AT257782B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von selbstklebenden Blättern oder Bändern mit einer druckempfindlichen Klebeschicht auf einem sich bewegenden Träger - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von selbstklebenden Blättern oder Bändern mit einer druckempfindlichen Klebeschicht auf einem sich bewegenden Träger

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Wilhelm Dr Rer Nat Sahler
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Wilhelm Dr Rer Nat Sahler
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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von selbstklebenden Blättern oder Bändern mit einer druckempfindlichen Klebeschicht auf einem sich bewegenden Träger 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung von selbstklebenden Blättern oder Bändern mit einer druckempfindlichen Klebeschicht auf einem sich bewegenden Träger. 



   Druckempfindliche selbstklebende Bänder oder Pflaster werden vorzugsweise unter Verwendung lösungsmittelhaltiger Klebemassen hergestellt. Die Klebemassen werden aus Natur- oder Kunstkautschuk oder kautschukähnlichen Kunststoffen zusammen mit Klebeharzen, Füllstoffen, Alterungsschutzmitteln usw. unter Verwendung von vornehmlich feuergefährlichen Lösungsmitteln bereitet und üblicherweise mittels einer Streichanlage auf den bahnenförmigen Träger aufgebracht. Nach dem Aufbringen der Klebemasse wird der so hergestellte Klebestreifen gewöhnlich durch   einen Trockenkanal zum Abdunsten und   zur Wiedergewinnung des Lösungsmittels geführt und schliesslich in den gewünschten Abmessungen auf Rollen gewickelt. 



   Das bekannte Verfahren zur Herstellung von Selbstklebebändern macht den Einsatz teurer Maschinen erforderlich, deren Aufstellung ausserdem viel Raum in Anspruch nimmt. Trotz beträchtlicher Aufwen dungen für dabei vorgesehene Anlagen zur Rückgewinnung von Lösungsmitteln sind erhebliche Lösungsmittelverluste unvermeidlich. Die Produktionsgeschwindigkeit der nach dem bekannten Verfahren hergestellten Selbstklebebänder wird im wesentlichen Umfang durch die vergleichsweise geringe Trocknungsgeschwindigkeit der Selbstklebebänder bestimmt. 



   Es ist ferner bekannt, Selbstklebebänder dadurch herzustellen, dass lösungsmittelfreie plastifizierte Klebemassen unter Verwendung eines Kalanders auf den Träger aufgewalzt werden. Für dieses Verfahren können jedoch nur Träger aus widerstandsfähigem Material verwendet werden, da beim Aufkalandern   z. B.   gekreppte Papiere oder empfindliche Kunststoffolien zerstört oder beschädigt werden können. Auch für dieses Verfahren sind vergleichsweise kostspielige Maschinen erforderlich. 



   Es ist schliesslich bekannt, aus geeigneten Kunststoffen Schmelzen herzustellen und diese in heissem, niedrig viskosen Zustand mittels üblicher Streicheinrichtungen auf die Träger aufzutragen. Für dieses Verfahren kommen als Rohstoffe nur wenige Kunststoffe, wie Polyvinyläther, in verschiedenen Polymerisationsgraden in Frage. 



   Die Erfindung bezweckt die Schaffung eines Verfahrens und einer Vorrichtung zur Herstellung von selbstklebenden Blättern oder Bändern, bei denen die Nachteile der bekannten Arbeitsweise vermieden werden und eine grosse Mannigfaltigkeit von Rohstoffen für die Selbstklebemasse ohne Verwendung von Lösungsmittel eingesetzt werden kann. 



   Die Erfindung gründet sich auf der Erkenntnis, dass Selbstklebeblätter und Selbstklebebänder oder Pflaster in einfacher und vorteilhafter Weise unter Verwendung von   lösungsmittelfreien   Klebemassen hergestellt werden können, die in einer beheizten Schneckenpresse bereitet und aus dieser in Form einer geschmolzenen Masse auf den Träger aufgebracht werden. 

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   Gemäss der Erfindung stellt man eine Mischung der Komponenten der Selbstklebemasse her, führt die Mischung in zerteilter oder verformter Form, z. B. in Korn-, Granulat-,   Strang- oder Klumpenform,   einer beheizten Schneckenpresse mit stufenweise geregelter Temperatur zu und spritzt aus dieser die geschmolzene Masse kontinuierlich durch eine Breitschlitzdüse auf den Träger, während dieser an der Düse vorbeibewegt wird. 



   Es können zu diesem Zweck auf einer Mischwalze Felle von Naturkautschuk, Kunstkautschuk, hochmolekularem Polyisobutylen, Polyvinyläther oder Mischungen dieser Stoffe mit Klebeeigenschaften vermittelndem Material, wie Harzen, z. B. Kolophoium, Polyacrylsäureester und gegebenenfalls Mischpolymerisate von Acrylsäureestern und Vinyläthern, Alkydharze, Polyterpenharze und gegebenenfalls Weichmachern, wie Hartparaffin oder Paraffinöl oder niedermolekularen Polyisobutylentypen oder Polyvinylisobutyläther und gewünschtenfalls Füllstoffen, wie Zinkoxyd und andern Zusatzstoffen, wie Antioxydationsmittel, zu einer innigen Mischung verarbeitet werden, die dann in Bänder geschnitten und z. B. auf einem Bandgranulator in Korn- oder Granulatform übergeführt wird.

   Für die elastomeren Materialien und bzw. oder die Klebeeigenschaften vermittelnden Materialien können Polymerisate gleicher Art, jedoch verschiedenen Polymerisationsgrades eingesetzt werden. 



   Gemäss einer abgeänderten Ausführungsform der Erfindung kann man die Komponenten der Selbstklebemassen in Korn- oder Granulatform bzw. Pulverform miteinander innig zu einer körnigen Masse mischen und dieses Gemisch der beheizten Schneckenpresse zuführen. 
 EMI2.1 
 dieser Ausführungsform können die in Korn-, Granulat- oder Pulverform befindlichen Komponenten der Selbstklebemasse unter inniger Mischung in eine strang- oder klumpenförmige Masse überführt werden, die dann der beheizten Schneckenpresse zugeführt wird. Es kann zu diesem Zweck ein Mischkneter, der gegebenenfalls beheizt wird, Anwendung finden. Für die Zwecke der Erfindung kommt insbesondere die Anwendung eines kontinuierlich arbeitenden Mischkneters in Frage. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung hat allgemein den Vorteil, dass für die Herstellung der Selbstklebemasse alle üblicherweise in der Technik verwendeten Rohstoffe, insbesondere auch Natur- und Kunstkautschuk und schwer schmelzbare Kunststoffe eingesetzt werden können. Das Verfahren gemäss der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Produktionsgeschwindigkeit gegenüber den bekannten Verfahren wesentlich erhöht und der Raumbedarf für die Gesamtanlage erheblich herabgesetzt wird, so dass die Kapazität bei einem gegebenen Raum für die Anlage wesentlich erhöht wird. 



   Ein wesentlicher Vorteil des Verfahrens gemäss der Erfindung gegenüber dem bekannten Verfahren unter Verwendung von Kunststoffschmelzen besteht darin, dass das Verfahren völlig kontinuierlich ausgeführt werden kann. 



   Da keine Lösungsmittel zur Anwendung gelangen, ist eine Brand-oder Explosionsgefahr ausgeschlossen, es entfallen die Rückgewinnungsverluste und die Kosten für eine Rückgewinnungsanlage. 



   Bei Verwendung von strang- oder klumpenförmigen   Selbstklebemassemischungen   wird der Arbeitsvorgang der Körnung oder Granulierung vermieden. Ausserdem kann bei Verwendung eines kontinuierlichen Mischnkneters das ganze Verfahren vom Beginn der Herstellung der Mischung für die Selbstklebe-   masse bis zum Aufbringen des Aufstriches der Selbstklebemasse auf den Träger oder die Unterlage völlig    kontinuierlich ausgeführt werden. 



   Man kann aber auch unter Verwendung eines Chargenkneters zunächst Mischungen der Komponenten der Selbstklebemasse in Strang- oder Klumpenform auf Vorrat herstellen, da. Gut mit einem Überzug oder Film aus z. B. Kunststoff zur Vermeidung des Zusammenbackens versehen und es dann nach Bedarf der Schneckenpresse für die Herstellung von Selbstklebebändern zuführen. 



   Gemäss einer Ausführungsform der Erfindung kann das Trägermaterial von   dncr Führungsvorrichtung   getragen werden, die   z. B.   ein Paar von zusammenarbeitenden Walzen aufweist, von denen mindestens eine Walze angetrieben wird. Die Temperatur einer oder beider Walzen kann durch   Wärmeübertragung9-   mittel in gewünschter Weise eingestellt werden. 



   Bei dieser Arbeitsweise können auch empfindlichere Träger, wie dünne Kunststoffolien, einwandfrei beschichtet werden, weil die Temperatur der Walzen einstellbar ist und diese gegebenenfalls gekühlt werden können, während bei dem bekannten Kalanderverfahren die Verwendung von beheizten Walzen zur Plastifizierung der Klebemasse erforderlich ist. 



   Bei Anwendung von Walzen nach dem Verfahren gemäss der Erfindung kann der Anpressdruck gering gehalten werden, weil die Klebemasse durch die Behandlung in der beheizten Schneckenpresse bereits in einen flüssig plastischen und gut streichfähigen Zustand übergeführt worden ist. Bei dem bekannten Ka- 

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 landerverfahren muss dieser Zustand erst in Gegenwart des Unterlagematerials durch erheblichen Druck und Wärme erzeugt werden. 



   Um die Bereitstellung des der beheizten Schneckenpresse zuzführenden körnigen Guts zu erleichtern und ein Verkleben oder Zusammenbacken des Guts zu verhindern, kann man das nach dem Granuliervorgang bzw. nach dem Mischvorgang erhaltene körnige Gut mit einer die Oberfläche gegen Zusammenbacken schützenden Schicht überziehen, wobei gleichzeitig eine genaue Dosierung der Bestandteile des körnigen Guts und eine homogene Vermischung der Komponenten gewährleistet wird. 



   Um ein Zusammenkleben oder Zusammenbacken zu verhindern, können die Teilchen des   körni-   gen Guts mit Lösungen oder Dispersionen von Filmbildnern, wie nicht-klebenden Kunst-oder Naturharzen, benetzt und unter Bewegung getrocknet werden, so dass sich ein nicht klebender Film wie bei einer Dragierung ergibt. Das körnige Gut kann durch Besprühen oder Baden mit wässerigen Polyvinylalkohol-und Polyacrylsäurelösungen, wässerigen Kunststoffdispersionen oder Lösungen von geeigneten Harzen in Lösungsmitteln, welche die zu überziehenden Granulate nicht oder nur wenig angreifen, versehen werden.

   Als filmbildende Mittel sind alle Stoffe geeignet, die, obwohl sie das Zusammenkleben oder Zusammenbacken der Teilchen verhindern, auf die herzustellende Selbstklebemasse keinen nachteiligen Einfluss ausüben, sondern nach Möglichkeit sogar deren Eigenschaften verbessern. Das mit den Lösungen oder Dispersionen versehene körnige Gut wird nach Abtrennung der überschüssigen Flüssigkeit getrocknet, wobei durch Aufwirbeln in beheizter Luft oder Taumeln ein etwaiges Zusammenkleben während des Trocknungsvorganges verhindert werden kann. Eine erhöhte Trennwirkung ist zu erzielen, wenn gegen Ende des Trocknungsvorganges pulverförmige Stoffe, wie Zinkoxyd, eingeblasen werden. 



   Eine Behandlung z. B. Umwälzen mit pulverförmigen Stoffen, wie Zinkoxyd oder kolloidaler Kieselsäure, führt gegebenenfalls auch ohne Verwendung von Lösungen oder Dispersionen von Filmbildnern zu brauchbarem, nicht zusammenklebendem Gut. 



   Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. 



   Fig. l zeigt schematisch eine Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens gemäss der Erfindung. 



  Fig. 2 zeigt eine besondere Ausführungsform eines Teiles der Vorrichtung. 



   Mit 1 ist allgemein eine beheizte Schneckenpresse oder ein Extruder bezeichnet, der einen Einfülltrichter 2, einen Extruderkörper 3 und eine Breitschlitzdüse 4 aufweist, die vorzugsweise ebenfalls beheizbar ist. Der Extruder ist für stufenweise Beheizung eingerichtet und besitzt bei der dargestellten Ausführungsform fünf Heizzonen. Unterhalb des Ausganges der Breitschlitzdüse 4 ist eine Führungseinrichtung für das Trägermaterial 5 vorgesehen, die ein Walzenpaar 6',   6" aufweist,   von denen mindestens eine Walze,   z. B.   die Walze 6', angetrieben wird. 



   Das Trägermaterial 5 wird von einer Vorratsrolle 7 abgezogen und über eine Umlenkwalze 8 über die Walze   6'geführt.   



   Die in dem Extruder zubereitete geschmolzene Klebemasse läuft in Form eines dünnen, fliessfähigen Films 9 aus dem Spalt der   Breitschlitzdüse   4 auf das von der Walze   6'geführte Trägerma-   terial. 



   Dabei ist die am Zylinderkopf des Extruders angeordnete Breitschlitzdüse 4 so gerichtet, dass der Film 9 aus geschmolzener Klebemasse auf dem Spalt der beiden mit Einziehwirkung gegenläufig umlaufenden Walzen (6', 6") gerichtet ist. 



   Die mit der Klebemasse unmittelbar in Berührung kommende Gegenwalze 6" kann einen die Klebemasse abweisenden Überzug aus z. B. Polytetrafluoräthylen, Polytrifluormonochloräthylen oder Siliconkautschuk aufweisen. 



   Die beiden Walzen   6', 6"können   durch Wasser oder ein anderes Wärmeübertragungsmittel gekühlt werden. Gegebenenfalls kann jedoch auch eine Beheizung durch das   Wärmeübertragungsmittel er-   folgen. Die Auftragsstärke der Klebemasse kann durch die Schneckendrehzahl des Extruders, den Anpressdruck der Walzen und die Umlaufgeschwindigkeit der Walzen nach Wunsch eingestellt werden. 



   Gemäss einer besonderen   Ausführungsform   der Erfindung kann der Unterteil der Breitschlitzdüse als   Auftrageinrichtung für   die Selbstklebemasse ausgebildet sein. Die eine Düsenlippe, welche, in der Laufrichtung des Unterlagematerials gesehen, hinten liegt, kann rakelförmig ausgebildet sein. Die Breitschlitzdüse bzw. eine oder beide Düsenlippen können mit Mitteln zur Änderung der Temperatur, z. B. mit Widerstandsheizelementen oder mit Durchgängen für ein flüssiges oder gasförmiges Wärmeübertragungsmittel versehen sein. 



   Es hat sich als zweckmässig erwiesen, am Austrittsspalt der Breitschlitzdüse,   d. h.   zwischen den Düsenlippen, eine Ausnehmung vorzusehen, die einen Vorrat von ausgespritzter Selbstklebemasse aufnimmt und eine Pufferwirkung auf die aus dem Düsenschlitz austretende Selbstklebemasse ausübt. 

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   Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 2 ist mit 11 allgemein eine beheizbare Breitschlitzdüse bezeichnet, die von einer beheizten Schneckenpresse oder einem Extruder gespeist wird. Die Breitschlitzdüse weist einen mittleren Düsenspalt 12 auf, der in einer Ausnehmung 13 endet, welche von Düsenlippen 14 und 15 begrenzt ist. Unterhalb der Düse 11 befindet sich eine külbare Walze 16, über welche das Unterlagematerial 17 läuft, das mit der Selbstklebemasse 18 beschichtet wird. Die Laufrichtung des Unterlagematerials ist durch Pfeile angedeutet. Die, in der Laufrichtung gesehen, hintere Düsenlippe 15 ist als Streichrakel ausgebildet und dient zur Bemessung der Dicke der Selbstklebemasseschicht auf der Unterlage.

   Innerhalb der Ausnehmung 13 bildet sich ein Vorrat von Selbstklebemasse 18', der eine Pufferwirkung auf die   durch den Düsenspalt   12 austretende flüssige Selbstklebemasse ausübt und einen einwandfreien   und gleichmässigen Auftrag   der Selbstklebemasse auf das Unterlagematerial 17 gewährleistet. 



   Die Schichtdicke der Selbstklebemasse kann durch relative Verstellung des Abstandes zwischen der Breitschlitzdüse 11 und der Unterwalze 16 sowie durch Regelung der Temperatur der Breitschlitzdüse und gegebenenfalls der Umfangsgeschwindigkeit der Walze 16 geregelt werden. 



   Die Komponenten für die Selbstklebemasse können für sich oder in Gemisch auf einem Walzwerk zu Fellen von etwa 5 mm Dicke ausgewalzt und anschliessend zu Bändern von 300 mm Breite geschnitten werden. In dieser Form wird das Material dem Einführungsschlitz   eines"Bandgranulators",   Bauweise CON-DUX, zugeführt. Die auf einer   Achse parallel angeordneten rotierenden Rund messer   schneiden die Bänder zunächst in schmale Streifen von etwa 5 mm Breite, die anschliessend von einem Querschneidemesser zerhackt werden, so dass ein etwa würfelförmiges Granulat mit einer Kantenlänge von 5 mm entsteht. 



   Das geschnittene Material kann in einen Behälter fallengelassen werden, der eine Lösung oder Dispersion eines antiklebend machenden Mittels enthält. Danach wird durch Absieben von der überschüssigen Flüssigkeit abgetrennt und das nun mit einem feuchten Film umgebene Material durch Aufwirbeln in einem erwärmten Luftstrom oder durch Saugen von warmer Luft durch das auf die Oberfläche einer Trockentrommel aufgebrachte Gut getrocknet. 



   Die Erfindung wird nachstehend an Hand von Beispielen näher erläutert. Die Teile beziehen sich hiebei auf Gewichtsteile. 



     Beispiel l : Es   wurde eine homogene Mischung aus : 
40 Teilen Polyisobutylen mit einem
Molekulargewicht von etwa 150 000 (Oppanol B 150 BASF) 
30 Teilen Polyisobutylen mit einem
Molekulargewicht von etwa 15 000 (Oppanol B 15 BASF) 
15 Teilen Kolophonium 
14 Teilen Cyclohexanonharz (Kunstharz AW 2, BASF) 
1 Teil Alterungsschutzmittel   (2, 5-di-tert.-Amylhydrochinon) [Santovar A]    auf einem Walzwerk hergestellt und zu einem etwa 5 mm dicken Fell ausgewalzt. Das Fell wurde in Bänder von etwa 30 cm Breite geschnitten. Die so erhaltenen Bänder wurden   einem"Bandgranulator"zu-   geführt und in ein Granulat verwandelt, welches in einer   zien   wässerigen Polyvinylalkohollösung aufgefangen wurde.

   Nach Ablaufenlassen der Flüssigkeit wurde das körnige Material unter dauernder Aufwirbelung in einem erwärmten Luftstrom getrocknet. 



   Das körnige Material wurde dann in den Einfülltrichter einer mit einer Breitschlitzdüse versehenen beheizten Schneckenpresse oder eines Extruders (vgl. Zeichnungen) eingebracht, dessen Zylinderund Düsenheizung in Richtung zum Ausflussspalt auf folgende (ansteigende) Temperaturen eingestellt waren :

   
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Zone <SEP> 1 <SEP> 40 C
<tb> Zone <SEP> 2 <SEP> 800C <SEP> 
<tb> Zone <SEP> 3 <SEP> 1200 <SEP> C <SEP> 
<tb> Zone <SEP> 4 <SEP> 1900 <SEP> C <SEP> 
<tb> Zone <SEP> 5 <SEP> 2500 <SEP> C <SEP> 
<tb> 
 

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Der aus dem Spalt der Breitschlitzdüse austretende flüssige Film wurde auf ein Zellwollgewebe aufgetragen, das von einer Vorratsrolle abgezogen und durch eine   Führungsvorrichtung   mit zwei zusammenarbeitenden, gegenläufig umlaufenden Walzen geführt wurde, wobei durch Regulierung der Schneckendrehzahl des Extruders und des Anpressdruckes der Beschichtungswalzen eine Auftragsstärke von etwa   120 g/mz eingestellt wurde, Das   auf diese Weise beschichtete Gewebe besass einenfesthaftenden Überzug von Klebemasse mit selbstklebenden Eigenschaften und liess sich,

   wenn es auf eine   trockene. fettfreie   Oberfläche aufgeklebt wurde, von dieser rückstandslos wieder abziehen,
Beispiel 2 : 
20 Teile eines teilvulkanisierten Kautschuks (Perfect Sheets) 
20 Teile Polyisobutylen mit einem
Molekulargewicht von etwa 150000 (Oppanol B 150, BASF) 
29 Teile Polyisobutylen mit einem
Molekulargewicht von etwa 15000 (Oppanol B 15, BASF) 
30 Teile hydriertes Kolophonium (Staybilite Harz) l Teil Alterungsschutzmittel (a-Naphthyl- aminaldehydkondensationsprodukt) wurden nach der in Beispiel 1 beschriebenen Arbeitsweise gemischt, granuliert, gut rieselfähig gemacht und verarbeitet. An Stelle des Zellwollgewebes wurde ein durch Kunststoffimprägnierung vergütetes gekrepptes Papier verwendet. Man erhielt ein druckempfindliches Klebeband, bei dem die Selbstklebemasse eine gute Haftung an dem Krepppapierträger aufwies. 



   Beispiel 3 : 
20 Teile Naturkautschuk (Air dried) 
20 Teile Crepe-Kautschuk 
20 Teile Polyisobutylen mit einem
Molekulargewicht von etwa   15 000   (Oppanol B 15, BASF) 
25 Teile   Phthalsäureester   des Abitols (Cellolyn 21) 
5 Teile Paraffinöl (Paraffinium liquidum 50 Engler bei 500 C) 
10 Teile Zinkoxyd wurden, wie in Beispiel l beschrieben, gemischt, granuliert, gut rieselfähig gemacht und über den mit   Breitbchlitzdüse versehenen Extruder auf die Oberfläche einer gereckten Hart-Polyvinylchlorid-Folie auf-    gebracht. 



   Es wurde ein Selbstklebeband mit   gut. eu Klebeeigenschaften   erhalten. 



     Beispiel 4 :   Das gemäss Beispiel 3 erhaltene Granulat wurde an Stelle der Behandlung mit wässeriger Polyvinylalkohollösung mit einer wässerigen Dispersion eines Carboxylgruppen   enthaltenden   Mischpolymerisates auf Vinylchloridbasis   (Luiofan   200 D) imprägniert und getrocknet. Das Granulat hatte nach dieser Behandlung keine Neigung zum Zusammenkleben, war gut rieselfähig und liess sich auf dem Extruder leicht verarbeiten. Ein Kunstleder (einseitig mit Polyvinylchlorid vergütetes Baumwollgewebe), das mit der aus dem beheizten Extruder ausgestossenen Klebemasse in der in Beispiel   1   beschriebenen Weise beschichtet war, lieferte ein druckempfindliches Selbstklebeband mit guten Klebeeigenschaften. 



   Beispiel 5 : Felle aus teilweise vulkanisiertem Kautschuk (Perfect Sheets) wurden für sich granuliert und durch Behandlung mit einer Dispersion eines Carboxylgruppen enthaltenden Mischpolymerisates auf Vinylchloridbasis (Lutofan-200-D-Dispersion) nichtklebend gemacht. Nach dem Trocknen wurde 

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 das Granulat mit grob gemahlenem Kolophonium und   Aldol-&alpha;-Naphthylamin gemischt.   



   Zusammensetzung : 
45 Teile [ (Perfect Sheets)] teil vulkanisierter
Kautschuk 
44 Teile Kolophonium 
1 Teil   Aldol-Ci. -Naphthylamin   (Alterungsschutzmittel AP) 
 EMI6.1 
 



  Ein mit dieser Masse beschichteter, mit einer Emulsion eines synthetischen Kautschuks auf ButadienAcrylnitrilbasis (Perbunan-Emulsion) vorgestrichener Hydratcellulosefilm zeigte gute, selbstklebende Eigenschaften. 



     Beispiel 6 :   Es wurde auf einem Walzwerk eine Mischung aus : 
20 Teilen Naturkautschuk (Air dried) 
20 Teilen Crepe-Kautschuk 
20 Teilen Polyisobutylen mit einem
Molekulargewicht von etwa 15 000 (Oppanol B 15, BASF) 
25 Teilen Phthalsäureester des
Dihydroabietylalkohols 
10 Teilen Zinkoxyd 
5 Teilen Hartparaffin hergestellt und nach der Arbeitsweise gemäss Beispiel 1 in ein gut rieselfähiges Granulat übergeführt, das für den beheizten, mit Breitschlitzdüse versehenen Extruder   auf Träger aus Zellwollgewebe und   Hydrat-Cellulose aufgebracht wurde. 



   Es wurden Selbstklebebänder mit sehr guten Klebeeigenschaften erhalten. 



   Beispiel 7 : 
45 Teile Polyvinylisobutyläther,
K-Wert etwa 120 (Oppanol C der BASF) 
1 Teil Oxykresylcamphan 
21 Teile Methylester des hydrierten Colophoniums (Hercolyn-Harz) 
6 Teile Mineralöl (Circo light process oil) 
27 Teile Polyvinylisobutyläther, niedrig viskos,
K-Wert etwa 30 (Lutonal   i   30 der BASF) wurden in einem kontinuierlichen Mischkneter bis zur Homogenität der   Masse gemischt und in Klum-   penform dem Einfülltrichter einer beheizten Schneckenpresse, die an ihrem Ausgangsende mit einer zweckmässig beheizten Breitschlitzdüse versehen war, zugeführt. 



   Die aus dem Düsenschlitz austretende flüssige Selbstklebemasse wurde auf ein   Zellwollgewebe auf-   getragen, das von einer Vorratsrolle abgezogen und über   eine Führungseinrichtung   mit einer angetriebenen und gekühlten Unterwalze geführt wurde. 



   Die Einstellung der Schichtdecke der Selbstklebemasse auf der Oberseite des   Trägers kann durch   eine Streichrakel oder einen Streichbalken erfolgen. Die aus dem   Düsenschlitz   austretende flüssige Selbstklebemasse benetzt dabei die sich vorbeibewegende Trägerbahn über einen als Puffer wirkenden, sich umwälzenden Wulst aus Selbstklebemasse. Die Streichrakel oder der Streichbalken ist   zweckmässig   be- 

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 heizbar, Beispielsweise können Widerstandsheizelemente in der betreffenden Streicheinrichtung vorgesehen sein, welche die Einstellung einer gewünschten Temperatur gestatten,   PATENTANSPRÜCHE :    
1.

   Verfahren zur Herstellung von selbstklebenden Blättern oder Bändern mit einer druckempfindlichen Klebeschicht mittels kontinuierlichem Aufspritzen der Selbstklebemasse in schmelzflüssigem Zustand aus einer stufenförmig beheizten Schneckenpresse mittels einer Breitschlitzdüse auf einen sich be- 
 EMI7.1 
 Selbstklebemasse herstellt, die Mischung in Korn- oder Granulatform überführt, das Gut anschliessend mit einer die Oberfläche gegen Zusammenbacken schützenden Schicht überzieht, es der beheizten Schneckenpresse mit stufenweise geregelter Temperatur zuführt und aus dieser die heisse geschmolzene Masse durch die Breitschlitzdüse auf den Träger aufspritzt, während dieser an der Düse vorbeibewegt wird. 
 EMI7.2 


Claims (1)

  1. Komponenten der Selbstklebemasse in Korn- oder Granulatform bzw. Pulverform innig miteinander mischt, in eine körnige Masse überführt und das erhaltene Gut nach Überziehen mit einer die Oberfläche gegen Zusammenbacken schützenden Schicht der beheizten Schneckenpresse zuführt. EMI7.3 der Komponenten der Selbstklebemasse bzw. die in Korn-, Granulat- oder Pulverform innig miteinander vermischten Komponenten in eine strang- oder klumpenförmige Masse überführt. EMI7.4 zerteilte Gut mit Lösungen oder Dispersionen von Filmbildnern, wie nicht klebenden Kunst- oder Naturharzen, benetzt und unter Bewegung trocknet.
    EMI7.5 ponenten der Selbstklebemasse aus elastomerem Material, wie Naturkautschuk, Kunstkautschuk, Polyisobutylen, Polyvinyläther oder Mischungen dieser Stoffe, und klebeeigenschaftverinittelndem Material, wie Kolophonium, Polyacrylsäureester und gegebenenfalls Mischpolymerisate von Acrylsäureestern und Vinyläthern, Alkydharze, Polyterpenharze, und gegebenenfalls Weichmachern, wie Hartparaffin oder Paraffinöl, sowie gewünschtenfalls Zusatzstoffen, wie Antioxydationsmittel, Zinkoxyd od. dgl., bestehen. EMI7.6 merisationsgrades bestehen.
    8. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeich- net durch eine Führungseinrichtung (7, 8, 6') für dasUnterlagenmaterial (5) mit einemPaar vonzusammenarbeitenden Walzen (6', 6"), von denen mindestens eine Walze angetrieben ist, wobei die Temperatur einer oder beider Walzen durch Wärmeübertragungsmittel einstellbar ist. EMI7.7 masse in Berührung kommende Walze (6") mit einem die Klebemasse abweisenden Überzug aus Poly- trifluormonochloräthyleu oder Siliconkautschuk versehen ist.
    10. Vorrichtung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass an die Austritts- öffnung der Schneckenpresse (1) eine beheizbare Streichrakel oder ein beheizbarer Streichbalken (15) angeschlossen ist, der eine Führungseinrichtung (16) für biegsames band- oder bahnenförmiges Unterlagematerial (17) gegenüberliegt (Fig. 2). EMI7.8 Streichrakel oder der Streichbalken (15) von dem Unterteil der Breitschlitzdüse (11), insbesondere von einer der Düsenlippen (14,15) gebildet ist.
    12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Düsenlippen (14, 15) eine Aussparung (13) zur Aufnahme eines Vorrates der Selbstklebemasse (18) vorgesehen ist.
    13. Vorrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur einer oder beider Düsenlippen (14, 15) einstellbar ist.
AT534661A 1960-07-20 1961-07-11 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von selbstklebenden Blättern oder Bändern mit einer druckempfindlichen Klebeschicht auf einem sich bewegenden Träger AT257782B (de)

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