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Verfahren zur Auskleidung von Behältern, Apparaten und deren Zubehör mit thermoplastischen Kunststoffen
DieErfindung betrifft ein Verfahren zur Auskleidung von Behältern, Apparaten, Rohren und weiterem
Zubehör auf der Innen-oder Aussenseite. Die geschützten Behälter, Apparate usw. können sowohl in der chemischen als auch in der übrigen Industrie und in Versorgungsbetrieben verwendet werden. Zweck der Kunststoffauskleidung ist es, die Behälter usw. gegen den zerstörenden Einfluss von Chemikalien, Wasser,
Atmosphärilien, Hitze, Kälte und Abrieb sowie Strahlen zu schützen.
Es ist bekannt, Kunststoffe, insbesondere die thermoplastischen Kunststoffe, in derForm zum Schutz von Behältern undApparaten zu verwenden, dass manvorgeformteKunststoffteile aus Platten, Rohren, Stäben usw. miteinander verbindet und an den Verbindungsstellen durch Erweichen der Ränder mittels Wärme ver- schweisst. Dies hat den Nachteil, dass die Kunststoffauskleidung jeweils als separater Kasten bzw. Rohroder Apparateeinsatz im Behälter, dem Apparat oder im Zubehörteil aus Eisen, Beton, Mauerwerk oder aus Metall nur eingesetzt war ohne direkten Kontakt mit fester Haftung am Untergrund des zu schützenden Behälters oder Apparates.
Ein Nachteil dieser bekannten Auskleidung besteht darin, dass nach dem Einsetzen oder beim Verschweissen der Kunststoffeinsätze innerhalb des zu schützenden Behälters eine Bearbeitung der Kunststoffschweissnähte von rückwärts her nicht oder nur sehr schwierig möglich ist. Dadurch ist die Gefahr gegeben, dass die Schweissnähte nur unvollständig dicht geschweisst werden und dass die schwachgeschweissten Stel- len beim Füllen oder Entleeren von Flüssigkeiten aus oder in den Kunststoffeinsatz platzen, so dass sich das Medium dann ungehindert aggressiv in dem zu schützenden Behälter aus Eisen, Beton usw. betätigen kann.
Ein weiterer Nachteil der bisherigen Auskleidungsart besteht darin, dass durch den mangelnden Kontakt mit dem zu schützenden Behälter usw. eine Übertragung von Wärme oder Kühlung von aussen her, z. B. durch einen Doppelmantel oder Tauchbad, nicht möglich ist oder die Wärmeleitung derart schlecht ist, dass sie zu keinem befriedigenden Ergebnis führt.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass z. B. bei der Auskleidung von Behältern, Silos od. dgl. aus Beton oder Mauerwerk eine innige Haftung der Kunststoffeinsätze am Untergrund deswegen nicht möglich ist, weil der Kunststoff wasserabweisend ist und infolgedessen nicht mit den üblichen mit Wasser angemachten Bindemitteln, wie z. B. Zementmörtel, an den zu schützenden Behälterwänden befestigt werden kann. Die Kleber auf Lösungsmittelbasis haben den Nachteil, dass das Ausdampfen der Lösungsmittel, die meistens betonschädlich sind, nicht in genügendem Ausmass erfolgen kann, so dass die Einschliessung von Gasblasen die Folge ist.
Die Gasblasen werden beim Einfüllen und Entleeren von Flüssigkeiten in oder aus dem Kunststoffeinsatz lokal verschoben, so dass hiedurch eine Abtrennung der Verbindung zwischen der Kunststoffaussenseite des Behältereinsatzes und der zu schützenden Wände des Betonbehälter eintritt.
Aufgabe der Erfindung ist es, die vorgenannten Nachteile zu beseitigen und ein einfaches und besonders zuverlässiges Verfahren zur Auskleidung von Behältern, Apparaten und deren Zubehör aus Metall, Beton, Mauerwerk, Glas, Kohle oder Kohlenstoff mit thermoplastischen Kunststoffen zu schaffen. Dies wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass der thermoplastische Kunststoff in Form von Pulver oder Granulat auf dieOberfläche eines Zwischenträgers (z. B. Fliesenplatte aus Keramik) aufgebracht wird, unter
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Hitzeeinwirkung auf diese Fläche aufgeschmolzen wird und der so hergerichtete Zwischenträger dann mit seiner Unterseite mit einem zum auszukleidenden Untergrund homogenen Kleber, Kitt oder Mörtel auf dem Untergrund befestigt wird.
Als Material für die mit dem thermoplastischen Kunststoff zu versehenden Zwischenträger, die als Platten, Rohre usw. ausgebildet sein können, kommen Keramik, Kunststoff, Kohlenstoff, Eisen, Metall, Ton, Kunst- oder Naturstein oder auch Thermoplaste, die mit mineralischen Füllstoffen zu Platten geformt werden, in Frage.
Das Verfahren nach der Erfindung hat den Vorteil, dass man durch den homogenen Kleber, Kitt oder Mörtel für die auf ihrer Oberfläche mit einer thermoplastischen Kunststoffschicht versehenen Zwischenträger eine besonders innige Verbindung der Auskleidung mit dem Untergrund erhält, wodurch z. B. bei porösen Zwischenträgern absolute Wasser-, Flüssigkeits-, Gas- und Strahlungsdichte sowie eine sehr gute Leitung oder Isolierung von Wärme bzw. Kälte erzielt wird, ohne dass es einer zusätzlichen Abdichtung unter der jeweiligen Auskleidung bedarf. Durch die aufgeschmolzene Kunststoffschicht erhalten die als Zwischenträger dienenden Platten oder Fliesen dann an Stelle der üblichen Hartglasur eine elastische Schutzhaut aus thermoplastischem Kunststoff.
Auf diese Weise nach der Erfindung ausgekleidete alte oder neu erbaute Betonsilos oder-bunker bzw.
Eisentanks können z. B. auch ohne weiteres als Trinkwasserbehälter verwendet werden.
Bei der Verwendung von Platten, Fliesen oder Rohren als Zwischenträger wird nach deren Befestigung auf dem auszukleidenden Untergrund die Kunststoffhaut an den Fugenrändern unmittelbar odermitHilfe von-Kunststoffdrähten zusammengeschweisst, wodurch eine einheitlich geschlossene, naht- und fugenlose Kunststoffauskleidung mit fester Rückenhaftung am Untergrund erzielt wird. Bei einer derartigen Verschweissung derStossstellen vonRohren werden daher zusätzliche Muffen oder andere Verbindungselemente erspart.
Wenn als homogener Kleber für den Untergrund, z. B. bei Metallbehältern, ein thermoplastischer Kunststoff verwendet so kann der Zwischenträger allseitig mit einer Kunststoffhaut umgeben werden, die mit dem Kleber gleichartig oder auch verschiedenartig sein kann. Diese beiden Kunststoffhäute werden dann durch Hitzeeinwirkung zusammengeschmolzen. Bei diesem Verfahren kann man in bekannter Weise für die Schweissung wärmeleitende Materialien oder den elektrischen Strom leitende Gitter oder Drähte, die bei ihrer Erwärmung das Anschmelzen zwischen den einander zugekehrten Flächen der aufgebrachten Grundschicht und der Deckschicht aus thermoplastischen Kunststoffen herbeiführen, verwenden.
In die zu- sammenzuschmelzenden Kunststoffschichten können, wenn dies mit Rücksicht auf mechanische Festigkeit erforderlich sein sollte, noch Versteifungen aus verschieden gearteten Materialien eingebaut werden.
Die mit der Kunststoffschicht nach der Erfindung ausgestatteten Platten oder Fliesen aus Keramik od. dgl. sind vorteilhaft unter Anwendung von Zementmörtel als homogene Verbindung auch als Schutz-
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mit besonderem Vorteil verwendbar. DerKunststoffüberzug an den Einbauelementen eignet sich seinerseits wieder als homogene Befestigung an den mit Kunststoffen ausgekleidetenBehältern, Apparaten usw., indem dieKunststoffschicht derEinbauelemente mit der thermoplastischenAuskleidung desBehälters mittels Wärme zusammengeschmolzen wird.
Mit dem Verfahren nach der Erfindung ist es auch möglich, Behälterauskleidungen mit schwer verformbaren Kunststoffen als Schutz gegen chemische, thermische und mechanische Einwirkungen auszu-
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PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Auskleidung von Behältern, Apparaten oder deren Zubehör aus Metall, Beton, Mauerwerk, Glas, Kohle oder Kohlenstoff mit thermoplastischen Kunststoffen, dadurch gekennzeichnet, dass der thermoplastische Kunststoff in Form von Pulver oder Granulat auf die Oberfläche eines Zwischenträgers (z. B. Fliesenplatten aus Keramik) aufgebracht wird, unter Hitzeeinwirkung auf diese Fläche aufgeschmolzen wird und der so hergerichtete Zwischenträger dann mit seiner Unterseite mit einem zum auszukleidenden Untergrund homogenen Kleber, Kitt oder Mörtel auf dem Untergrund befestigt wird.