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Fassartiger Behälter für land-und forstwirtschaftliche Zwecke
Die Erfindung bezieht sich auf einen fassartigen Behälter für land-und forstwirtschaftliche
Zwecke zur Aufnahme und zum Transport, sowie zur Verteilung von Flüssigkeiten, vornehmlich von
Jauche, bei welchem zur Füllung eine Pumpe vorgesehen ist und die einzufüllende Flüssigkeit über eine
Ansaugleitung dem Behälter zugeführt wird.
Fassartige Behälter dieser Art sind an sich bekannt, sie sind meistens mit einer Radachse ausgestattet und werden von einem Schleppfahrzeug oder Traktor nachgezogen. Diese Behälter werden in der Regel in zwei Typen eingeteilt, nämlich in solche, bei denen die aufzunehmende Flüssigkeit dadurch in den Behälter eingebracht wird, dass in diesem ein Unterdruck erzeugt wird (Saug-und
Druckfass ; Vakuumfass) und solche, in welche die Flüssigkeit direkt hineingepumpt wird (Pumpfass) d. h., hier wird die Pumpe von der vom Behälter aufzunehmenden Flüssigkeit durchsetzt. Unabhängig davon, um welche Art von Behälter es sich nun hier handelt, ist in der Regel im unteren Bereich desselben u. zw. meistens an dessen rückseitiger Stirnseite, ein Stutzen vorgesehen, der als Einfüllstutzen dient.
Soll nun der Behälter gefüllt werden, so wird er vorerst möglichst nahe an die Jauchegrube herangefahren und dann wird in die Grube eine Schlauchleitung gelegt, deren eines Ende an genannten Einfüllstutzen mittels einer der üblichen Schnellkupplungen angeschlossen wird. Die Handhabung dieser Schlauchleitungen, die im Hinblick auf die hohe Förderleistung der heute verwendeten Pumpen (mehr als tausend Liter pro Minute) einen erheblichen Durchmesser haben und die oft sehr steif sind, ist nicht leicht. Meist erfordert diese Bedienung zwei Personen. Ist der Behälter gefüllt, so muss die Schlauchleitung abgenommen werden, wobei stets eine, wenn auch vielleicht nur geringe Menge von Jauche verschüttet wird, nämlich der Anteil, der im Anschlussstutzen verblieb und eventuell ein Rest aus der Schlauchleitung selbst, wodurch die Bedienungspersonen beschmutzt werden.
Handelt es sich um ein sogenanntes Saug-Druckfass, bei welchem Ein-und Austrittsstutzen in der Regel durch ein und dasselbe Organ gebildet werden, so muss beim Einfüllen stets noch der für die Verteilung des Füllgutes erforderliche Verteiler (Prallblech) demontiert werden, was eines zusätzlichen Aufwandes bedarf. Es wurde daher bereits vorgeschlagen, bei Saug-Druckfässern zwei Stutzen an der rückseitigen Stirnwand vorzusehen, von denen der eine als Auslassstutzen mit dem Verteilorgan ausgestaltet ist und der andere nur als Einfüllstutzen dient. Beide Stutzen müssen aber mit teuren Verschlussorganen ausgestattet werden, abgesehen davon, dass dadurch die eben geschilderten Nachteile hinsichtlich der Schwierigkeiten der Manipulation des Einfüllschlauches nicht behoben werden konnten.
Vielmehr ist die Manipulation in diesem Fall sogar noch schwieriger, weil der als Einlauf-oder Einfüllstutzen dienende Stutzen höher liegt als der Auslaufstutzen selbst. Wegen der hohen Förderleistung der heute zur Verfügung stehenden Pumpen und unter Berücksichtigung, dass die einzufüllende Flüssigkeit umfangreiche und sperrige Festkörper mit sich führt (Jauche) ist man bestrebt, Rohre grossen Durchmessers zu verwenden, doch sind hier enge Grenzen wegen der Schwierigkeit der Manipulation gesetzt.
Es ist ferner zu beachten, dass vornehmlich bei älteren Bauernhöfen und Höfen im Gebirge es nicht immer ohne weiteres möglich ist, die Jauchegrube mit dem fassartigen Behälter direkt anzufahren, so dass oft lange Schlauchleitungen zum Füllen des Fasses verwendet werden müssen, wodurch die
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bereits geschilderten Schwierigkeiten nur noch mehr erhöht werden.
Die Erfindung schlägt nun vor, dass die Ansaugleitung aus einem in sich steifen Rohr besteht und mindestens mit einem Teil seiner annähernd waagrecht verlaufenden Längserstreckung oberhalb des liegenden Behälters schwenkbar gelagert ist. Dank dieses Vorschlages bildet die Ansaugleitung einen Bestandteil des Behälters und stellt gleichsam einen Ausleger dar, der in beliebiger Richtung verschwenkt werden kann, wodurch auch ungünstig gelegene Gruben ohne weiteres erreicht werden können. Die Schwenkachse der Ansaugleitung verläuft annähernd senkrecht zur Achsrichtung des Behälters und die Ansaugleitung ist daher in einer zumindest annähernd waagrechten Ebene schwenkbar, so dass ein relativ grosser Bereich überstrichen werden kann.
Wenn vorstehend vom "annähernd waagrecht" und "annähernd senkrecht" die Rede ist, so muss berücksichtigt werden, dass der Behälter, (liegendes Fass) seine Achslage gegenüber der Horizontalen häufig ändert, was einerseits gegeben ist durch die Belastung des Behälters, anderseits durch die Art des Schleppfahrzeuges, dessen Kupplungsorgan bezüglich der Auflagefläche unterschiedliche Höhen haben kann. Unabhängig davon weist jedoch der liegende Behälter stets in der Regel ein leichtes Gefälle nach rückwärts auf um das Ausströmen der Jauche zu erleichtern. Der Begriff "annähernd" ist daher vorliegend nicht zu enge zu fassen, sondern muss einen entsprechend weiten Winkelbereich einschliessen, um dem Erfindungsgedanken gerecht zu werden.
Nach einem weiteren erfindungsgemässen Vorschlag ist das freie Mündungsende der Ansaugleitung nach unten gerichtet und weist eine Schnellkupplung zum Anschluss einer Rohrverlängerung auf, wobei sowohl die Ansaugleitung wie auch die Rohrverlängerung aus mindestens zwei teleskopartig ineinander verschiebbar gelagerten, peripher gegeneinander abgedichteten Rohrstücken besteht, um eine Verlängerung bzw. eine Verkürzung, entsprechend den örtlichen Gegebenheiten, leicht bewerkstelligen können.
An Hand der Zeichnungen werden zwei Ausführungsbeispiele näher beschrieben, ohne dadurch die Erfindung einzuschränken. Es zeigen : Die Fig. l ein Saug-Druckfass von der Seite und Fig. 2 von oben, Fig. 3 ein Pumpfass von der Seite und Fig. 4 dasselbe Fass von hinten, Fig. 5 eine weitere Ausführungsform im Schnitt ; Fig. 6 schematisch die Lage eines Saug-Druckfasses beim Einfüllen.
Fig. l zeigt in Seitensicht ein Saug-Druckfass teilweise aufgeschnitten. Der fassartige Behälter
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dargestelltes Schleppfahrzeug. Eine Vakuumpumpe --4-- ist im Deichselbereich angeordnet und mit entsprechenden Leitungen--5--mit dem Behälterinnenraum über den Dom--15--verbunden. An
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--7--- 10--ist in sich relativ steif (Metall- oder Kunststoffrohre) und liegt mit dem annähernd waagrecht bzw. annähernd parallel zur Behälterachse --1-- verlaufenden Teil --12-- seiner Längserstreckung
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üblicherweise bekannten Kupplungen zum Anschluss einer vertikalen Rohrverlängerung.
Nahe der vorderen Stirnseite --18-- ist die Ansaugleitung --10-- in den Behälter hineingeführ, u. zw. mittels eines Rohransatzes--19--, der in das Rohrstück --20-- ragt, das im Behälter--l--befestigt beispielsweise angeschweisst ist. Die Flansche--21 und 22--spannen einen Dichtungsring--23-zwischen sich fest und dichten so das Ansaugrohr--10--bzw. dessen Rohransatz--19--ab, ohne jedoch dadurch dessen Schwenkmöglichkeit um die Achse--16--zu behindern. Ein Bügel--24-- am rückseitigen Ende des Behälters--l--dient als Auflager für das Ansaugrohr--10--in seiner Ruhelage, wo es mittels eines einhakbaren Gummibandes festgehalten werden kann.
Ein Belüftungsventil --25-- ist im Bereich des freien Mündungsendes--17--der Ansaugleitung - vorgesehen. Zweckmässig ist das Saugrohr--10--aus zwei teleskopartig ineinander verschiebbar gelagerten, peripher gegeneinander abgedichteten Rohrstücken ausgebildet, so dass das Ansaugrohr verlängert bzw. verkürzt werden kann. Vor der inneren Mündung --9-- des Rohrstückes - 20--liegt eine schwenkbare Klappe--30--, deren Schwenkachse--31--nach aussen geführt ist mit einem Betätigungsgriff wobei die Klappe--30--vorzugsweise in zwei Stellungen (auf-zuverriegelbar ist.
Die Arbeitsweise der Einrichtung ist aus dem vorstehenden zwar ohne weiteres ersichtlich und soll nur der Vollständigkeit halber ausdrücklich erläutert werden : Soll der Behälter--l--mit Jauche gefüllt werden, so wird er mittels eines Schleppers nahe an die Jauchegrube herangefahren, dann wird
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die Ansaugleitung--10--aus ihrer Ruhestellung am Bügel --24-- entfernt und so lange verschwenkt, bis das nach unten gerichtete Mündungsstuck--17-oberhalb der Jauchgrube liegt, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Ansaugleitung infolge ihrer teleskopartigen Ausgestaltung in
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teleskopartig ausgebildete Rohrverlängerung --36-- und die Ansaugleitung --10-- wird so ausgefahren,
dass ihre äussere Mündung --17-- mit der oberen Mündung der in der Jauchegrube annähernd senkrecht stehenden Rohrverlängerung im wesentlichen gleichachsig liegt. Eventuelle Unterschiede in der Höhenlage der Mündungsöffnungen können dadurch ausgeglichen werden, dass die Ansaugleitung nach unten gezogen oder nach oben gedrückt wird, was ohne weiteres möglich ist, da sie ja aus relativ dünnwandigem Material (Blech, Kunststoff) besteht und auf die entsprechende Leitungslänge ein für solche Zwecke hinreichendes Formänderungsvermögen zur Verfügung steht, die eine solche Korrekturauslenkung mühelos gestatten. Sind die Mündungsöffnungen gepaart und das Belüftungsventil --25-- geschlossen und die Klappe --30-- geöffnet, so kann die Pumpe eingeschaltet werden.
Der dadurch im Behälter entstehende Unterdruck saugt nun die Jauche durch das Rohrverlängerungsstück und die Ansaugleitung --10-- in den Behälter --1-- ein. Da Behälter dieser Art ein Fassungsvermögen von zirka 3 bis 5 m3 besitzen und die Minuten-Förderleistung moderner Pumpen für solche Zwecke in diesem Bereich liegt, ist der Behälter innerhalb kürzester Zeit gefüllt. Die Füllung selbst kann durch Schaugläser oder aber Füllstandsanzeiger überwacht werden. Beim Erreichen des oberen Füllstandes wird das Belüftungsventil--25--geöffnet und dann die Pumpe abgeschaltet, wodurch der Saugstrom unterbrochen wird.
Ist so die Füllung des Behälters beendet, wird die Schnellkupplung geöffnet und die Ansaugleitung--10--von der senkrecht in der Jauchengrube --35-- stehenden Rohrverlängerung --36-- getrennt (Fig.6). Da durch die Öffnung des Belüftungsventils --25-- die Jauche aus dem Ansaugrohr--10--bereits in die Grube zurückgeflossen ist, kann diese Öffnung und Trennung der beiden Rohrleitungen vollzogen werden,
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Da solche Manipulationen dank des erfindungsgemässen Vorschlages überflüssig geworden sind, können für die Ansaugleitung und für die vertikale Rohrverlängerung Rohre grösseren Durchmessers (150 mm und mehr) vorgesehen werden, die nicht nur ein schnelleres Füllen des Behälters gestatten, sondern, was viel wichtiger ist,
auch sperrigen Festkörperbestandteilen in der Jauche ein ungehindertes Passieren erlauben. Auch kann der Verteiler --8-- am Austrittsstutzen belassen werden. Es ist also offensichtlich, dass durch den erfindungsgemässen Vorschlag überraschend viele Vorteile erzielt werden können. Fig. 2 zeigt schematisch, welch weiter Bereich von der Ansaugleitung--10--dank ihrer besonderen Lagerung und ihrer teleskopartigen Ausgestaltung bestrichen werden kann, ohne dass irgendwelche Rohrleitungen verlegt werden müssen, wenn der Behälter gefüllt werden soll.
Die Fig. 3 und 4 zeigen nun schematisch ein sogenanntes Pumpfass in Seitensicht und Ansicht von hinten, wobei gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern wie im Zusammenhang mit den Fig. l und 2 bezeichnet worden sind, denen zur Unterscheidung ein Indexstrich hinzugefügt wurde.
Bei diesem Agregat fliesst die Flüssigkeit oder Jauche beim Einfüllen und beim Ausbringen direkt durch die Pumpe--25--hindurch, deren Ansaugstutzen--26--durch einen Rohrfortsatz --27-- nach oben hin verlängert ist, an dessen oberem Ende die Ansaugleitung--10--um die Achse--16'--, wie im Zusammenhang mit den Fig.
l und 2 beschrieben wurde, schwenkbar gelagert
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erfindungsgemässe Vorschlag hier eine wesentliche Verbilligung der Herstellungskosten gestattet, denn bei der bisher üblichen Ausführungsform mussten, da beim Pumpfass ja die Flüssigkeit sowohl beim Einfüllen wie auch beim Ausbringen stets die Pumpe passiert, und natürlich mit möglichst wenig Rohrleitungen das Auslangen gefunden werden musste, aufwendige Schieberkombinationen in den Leitungszügen vorgesehen sein, abgesehen davon, dass die Pumpe selbst sowohl rechts wie auch links einen verschliessbaren Anschlussstutzen besitzen musste, damit von beiden Seiten her Flüssigkeit eingefüllt werden konnte.
Selbstverständlich ist es möglich, den Rohrfortsatz --27-- durch den Behälter --1-- nach oben zu führen. Eine Einrichtung dieser Art zeigt schematisch die Fig. 5. Der Ansaugstutzen-26'--
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Zusammenahng mit Fig. l beschriebenen Art und Weise das Ansaugrohr--10"--aufnimmt. Die beiden Rohrstücke --26'und 20'-- sind über einen flexiblen Schlauch --32-- miteinander verbunden, was aus fabrikationstechnischen Gründen sehr vorteilhaft ist, da es in diesem Falle auf eine
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den Behälter führt. Die vollausgezogenen Pfeile zeigen den Weg der Flüssigkeit beim Füllen des Behälters.
Zum Ausbringen der Flüssigkeit wird nun die Klappe --34-- geöffnet und die Schieberkombination--7"--so eingestellt, dass die Leitung--37'--nach aussen führt (strichliert eingetragene Pfeile).
PATENTANSPRÜCHE :
1. Fassartiger Behälter für land-und forstwirtschaftliche Zwecke zur Aufnahme und zum Transport sowie zur Verteilung von Flüssigkeiten, vornehmlich von Jauche, bei welchem zur Füllung eine Pumpe vorgesehen ist und die einzufüllende Flüssigkeit über eine Ansaugleitung dem Behälter
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einem in sich steifen Rohr besteht und mindestens mit einem Teil seiner annähernd waagrecht verlaufenden Längserstreckung (12, 12') oberhalb des liegenden Behälters (1, 1') schwenkbar gelagert ist.