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Wasserdichtes Gehäuse zur Aufnahme einer Photo-oder Filmkamera
Die Erfindung bezieht sich auf ein wasserdichtes Gehäuse zur Aufnahme einer Photo- oder Filmkamera mit angebautem oder separatem Blitzlichtgerät, welches aus starren, glasklaren, durchsichtigen Wänden besteht und mit zur Bedienung der Kamera bestimmten, durch die Gehäusewandung geführten Vorrichtungen versehen ist.
Verschiedene Arten von Unterwasser-Kameragehäusen sind bekannt, z. B. Gehäuse mit starren, undurchsichtigen Wänden mit Planfenstern, durch die Wandungen geführten Bedienungsmechanismen sowie zusätzlichen Visiereinrichtungen. Bei andern Gehäusen mit starren, durchsichtigen Wänden erfolgt die Bedienung der Kamera durch mit flexiblen Stoffen lose überzogene Ausnehmungen in der Gehäusewand. Ein dem erfindungsgemässen Unterwassergehäuse ähnliches Gehäuse ist quaderförmig und besteht aus starrem, durchsichtigem Material. Die Kamera wird durch eine seitliche, kreisrunde Öffnung eingeführt und auf einer Bodenplatte fixiert. Über der Kamera, so hoch, dass sie durch die die Kamera bedienenden Hände nicht verdeckt werden, befinden sich an der Vorder- und Rückseite des Gehäuses Visiermarken.
Dieses Gehäuse ist zwangsläufig wesentlich grösser als die Kamera und muss, um den starken Auftrieb zu überwinden und die Apparatur unter Wasser in der Waage zu halten, mit zusätzlichen Gewichten versehen werden.
Bekannt sind auch Gehäuse aus flexiblem, undurchsichtigem oder durchsichtigem Material. Bei diesen wird die Kamera direkt durch die nachgebende Hülle bedient. Die Funktion des Kamerasuchers erfüllt eine am Gehäuse aussen angebrachte Visiereinrichtung. Alle Kameragehäuse aus flexiblem Material weisen zusätzliche starre Planfenster vor dem Objektiv auf.
Bei allen Kameragehäusen mit flexiblen oder teilweise flexiblen Wänden ist die klaglose Funktion der umschlossenen Kamera nur bis zu einer verhältnismässig geringen Tauchtiefe gewährleistet, da sich bei hohem Aussendruck die flexiblen Hüllen oder Wandteile so eng an die Bedienungsvorrichtungen der Kamera legen, dass deren Betätigung behindert oder sogar unmöglich wird.
Das eingangs beschriebene Gehäuse ist gemäss der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass die Kamera im eingeführten Zustand, ohne zusätzliche Haltevorrichtungen, durch das umschliessende Gehäuse derart fixiert ist, dass die Einblicköffnung des Kamerasuchers unmittelbar an einer der durchsichtigen Wände des der Kamera angepassten Gehäuses anliegt.
Das erfindungsgemässe Gehäuse kann, da die Wände aus starrem Material bestehen, für beliebige Tauchtiefen gebaut werden und bietet, da die Wände durchsichtig sind, zugleich die Möglichkeit, sämt- liche Funktionen der umschlossenen Kamera ständig zu kontrollieren und eventuelle Undichtigkeiten des Gehäuses frühzeitig zu erkennen und dadurch grössere Schäden an Kamera und Film zu vermeiden. Es erübrigt sich, da seine Wände an den erforderlichen Stellen plan sind, zusätzliche Planfenster vor dem Objektiv und den zu überwachenden Kamerateilen anzuordnen. Es erübrigt sich auch, da die Einblicköffnung des Suchers der eingeführten Kamera einer planen Wand des Gehäuses unmittelbar anliegt und daher der Sucher auch durch die Taucherbrille seine Funktionen gut beibehält, zusätzliche im oder am Gehäuse angebrachte Visiereinrichtungen vorzusehen.
Da die Kamera durch das Schliessen des erfindungsgemässen Gehäuses in diesem unverrückbar festgehalten wird, erübrigen sich auch zusätzliche Fixiervorrichtungen. Da das Gehäuse der jeweiligen Kamera weitgehendst angepasst ist, können zusätzliche Vorrichtungen zur Anbringung von Gewichten sowie die sonst erforderlichen Gewichte, um den
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