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Sprüharmlagerung bei einer Geschirrspülmaschine
Es sind Geschirrspülmaschinen bekannt, bei denen zur Erzielung einer günstigen Besprühung beweg- liche, z. B. rotierende Sprüharme verwendet werden. Die Bewegung dieser Sprüharme wird dabei zumeist durch ihre Ausbildung als Segner'sches Rad bewirkt. Die Bewegungskräfte sind also verhältnismässig klein.
Dabei bereitet die Ausbildung der Lagerung der Sprüharme Schwierigkeiten, insbesondere dann, wenn verhältnismässig hohe Flüssigkeitsdrücke und verunreinigte Flüssigkeiten vorliegen.
Es ist an sich bei Geschirrspülmaschinen bekannt, Lagerflächen gleichzeitig zur Abdichtung heran- zuziehen. Auch sind für Geschirrspülmaschinen Lagerungen bekannt, bei denen sich ein drehbeweglicher
Sprüharm an zwei festen Stellen an einem festen Flüssigkeitszuführrohr abstützt. t
Die Erfindung bezieht sich auf eine Sprüharmlagerung bei einer vorzugsweise mit hohem Flüssigkeits- druck und verunreinigter Spülflüssigkeit arbeitenden Geschirrspülmaschine, wobei die Abstützung des
Sprüharmes in einer unteren Lagerung an der Aussenfläche des Flüssigkeitszuführrohres und in einer oberen
Lagerung an einem im Zuführrohr angebrachten Bolzen erfolgt.
Sie geht von der Aufgabe aus, bei Geschirrspülmaschinen mit Verwendung einer unter hohem Druck stehenden Spülflüssigkeit die Lagerfläche zwischen einem rotierenden Sprüharm und dem festen Maschinenteil so auszubilden, dass eine möglichst geringe Reibung auftritt. Dabei muss auch berücksichtigt werden, dass die Spülflüssigkeit unter Umständen
Verunreinigungen enthält, die die Reibung an den Lagerstellen vergrössern könnten.
Die Erfindung besteht darin, dass der Sprüharm einen unteren, im Betrieb in radialer Richtung wirksamen Lagerring, an dem ein Dichtungsring aus elastischem Kunststoff von hoher Wärmebeständigkeit befestigt ist, aufweist und einen oberen konischen Lagerring, der sich an der konischen Gegenfläche des im Zuführrohr befestigten Bolzens abstützt, hat, wobei eine Abdichtung im Betrieb durch das Anheben des Sprüharmes an der konischen oberen Lagerung und durch das Aufliegen des elastischen Dichtungsringes an der Stimfläche der Lagerung am Zuführrohr erfolgt.
Als Material für die Dichtung kann beispielsweise eine Polytetrafluoräthylen-Folie oder eine PolyamidFolie benutzt sein.
Weitere Einzelheiten der Erfindung und dadurch erzielte Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele ; Es zeigen Fig. 1 einen als rotierenden Sprüharm ausgebildeten Düsenträger mit zwei Düsen, Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie A-B in Fig. 1 und Fig. 3 den Sprüharm unter dem Einfluss des Flüssigkeitsdruckes während des Betriebes.
In den Fig. l bis 3 ist mit 1 das feststehende Flüssigkeitszuführrohr für die Spülflüssigkeit dargestellt, das in seinem oberen Teil als Drehlagerstelle 2 ausgebildet ist und einen umlaufenden Bund 3 aufweist, der als Stütze für den aufgesetzten Sprüharm 4 dient. In Fortsetzung des Flüssigkeitszufuhrrohres l befindet sich ein mit diesem fest verbundener Bolzen 5, der an seinem Ende ein Gewinde 6 trägt, auf welchem der Lagerbolzen 7 aufgeschraubt ist.
In dem Sprüharm 4 ist eine Lagerbuchse 8 eingesetzt, deren Lagerringe 9 und 10 mit dem als Drehlagerstelle 2 ausgebildeten oberen Teil des Flüssigkeitszuführrohres 1 und dem Lagerbolzen 7 zusammenwirken.
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An dem unteren Lagerring 9 ist eine Ringdichtung 11 befestigt, die vorzugsweise aus einer dünnen, elastischen Folie besteht und mit ihrer Innenkante auf der Drehlagerstelle 2 sitzt.
Aus den Öffnungen 12 strömt die Spülflüssigkeit durch die Öffnungen 13 in den Innenraum des als Sprüharm dargestellten Düsenträgers 4 und verlässt diesen durch die etwas schräggestellten Düsen 14 wieder. Dabei versetzt sie den Sprüharm 4 durch ihre Rückstosswirkung in Drehung. Die Eintrittsöffnungen 12 und die lichte Weite des Lagerringes. 10 sind so bemessen, dass unter Berücksichtigung des Querschnittes der Austrittsöffnungen 15 der Düsen 14 und des Eigengewichtes des Sprüharms der sich nach allen Seiten fortpflanzende Druck der Flüssigkeit den Sprüharm etwas nach oben drückt und dadurch zwischen Lagerbolzen 7 und Lagerring 10 abdichtet. Gleichzeitig wird der Dichtungsring 11 durch den Flüssigkeitsdruck an die Lagerstelle 2 gedrückt und dichtet auch dort ab.
Als Dichtungsfläche lässt sich mit Vorteil Material mit extrem niedrigem Reibungskoeffizienten verwenden, um die Reibungswiderstände gering zu halten. So kann der Dichtungsring 11 beispielsweise aus einer Polytetrafluoräthylen-Folie bestehen.
Da der Druck der Spülflüssigkeit bei Geschirrspülmaschinen durch die Wahl der Umwälzpumpe vorgegeben ist, d. h. nur in bestimmten Grenzen schwankt, können sich bei dieser Ausbildung der Lagerung selbst bei extrem verunreinigten Flüssigkeiten und extrem geringen Antriebskräften die der Drehung entgegenwirkenden Reibungskräfte kaum verändern. Es besteht also hier die Möglichkeit, durch entsprechende Wahl der lichten Weiten des Lagerringes 10 bzw. der Austrittsöffnungen 12 die Umlaufgeschwindigkeit des Düsenträgers zu verändern.
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PATENTANSPRÜCHE :
1.
Sprüharmlagerung bei einer vorzugsweise mit hohem Flüssigkeitsdruck und verunreinigter Spülflüssigkeit arbeitenden Geschirrspülmaschine, wobei die Abstützung des Sprüharmes in einer unteren Lagerung an der Aussenfläche des Flüssigkeitszuführrohres und in einer'oberen Lagerung an einem im Zuführrohr angebrachten Bolzen erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass der Sprüharm (4) einen unteren, im Betrieb in radialer Richtung wirksamen Lagerring (9), an dem ein Dichtungsring (11) aus elastischem Kunststoff von hoher Wärmebeständigkeit befestigt ist, aufweist und einen oberen konischen Lagerring (10), der sich an der konischen Gegenfläche des im Zuführrohr (1) befestigten Bolzens (5) abstützt, hat,
wobei eine Abdichtung im Betrieb durch das Anheben des Sprüharms an der konischen oberen Lagerung und durch das Aufliegen des elastischen Dichtungsringes (11) an der Stirnfläche der Lagerung (2) am Zuführrohr erfolgt.