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Vorrichtung zum Bestreuen von Verkehrsflächen
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Bestreuen von Verkehrsflächen, bestehend aus einem Streugutbehälter, aus dem das Streugut einem Fallboden mit anschliessendem Wurfrotor zugeführt wird, der in einem eine Auswurföffnung aufweisenden Gehäuse rotiert.
Mit der vorgeschlagenen Vorrichtung kann sowohl trockenes als auch feuchtes bzw. nasses Salz od. dgl. gleichmässig auf die Strassenoberfläche aufgebracht werden.
NachdemVorschlagkreist der im Gehäuse umlaufende Wurfrotor um einen mit seinen Basisflächen gegeneinander gerichteten feststehenden, innen hohlen Doppelkegelstumpf, wobei die gegen diesen gerichteten Flächen bzw. Kanten des Rotors bzw. des Tellers unterhalb des Kegelstumpfes und der Wurfschaufeln eng an den Aussenmantel des Kegelstumpfes anschliessen.
Nach einer bevorzugten Ausführung ist der Doppelkegelstumpf so ausgebildet, dass sein unterer Teil eine geringere Höhe und Bodenbreite aufweist als sein oberer Teil. In der den Doppelkegelstumpf unten abschliessenden Bodenfläche sowie im konisch nach unten zusammenlaufenden Mantel des unteren Stumpfes sind Öffnungen angeordnet, durch die Aussenluft in den Raum des Gehäuses geführt wird, die dann durch die Auswurföffnung austritt.
Im nachstehendenwird die Erfindung an Hand der Figuren in den Zeichnungen näher erläutert, doch soll sie nicht auf die dargestellten Möglichkeiten ihrer Verwirklichung beschränkt sein. Auch die Bezugsziffern in den anschliessenden Patentansprüchen beschränken die Erfindung nicht auf die gezeigten Möglichkeiten ihrer Verwirklichung, sondern sollen lediglich dazu dienen, die angesprochenen Teile leichter in den Zeichnungen aufzufinden.
Fig. 1 zeigt den Wurfrotor mit Zuführung im Vertikalschnitt, Fig. 2 einen Horizontalschnitt durch einen Teil der Vorrichtung von Fig. 1 nach der Linie A-A, Fig. 3 als Detail die Verbindung einer Wurfschaufel mit der Bodenplatte, Fig. 4 die Auswurföffnung im Rotorgehäuse mit Deckplatte und Fig. 5 eine andere Ausbildung der Deckplatte an der Auswurföffnung.
Das vom Zufuhrrohr 10 herabfallende Streugut gelangt auf den Kegelstumpf des Wurfrotors 11 und gleitet an dessen Mantelfläche herab, wo es von den Wurfschaufeln 14 erfasst und durch die Auswurföffnung 13 ausgeschleudert wird. Am unteren Ende des Wurfrotorkegelstumpfes ist ein flacher, über die Mantelflächen des Kegelstumpfes vorspringender Teller 33 angeordnet, an dem die Wurfschaufeln 14 befestigt sind. Im Ausführungsbeispiel überlappen sie den Teller und liegen mit ihrem oberen Teil an der Mantelfläche des Kegelstumpfes an, doch ist auch jede andere Ausbildung möglich.
Sie mögen eine flache Angriffsfläche aufweisen oder auch gekrümmt sein, wobei im letzteren Fall eine in Bewegungsrichtung konkave Krümmung der Angriffsflächen bevorzugt werden dürfte.
Die Ausbildung des den Wurfrotor 11 umschliessenden Gehäuses ist so, dass es sowohl den Kegelstumpf als auch die radial abstehenden Wurfschaufeln des Rotors 11, deren Anzahl je nach Notwendigkeit gewählt wird, verhältnismässig eng umschliesst.
In Achsmitte des Gehäuses 12 istein feststehender Doppelkegelstumpf 34,35 angeordnet, wobei die beiden Bodenflächen dieser Stumpfe aneinanderliegen. Der obere Teil 34 des Doppelkegelstumpfes 34,35 weist eine breitere Bodenfläche auf als die des anliegenden Teiles 35, so dass jene geringfügig über den unteren Kegelstumpf 35 vorspringt. Auch ist der obere Teil 34 weitaus hö-
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her als der untere Teil, doch ist die Bodenfläche 36 des gesamten Kegelstumpfes 34,35 breiter als dessen oberer Auslauf.
In der Bodenfläche 36 sowie im konisch nach unten zusammenlaufenden Mantel des unteren Tei- les 35 des Doppelkegelstumpfes 34,35 sind Öffnungen 32 angeordnet, durch die bei der Dre- hung des Rotors 11 Luft angesaugt und in den Raum des Gehäuses 12 geführt wird, die dann mit dem
Streugut durch die Austrittsöffnung 13 austritt, wobei durch diese Luftzufuhr von unten und den ent- stehenden Sog von oben eine schnellere Auswurfgeschwindigkeit des Streugutes erzielt wird.
Die vor der vordersten Kante der Wurfschaufeln 14 liegende, einen Teilabschnitt des Gehäu- ses 12 einnehmende Austrittsöffnung 13 lässt sich durch eine verstellbare, ihre Breite mehr oder weniger verschliessende, senkrechte und dem Aussenumfang des Tellers 33 angepasste Deckplatte 31 in ihrer Grösse regeln, so dass der austretende Strahl des Streugutes wahlweise eine breitere oder schmä- lere Fläche bestreut. Gemäss Fig. 4 weist die Deckplatte 31 eine gegen die Horizontalebene geneigte untere Begrenzungslinie 28 auf, so dass eine Verschiebung der Platte 31 in eine der Richtungen des in der Fig. 4 gezeichneten Doppelpfeiles die Öffnung 13 breiter oder schmäler werden lässt. Eine die- ser Verstellungen ist in der Figur der Zeichnungen durch die Strichpunktlinie angedeutet.
Bei einer wei- teren Verschiebung ragt die Kante 28 der Deckplatte 31 über die untere Kante der Austrittsöff- nung 13 vor und verkleinert die Austrittsöffnung auch in der Breite. Bei der Regelung der Öffnungs- weite der Austrittslücke 13 wird naturgemäss auch die Streudichte geändert.
InFig. 5isteineweitereMöglichkeit der Ausbildung der Unterkante 28 der Deckplatte 31 ge- zeigt, die dort abgesetzt verläuft. Im übrigen ist sie der Ausführung nach Fig. 4 gleich, ebenso wie ihre
Wirkungsweise.
Durch den schrägen bzw. abgesetzten Verlauf der Unterkante 28 in der Deckplatte 31 tritt das
Streugut gleichmässig aus der Öffnung 13, womit auch ein gleichmässiges Streubild gewährleistet ist.
Vorteilhaft wird auf der Drehachse des Wurfrotors 11 ein Quirl 30 angeordnet, der in das Zuführrohr 10 hineinragt, so dass dessen Flügel das herabfallende Streugut gleichmässig auf den Kegel- stumpf des Wurfrotors verteilen. Das Gehäuse 12 lässt sich um das Zuführrohr 10 verdrehen, womit die Wurfrichtung willkürlich wählbar ist.
Der Wurfrotor 11 wird von einem Elektro- oder Hydromotor 17 angetrieben, wobei seine Wurf- weite von der stufenlos regelbaren Drehzahl des Motors 17 abhängig ist, so dass es möglich ist, die jeweils gewünschte Wurfweite durch entsprechende Einstellung der Drehzahl zu bestimmen.
Der vorgeschlagene Wurfrotor lässt sich sowohl für trockenes, als auch feuchtes oder nasses Streugut vorzüglich verwenden und sichert in jedem Falle dessen gleichmässige Auftragung auf die Strassenober- fläche.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Bestreuen von Verkehrsflächen, bestehend aus einem Streugutbehälter, aus dem das Streugut einem Fallrohr mit anschliessendem Wurfrotor zugeführt wird, der in einem eine Auswurf- öffnung aufweisenden Gehäuse rotiert, dadurch gekennzeichnet, dass der Wurfrotor (11) um einen mit seinen Basisflächen gegeneinander gerichteten feststehenden, innen hohlen Doppelkegelstumpf (34,35) kreist, wobei die gegen diesen gerichteten Flächen bzw. Kanten des Rotors (11) bzw. des Tel- lers (33) unterhalb des Kegelstumpfes (34,35) und der Wurfschaufeln (14) eng an den Aussenmantel des
Doppelkegelstumpfes (34,35) anschliessen.