AT266203B - Aufhellungsmittel für bituminöse Straßendecken - Google Patents
Aufhellungsmittel für bituminöse StraßendeckenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Aufhellungsmittel für bituminöse Strassendecken Insbesondere auf nassen Bitumen- oder Teerstrassen und -plätzen absorbiert die schwarze Oberfläche das Scheinwerferlicht der Strassenfahrzeuge sehr stark. Zur Behebung dieses Nachteils hat man unter anderem vorgeschlagen, die Decke solcher Strassen und Plätze mit Hilfe von Aluminiumpulver oder Aluminiumkörnern aufzuhellen. Nach vielen Rückschlägen, die hauptsächlich auf die ungenügende Haftung der Aluminiumteilchen auf der Strassendecke zurückzuführen waren, ist es durch Verwendung eines Aluminiumpulvers bestimmter Körnung, dessen Teilchen mit einem Bitumenüberzug versehen sind, gelungen, festhaftende Aluminiumschichten aufzutragen, die auch einem lebhaften Verkehr standhalten. Dieses Aufhellungsverfahren bietet jedoch zwei Nachteile. Einerseits verteuert die Vorbehandlung der Aluminiumteilchen mit Bitumen die Überzugsmasse, anderseits kommt das helle Aluminium erst zum Vorschein, wenn die Reifen einer grösseren Anzahl von Fahrzeugen die die Teilchen bedeckende Bitumenschicht abgetragen haben. Es werden infolgedessen nur die tatsächlichen Fahrspuren aufgehellt, während beispielsweise an den Fahrbahnrändern keine Aufhellung eintritt. Die vorerwähnten Nachteile der blanken Aluminiumteilchen und derjenigen, die mit Bitumen präpariert sind, werden erfindungsgemäss durch Verwendung eines spratzigen, zerklüfteten Aluminiumgriesses beseitigt, bei dem die Polyederoberfläche, die durch Verbinden sämtlicher Erhöhungen (Spitzen, Grate) eines Teilchens durch ebene Flächen erhalten wird, höchstens 50%, vorzugsweise nur 30% und darunter der tatsächlichen Oberfläche des Teilchens beträgt. Dieser Aluminiumgriess kann auf die noch warme oder aufgewärmte Bitumen- bzw. Teerdecke aufgetragen und hierauf, zweckmässigerweise mittels einer kalten Walze, in die Strassendecke eingepresst werden. Selbstverständlich muss die Bitumen- bzw. Teerdecke genügend flüssig bzw. breiig und infolgedessen genügend warm sein, wenn der Auftrag des spratzigen Aluminiumgriesses erfolgt. Eine Temperatur von 600C kann genügen, doch ist eine solche von zwischen 100 und 150 C und darüber vorzuziehen. Blättchenförmiges Aluminiumpulver ist selbstverständlich nicht spratzig, weil es aus kleinsten Lamellen besteht. Auch der handelsübliche Aluminiumgriess ist es nicht, weil seine tatsächliche Oberfläche keine nennenswerten Spitzen oder Grate aufweist. Dasselbe gilt für atomisiertes Pulver sowie für Griess, der aus drähtchenförmigen Teilen besteht. Ein spratziger Aluminiumgriess wird erhalten, wenn ein Luft-Wasser-Gemisch unter einem relativ spitzen Auftreffwinkel auf einen freifallenden flüssigen Metallstrahl geblasen wird. Beispielsweise wurde mittels einer Ringdüse ein Gemisch von Luft und Wasser unter einem Winkel von 250 auf einen freifallenden Metallstrahl von 10 mm Durchmesser geblasen. Der zerteilte Metallstrahl fiel in ein mit Wasser gefülltes Auffang- und Kühlbecken, dessen Wasserspiegel sich 60 cm unter der Ringdüse befand. Der erhaltene Griess war je nach Luftmenge bei konstantem Wasseranteil gröber oder feiner. Mit viel Luft wurde eine Korngrösse von vorwiegend 2 bis 4 mm und mit wenig Luft eine Korngrösse von vorwiegend 4 bis 8 mm erhalten. <Desc/Clms Page number 2> Für die Aufhellung gemäss der Erfindung eignet sich am besten solcher spratziger Aluminiumgriess, dessen Teilchen grösstenteils einen grössten Durchmesser zwischen 0, 5 und 10 mm haben. Besonders gut eignet sich spratziger Aluminiumgriess in den Korngrössen von 2 bis 10 mm. Selbstverständlich müssen die Aluminiumteilchen fettfrei sein. Es hat sich gezeigt, dass beim Auftragen auf die noch heisse Decke das Bitumen bzw. der Teer in die Vertiefungen an der Oberfläche der spratzigen Teilchen eindringt, wodurch eine solche Verklammerung entsteht, dass ein Herausreissen der Aluminiumteilchen aus der Decke durch die Reifen der Fahrzeuge praktisch nicht mehr zu befürchten ist. Der spratzige Aluminiumgriess kann selbstverständlich in bekannter Weise mit anderem hellen Material vermischt werden, z. B. mit Quarzsand oder hellen Steinkörnern. Der Hauptteil des aufzutragenden Aufhellungsmaterials muss jedoch zweckmässigerweise aus dem spratzigen Aluminiumgriess bestehen. Unmittelbar nach dem Auftragen und Einwalzen ist die gewünschte Aufhellung auf der ganzen Strassenbreite erreicht. Nach einer weiteren Entwicklung der Erfindung werden die Teilchen des spratzigen Aluminiumgriesses in bekannter Weise auf chemischem Wege mit einer gewachsenen, porösen Überzugsschicht versehen, z. B. nach dem Alodine-Verfahren. Diese Schicht erhöht noch die Haftfestigkeit des Bitumens bzw. des Teers an den Flächen der spratzigen Aluminiumteilchen. Unter besonderen Bedingungen, z. B. in Tunnels, kann es zweckmässig sein, Leuchtstoffe in die gewachsene Überzugsschicht der Aluminiumteilchen einzulagern. Wenn die Bitumen- oder Teerstrasse in Tunnels durch spratzigen Griess mit eingebauten Leuchtstoffen (z. B. Zinksulfid) aufgehellt ist, genügt eine geringere Beleuchtungsstärke als üblich, oder man kann sich mit einer intermittierenden Beleuchtung begnügen, weil der Nachleuchteffekt ausgenutzt werden kann. An Stelle von Griess aus unlegiertem Aluminium kann auch solcher aus Aluminiumlegierung verwendet werden. Bei Strassen mit ausgesprochenem Schwerlastverkehr kann die Verwendung von Griess erhöhter Härte bzw. Abriebfestigkeit vorteilhaft sein ; zu diesem Zweck kommt z. B. spratziger Griess aus Aluminiumlegierungen mit Zusätzen an Silizium bis 25%, an Zink bis 5%, an Eisen bis 4% und an Magnesium bis 1% in Frage. PATENTANSPRÜCHE : 1. Aufhellungsmittel für bituminöse Strassendecken, bestehend aus Aluminiumteilchen, EMI2.1 Aluminiumgriess bestehen, bei dem die Polyederfläche, die durch geometrisches Verbinden sämtlicher Erhöhungen (Spitzen, Grate) eines Teilchens durch ebene Flächen erhalten wird, im Durchschnitt höchstens 505to, vorzugsweise nur höchstens 30%, der tatsächlichen Oberfläche des Teilchens beträgt. EMI2.2
Claims (1)
- dass die Griessteilchen mit einer auf chemischem Wege erzeugten, porösen Überzugsschicht versehen sind. EMI2.3 dass die Griessteilchen aus einer Aluminiumlegierung, insbesondere aus einer solchen von hoher Härte und/oder Abriebfestigkeit, bestehen.
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