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Hohldübel, insbesondere Schraubendübel für Schwellen des Eisenbahnoberbaues
Die Erfindung betrifft einen Hohldübel, insbesondere einen Schraubendübel für Schwellen des Eisenbahnoberbaues, bestehend aus einem zweckmässig zähelastischen oder zähplastischen Kunststoff-Verankerungsteil, der den hülsenförmigen Innenteil eines ummantelnden, aus Holz, Faserstoff od. dgl. bestehenden Dübelkörpers bildet und axial verlaufend in diesem Dübelkörper eingebettet ist, sowie an seiner dem Dübelkörper zugewendeten Aussenseite Verankerungsorgane, z. B.
Rippen und Nuten, aufweist.
Beim Eintreiben einer Schraube in Dübel dieser vorbekannten Gattung wird der sich aufweitende Verankerungsteil gegen die Innenwandung des ummantelnden Dübelkörpers verpresst und bewirkt einen einwandfrei festen Sitz der im Verankerungsteil festgehaltenen Schraube od. dgl.
Ziel der Erfindung ist es, die Wirkungsweise eines solchen Dübels zu verbessern und eine besonders innige, zuverlässige und dauerhafte Verbindung des Verankerungsteiles mit dem Dübelkörper sicherzustellen.
Dem wesentlichsten Merkmal der Erfindung zufolge ist der den Innenteil bildende Kunststoff-Verankerungsteil mit mindestens einem insbesondere jedoch mit zwei an einander gegenüberliegenden Seiten angeordneten Längsschlitzen versehen, um sich beim Eintreiben der zu verankernden Schraube od. dgl. im Dübelkörper zu verspreizen.
Mit Schlitzen versehene, spreizbare Hohldübel sind zwar an sich bereits bekannt, die Erfindung betrifft jedoch nicht solche spreizbare Hohldübel, sondern ist auf die Ausbildung eines in einem nicht spreizbaren Dübelkörper eingebetteten Verankerungsteiles gerichtet, der sich mit dem Dübelkörper innig verbinden soll.
Es ist ferner auch schon eine Vorrichtung zur Befestigung von Schienen auf Holzschwellen bekanntgeworden, die aus einer der Länge nach geschlitzten spreizbaren Metallhülse und einer von ihr umfassten gegen Drehung gesicherten konischen Spreizmutter für die Befestigungsschraube besteht. Beim Anziehen der Schraube wirkt die Mutter mit ihrer kegeligen Umkreisfläche gegen die Innenfläche der Metallhülse als Spreizorgan für die durch die Schlitze gebildeten Hülsenschenkel.
In allen diesen Fällen erfolgt jedoch eine Spreizung des Dübels selbst ; demgegenüber erfolgt jedoch bei der erfindungsgemässen Lösung eine Spreizung eines im Dübelinneren angeordneten Verankerungsorgans zum Zweck der innigen Verbindung des Verankerungsorgans mit dem Dübelkörper, der seinerseits aus Holz, Faserstoff od. dgl. besteht.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung weist der den Innenteil des Dübels bildende Kunststoff-Verankerungsteil an seiner Innenseite ein vorgefertigtes Gewinde auf, welches jenem der zu verankernden Schraube entspricht.
Daraus ergibt sich unter anderem der Vorteil, dass das Eintreiben der Schraube erleichtert wird und die Struktur des Verankerungsteiles beim Eintreiben der Schraube nicht leidet.
Die Lebensdauer eines solchen Hohldübels ist ganz erheblich grösser als jene eines gewöhnlichen
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Holz-oder Faserstoffdübels ; die Haftung des Befestigungsorgans im Kunststoff-Verankerungsteil ist, wie Versuche gezeigt haben, ausserordentlich gut und wesentlich besser als in einem der bisher bekannten Hohldübel. Diese Vorteile ergeben sich daraus, dass der Kunststoff das Befestigungsorgan wesentlich dichter, satter und haftender umschliesst ; dabei presst sich der selbst witterungsbeständige Kunststoff korrosionsschützend an den Schaft des Befestigungsorgans an.
Sehr wesentlich ist ferner, dass ein ausgeweiteter Hohldübel unter Verwendung eines erfindungsgemässen Verankerungsteiles in einer sehr einfachen, zeitsparenden Weise erneuert werden kann. Hiezu wird in die gegebenenfalls vorher aufgebohrte axiale Ausnehmung des schadhaften Dübels ein Verankerungsteil eingepresst, dessen Aussenseite sich mit dem Material des umhüllenden Dübelkörpers verspannt und verbindet. Der Schaft des Befestigungsorgans befindet ausschliesslich im Kunststoff-Verankerungsteil des Dübels seinen Halt. überraschenderweise hat sich bei Versuchen gezeigt, dass zum Herausdrücken solcherart verankerter Schrauben eine dreifach so hohe Kraft aufgewendet werden muss als beim Herausdrücken üblicher, in Holzdübeln unmittelbar verankerter Schrauben.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung werden im folgenden an Hand der Zeichnung erläutert, die in der einzigen Figur im Längsschnitt ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemässen (vorgefertigten oder erneuerten) Hohldübels veranschaulicht.
Im Beton einer Betonschwelle-l-ist ein sogenannter Wellendübel --2-- aus Holz eingebettet, der, im dargestellten Längsschnitt, an seiner Aussenseite mit Wellen --3-- profiliert ist, um sich im Beton gegen Axialkräfte zu verankern. Dieser Wellendübel-2-ist von beiden Seiten her angebohrt und ist somit als Hohldübel anzusprechen. Die von oben her verlaufende Bohrung-4-
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dem Dübelkörper zugewendeten Aussenseite besitzt dieser Verankerungsteil-6-Verankerungsorgane - in Form von Rippen bzw. Nuten mit zackenartigem Profil, die eine Verbindung und Verzahnung der Aussenseite mit dem Material des Dübelkörpers gewährleisten.
Ferner ist der Verankerungsteil --6-- mit zwei einander gegenüberliegenden Längsschlitzen --8-- versehen, um sich beim Eintreiben der Schraube im Dübelkörper zu verspreizen. An seiner Innenseite trägt der zur Verankerung einer Schraube dienende Verankerungsteil --6-- ein vorgefertigtes Gewinde-9-, das jenem der zu verankernden Schraube entsprechen soll.
Selbstverständlich ist die Erfindung nicht auf die Verwendung hölzerner Hohldübel beschränkt, ebensowenig auf die Verankerung von Schrauben in Betonschwellen, vielmehr ist die Erfindungsidee sehr mannigfach anwendbar und abwandelbar, wobei sich die für sie charakteristischen Vorteile stets günstig auswirken.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hohldübel, insbesondere Schraubdübel für Schwellen des Eisenbahnoberbaues, bestehend aus einem zweckmässig zähelastischen oder zähplastischen Kunststoff-Verankerungsteil, der den hülsenförmigen Innenteil eines ummantelnden, aus Holz, Faserstoff od. dgl. bestehenden Dübelkörpers bildet und axial verlaufend in diesem Dübelkörper eingebettet ist, sowie an seiner dem Dübelkörper zugewendeten Aussenseite Verankerungsorgane, z. B.
Rippen und Nuten, aufweist, dadurch ge- kennzeichnet, dass der den Innenteil bildende Kunststoff-Verankerungsteil (6) mit mindestens einem, insbesondere jedoch mit zwei aneinander gegenüberliegenden Seiten angeordneten Längsschlitzen (8) versehen ist, um sich beim Eintreiben der zu verankernden Schraube od. dgl. im Dübelkörper (2) zu verspreizen.