<Desc/Clms Page number 1>
Schaltungsanordnung zur Erzeugung periodischer Impulse, insbesondere der Zündimpulse für einen Thyristor Die bekannten Impulserzeuger mit Kippschaltung, bestehend aus einem Kondensator mit Ladewiderstand und einem Kippelement, z. B. einer Glimmlampe, einer Triggerdiode usw. haben den Nachteil, dass ihr Anwendungsbereich hinsichtlich grösserer Impulsenergie und gleichzeitig hoher Impulsfrequenz auf Grund des Haltestromes des Kippelementes, also besonders bei Verwendung von Halbleiterkippelementen, beschränkt ist. Ist der durch den Ladewiderstand (Rl in Fig. 1) fliessende Ladestrom des Kondensators (Cl inFig. 1) nämlich grösser als der Haltestrom des Kippelementes, verlischt dieses nach dem ersten Impuls nicht mehr.
Durch die Erfindung wird der genannte Nachteil behoben. Ihr Gegenstand ist nämlich eine Schaltungsanordnung zur Erzeugung periodischer Impulse, insbesondere der Zündimpulse für einen Thyristor, deren Frequenz gleich der Netzfrequenz oder einer weit höheren Frequenz ist, mit einer Kippschaltung, in der ein Kondensator über einen Ladewiderstand geladen und über ein spannungsabhängiges Kippelement, z. B. eine Glimmlampe, eine Triggerdiode od. dgl. entladen wird, u. zw. ist diese Schaltungsanordnung gemäss der Erfindung gekennzeichnet durch einen Schwingkreis oder eine zweite Kippschaltung (Hilfskippkreis) zur Zwangslöschung des Kippelementes der ersten Kippschaltung (Hauptkippkreis) durch Überlagerung eines Schwingvorganges bzw. eines zweiten Entladevorganges, durch welchen der Strom des zu löschenden Kippelementes unter den Haltestrom absinkt.
Die Fig. 1 und 3 veranschaulichen zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung, wobei in beiden Fällen angenommen ist, dass der Impulserzeuger zur Steuerung eines Thyristors dient, dessen Steuerstrecke am Ausgang (A) des Impulserzeugers liegt. Die Fig. 2 zeigt ein zur Schaltung nach Fig. l gehörendes StromZeit-Diagramm.
Nach Fig. 1 ist in den Entladekreis des sich über den Widerstand --R-- unter dem Einfluss einer an den Eingang-E-- angelegten Gleichspannung aufladenden Kondensators --C1-- eine als Kippelement dienende Triggerdiode --Td-- und zwei Widerstände-R und R-geschaltet, von denen der erste
EMI1.1
das Kippelement-Td-im Fallenicht oder zu wenig belastet ist.
Im Sinne der Erfindung ist nun des weiteren in Serie mit dem Kippelement ein Parallelschwingkreis - L, C-geschaltet, wobei unmittelbar nach dem Durchschalten des Kippelementes --Td-- die in
EMI1.2
eines Kondensators beschrieben werden.
Fig. 2 zeigt den Strom --JTd--, der infolge der Überlagerung in der Triggerdiode --Td-- fliesst.
Zum Zeitpunkt t = 0 zündet die Triggerdiode und zum Zeitpunkt ct verlischt sie. Bei geeig-
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
und L-- gebildeten Schwingkreises in die Grössenordnung der Freiwerdezeit des Kippelementes kommt.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 wird der Strom über die als Kippelement wirkende, hier mit -Td-bezeichnete Triggerdiode zum Zwecke ihrer Löschung dadurch künstlich unter den HalteStromwert gebracht, dass neben dem Kondensator --Cl-- ein zweiter, mit dem unteren Pol auf Null-
EMI2.2
liegenden Widerstand --R4-- geladen wird. bis seine Entladung über die Triggerdiode --Td2-- und den verhältnismässig niederohmigen Widerstand stattfindet. Dabei überlagert sich das negative Potential von-C- über die plötzlich leitend werdende Triggerdiode-Td-der Spannung des Kondensators --C1-- an der linken Klemme der Triggerdiode-Td--und bringt diese dadurch, wenn sie leitend war, zum Löschen.
Die Frequenz dieser Hilfs-Kippschwingung kann z. B. eine Grössenordnung höher sein als die der Haupt-Kippschwingung (die im Ausführungsbeispiel die Zündfrequenz des Thyristors darstellt). Eine bestimmte Phasenbeziehung der Hilfs- zur Haupt-Kippschwingung ist dann nicht erforderlich. Eine solche müsste jedoch mittels bekannter Synchronisiermittel hergestellt werden, wenn die beiden Frequenzen gleich gross sind oder wenn die Frequenz der Hilfskippschwingung z. B. nur das Doppelte der der Hauptkippschwingung beträgt
Weitere Methoden zur Lösung des Kippelementes-Td bzw. Td-ergeben sich durch sinngemässe Anwendung aus der Gleichrichtertechnik bekannter Schaltungen zur Kommutierung bzw. Zwangskommutierung.
Erfindungsgemässe Impulserzeuger eignen sich nicht nur als Zündimpulsgeber für Halbleiterventile, gasgefüllte Ventile usw., sondern sind auch als einfache Impulsgeber mit sehr grossem Variationsbereich hinsichtlich Frequenz vorteilhaft.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schaltungsanordnung zur Erzeugung periodischer Impulse, insbesondere der Zündimpulse für einen Thyristor, deren Frequenz gleich der Netzfrequenz oder einer weit höheren Frequenz ist, mit einer Kippschaltung, in der ein Kondensator über einen Ladewiderstand geladen und über ein spannungsabhängiges Kippelement, z. B. eine Glimmlampe, eine Triggerdiode od. dgl. entladen wird, gekennzeichnet durch einen Schwingkreis (C, L in Fig. l) oder eine zweite Kippschaltung (Hilfs-
EMI2.3
eines zweiten Entladevorganges (Fig. 3), durch welchen der Strom des zu löschenden Kippelementes unter den Haltestrom absinkt.