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Flüssigkeitsgetriebe
Die Erfindung betrifft zwei zu einemflüssigkeitsgetriebezusammengebaute, ineinem Gehäuse unter- gebrachte Maschinen, die je einen Arbeitsraum mit mehreren Kammern aufweisen, welche Kammern während des Umlaufes eine Verengung bzw. Erweiterung erfahren und hiebei die Getriebeflüssigkeit im Kreislauf von einer Maschine zur andern fördern. Eine dieser beiden Maschinen arbeitet als Pumpe, die andere als Motor und bei einer der beiden Maschinen ist die Durchsatzmenge der Getriebeflüssigkeit stufenlos regelbar. Die Drehachsen der An- und Abtriebswelle liegen in einer Geraden.
Die bekannten Ausführungsformen dieser Flüssigkeitsgetriebe weisen jedoch im allgemeinen infolge des Widerstandes der durch die Öffnungen eines Steuerkörpers von einer zur andern Maschine geförderten Menge der Getriebeflüssigkeit einen erheblichen Energieverlust auf, der auch noch bei gleicher Drehzahl von An und Abtriebswelle vorhanden ist, wodurch die Anwendungsmöglichkeiten weitgehend begrenzt sind.
Dieser Nachteil wird nach der Erfindung dadurch vermieden, dass das Gehäuse drehbar und zur An-und Abtriebswelle koaxial gelagert ist und dadurch die Differenz einer unterschiedlichen Fördermenge einer Maschine gegenüber der andern durch Drehung in bzw. entgegen der Drehrichtung der An- und Abtriebswellen ausgleicht, und weiters bei gleicher Arbeitsraumgrösse und gleicher Kammererweiterung bzw.
Kammerverengung beider Maschinen letztere mit dem Gehäuse kupplungsgleich drehen. Auf diese Weise wird der Weg der Getriebeflüssigkeit kürzer, die Verwendungsmöglichkeiten der Flüssigkeitsgetriebe erweitert, ein grösserer Wirkungsgrad und eine höhere Leistung erreicht.
Die erfindungsgemässen Ausgestaltungen zeigen das Prinzip des Erfindungsgedankens für stufenlos regelbare Flüssigkeitsgetriebe, Drehmomentwandler u. dgl. mit dem wesentlichen Merkmal des umlaufenden Gehäuses.
Wird ein solches Getriebe als Differential, Ausgleichgetriebe u. dgl. verwendet, wobei das Gehäuse mit einem Antrieb versehen ist, so sind die mit dem Gehäuse koaxial gelagerten Wellen der beiden Maschinen als Abtriebswellen wirksam oder umgekehrt.
In der weiterenAusgestaltung des erfindungsgemässen Getriebes wird mit Hilfe einer axial verschieb- barenBuchse einSchwenkkörper und ein daran gelagerter Drehkörper innerhalb eines gegebenen Schwenkbereichesverstellt, dadurch im ringförmigen Arbeitsraum der Pumpe die. Fördermenge der Getriebeflüssig- keit geregelt und eine Änderung der Drehzahl des Motors erreicht. Bei der Wirkungsweise eines solchen Getriebes, bei der die Pumpe stufenlos regelbar ist, wird die Getriebeflüssigkeit durch eine entsprechende Öffnung einessteuerkörpers in den Motorgedrückt und durch eine entsprechendweitereöffnung im Steuerkörper wieder vom Motor zur Pumpe abgegeben.
Wird von der Pumpe mittels der Getriebeflüssigkeit der Motor in gleicher Drehrichtung belastet und reicht die von der Pumpe geförderte Menge der Getriebeflüssigkeit aus, um dem Motor jene Drehzahl zu geben, die der Drehzahl der Pumpe gleich ist, so dreht sich infolge der ausgeglichenen Belastung das achsgleich gelagerte Gehäuse auf Grund eines geringen Reibungswiderstandes mit, derart, dass An-und Abtriebswelle und Gehäuse kupplungsgleich drehen. Wird an der Pumpe die Fördermenge der Getriebeflüssigkeit entgegen der Aufnahmefähigkeit des Motors zurückgeregelt, so wird sich, wenn die Abtriebswelle des Motors entgegen der Drehrichtung belastet ist, das Gehäuse, in welchem Pumpe und Motor gelagert und gesteuert sind, in entgegengesetzter Richtung drehen und damit die Differenz ausgleichen.
Fördert jedoch die Pumpe mehr Getriebeflüssigkeit, als der Motor bei glei-
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eher Drehzahl aufnimmt, so wird, wenn die Abtriebswelle des Motors entgegen der Drehrichtung belastet ist, das Gehäuse in gleicher Drehrichtung, jedoch mit höherer Drehzahl rotierend, die Differenz ausgleichen.
Eine weitere Ausgestaltung des erfindungsgemässen Getriebes weist keinen Steuerkörper auf, wobei i die imKreislauf herumgeführteGetriebeflüssigkeit von den Flügeln der Pumpe in einem Ringkanal unmittelbar auf die Flügel des Motors wirkt, derart, dass während des Umlaufes die in den Ringkanal zwangsläufig einmal mehr und einmal weniger hineinragend geführtenFlügel von Pumpe und Motor an ihren Enden einen in einer Ebene liegenden Steuerspiegel bilden.
Bei einer weiteren Ausgestaltung des erfindungsgemässen Getriebes ist am Gehäuse eine Rücklaufsicherung vorgesehen, damit das Gehäuse nicht entgegengesetzt rotiert und die Getriebeflüssigkeit den Motor in Drehung setzt.
Weiters ermöglicht der Schwenkbereich des zur Pumpe gehörigen Drehkörpers die Getriebeflüssigkeit in an sich bekannter Art in entgegengesetzter Richtung zu fördern, wobei, wie an sich bekannt, ohne Änderung der Drehrichtung der Pumpe der Motor sich in entgegengesetzter Richtung dreht. Hiebei ist es erforderlich, die Drehung des Gehäuses mit geeigneten Mitteln, z. B. Kupplung u. dgl. zu verhindern.
Bei einer weiteren erfindungsgemässen Ausgestaltung des Getriebes nimmt die Abtriebswelle mittels eines Zahnradgetriebes, deren Planetenräder in einen rücklaufgesicherten Zahnkranz greifen, das Gehäuse mit einem geeigneten Untersetzungsverhältnis inDrehrichtung mit, wodurch die Bewegung der Maschinenteile wie auch der Getriebeflüssigkeit innerhalb des Gehäuses reduziert wird.
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:Fig. 3 einenUngsschnitt eines Flüssigkeitsgetriebes mit stabil gelagerten Drehkörpern, Fig. 4 einen Längsschnitt einer zu einem Flüssigkeitsgetriebe zusammengebauten Kraft- und Arbeitsmaschine ohne Steuerkörper.
Bei diesen Ausführungsbeispielen weisen die beiden im Gehäuse untergebrachten Maschinen je einen ringförmigen, von vier Flächen begrenzten Kanal als Arbeitsraum auf, bei dem die äussere und die innere Begrenzungsfläche je nach einer Kugel gekrümmt sind und einen gemeinsamen Krümmungsmittelpunkt haben und die zwei weiteren Begrenzungsflächen eben bzw. nach einem Kegelstumpf ausgebildet sind und der ringförmigeArbeitsraum durch mehrere Flügel in Kammern geteilt wird. Hiebei sind sämtliche Drehkörper und Flügelgelenkachsen genau zum Krümmungsmittelpunkt des kugelgekrümmten Arbeitsraumes gerichtet.
Bei der Ausführungsform des Flüssigkeitsgetriebes nach den Fig. l und 2 ist eine linke Gehäuseschale 60 mit einer rechten Gehäuseschale 61 zusammengeschlossen, in den Kugellagern 62 und 63 gelagert und mit einer Rücklaufsicherung 64 versehen, die nur eine Drehung im Uhrzeigersinn zulässt.
Ein Steuerkörper 65 ist mit Kugeln 66 im Gehäuse allseitig so weit beweglich abgestützt, als es die beidseitig anliegenden Ringaufsätze 67 und die Rotorkörper 68 und 69 verlangen.
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der in der Gehäuseschalekörpers 71 begrenzt und von einem in einem Kugellager 72 gelagerten Rotorring 73 und dessen angeschlossenen Ringaufsatzes 67 mit kugelgekrümmter Fläche umschlossen. Der Rotorkörper 68 schliesst mit kugelgekrümmter Fläche den Arbeitsraum nach innen ab, stützt den Drehkörper 71 gleitbar gegen sein Kugellager 70 und ist mit einer Welle 74 verbunden. Die Welle 74 ist in der Gehäuseschale 61 gelagert und an der Durchdringungsstelle mit Manschette 75'abgedichtet.
Ein zy- lindrischer Bolzen 76 durchdringt senkrecht denRotor 68, nimmt zwei gegenüberliegende Flügel 77 gelenkig auf und sitzt mit je einem gegenüberliegenden Ende im zentrisch gelagerten Rotorring 73.
Zwischen dem Rotorring 73 und dem Rotorkörper 68 sind eine Anzahl weiterer Flügel 77 kranzförmig angeordnet. Sie unterteilen den Arbeitsraum abdichtend in Kammern, werden von den Bolzen 78 gelenkig aufgenommen und liegen mit einer parallel zu ihrer Gelenkachse zylindrisch gekrümmten Fläche an einer ebenen Seitenfläche des Steuerkörpers 65 längs einer Linie an. Der Drehkörper 71 weist in gleichen Abständen kranzförmig angeordnete Schlitze auf, in denen die Flügel 77 gleitbar geführt werden.
Die Bolzen 78 nehmen mit je einem Ende einen Gleitstein 79 und 80 gelenkig auf, wobei dieGleitsteine 79 in innerenNuten, die zentrisch am Rotorkörper 68 angeordnet sind und die Gleitsteine 80 in äusseren Nuten, die zentrisch zwischen dem Rotorring 73 und dem Ringaufsatz 67 angeordnet sind, mit dem Bolzen 78 um den Krümmungsmittelpunkt des Arbeitsraumes, jedoch zugleich
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parallel zur ebenen Fläche des Steuerkörpers, verstellbar sind.
Bei der in der Gehäuseschale 60 untergebrachten Maschine, die als Pumpe arbeitet, ist an der ge- genüberliegendenSeite desSteuerkörpers ebenfalls einArbeitsraum vorgesehen. Hiebei sind Rotorring 73,
Ringaufsatz 67, Gleitfüsse 79 und 80, Bolzen 76 und 78 und Flügel 77 dervorbeschriebenenMai schine gleich. Ein Drehkörper 81 wird von dem Rotorkörper 69 über ein Kugellager 82 an einem
Schwenkkörper 83 abgestützt. Der Schwenkkörper 83 weist zwei, einen Teil eines Kreisbogens ein- nehmende Nuten auf. DieseNuten nehmen zum Zwecke der Verstellung des Schwenkkörpers 83 je eine am Gehäuse mit je einer Schraube 85 festgehaltene Mutter 84 mit Gleitsitz auf. Eine Buchse 86 durchdringt zentrisch die Gehäuseschale 60 und ist auf einer Welle 87, die mit dem Rotorkörper 69 verbunden ist, axial verschiebbar.
Zwei quer gegenüber an der Buchse 86 sitzende Zapfen 88 sind in je einem Gleitstein 89 gelenkig eingepasst und damit in je einer gekrümmten Nut des Schwenkkör- pers 83 derart verschiebbar, bass bei axialer Verschiebung der Buchse 86 der Schwenkkörper 83 mit dem Drehkörper 81, dessen Schwenkpunkt im Krümmungsmittelpunkt des Arbeitsraumes liegt, in- nerhalb des Bereiches von Punkt I bis Punkt 11 in die eine oder andereRichtung verstellt werden kann.
Nach Entfernung einer Verschlussschraube 90, einer Schraubenfeder 91, einesKegelventiles 92, einerVerschlussschraube 93 einesEntlüftungskanalsundnachAbdichtungeinesKanals 94 einer Druck- ausgleichkammer 95, wird in dasGehäuseeineGetriebeflüssigkeit durch eine Ventilkammer 96 ein- geführt, so dass über Kanäle 97,98, 99 und 100 sämtliche Hohlräume im Gehäuse mit Ausnahme der
Druckausgleichkammer 95 gefüllt werden. Sodann wird das Kegelventil 92 und die Schraubenfeder
91 eingesetzt und mit der Verschlussschraube 90 abgeschlossen. Mit der Verschlussschraube 93 wird auch der Entlüftungskanal verschlossen und der Kanal 94 der Druckausgleichkammer 95 freigemacht.
DieSchraube101dientzumAblassenderGetriebeflüssigkeit.
Während des Rotorumlaufes der Pumpe nimmt der Bolzen 76 mit den beiden gelenkigen Flügeln
77, die in Schlitzen des schiefgelagerten Drehkörpers verstellbar eingepasst sind, diesen mit und die den
Arbeitsraum unterteilenden Flügel fördern die Getriebeflüssigkeit im Kreislauf von einer Durchlassöffnung im Steuerkörper über die sich zunächst erweiternde und dann verengendeunterteilung imArbeitsraum zur zweiten Durchlassöffnung des Steuerkörpers und durch diese in den Arbeitsraum des Motors, setzt die sich zunächst erweiternden Kammern des Motors unter Druck und treibt dadurch den Motor an. Durch die fol- gende Kammerverengung des Motors wird die Getriebeflüssigkeit durch die eine Öffnung des Steuerkörpers wieder in den Arbeitsraum der Pumpe abgegeben.
Befindet sich bei drehendemRotor 69 der Drehkörper 81 inderGrenzstellung I, so fördert die
Pumpe jene bestimmte Menge Getriebeflüssigkeit durch eine Öffnung im Steuerkörper 65 in den Ar- beitsraum des Motors, als dieser bei gleicher Drehzahl aufnimmt. Hiebei wird infolge der ausgeglichenen
Belastung auf Grund des geringeren Widerstandes das axial gelagerte Gehäuse in Drehrichtung mitgenom- men und Welle 87 und 74 drehen sich mit dem Gehäuse kupplungsgleich.
Je mehr der Drehkörper 81 mittels der Buchse 86 zur axialen Stellung 0 des Rotors 69 geschwenkt wird, desto geringer wird die Förderleistung der Pumpe, um bei Erreichung der axialen Stellung 0 gänzlich aufzuhören, da in dieser Lage dergetriebeflüssigket in der oberen und der unteren Arbeitsraumhälfte je der gleiche Durch- strömkanal zur Verfügung steht, durch den die Getriebeflüssigkeit im Kreislauf herumgeführt wird. För- dert die Pumpe weniger Druckmittel in den Arbeitsraum des Motors als dieser bei gleicher Drehzahl auf- nimmt, so hindert hiebei die Rücklaufsicherung 64 das Gehäuse, die Differenz in entgegengesetzter
Drehrichtung auszugleichen, wodurch innerhalb dem Schwenkbereich I-0 die Drehzahl des Motors von der Verstellung des Drehkörpers 81, durch die die Fördermenge der Pumpe geregelt wird, abhängig ist.
Von der axialen Stellung O bis zur Grenzstellung II wird der Drehkörper 81 mittels der Buchse
86 in entgegengesetzter Richtung verstellt, das Druckmittel in entgegengesetzter Richtung gefördert und somit der Motor entgegengesetzt zur Drehrichtung der Pumpe angetrieben. Hiebei ist es erforderlich, das
Gehäuse durch geeignete Mittel, wie z. B. Kupplung, zu stabilisieren, da dieses in Drehrichtung der Pumpe belastet wird und in schnellerer Drehung die Differenz ausgleichen würde.
Die aus den Arbeitsräumen in das Gehäuse gelangende Leckflüssigkeit des Druckmittels wird über die
Kanäle 99 und 97 (Fig. 2) aus der Ventilkammer 96, in der das Kegelventil 92 mit der Feder 91 belastet ist, über den Kanal 98 aus dem Gehäuseraum infolge der Unterdruckmomente in die Arbeits- räume wieder aufgenommen. Beim Einschieben der Buchse 86 gelangt die verdrängteFlüssigkeit durch die Kanäle 100 im Rotorkörper 69 zu einem in der Druckausgleichkammer 95 axial verschieb- baren Kolben 102 und verschiebt diesen in die erforderliche Richtung, wobei die aus der Kammer 95 verdrängte Luft durch den Kanal 94 austritt, oder umgekehrt.
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Zur Vermeidung unzulässig hoher Drücke sind im Bereich der Arbeitsräume ein oder mehrere sich in Abhängigkeit vom Arbeitsdruck mehr oder weniger ein-bzw. ausschaltende Zusatzräume vorgesehen, die je nach der Grösse der Maschine im Rotorkörper oder im Steuerkörper untergebracht sind.
Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausgleichgetriebe sind zwei schalenförmige Gehäuseteile 103 und 104 und ein dasGehäuseinzweigleicheHälftenteilender Steuerkörper 105 zusammengeschlossen und zentrisch gelagert. An der Gehäuseschale 104 ist aussen für den Antrieb ein Zahnkranz 106 vorgesehen. In beiden Gehäuseschalen ist je eine gleiche Maschine mit einem Rotorkörper 107 und vier kranzförmig in gleichenAbständen angeordneten Flügel 108, die mit dem Rotor 107 verbunden sind, untergebracht. Jeder der beiden Rotorkörper 107 ist mit je einer Welle 109 verbunden und zentrisch gelagert, wobei je ein schiefgelagerter Drehkörper 110 vom Rotorkörper 107. gegen je ein Kugellager 111 gleitbarabgestütztwird.
DieFlügel 108 teilen je einen rinförmigen Arbeitsraum in Kam-
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sind, längs einer Linie anliegend in je eine gekrümmte Fläche der Ausnehmungen des Drehkörpers 110 und nehmen diesen mit. Die beiden Wellen 109 durchdringen in entgegengesetzter Richtung das Gehäuse und sind in diesem axial gelagert. Bei umlaufendem Gehäuse, welches einschliesslich der Arbeitsräume mit Getriebeflüssigkeit gefüllt ist, werden beide Maschinen, die im Gehäuse beidseitig des Steuerkörpers 105 je einen Arbeitsraum aufweisen, infolge der Steuerung der Getriebeflüssigkeit durch das Gehäuse von diesem in Drehrichtung mitgenommen.
Dies wird dadurch erreicht, dass die Drehkörper 110 mit gleichem Winkel, jedoch entgegengesetzt im Gehäuse schief zur Drehachse des Gehäuses gelagert sind, wodurch in der oberen Hälfte die grösste Arbeitsraumerweiterung bei beiden Maschinen gleich ist und die Getriebeflüssigkeit diese über Kanäle im Steuerkörper 105 in entgegengesetzter Drehrichtung voneinander abhängig macht. Dreht sich eine der Abtriebswellen 110 infolge einer Mehrbelastung langsamer, so gleicht die andere durch schnellere Drehung die Differenz aus.
Fig. 4 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem zwei Gehäuseschalen 112 und 113 zusammengeschlossen und in den Kugellagern 114 und 115 zentrisch gelagert sind. Im Gehäuse sind zwei zusammengeschraubte Rotorringe 116 und 117 in den Kugellagern 118 und 119 zentrisch gelagert. Eine Ringeinlage 120 weist mit den Rotorringen 116 und 117 eine gemeinsame nach einer Kugel gekrümmte Fläche auf, die einen ringförmigen Kanal als Arbeitsraum umschliesst. Mit dieser kugelgekrümmtes flächen nimmt der rotorring 116 an der rechten Seite einen schiefgelagerten Drehkörper 121
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der Rotorring 117, an der lillkenSeite einen schwenkbarenDrehkörper 122chen den Ringkanal einandergegenüberliegend an je einer Seite.
Im Drehkörper 122 sind in radialen in gleichen Abständen kranzförmig angeordneten-Schlitzen eine entsprechende Anzahl von Flügeln 123 verstellbar eingepasst, deren Gelenkzapfen in Gleitfüssen 124 und 125 sitzen, die nach innen in einer Ringnut eines rotorkörpers 126 und nach aussen in einer Ringnut, die zwischen dem Rotorring 117 und der Ringeinlage 120 liegt, geführt werden. Der Rotorkörper 126 schliesst den Ringkanal nach innen
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Kugel gekrümmten Flächeeingeschraubter Bolzen 127 mit-dem Rotorring 116 starr verbunden, wobei an je einem Bolzen 127 ein Flügel 128 anschliesst.
Die Bolzen 127 greifen gleitend und längs einer Linie anliegend in je eine gekrümmte Fläche der Ausnehmungen des Drehkörpers 121 und nehmerf diesen mit. Zwischen Rotorring 116 und Rotorkörper 126 sind die Flügel 128 mit starrem Sitz eingefügt und bilden im Ringkanal zu den gegenüber angeordneten Flügeln 123 einen in ebener Fläche liegenden Steuerspiegel, derart, dass zwischen den Flügelenden der Pumpe und den Flügelenden des Motors jeweils die Ein-und Auslassöffnungen gebildet werden und die Flügelenden die Steuerkanten für diese Öffnungen darstellen.
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Kugellager 129 an der Gehäuseschale 113 und der schwenkbare Drehkörper 122 nach der linken Seite gegen ein Kugellager 130 aneinsmSchwenkkörper 131 gleitbar abgestützt.
Dieser ist an zwei einen Teil eines Kreisbogens einnehmenden Schienen 112a am Gehäuse nach der in Fig. l und 2 beschriebenen Art mit einer Buchse 132,'jedoch nur in einem bestimmten Bereich, von Grenzstellung I bis 0 verstellbar. Die Buchse 132 ist auf einer zentrisch angeordneten Antriebswelle 133 aufgeschoben und durchdringt die Gehäuseschale 112.
Innerhalb'einer schalenförmigen Ausnehmung des Rotorkörpers 126 weist die Abtriebswelle 133 eine Verdickung auf, in der in einem Schlitz ein Gelenkkörper 134 mit einem durchgehenden Bolzen 135 gelenkig untergebracht ist. Der Gelenkkörper bildet mit zwei weiteren Bolzen 136, die in einer
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Gabel 122a des Drehkörpers 122 gelagert sind, ein Kreuzgelenk, dessen Gelenkpunkt im Krümmungsmittelpunkt des nach einer Kugel gekrümmten Ringkanals liegt. In diesem Krümmungsmittelpunkt schneiden sich auch dieAchsenderDrehkörper 121 und 122. Der Rotorkörper 126 ist mit einer Welle 137 verbunden. Diese durchdringt die Gehäuseschale 113, ist darin zentrisch gelagert, und trägt ein mit Festsitz aufgeschobenes Zahnrad 138.
Dieses greift in zwei Planetenräder 139, die mit je einer Welle 140, die nach der einen Seite im Gehäuse und nach der andern Seite in einem auf das Gehäuse angeschlossenen Aufsatz 141 gelagert sind und in einen rücklaufgesicherten Zahnkranz 142 greifen.
Die Zahnräder des Getriebes sind entsprechend schräggezahnt, wodurch der rücklaufgesicherte Zahnkranz 142 in Drehrichtung der Abtriebswelle 137 aus seiner Sicherung herausschiebbar ist.
Wird das Gehäuse, einschliesslich Ringkanal, mit einer Getriebeflüssigkeit gefüllt und die Antriebswelle 133 in Drehung gesetzt, so nimmt sie über das angelenkte Kreuzgelenk den Drehkörper 122 mit, dieser führt mit den Flügeln 123 die Getriebeflüssigkeit im Ringkanal im Kreislauf herum, wobei je nach Einstellung des Drehkörpers 122 innerhalb des Schwenkbereiches 0-1 mehr oder weniger Getriebeflüssigkeit gegen die Flügel 128 gefördert und sich der Rotor 126 der Abtriebswelle 137 schneller oder langsamer dreht, wobei das an derAbtriebswelle 137 sitzende Zahnrad 138 in die am Gehäuse gelagerten Planetenräder 139 greift, die sich gegen den rücklaufgesicherten Zahnkranz 142 eingreifend abstützen und das Gehäuse in Drehrichtung bei einem Viertel der Drehzahl der Abtriebswelle 137 mitnehmen.
Befindet sich bei laufendem Getriebe der Drehkörper 122 in Grenzstellung I, so drehen infolge der nun ausgeglichenen BelastungAn-undAbtriebswelle mitGehäusekupplungsgleich. wo- bei die am Gehäuse gelagerten Planetenräder 139 durch ihre Schrägzahnung den rücklaufgesicherten Zahnkranz 142 aus seiner Sicherung axial herausschieben und in Drehrichtung mitnehmen.
Bei axialer Verschiebung derBuchse 132 gleicht ein axial verschiebbarerKolben 144 die räumliche Veränderung über eine Bohrung 143 des Gelenkkörpers 134 in einer Druckausgleichkammer 145 aus.
Durch einen oder mehrere Kanäle 146 im Rotorkörper 126 wird die Leckflüssigkeit mittels der durch die rotierende Bewegung wirkenden Zentrifugalkraft wieder in den Arbeitsraum aufgenommen.
Je eine Schraube 147 und 148 dient zum Füllen bzw. Ablassen der Getriebeflüssigkeit.
Das vorbeschriebene Planetengetriebe 137-142 kann selbstverständlich auch für ein hydraulisches Getriebe mit Steuerkörper, das einen Schwenkbereich nach der vorbeschriebenen Art von Grenzstellung 0 bis I aufweist, vorteilhaft verwendet werden.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Flüssigkeitsgetriebe mit je einer Pumpe und einem Motor, deren ringförmiger Arbeitsraum eine äussere und eine innere nach einer Kugel gekrümmte Fläche aufweist, bei dem sowohl die Pumpe als auch der Motor je einen Arbeitsraum mit mehreren Kammern besitzen, die während des Umlaufes eine Kammerverengung bzw. Kammererweiterung erfahren und die An-und Abtriebswelle in entgegengesetzter Richtung mit koaxialer Lagerung das Gehäuse durchdringen, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse drehbar und koaxial zu den Rotorwellen (74,87, 109,133 und 137) gelagert ist.