AT258531B - Einrichtung zur Klimaverbesserung in ortsfesten Aufenthaltsräumen oder geschlossenen Fahrzeugen - Google Patents

Einrichtung zur Klimaverbesserung in ortsfesten Aufenthaltsräumen oder geschlossenen Fahrzeugen

Info

Publication number
AT258531B
AT258531B AT331265A AT331265A AT258531B AT 258531 B AT258531 B AT 258531B AT 331265 A AT331265 A AT 331265A AT 331265 A AT331265 A AT 331265A AT 258531 B AT258531 B AT 258531B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
room
electrode
floor
ceiling
voltage
Prior art date
Application number
AT331265A
Other languages
English (en)
Inventor
Constantin Graf Von Berckheim
Original Assignee
Berckheim Graf Von
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Berckheim Graf Von filed Critical Berckheim Graf Von
Priority to AT331265A priority Critical patent/AT258531B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT258531B publication Critical patent/AT258531B/de

Links

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Einrichtung zur Klimaverbesserung in ortsfesten Aufenthaltsräumen oder geschlossenen Fahrzeugen 
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung, durch welche die klimatischen Verhältnisse in Räumen mittels eines elektrostatischen Feldes verbessert werden sollen. Es wird hiebei das elektrostatische Feld durch Elektroden erzeugt, die an ein hohes elektrisches Gleichstrompotential angeschlossen sind. Zu diesem Zweck hat man bisher in einem Raum sowohl an der Decke als auch am Boden eine Elektrode angeordnet, wobei die an der Decke befindliche, dieser gegenüber isoliert aufgehängte Elektrode an den positiven Pol einer Gleichstromquelle von hoher Spannung gelegt war, die Bodenelektrode jedoch an den negativen Pol.

   Die Wirkung eines so erzeugten elektrostatischen Feldes besteht darin, dass die für das menschliche Wohlbefinden nach wissenschaftlichen Erkenntnissen ungünstigen, in städtischer Raumluft in ausserordentlich hoher Zahl vorhandenen Ionen und gleichzeitig auch die in der Luft enthaltenen Staub- und andere Materieanteile ausgeschieden werden. Das in der freien Natur vorhandene elektrische Spannungsgefälle kann sich in Räumen infolge der Käfigwirkung moderner Bauwerke und in geschlossenen Fahrzeugen entweder gar nicht oder nur in äusserst geschwächter Form auswirken.

   Hiezu kommt, dass in bewohnten Räumen durch elektrische Funkenbildung, durch UV-Lichtstrahlen und durch thermische Zerlegung ständig wesentlich mehr Ionen neu erzeugt werden, als dies in der freien Natur der Fall ist, wobei für eine solche Neubildung von Ionen in der Natur hauptsächlich nur die natürliche Radioaktivität des Bodens und die Höhenstrahlung wirksam ist. Messungen haben ergeben, dass die Atmosphäre in Höhenlagen je   cms   500 Ionen enthält, während diese Anzahl je   cm   Luft in städtischen Innenräumen auf annähernd   100000   ansteigen kann. Es ist also wesentlich, das Spannungsgefälle in Innenräumen erheblich höher zu halten, als es in der freien Natur mit dem dort erheblich geringeren Anfall von Ionen herrscht.

   Die bekannte Anordnung einer positiv geladenen Deckenelektrode in Räumen bewirkt, insbesondere wenn man mit Rücksicht auf das notwendige Spannungsgefälle hohe Spannungen wählt, die Ausbildung eines starken Feldes zwischen der Deckenelektrode und der darüberliegenden Raumdecke. Es findet daher an der Deckenelektrode bzw. an der Decke und in dem zwischen diesen liegenden Raum eine sehr hohe Staubabscheidung statt. Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit von Reinigungsmassnahmen in sehr geringen Zeitabständen, die gerade im Bereich der Decke und der Deckenelektrode besonders schwierig sind. Hiezu kommt, dass eine isoliert an der Decke zu befestigende Elektrode schon in ihrer Errichtung erhebliche mechanische Umstände mit sich bringt und auch in hohem Masse das Aussehen des Raumes beeinträchtigt.

   Dem könnte nur begegnet werden durch Anordnung einer Zweit- oder Blinddecke unterhalb der Deckenelektrode, was wieder einen starken Eingriff in die übrige Ausgestaltung des Raumes bedeutet und auch die Gesamtkosten ganz erheblich erhöht. Im Falle der Anordnung einer Deckenelektrode, die am positiven Pol der Gleichstromquelle liegt, ergibt sich, dass sich an ihr die im Raum befindlichen negativen Ionen ablagern. Es werden also die negativen Ionen aus dem Raum verhältnismässig schnell beseitigt, was deshalbnachteilig ist,   weil Sauerstoff bekanntermassen gerade   in negativ ionisierter Form zum menschlichen Wohlbefinden im besonderen Mass beiträgt, wogegen positiv ionisiertes   CO   mit seinen nachteiligen Wirkungen weniger rasch ausgeschieden wird. 



   Es hat sich gezeigt, dass eine beträchtliche Verbesserung, insbesondere was die Anbringung der Elektroden und die Staubabscheidung betrifft, dadurch erzielt werden kann, wenn erfindungsgemäss nur im Fussbodenbereich des Raumes mindestens eine mit dem negativen Pol einer Gleichstromquelle von 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 hoher Spannung verbundene, die Aufenthaltsfläche möglichst vollständig bedeckende, gegenüber Erde bzw. der Raumumgrenzung und dem Raum elektrisch isolierte Bodenelektrode vorgesehen ist und der positive Pol der Gleichstromquelle mit Erde bzw. der übrigen Umgrenzung des Raumes verbunden ist. 



  Besonders wirksam wird diese Anordnung, wenn die angelegte Spannung unterhalb der lonisationsspannung der Raumluft liegt, wobei jedoch infolge des Ionengehaltes der Raumluft der in dieser auftretende Strom dem Sättigungsstrom entspricht. Vielfach verläuft die Boden- bzw. Aufenthaltsfläche eines Raumes nicht in einer durchgehenden Ebene. Die Bodenfläche kann stufenförmig sein oder es befinden sich z. B. in Gestalt grösserer Liegemöbel Aufenthaltsflächen in etwas erhöhter Lage gegenüber der Bodenfläche des Raumes, also in geringerer Entfernung von der Raumecke als die Bodenfläche.

   Um auch in diesen Fällen an allen Stellen ein annähernd gleiches Spannungsgefälle zu erzielen, kann es zweckmä- ssig sein, dass beim Vorhandensein von Aufenthaltsflächen in erhöhter Lage gegenüber der Bodenfläche des Raumes in Höhe dieser Flächen weitere elektrisch isolierte Elektroden angeordnet sind, die an einer geringeren negativen Spannung als die Bodenelektrode liegen. 



   In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen Fig. 1 die schaubildliche Schnittdarstellung eines Raumes mit Bodenelektrode und zusätzlicher Elektrode in gegenüber der Bodenfläche etwas erhöhter Lage, Fig. 2 eine schaubildliche Schnittdarstellung einer aus zwei Isolierschichten und dazwischen angeordneter leitenderschicht bestehenden Bodenelektroden, Fig. 3 eine ebenfalls schaubildlicheSchnittdarstellung einerBodenelektrode mit zwischen zwei Isolierschichten angeordnetem, auf die Innenfläche der einen Isolierschicht aufgedampftem Metallbelag, Fig. 4 einen Längsschnitt durch zwei aufeinander liegende isolierende Schichten und in die Innenfläche mindestens einer dieser beiden Schichten eingewalztem Belag aus Metallpulver. 



   Das Innere eines durch den Boden   1,   die Wände 2 und die Decke 3 gebildeten Raumes ist mit 4 bezeichnet. Auf dem Boden 1 des Raumes ist eine Elektrode angeordnet, die nach Fig. 2 auf einer elektrisch isolierenden Unterlageschicht 5 und einer ebenfalls isolierenden Deckschicht 6 mit einem dazwischen angeordneten elektrisch leitenden Belag 7, der aus einem Metallgewebe, einer Metallfolie od. dgl. hergestellt sein kann, besteht. Eine solche Elektrode könnte nach   Fig. 3,   vor allem wenn die Herstellung der isolierenden Schichten 5,6 in ganzen Bahnen stattfindet, auch so gebildet werden, dass man den elektrisch leitenden Belag auf die Innenfläche mindestens einer dieser Bahnen in dünner Schicht 7a aufsprüht oder aufdampft.

   Gleichfalls möglich wäre es, nach Fig. 4 den leitenden Belag zwischen beiden isolierenden Schichten 5,6 durch Einwalzen von Metallpulver in dünner Schicht 7b in die innere Fläche mindestens einer der isolierenden Schichten 5, 6 zu bilden. Der Metallbelag kann auch in pastenartiger Form auf die eine Fläche mindestens einer der beiden Isolierschichten 5,6 aufgebracht sein, was ohne weiteres auch bei der Herstellung dieser Schichten in laufenden Bahnen stattfinden kann. 



   Die dem Rauminneren zugekehrte isolierende Schicht 6 kann entweder einen beliebigen begehbaren, nicht dargestellten Belag in Form eines Teppichs tragen, sie kann aber ebenso auch im Falle ihrer Herstellung aus Kunststoff od. dgl. selbst den begehbaren Bodenbelag bilden. Die Grösse der Bodenelektrode wird so gewählt, dass sie möglichst die ganze Aufenthaltsfläche des Bodens 1 des Raumes oder mindestens grosse Anteile davon bedeckt. 



   Der metallische Belag 7, 7a, 7b der Bodenelektrode ist mit dem negativen Pol 8 einer beliebigen Gleichstromquelle 9 von hoher Spannung verbunden, die aus einem Hochspannungsgenerator bekannter Bauart oder auch aus einem entsprechenden Transformator mit nachgeschaltetem Gleichrichter ebenfalls bekannter Bauart bestehen kann. Der positive Pol 10 dieser Gleichstromquelle 9 ist mit Erde bzw. der übrigen Umgrenzung   l,   2, 3 des Raumes 4 verbunden. Die Spannung der Gleichstromquelle 9 wird so gewählt, dass im Raum 4 ein Spannungsgefälle von 500 bis 1500 V/m entsteht. 



   Weist die Bodenfläche 1 des Raumes über grössere Flächenanteile einen stufenförmigen Verlauf auf oder befinden sich Liegemöbel 11 od. dgl. mit grösserer Aufenthaltsfläche in erhöhter Lage gegenüber der Bodenfläche 1, so kann auf derartigen Liegemöbeln 11 eine gleichartig aufgebaute Elektrode 5, 6, 7 vorgesehen sein, die ebenfalls mit dem negativen Pol der Gleichstromquelle 9 verbunden ist. Mit Rücksicht auf die der Decke 3 des Raumes etwas näherliegende Oberfläche dieser Elektrode und auf das zu erzielende Spannungsgefälle kann es zweckmässig sein, wenn die gegenüber dem Boden 1 etwas erhöht liegende Elektrode 5,6, 7 des Liegemöbels 11   od. dgl.   an einer geringeren negativen Spannung als die unmittelbar auf dem Boden 1 angeordnete Elektrode liegt.

   Eine solche Anordnung ist in Fig. 1 schematisch dargestellt, wobei die Elektrode auf dem Boden 1 an eine negative Spannung von beispielsweise 1500 V, die Elektrode des Liegemöbels 11 dagegen an einem 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Pol 12 der Gleichstromquelle 9 mit einer negativen Spannung von 1000 V angeschlossen ist. 



   Die Staubabscheidung erfolgt bei der erfindungsgemässen Anordnung der Elektrode bevorzugt in Bodennähe, also an einer bei Durchführung der üblichen Reinigungsarbeiten ohne weiteres leicht zugänglichen Stelle, so dass die Reinigung der Elektrode im Gegensatz zur Anordnung von Deckenelektroden schon bei Vornahme der normalen Reinigungsarbeiten zwangsläufig stattfindet. 



   Die Wirkung des Erfindungsgegenstandes ist im Vorstehenden am Beispiel eines ortsfesten Raumes dargestellt. Selbstverständlich ist die Anordnung jedoch nicht an ortsfeste Räume gebunden, sondern kann ebenso auch bei Fahrzeugen, insbesondere solchen, die aus Metall bestehen, mit Vorteil angewendet werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Einrichtung zur Klimaverbesserung in ortsfesten Aufenthaltsräumen oder geschlossenen Fahrzeugen unter Errichtung eines den   natürlichen Verhältnissen   entsprechenden elektrostatischen Feldes mittels an eine Gleichstromquelle von hoher Spannung angeschlossener Elektroden,   d a d u r c h g e k e n n -   zeichnet, dass nur im Fussbodenbereich (1) des Raumes (4) mindestens eine mit dem negativen Pol (8, 12) der Gleichstromquelle (9) verbundene, die Aufenthaltsfläche möglichst vollständig bedeckende, ge-   genüber   Erde bzw. der Raumumgrenzung und dem Raum (4) elektrisch isolierte Bodenelektrode (5,6, 7) vorgesehen ist und der positive Pol (10) der Gleichstromquelle (9) mit Erde bzw. der übrigen Umgrenzung (1,   2, 3)   des Raumes verbunden ist. 
 EMI3.1 


Claims (1)

  1. unterhalb der Ionisationsspannung der Raumluft liegt, wobei jedoch infolge des lonengehaltes der Raumluft der in dieser auftretende Strom dem Sättigungsstrom entspricht. EMI3.2 handensein von Aufenthaltsflächen (11) in erhöhter Lage gegenüber der Bodenfläche (1) des Raumes in Höhe dieser Flächen weitere elektrisch isolierte Elektroden angeordnet sind, die an einer geringeren negativen Spannung als die Bodenelektrode liegen.
AT331265A 1965-04-09 1965-04-09 Einrichtung zur Klimaverbesserung in ortsfesten Aufenthaltsräumen oder geschlossenen Fahrzeugen AT258531B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT331265A AT258531B (de) 1965-04-09 1965-04-09 Einrichtung zur Klimaverbesserung in ortsfesten Aufenthaltsräumen oder geschlossenen Fahrzeugen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT331265A AT258531B (de) 1965-04-09 1965-04-09 Einrichtung zur Klimaverbesserung in ortsfesten Aufenthaltsräumen oder geschlossenen Fahrzeugen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT258531B true AT258531B (de) 1967-11-27

Family

ID=3548599

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT331265A AT258531B (de) 1965-04-09 1965-04-09 Einrichtung zur Klimaverbesserung in ortsfesten Aufenthaltsräumen oder geschlossenen Fahrzeugen

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT258531B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1476796B2 (de)
AT251178B (de) Ventilsatz für Kolbenverdichter
FR1501537A (fr) Procédé de fabrication d&#39;un produit alimentaire et produit obtenu par ce procédé
AT258148B (de) Feststellbremse für Kraftfahrzeuge
AT259728B (de) Spritzpistole
AT253462B (de) Herstellung von Natriummetaborat enthaltenden Lösungen aus Borkalkerzen
AT254037B (de) Ventilsack aus Kunststoff
AT259166B (de) Kasten mit mehreren Fächern, insbesondere zum Aufbewahren fließfähiger oder schüttbarer Produkte
AT259336B (de) Verstellvorrichtung für die Hublage der Werkzeuge von schnellschlagenden Hämmermaschinen
AT261131B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Ketosteroiden
AT255866B (de) Manipulator
AT258531B (de) Einrichtung zur Klimaverbesserung in ortsfesten Aufenthaltsräumen oder geschlossenen Fahrzeugen
AT259514B (de) Verfahren zur Veredlung von Erzeugnissen aus Polyamiden, Polyestern, Polyäthylen oder Polypropylen in Form von Fasern, Garnen, Strängen, Geweben, Gestricken, Flächengebilden oder geformten Gegenständen
AT257800B (de) Einrichtung zur Vermeidung von Ölkoksansätzen an einem Ölzerstäuberbrenner
AT258849B (de) Vorrichtung zum Aufschneiden von losen Sprengfäden
AT258790B (de) Förderband
AT260626B (de) Kardangelenk zur Kupplung zweier Wellen
AT256878B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen Phospor-, Phospon- bzw. Thionophospor-, -phosphonsäureestern
AT258631B (de) Vorrichtung zum Ausdünnen von Pflanzenreihen
AT261217B (de) Durch Wassereinwirkung in Elastomere übergehende Organopolysiloxanmasse
AT261010B (de) Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere von zentralgesteuerten Fernsprechnebenstellenanlagen, mit Wahlspeichern
AT253974B (de) Scherkopf für Trockenrasierapparate
AT260896B (de) Verfahren zur Herstellung eines substituierten p-Phenylendiamins und seiner Salze
DE1582070B1 (de)
AT260926B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Sulfonamide und ihrer Salze