nach mehrmonatigem Stehen in   7 Öliger   Schwefelsäure als absolut flüssigkeitsdicht. 
 EMI4.1 
 

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Claims (1)

  1. brachteeinen FestigkeitsabfallPATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung einer trockenen Ansatzmischung für säurefeste Kitt- oder Mörtel- <Desc/Clms Page number 5> massen, deren wesentliche Bestandteile ein inerter Füllstoff, welcher vorzugsweise zu 3 bis 10 Gew. o aus kaolinitischem Ton besteht, ein wasserlösliches festes, vorzugsweise hydrophobiertes, insbesondere EMI5.1 stanz und in einer zweiten Stufe bis auf höchstens 750 C bis zur Gewichtskonstanz erhalten wird.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Härter hydrophobiert wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch g e k e n n z e i c h n e t, dass der Härter mit einem Mineralöl hydrophobiert wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass, bezogenauf das Gewicht der Gesamtmischung, 10 bis 30 Gew.-% eines festen wasserlöslichen Natriumsilikats und 3 bis 10 Gew.-o des Härters vorgesehen werden.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatzmischung eine anionaktive oder nichtionogene oberflächenaktive Substanz beigemengt wird.
    6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatzmischung 0, 05 bis 0, 3 Gew.- o, bezogen auf deren Gesamtgewicht, einer nichtionogenen oberflächenaktiven Substanz beigemengt werden.
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : GB - PS 1 088 693.
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