AT281219B - Verfahren zur Herstellung eines imprägnierten elektrischen Kondensators, dessen Dielektrikum aus Kunststoffolien besteht - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines imprägnierten elektrischen Kondensators, dessen Dielektrikum aus Kunststoffolien besteht

Info

Publication number
AT281219B
AT281219B AT1159967A AT1159967A AT281219B AT 281219 B AT281219 B AT 281219B AT 1159967 A AT1159967 A AT 1159967A AT 1159967 A AT1159967 A AT 1159967A AT 281219 B AT281219 B AT 281219B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
dielectric
impregnation
sep
swelling
plastic films
Prior art date
Application number
AT1159967A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Siemens Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Ag filed Critical Siemens Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT281219B publication Critical patent/AT281219B/de

Links

Landscapes

  • Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines imprägnierten elektrischen Kondensators, dessen Dielektrikum aus Kunststoffolien besteht 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines imprägnierten elektrischen Kondensators, dessen Dielektrikum aus Kunststoffolien besteht, insbesondere Wechselspannungskondensator. 



   Elektrische Kondensatoren, insbesondere solche für Wechselspannungsbetrieb, werden bekanntlich imprägniert, um Hohlräume im Kondensatorkörper, die zu Sprühentladungen führen, auszufüllen. Hohlräume befinden sich z. B. zwischen den Oberflächen der Dielektrikumsfolien und den Belegungen, da diese Oberflächen nie völlig glatt sind. Ausserdem befinden sich im Dielektrikum Poren - bei porösem Papier sehr viele, bei Kunststoffolien verhältnismässig wenige-die genau wie der Luftspalt zwischen Belegung und Dielektrikumsfolie mit Imprägniermittel ausgefüllt werden müssen. 



   Aus der deutschen Patentschrift Nr. 756622 ist ein imprägnierter elektrischer Kondensator mit einem Dielektrikum aus Celluloseverbindungen bekannt, bei welchem die Plastizität der Dielektrikumsfolien durch das Imprägniermittel wieder hergestellt wird. Der Kondensatorkörper wird dabei etwa bei 100 C imprägniert. Falls es sich um ein Imprägniermittel handelt, welches die Dielektrikumsfolien anquillt, werden die Kunststoffolien in den Bereichen, welche den Stirnseiten benachbart sind, zu Beginn des Imprägniervorganges zu quellen anfangen. Durch das Quellen werden die Luftspalte zwischen den Wickellagen in diesen Bereichen verschlossen. Dadurch wird der grösste Teil des Wickelinneren von der weiteren Imprägniermittelzufuhr abgetrennt.

   Werden die Dielektrikumsfolien vom Imprägniermittel nicht angequollen, dann werden die Lufträume zwischen den Dielektrikumsfolien und den Belegungen mit Imprägniermittel ausgefüllt. Dabei entstehen folgende Nachteile. Die Durchschlagsfestigkeit der Imprägniermittel ist gegenüber derjenigen von Kunststoffolien gering. Wird darum eine gewisse Feldstärke im Kondensator überschritten, so finden in der Imprägniermasse, besonders im Spalt zwischen Belegung und Dielektrikumsfolie, Teildurchschläge statt. Von der Imprägniermasse   (z. B.   Isolieröl) wird dabei Gas abgespalten. Es entstehen gasgefüllte Hohlräume, in denen Sprühentladungen zu weiterer Gasbildung und schliesslich zur Zerstörung des Kondensators führen. 



   Die im elektrischen Feld befindliche und als Dielektrikum wirkende Imprägniermasse ist also bezüglich der Durchschlagsfestigkeit die schwächste Stelle im Kondensatordielektrikum. 



   Die Erfindung setzt sich deshalb zum Ziel, den vom Imprägniermittel ausgefüllten Spalt möglichst weitgehend zu beseitigen. 



   Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Kondensatorkörper bei einer Temperatur imprägniert wird, bei der die Kunststoffolien praktisch nicht angequollen werden, und dass die Kunststoffolien nach der Imprägnierung bei erhöhter Temperatur angequollen werden. 



   Das Imprägniermittel, welches sich im Spalt zwischen den Folien befindet, diffundiert in die Folien, die infolgedessen zu quellen beginnen und den Spalt mehr und mehr ausfüllen. Bei genauer Betrachtung wird man feststellen, dass durch die Rauhigkeit der Oberfläche geringste Spalte, angefüllt mit Imprägniermittel, übrigbleiben, auch wenn aus der Oberfläche herausragende Spitzen und Kuppen zum grossen Teil durch das Aufeinanderpressen der Oberflächen flachgedrückt werden. Dieses restliche 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Imprägniermittel (auch in Poren des Dielektrikums sind Reste, die nie vermieden werden können) führt, wie Versuche gezeigt haben, zu   keiner Schwächung   der durch die Dielektrikumsfolien gegebenen Durchschlagsfestigkeit. 



   Der Grund dafür, dass diese geringen Ölvolumina keine merklichen Sprüherscheinungen zeigen, dürfte darin liegen, dass erstens   die Durchschlagsfestigkeit dünner Ölschichten   mit abnehmender Dicke zunimmt und zweitens die Sprüherscheinungen mit abnehmender Gasblasengrösse abnehmen. 



   Für jedes System von quellbarem Kunststoffelektrikum und   Imprägniermittel besteht   eine bestimmte maximale Quellung. Diese Quellung sollte ausreichen, um den gesamten Spalt auszufüllen. Anderseits kann man den Spalt durch die Wickelhärte des Kondensators beeinflussen. Mit zunehmender Wickelhärte wird der Spalt enger. Die Wickelhärte lässt sich aber nicht beliebig erhöhen, da der Spalt sonst so eng wird, dass Imprägnierschwierigkeiten entstehen. Man fordert deshalb eine Mindestquellung jeder quellbaren Dielektrikumsfolie, die 0, 3   jn   beträgt. 



   Durch   die Quellung der Kunststoffolien können Schwierigkeiten beim Imprägnieren   auftreten. Sobald das   Imprägniermittel   in die Stirnseiten des Kondensators einfliesst, beginnt dort die Quellung. Dadurch wird der Spalt verengt und das Nachfliessen von Imprägniermittel praktisch unterbunden. Die Quellung darf also erst dann voll zur Wirkung kommen, wenn der Kondensator bereits voll durchimprägniert ist. 



  In zweifacher Weise lässt sich das Zusammenspiel von Imprägniergeschwindigkeit und Quellgeschwindigkeit so steuern, dass immer eine gute Durchimprägnierung gewährleistet ist : Erstens lässt sich der Imprägniervorgang durch die Temperatur beeinflussen, denn die Quellgeschwindigkeit und die Viskosität des Imprägniermittels sind   temperaturabhängig ;   man muss also eine Imprägniertemperatur suchen, bei der die Quellung im Vergleich zur Fliessgeschwindigkeit des Imprägniermittels im Spalt langsam verläuft. Zweitens kann man auf den Imprägniervorgang durch die Wickelhärte, also über die Luftspaltdicke, einen Einfluss ausüben. 



   Da   die Quellgeschwindigkeit und Fliessgeschwindigkeit   in den Spalten in Konkurrenz stehen, nehmen die Imprägnierschwierigkeiten mit   zunehmender Wickellänge   beträchtlich zu. Längere Wickel brauchen erheblich längere Imprägnierzeiten, so dass die Quellung am Wickelanfang schon zu stark fortgeschritten ist, ehe   die Durchimprägnierung   beendet ist. Genauere Untersuchungen der Quellung bei Kunststofffolien hatten zum Ergebnis, dass nicht nur die Quellgeschwindigkeit von der Temperaturhöhe beeinflusst wird, sondern auch die Stärke der Quellung.

   Einige Werte sind für Polypropylenfolien folgender Tabelle zu entnehmen : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Temperatur <SEP> 200C <SEP> 400C <SEP> 750C <SEP> 950C <SEP> 1250C <SEP> 
<tb> Dauer <SEP> des
<tb> Quellvorganges <SEP> 150 <SEP> min <SEP> 70 <SEP> min <SEP> 70 <SEP> min <SEP> 70 <SEP> min <SEP> 70 <SEP> min
<tb> relative
<tb> Dickenzunahme <SEP> 3% <SEP> 4% <SEP> 7% <SEP> 11% <SEP> 20%
<tb> 
 
Daraus ergibt sich eine abgewandelte Imprägniermöglichkeit. Man imprägniert bei so niedrigen Temperaturen, bei denen die Grösse der Quellung noch relativ gering ist und sich der Spalt nicht schliesst. 



  Eine gute Durchimprägnierung ist damit immer gewährleistet, auch wenn infolge der erhöhten Viskosität des Imprägniermittels grössere Zeiten dazu verstreichen, die aber nicht notwendigerweise in der Imprägnieranlage verbracht werden müssen. Auch im fertigen Kondensator, der unter Öl steht, kann die   endgültige Durchimprägnierung   erfolgen. Um restliche Ölspalte völlig zu verdrängen, kann der Kondensator nach dem Durchimprägnieren auf eine höhere Temperatur erwärmt werden. Dadurch nimmt die Grösse der Quellung der Kunststoffolie zu, das Öl wird absorbiert und wenn die Temperatur hoch genug ist, verschwindet der Ölspalt vollkommen. Diese Quellung ist irreversibel. Bei Abkühlung tritt der 01spalt also nicht wieder auf.

   Dabei ist wichtig, dass beim Imprägniervorgang das Volumen der Kunststofffolie zusammen mit dem Ölspalt vor derQuellung möglichst genau so gross ist wie später die gequollene Kunststoffolie. Nimmt das Volumen der imprägnierten Folie gegenüber dem Ausgangsvolumen der ungequollenen Folie plus Ölspalt ab, so können Hohlräume entstehen, die zum Sprühen im Kondensator führen. Nimmt das Volumen an gequollener Folie gegenüber dem Volumen der ungequollenen Folie plus Ölspalt zu, so wird restliches Öl aus dem Kondensator herausgedrückt und es entstehen mechanische Spannungen im Wickel. Es ist also am günstigsten, wenn das Volumen der gequollenen Folie identisch mit dem Volumen der unimprägnierten Folie plus Ölspalt oder geringfügig grösser ist. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   An Hand der Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden. Zwischen den Oberflächen einer quellbaren Folie-l-und einer nicht quellbaren Folie --2--, die die Belegung oder eine weitere Dielektrikumsfolie sein kann, bilden sich Hohlräume und Spalte --3-- aus, die beim Imprägnieren ganz oder teilweise mit Imprägniermittel angefüllt sind. Beim Quellen der Folie--l-werden die aus der Oberfläche der Folie --2-- ragenden Kuppen und   Spitzen --4-- flachgedrückt.   Die Oberflächen der Folien schmiegen sich, wie es durch die strichlierten Linien schematisch dargestellt ist, aneinander. Geringe   Imprägniermittelreste --5-- schwächen   die Durchschlagsfestigkeit des Kondensators nicht merklich, wie oben schon dargestellt ist. 



   Bei einer speziellen Anwendung der Erfindung besteht das Dielektrikum aus Polypropylenfolie und als Imprägniermittel wird ein Isolieröl verwendet. Das Isolieröl enthält 15 bis 20% aromatische Anteile, die insbesondere Wasserstoff binden können, etwa 30% naphthenische Anteile und zwischen 50 und 60% 
 EMI3.1 
 peratur sehr niedrigen Viskosität des Öls sich die Stirnseiten dicht schlossen, bevor das Kondensatorinnere mit Öl vollgelaufen war. 



   Eine bevorzugte Anwendung findet die Erfindung bei Kondensatoren, deren Dielektrikum aus selbständigen Kunststoffolien besteht und bei denen eine beidseitig metallisierte Isolierstoffeinlage als Belegung dient. Die Isolierstoffeinlage kann z. B. aus Papier bestehen und liegt während des Betriebes im feldfreien Raum. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines imprägnierten elektrischen Kondensators, dessen Dielektrikum aus Kunststoffolien besteht, insbesondere Wechselspannungskondensator, dadurch gekennzeichnet, dass der Kondensatorkörper bei einer Temperatur imprägniert wird, bei der die Kunststoffolien praktisch nicht angequollen werden, und dass die Kunststoffolien nach der Imprägnierung bei erhöhter Temperatur angequollen werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Wickelkondensators nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Grad der Quellung der Dielektrikumsfolie und die Wickelhärte so aufeinander abgestimmt sind, dass die Zwischenräume zwischen den Wickellagen ausgefüllt werden.
    3. Verfahren zur Herstellung eines elektrischen Kondensators nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Dielektrikum Polypropylenfolien und als Imprägniermittel ein Isolieröl, welches 15 bis 201lu hauptsächlich Wasserstoff bindende aromatische Anteile, etwa 30% naphthenisch Anteile und zwischen 50 und 60% paraffinische Anteile enthält, verwendet werden und dass der Kondensatorkörper bei 60 C imprägniert wird.
AT1159967A 1966-12-23 1967-12-21 Verfahren zur Herstellung eines imprägnierten elektrischen Kondensators, dessen Dielektrikum aus Kunststoffolien besteht AT281219B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DES0107565 1966-12-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT281219B true AT281219B (de) 1970-05-11

Family

ID=7528196

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT1159967A AT281219B (de) 1966-12-23 1967-12-21 Verfahren zur Herstellung eines imprägnierten elektrischen Kondensators, dessen Dielektrikum aus Kunststoffolien besteht

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT281219B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE733609C (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Wickelkondensatoren
DE1564792C3 (de) Imprägnierter elektrischer Kondensator mit Kunststoffolie als Dielektrikum
DE1589827A1 (de) Elektrischer Kondensator
AT281219B (de) Verfahren zur Herstellung eines imprägnierten elektrischen Kondensators, dessen Dielektrikum aus Kunststoffolien besteht
DE2619260C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Wickelkörpern selbstheilender Kondensatoren
DE1640188C3 (de) Elektrischer Kondensator und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2055713B2 (de) Verfahren zur Herstellung einer einseitig metallisierten Elektretfolie
DE1813371C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines mit Rizinusöl imprägnierten elektrischen Kondensators
DE1764704C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines selbstheilenden, imprägnierten elektrischen Kondensators
AT297173B (de) Verfahren zur Herstellung eines imprägnierten elektrischen Kondensators mit Kunststoffolie als Dielektrikum
DE1815478C3 (de) Regenerierfähiger Wickelkondensator
AT289979B (de) Verfahren zur Herstellung eines imprägnierten elektrischen Kondensators mit Kunststoffolie als Dielektrium
CH196456A (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Wickelkondensatoren mit einem Dielektrikum aus polymerem Material.
DE2047477C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines dünnen Polypropylenfilms und seine Verwendung in einem Kondensator
DE1158178B (de) Verfahren zur Herstellung eines regenerierenden Kondensators hoher Raumkapazitaet
DE2848180A1 (de) Starkstromkondensator und verfahren zu seiner herstellung
DE1815478B2 (de) Regenerierfaehiger wickelkondensator
DE2108988C3 (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Wickelkondensatoren
DE892325C (de) Verfahren zur Herstellung formbestaendiger Flachwickelkondensatorenelemente
AT158790B (de) Verfahren zur Herstellung von elektrischen Wickelkondensatoren mit einem reinen Kunststoff-Dielektrikum.
CH510325A (de) Elektrischer Wechselspannungs-Kondensator mit Kunststoffbänder enthaltendem Dielektrikum
DE3036692C2 (de) Gasimprägnierter Wickelkondensator
CH499863A (de) Verfahren zur Herstellung eines imprägnierten elektrischen Kondensators mit Kunststoffolien als Dielektrikum
DE869663C (de) Elektrischer Kondensator, insbesondere Wickelkondensator, mit einem Dielektrikum ausKunststoff-Folie und Verfahren zu seiner Herstellung
DE899524C (de) Elektrisches Hochspannungskabel

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee