AT272791B - Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Walzwerksprodukten - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Walzwerksprodukten

Info

Publication number
AT272791B
AT272791B AT1171967A AT1171967A AT272791B AT 272791 B AT272791 B AT 272791B AT 1171967 A AT1171967 A AT 1171967A AT 1171967 A AT1171967 A AT 1171967A AT 272791 B AT272791 B AT 272791B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
pickling
heating
strip
rolling mill
cuvettes
Prior art date
Application number
AT1171967A
Other languages
English (en)
Inventor
Othmar Dipl Ing Ruthner
Original Assignee
Ruthner Othmar
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ruthner Othmar filed Critical Ruthner Othmar
Priority to AT1171967A priority Critical patent/AT272791B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT272791B publication Critical patent/AT272791B/de

Links

Landscapes

  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Walzwerksprodukten 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beizen bzw. elektrolytischen Beizen von Walzwerksprodukten insbesonders von unlegierten bis hochlegierten Stahl-und Metallbändern oder Drähten, das es ermöglicht, einen raschen Durchgang bei kürzester Beizdauer des zu behandelnden Gutes auf kleinstem Raum bei grösster Wirtschaftlichkeit zu erreichen. Einen weiteren Gegenstand der Erfindung bildet eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens, welche einen einfachen Aufbau hat und auch bei grossen Durchgangsgeschwindigkeiten störungsfrei arbeitet. 



   Das Verfahren besteht darin, dass erfindungsgemäss das in einem kontinuierlichen Durchzugssystem geführte Walzwerksprodukt aufeinanderfolgend durch eine Reihe von Behandlungssektoren geleitet wird, in welchen es abwechselnd auf eine Temperatur, die über der Temperatur der Beizflüssigkeit liegt, erwärmt und sodann kurzzeitig mit heisser Beizflüssigkeit besprüht wird. 



   Die zur Durchführung des Verfahrens dienende Anlage weist erfindungsgemäss eine Vielzahl aufeinanderfolgender Küvetten auf, die abwechselnd als Heizküvette oder Beizküvette ausgebildet sind. 



   Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert, in welchen mehrere Ausführungsbeispiele der   erfindungsgemässen   Anlage dargestellt sind. Es zeigen Fig. 1 eine Ausführungsform der Anlage mit parallel geschalteten Beizzonen in schematischer Darstellung, Fig. 2 eine Ausführungsform der Anlage mit in Serie geschalteten Beizzonen und Fig. 3 eine geänderte Ausführungsform der Heizzone, welche für Dampfbetrieb geeignet ist. 



   Die erfindungsgemässe Anlage weist mehrere aufeinanderfolgende   Küvetten-1, 2-   auf, die abwechselnd als Heizzone und als Beizzone ausgebildet sind. Die als Heizzonen dienenden Küvetten   - l-können   mit beliebiger Heizung ausgestattet sein und sind bei der Ausführungsform nach Fig. 1 in den beiden ersten Fällen mit einer induktiven Heizung--3--versehen, während im dritten Falle eine Widerstandsheizung--4--vorgesehen ist. In den die Beizzonen bildenden   Küvetten --2-- sind     Düsen --5-- zum   Aufspritzen der heissen Beizflüssigkeit angeordnet. Je eine   Aufheiz-und   eine an sie anschliessende Beizküvette bilden einen Sektor, demzufolge die Beizanlage als Sektorenbeize bezeichnet werden kann.

   Die   Beizküvetten-2-sind bezüglich   einer angeschlossenen Säureregenerationsanlage   --6-   parallel geschaltet,   d. h.   jede der Küvetten ist abflussseitig an eine gemeinsame, zur Regenerationsanlage führende Abflussleitung --7-- und zuflussseitig an eine gemeinsame, von der Regenerationsanlage kommende   Speiseleitung --8-- angeschlossen. Jede   der Küvetten ist aufklappbar, so dass die Düsensysteme und Heizvorrichtungen leicht zugänglich sind. 



   In der beschriebenen Anlage wird in folgender Weise gearbeitet : Das zu beizende Band --9-wird, von einem Abhaspelsystem über eine Schweisseinrichtung kommend, in die erste Aufheizküvette eingeführt, in welcher es auf eine höhere Temperatur als die der Beizflüssigkeit, vorzugsweise auf 
 EMI1.1 
 aufgespritzt wird. Die Salzsäure wandelt die dem Band anhaftenden Oxyde während der Beizperiode in Ferrochloride um, die dann in der Aufwärmezone eventuell zu Ferrichloriden oxydiert werden. Der Vorgang der Aufheizung und anschliessenden Beizbehandlung kann in der Folge beliebig oftmals wiederholt werden.

   Die Aufwärmung des Bandes oder Drahtes in der Heizküvette, in welcher die auf der Bandoberfläche anhaftende Beizsäure verdampft wird, erfolgt so, dass in der umgebenden 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Atmosphäre eisenfreie Salzsäuredämpfe vorhanden sind, die den Beizprozess unterstützen. 



   Die Beizküvetten können relativ kurz gebaut werden, da das erwärmte Band oder der erwärmte Draht bei der Behandlung mit der relativ kühleren Beizflüssigkeit (80 bis   85 C   eine viel intensivere Beizwirkung als kaltes Band oder kalter Draht zeigen. Das erwärmte Band bewirkt keine Abkühlung der Beizflüssigkeit, sondern ermöglicht es, den eigentlichen Beizprozess bei höherer Temperatur durchführen zu können. Der Zunder wird in der Aufheizküvette durch die plötzlich einsetzende Verdampfung der in die Zunderspalten eingedrungenen Beizsäure gelockert und zum Teil aufgelöst und infolge der Ausdehnung bei der Abschreckung in der Beizflüssigkeit abgesprengt (Rissbildung). Die zu erwartende Druckerhöhung im Beizraum führt auch zu einer Temperaturerhöhung der Beizflüssigkeit, wodurch die Beizzeit weiter verkürzt wird.

   Durch Untersuchungen wurde festgestellt, dass bei einer Temperaturerhöhung der Beizflüssigkeit um 10  die Beizgeschwindigkeit fast verdoppelt wird. 



   Die in Fig. 2 dargestellte Anlage ist für elektrolytische Beizvorgänge bestimmt. Zu diesem Zweck sind die einzelnen Beizküvetten kathodisch, anodisch oder bipolar geschaltet. Die hiezu erforderlichen Elektroden sind   mit --10-- bezeichnet,   wobei in der ersten Küvette eine kathodische, in der zweiten eine anodische und in der dritten eine bipolare Schaltung als Ausführungsbeispiel angedeutet ist. 



   Zum Unterschied von der Ausführungsform nach Fig. 1 ist bei der Anlage nach Fig. 2 ein Flutsystem für die   Zubringung   der Beizflüssigkeit gewählt. Ausserdem sind die Sektoren bezüglich der angeschlossenen Säureregeneration in Serie geschaltet. Bei in Serie geschalteten Sektoren wird der Angriff der Beizsäure durch die bedingte Abschwächung der Beizsäure wegen der Konzentrationserhöhung durch die gebildeten Eisenchloride abgeschwächt, bringt jedoch den Vorteil, mit kleineren Regenerationsanlagen das Auslangen zu fmden. 



   Die Sektoren können, gleichgültig um welche Anlage es sich handelt, zur Erzielung optimaler Wirkung eventuell verschieden gross gebaut werden ; in ihnen ist die Behandlungstemperatur in den Heizküvetten, die Konzentration und Temperatur der Beizflüssigkeit, die Strömungsgeschwindigkeit und die Aufbringung der Säuren (Spritzen und Fluten) in den Beizküvetten verschieden. 



   Nach Verlassen der Sektoren wird das Band durch Spülen-, Neutralisations- und Waschbäder geführt und gelangt über ein Bandmagazin und eine Schwere zur   Afhaspel.   



   Die Erfindung ermöglicht es, dass die Anlagen leistungsfähiger, kleiner, mechanisch einfacher und daher billiger gebaut werden können. Die Führung der Säure in getrennten Beizbehältern ermöglicht günstige Abstimmung der Verhältnisse bei verschiedenen Bandqualitäten. 



   Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung weitere konstruktive Abänderungen vorgenommen werden. So ist es beispielsweise möglich, die Heizzone wie aus Fig. 3 ersichtlich, mittels der Walzen welche durch Heissdampf beheizt sind, zu betreiben. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum Beizen bzw. elektrolytischen Beizen von Walzwerksprodukten insbesondere von unlegierten bis hochlegierten Stahl-und Metallbändern oder Drähten,   d     a d u r c h g e k e n n z e i c h -     n e t,   dass das in einem kontinuierlichen Durchzugssystem geführte Band aufeinanderfolgend durch eine Reihe von Behandlungssektoren geleitet wird, in welchen es abwechselnd auf eine Temperatur, die über der Temperatur der Beizflüssigkeit liegt, erwärmt und sodann kurzzeitig mit heisser Beizflüssigkeit besprüht wird. 
 EMI2.1 


Claims (1)

  1. Drahtaufwärmung direkt oder indirekt mittels Wärmeüberträger vorzugsweise Dampf oder mittels Induktionserhitzung erfolgt, während die relative Abkühlung bzw. Abschreckung des Bandes durch die Beizflüssigkeit bewirkt wird. EMI2.2 dass das Band oder der Draht in der Beizzone durch die Beizflüssigkeit um 20 bis 700C abgekühlt werden.
    5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens'nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine Vielzahl aufeinanderfolgender Küvetten (1, 2) vorgesehen ist, die abwechselnd als Heizküvette (1) bzw. Beizküvette (2) ausgebildet sind.
AT1171967A 1967-12-28 1967-12-28 Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Walzwerksprodukten AT272791B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1171967A AT272791B (de) 1967-12-28 1967-12-28 Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Walzwerksprodukten

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT1171967A AT272791B (de) 1967-12-28 1967-12-28 Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Walzwerksprodukten

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT272791B true AT272791B (de) 1969-07-25

Family

ID=3630314

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT1171967A AT272791B (de) 1967-12-28 1967-12-28 Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Walzwerksprodukten

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT272791B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1900279B2 (de) Brutvorrichtung für einen automatischen chemischen Analysierapparat
DE69410559T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Entzunderung eines heissgewalzten Stahlbandes
WO2004044257A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum entzundern und/oder reinigen eines metallstrangs
AT272791B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Beizen von Walzwerksprodukten
DE824786C (de) Verfahren und Vorrichtung zur selektiven Absorption und Abscheidung von Daempfen undGasen
DE1483247C3 (de) Verfahren zum kontinuierlichen Herstellen eines hochzugfesten Weißbleches
DE69319285T2 (de) Verfahren zum Wärmebehandeln von Walzdraht
DE2920995A1 (de) Vorrichtung zum abkuehlen von gewalzten metallerzeugnissen
EP0195739B1 (de) Halbkontinuierliches Glühverfahren
DE2132402B2 (de) Vorrichtung zum Abkühlen von Walzdraht
DE1508364A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Waermebehandlung von Stahlblech oder Bandstahl
DE69017296T2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Wärmebehandlung von Metallband.
DE60217250T2 (de) Durchlaufglühverfahren zum Erzeugen einer verbesserten Oberflächenerscheinung
DE2711041A1 (de) Verfahren zur herstellung von verzinkten blechen und vorrichtung zur durchfuehrung des verfahrens
AT320375B (de) Verfahren und Vorrichtung zum salzsauren Beizen von Bändern und Regenerieren der Beizablauge
DE2714298C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung heißtauchverzinkter Bleche
DE185838C (de)
DE2746961A1 (de) Vorrichtung und verfahren zur verguetung von warmgewalzten stahlstangen
DE917846C (de) Kuehler zur beschleunigten Kuehlung geschweisster Metallrohre
DE1758666C (de) Kontinuierlich arbeitender Ofen zur thermischen Behandlung und Entzunderung von Metallgegenständen
AT285280B (de) Vorrichtung und Verfahren zum Aufbringen von geschmolzenem Metall auf einen stangen-, rohr- oder bandförmigen Kern
DE1203570C2 (de) Verfahren zum Aufbringen von Phosphatschichten auf Metalloberflaechen
DE928717C (de) Vorrichtung und Verfahren zum direkten kontinuierlichen Haerten von blanken Baendern und Draehten aus Stahl
DE216673C (de)
DE278867C (de)