<Desc/Clms Page number 1>
Zählwerksrolle mit einer elektromagnetischen Einrichtung zur Rollenstandsabfragung
Die Erfindung betrifft eine Zählwerksrolle mit einer elektromagnetischen Einrichtung zur Rollenstandsabfragung. Eine bekannte derartige Zählwerksrollebesteht aus einer Trommel, die an ihrem Umfang mit stufenartig gegeneinander abgesetzten Streifen aus ferromagnetischem Material versehen ist, welchen gegenüber ein M-Magnet geführt ist, dessen mittlerer Schenkel eine Spule trägt, die zur Abfrage dient. Da die Streifen eine nur sehr einfache Codierung aufweisen und der M-Magnet nur eine einzige Spule trägt, müssen, um eine Dezimale erfassen zu können, entweder mehrere Magneten vorgesehen sein bzw.
muss der Magnet in die Ebenen der einzelnen Streifen verschoben werden, was jedoch eine komplizierte Einrichtung erfordert. Andere bekannte derartige Anordnungen sind ebenfalls als aufwendig anzusehen.
Durch die Erfindung ist eine Zählwerksrolle mit Rollenstandsbefragung geschaffen, die in ihrem Aufbau wesentlich einfacher ist. Dies ist erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass auf der Mantelfläche der Rolle in Umfangsrichtung nebeneinanderliegend zwei Reihen von ferromagnetischen Streifen angeordnet sind und jeder der beiden Reihen ein feststehender M-Magnet mit an jedem A ssenschenkel angeordneten Spu- len zugeordnet ist, wobei die Länge und Anordnung jedes der Streifen in den beiden Reihen so gewählt ist, dass jeder Rollenstand durch die insgesamt vier Magnetspulen eindeutig abfragbar ist.
Eine Zählwerksrolle nach der Erfindung ist nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestell- ten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen Fig. l eine Zählwerksrolle mit Schrittschaltwerk in Ansicht, Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles A in Fig. l, Fig. 3 die Zählwerksrolle mit der genauer dargestelltenAbfragevorrichtung. Fig. 4 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles B in Fig. 3 und Fig. 5 eine Abwicklung zweier T eile der Mantelflache der Zählwerksrolle nach den Fig. l - 4 mit denAbfragevorrichtungen.
Das in Fig. l dargestellte Schrittschaltwerk besteht aus einer Spule l, einem Anker 2, einerFeder 4 und einem Stössel 3, der ein Zahnrad 5 betätigt, das mit einer Zählwerksrolle 6 starr verbunden ist. Da das Zahnrad zehn Zähne besitzt, ist jeder Anzahl bis zu neun Impulsen eine eindeutige Stellung der Rolle zugeordnet.
Die Rolle 6 trägt, wie in Fig. 2 durch Schraffen dargestellt ist, an ihrem Umfang magnetische Markierungen. Diese magnetischen Markierungen können auf sehr verschiedene Art und Weise realisiert werden. So können z. B. auf Rollen aus nichtmagnetischem Material ferromagnetische Stoffe aufgesprüht sein. Weiters können am Umfang der Rolle Bleche befestigt sein oder eine aus ferromagnetischem Material bestehende Rolle kann mit Erhöhungen und Vertiefungen ausgebildet sein, so dass die Markierung durch Änderungen des Luftspaltes dargestellt ist.
An einer Stelle liegen, gegenüber dem Umfang der Rolle 6, Abtaster 7 und 8. Diese Abtaster 7 und 8 geben in Abhängigkeit davon, ob sie einer magnetischen Markierung gegenüberliegen, unterschiedliche elektrische Spannungen ab, aus welchen auf die Winkelstellung der Rolle 6 geschlossen werdenkann. Die Abtaster 7 und 8 bestehen aus M-Kernen 11 und 12, deren aussenliegende Schen-
<Desc/Clms Page number 2>
kel je eine Spule Spl - Sp4 tragen.
Um eine Dezimale eindeutig darstellen zu können, sind somit zwei magnetische Markierungen, sowie diesen zugeordnete M-Kerne 11 und 12, deren aussenliegende Schenkel jeweils eine Spule Spl Sp4 tragen, nötig. Um dies zu erzielen, ist die Rolle 6 mitzweiMarkierungsstreifen 9undl0 versehen, die in Fig. 5 abgewickelt dargestellt sind. Gleichfalls sind die beiden M-Keme 11 und 12 sowie eine Skala 13, die die Verschiebung der Markierung bei der Drehung der Rolle 6 angibt, dargestellt.
Die Striche der Skala 13 kennzeichnen somit die Lage der Mittelachsen der beiden M-Kerne beim jeweiligen Zählerstand. Zum Beispiel befindet sich beim Zählerstand 5 der rechte Schenkel desEisen- kernes 11 über nichtferromagnetischem Material. Wird dabei an die Spule Sp2 eine Wechselspannung angelegt, so tritt in der Spule Sp2 nur ein kleiner Spannungsabfall auf, der als Signal 0 gewertet werden kann. Der linke Schenkel des Kernes 11 befindet sich hingegen über ferromagnetischem Material, wodurch bei Anlegen einer Spannung an die Spule Spl in dieser ein grosser Spannungsabfall auftritt, der als Signal 1 gewertet werden kann.
Derart ist mit Hilfe von zwei Markierungsspuren und zwei M-Kernen mit insgesamt vier Spulen die Abfrage einer Dezimale möglich.
Nachstehend ist in Form einer Tabelle eine Zuordnung der Spulen Spl - Sp4 zu den zehn Stellun- gen der Zählrolle dargestellt. Die Ziffern 0 und 1 im Raster geben an, ob eine gegebene Spule in einer gegebenen Stellung einer nichtmagnetischen oder einer magnetischen Stelle am Umfang der Rolle gegen- überliegt. Dadurch wird ein Code angegeben, durch den bei Abfrage eine eindeutige Identifizierung der Lage der Rolle ermöglicht ist.
EMI2.1
<tb>
<tb>
0 <SEP> 1 <SEP> 2 <SEP> 3 <SEP> 4 <SEP> 5 <SEP> 6 <SEP> 7 <SEP> 8 <SEP> 9 <SEP>
<tb> Spl <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP>
<tb> Sp2 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP>
<tb> Sp3 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP> 0 <SEP> 1 <SEP>
<tb> Sp4 <SEP> 1111100001
<tb>