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Vorrichtung zum Kaschieren wenigstens einer in der Wärme festbleibenden
Bahn mit einer Bahn aus thermoplastischem Kunststoff
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Kaschieren wenigstens einer in der Wärme festbleibenden Bahn mit einer Bahn aus thermoplastischem Kunststoff unter Anwendung von Wärme und Druck, welche Vorrichtung eine Erhitzungseinrichtung, ein über Rollen geführtes Transportband zum Vorbeiführen der miteinander zu verbindenden Bahnen an der Erhitzungseinrichtung, einen an der den zu verbindenden Bahnen abgewandten Seite des Transportbandes angeordneten ebenflächigen Auflagekörper und eine Einrichtung zum Aneinanderpressen der zu verbindenden Bahnen aufweist.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzungseinrichtung eine wenigstens über die ganze Breite des ihr gegenüberliegend angeordneten Auflagekörpers sich erstreckende, annähernd ebene, erhitzbare Fläche aufweist, wobei der Auflagekörper von einem elastischen Anpresskissen gebildet ist und das Transportband mindestens an der den zu fördernden Bahnen zugewandten Seite mit einer gegenüber der Kunststoffbahn abweisenden Oberfläche versehen ist, und dass gegebenenfalls ein mit einer abweisenden Oberfläche versehenes Trennband auf der dem Transportband zugewandten Fläche der Erhitzungseinrichtung angeordnet ist.
Bei einer bekannten Vorrichtung eingangs erwähnter Art ist die Erhitzungseinrichtung als Strahlergruppe ausgebildet unter der die miteinander zu verbindenden Bahnen mit einem auf Rollen geführten Transportband vorbeigeführt werden ; unterhalb des Transportbandes ist ein Saugkasten angeordnet, der ein Aufeinanderpressen der zu verbindenden Materialien ermöglicht. Hievon unterscheidet sich die erfindungsgemässe Vorrichtung bereits ganz wesentlich dadurch, dass ein zur Wärmeübertragung durch Berührung ausgebildeter, flächenhafter Heizkörper vorgesehen ist. Hiedurch wird eine sehr gleichmässige Temperaturverteilung erhalten.
Auch ist bei der erfindungsgemässen Vorrichtung im Gegensatz zur bekannten Vorrichtung mindestens ein Transportband vorgesehen, das eine hinsichtlich der Kunststoffbahn abweisende Oberfläche, die ein Ankleben des erweichten Kunststoffes hintanhält, aufweist, so dass die Kunststoffbahn auch im erweichten Zustand mit einem Transportband bzw. Trennband ohne Nachteile in Berührung kommen kann.
Bei einer bekannten Vorrichtung anderer Art zum Verbinden einer Bahn aus Fasermaterial mit einer Folienbahn aus thermoplastischem Kunststoff werden die miteinander zu verbindenden Bahnen, nämlich eine Bahn aus Fasermaterial und eine thermoplastische Folie, welche vorher auf einer Trägerschicht befestigt wurde, um einen rotierenden geheizten Zylinder herumgeführt und an diesen angepresst. Die Verwendung eines rotierenden Zylinders ist mit mannigfachen Nachteilen verbunden. So ist es kaum möglich, eine konstante Temperatur über den ganzen Umfang des Zylinders zu erzielen.
Durch eine ungleichmässige Temperatur der Zylinderwand wird aber auch das Material ungleichmässig erhitzt ; sowohl das Verbinden der einzelnen Bahnen als auch die Glattheit des erhaltenen Produktes wird hiedurch ungünstig beeinflusst ; es können sich dabei auch verhältnismässig kleine Temperaturunterschiede sehr nachteilig auswirken ; weiter wird durch die beim Anpressen der einzelnen Bahnen an den Zylinder notwendigerweise verschiedenen Krümmungsradien der einzelnen Bahnen das Entstehen einer Neigung zum unerwünschten Einrollen des fertigen Produktes ausserordentlich gefördert.
Ferner ist der Druck, den man mit einer umlaufenden Anpressbahn auf eine ziemlich grosse Oberfläche ausüben kann, verhältnismässig niedrig und kann nicht gesteigert werden wegen der
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Polyvinylchlorid, abweisend verhalten. Das Transportband kann aber auch aus Glasgewebe oder aus sehr dünnem Metall bestehen.
Oberhalb dieses Transportbandes --8-- ist, vorzugsweise der Antriebsseite des Bandes benachbart, eine sich über die ganze Breite des Tisches erstreckende Erhitzungseinrichtung angeordnet.
Diese Erhitzungseinrichtung weist eine annähernd ebene, erhitzbare Fläche --1-- auf, an der die miteinander zu verbindenden Bahnen--12, 13-- auf dem Transportband--8--liegend entlanggeführt werden. Hiebei werden die Bahnen--12, 13-, deren eine aus einem in der Wärme festbleibendem Material und deren andere aus thermoplastischem Kunststoff besteht, an die Fläche - -11-- angedrückt und dadurch erhitzt. Die Erhitzungseinrichtung besteht bei dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel aus einem geschlossenen rechteckigen, oder jedenfalls im wesentlichen
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Der Boden der Erhitzungseinrichtung bildet die Fläche an der die Bahnen zwecks Erhitzung angedrückt werden.
Die Höhenlage der Erhitzungseinrichtung --9-- oberhalb des Tisches --2-- ist genau einstellbar mit Hilfe einer nicht dargestellten Einstellvorrichtung. Unter der Erhitzungseinrichtung - ist in der Tischplatte --2-- eine Aussparung --14-- vorgesehen, in der ein Kissen --15-- aus elastischem Material, wie z. B. Filz, angeordnet ist, welches Material dafür sorgt, dass die aufeinander zu kaschierenden Bahnen-12 und 13-mit dem Transportband --8-- über die ganze wirksame Länge der erhitzten Oberfläche --1-- in der Fortbewegungsrichtung gleichmässig gegen diese Oberfläche gepresst werden.
Gegebenenfalls kann in die Fortbewegungsrichtung hinter der Erhitzungseinrichtung--9--noch über dem Tisch eine Anpressrolle --16-- montiert sein, die mit einstellbarem Druck auf die Bahnen drücken kann. Im dargestellten Fall werden die aufeinander zu kaschierenden Bahnen von Vorratsrollen--17 und 18--abgewickelt, die in der Fortbewegungsrichtung des Transportbandes gesehen vor der Erhitzungseinrichtung --9-- in mit Schlitzen versehenen Führungen--19 bzw. 20--gelagert sind.
Die Vorratsrollen--17 und 18-ruhen dabei auf dem Transportband--8--, das von der Rolle--4--angetrieben wird, auf und hiedurch werden die Bahnen--12 und 13--spannungslos abgewickelt und gemeinsam übereinanderliegend an der Unterseite an der erhitzten Oberfläche--11--entlanggeführt und darauf
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den Vorratsrollen--17 und 18--in mit Schlitzen versehenen Führungen --22-- angeordnet ist.
Die Aufwickelrolle--21--wird von dem unter demselben fortbewegenden Transportband--8angetrieben, so dass das kaschierte Material auch spannungslos aufgewickelt wird.
In der Praxis hat es sich als zweckmässig herausgestellt, die zu erweichende Kunststoffolie von der Rolle--17--als Folienbahn--12--zwischen der Bahn--13-des zu kaschierenden Materials und dem Transportband --8-- durchlaufend anzubringen. Die erweichte Kunststoffolie, die z. B. aus Polyäthylen oder Polyvinylchlorid bestehen kann, kommt dann direkt in Berührung mit dem
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aufzuweisen, aus Rameh besteht, mit Teflon oder einem Silikonkunststoff beschichtet wird oder wenigstens zum Teil damit imprägniert wird. Für bestimmte andere Kunststoffe, die gegebenenfalls noch an den zur Vermeidung von Haftung genannten Stoffen haften könnten, können selbstverständlich auch andere geeignete Stoffe, die der Oberfläche des Bandes abweisende Eigenschaften verleihen und ein unerwünschtes Anhaften hintanhalten, benutzt werden.
Wenn der zu kaschierende Stoff beispielsweise Appretiermittel enthält, die durch die Erhitzung erweichen und austreten, könnten diese an der erhitzten Oberfläche --11-- haften bleiben und darauf ankrusten, was unerwünscht ist. Um dies zu vermeiden, kann nötigenfalls um die Erhitzungsvorrichtung--9--noch ein leicht mitlaufendes Trennband --23-- angebracht werden.
Die gegebenenfalls austretenden Stoffe, die die Erhitzungsfläche verunreinigen könnten, werden dann auf diesem Band abgesetzt, das leicht erneuert werden kann, wenn dies notwendig sein sollte, das aber die erhitzte Oberfläche rein hält.
Auch die Anpressrolle --16-- kann nötigenfalls noch gegen Verunreinigung oder Anhaftung von erweichtem Kunststoffmaterial isoliert werden.
Die Bahn aus dem in der Wärme festbleibendem Material und die Kunststoffolienbahn können
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auch so in die Vorrichtung eingelegt werden, dass die Bahn--13--aus dem in der Wärme festbleibenden Material zwischen der Kunststoffolienbahn --12-- und dem Transportband--S-- zu liegen kommt. Auch in diesem Falle ist selbstverständlich ein Trennband--23--um die
Erhitzungseinrichtung--9--notwendig, um ein Anhaften des erweichten Kunststoffolienmaterials an der erhitzten Oberfläche --11-- hintanzuhalten.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung kann nicht nur zum Kaschieren von z. B. Gewebe, Strickware oder Geflechten aus organischem Fasermaterial oder aus Kunststoff angewandt werden, sondern kann gegebenenfalls auch zum Kaschieren von Metallfolien benutzt werden. Ausserdem können gegebenenfalls auch mehr als zwei Schichten abwechselnd übereinander angeordnet und miteinander kaschiert werden.
Die Aufheizung der Erhitzungseinrichtung kann statt mit elektrischer Energie und mit Flüssigkeit z. B. auch mit Dampf oder einem andern erhitzten gasförmigen Medium erfolgen.
Die Aufwickelrolle --21-- kann gegebenenfalls auch hinter den Rollen-4 und 16-- angeordnet werden, wobei lediglich ein ausreichender Abstand einzuhalten ist, damit das kaschierte Material in genügendem Masse abkühlen kann. Dies geschieht bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform, ohne dass zusätzlicher Raum im Betrieb eingenommen wird. Ausserdem erfolgt das Aufwickeln bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel spannungslos, d. h., ohne dass Zugkräfte auf das kaschierte Material ausgeübt werden.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung hat weiterhin noch den Vorteil, dass sie wenig Bedienung erfordert, so dass eine Person zwei oder mehrere Maschinen überwachen kann.