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Auf Druck und Druckmitteltemperatur ansprechendes Ventil mit einem durch ein sich bei Überdruck öffnendes Schaltventil gesteuerten Überströmventil
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gehoben werden soll, u. zw. durch die Betätigung eines Handstcuerhebels 34 in Richtung des Pfeiles 35, durch einen Rückkoppelimpuls, welcher durch eine am Arm 41 angebrachte Kurveniläche 36 hervorgerufen wird, oder durch die Bewegung eines von einer Feder 44 beaufschlagten Stellungsmesselementes 37, so werden alle die durch die genannten Steuermittel hervorgerufenen Impulse über einen pendelnden Hebel 38 auf den Kolbenschieber 6 übertragen.
Der Kolbenschieber 6 wird in der Richtung des Pfeiles 17 um eine Strecke verschoben, die durch die Grösse der Verschiebung des Steuerhebels oder durch dieGrösse der aufgenommenen Impulse bestimmt ist. Die konisch ausgebildete oder ab-
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AussparungnerenAusmass diebenachbarteKantederKammer 11 des Schiebergehäuses. Dadurch kann hydraulische Flüssigkeit mit einer durch den Betrag der Verschiebung des Kolbenschiebers bestimmten Geschwindigkeit vom Flilssigkeitszuleitungsanschluss 4 zur Leitung 13 strömen und von dort über ein Rückschlagventil
18 und einenAuswahlschieber 19 zum Zylinder 1. Es sei angenommen, dass sich der Auswahlschie- ber 19 dauernd in der dargestellten Stellung befindet.
Um sicherzustellen, dass die Strömungsgeschwindigkeit durch die zwischen derErweiterung 15 und der Kammer 11 gebildete Messöffnung unabhängig von der auf die Kolbenstange 3 wirkenden Bela- stung ist, ist ein Überströmventil 20 vorgesehen, welches eine querunterteilte Schieberhülse aufweist, deren zylindrische Wandung mit Öffnungen 21 versehen ist, die gegenüber dem Druckeinlass 4 offen sind. Dieses Ventil steuert entsprechend der Stellung der Schieberhülse einen Rückfluss vom Druckeinlass 4 zu einem Niederdruckauslass 22. Das Überströmventil 20 wird durch eine Feder 23 in seine Ver- schlussstellung gedrückt.
In seine Öffnungsstellung wird das Ventil 20 durch den Druckunterschied zwischen der Aussparung 8 und der Kammer 11 des Ventils 5,6 gedrückt, d. h. durch den Druckunterschied zwischen dem Einlassdruck, der auf die Schieberhülse gegen den Druck der Feder wirkt und dem Druck in der Leitung 13, der nach Durchgang durch eine Verengung 25 über einen Kanal 24 der andern Seite der Schieberhülse zugeleitet wird, um die Wirkung der Feder 23 zu unterstützen. Die Federkonstante der Feder 23 wird verhältnismässig klein gehalten, so dass eine Verschiebung der Schieberhülse aus der Stellung, in der die Öffnungen 21 geschlossen sind, in die Stellung, in welcher diese Öffnungen voll geöffnet sind, lediglich ein geringes Ansteigen des Druckes der Feder 23 zur Folge hat.
Daraus ergibt sich, dass das Überströmventil 20 so viel bei 4 zugeführte Druckflüssigkeit durch die Öffnungen 21 überströmen lässt, dass der Druckabfall von der Kammer 8 zur Kammer 11 gleich der Belastung der Feder 23 ist. Wenn derKolben 2 das Ende seines Hubes erreicht hat, so dass er sich nicht weiter bewegen kann, und wenn der Kolbenschieber 6 sich noch in der Gerätehubstellung befindet, kann keine Flüssigkeit mehr durch die Leitung 13 zum Zylinder 1 strömen. Da der Auslass über die Öffnungen 21 geschlossen ist, steigt der Druck zu beiden Seiten des Überströmventils 20 an.
Um diesen Druckanstieg zu begrenzen, ist ein Überdruckventil 26 vorgesehen, welches mit der Kammer an der Seite des Überströmventils 20 zusammenwirkt, welche von der Feder 23 beaufschlagt wird. Dieses Überdruckventil öffnet sich bei einem Druck, der gerade den Maximaldruck übersteigt, der auf den Kolben 2 einwirken soll. Wenn das Überdruckventil 26 geöffnet ist, erzeugt die Verengung 25 eine Druckdifferenz zwischen den beiden Seiten des Überströmventils 20, so dass sich dieses öffnet und ermöglicht, dass Flüssigkeit, die von der Pumpe 32 zugeführt wird, wieder inden Sumpf über die Ausgangsleitung 22 zurückfliessen kann.
Um die Gefahr einer ungewöhnlichen Temperaturerhöhung des hydraulischen Mediums zu vermeiden, wenn dieses unter maximalen Druckbedingungen über einen längeren Zeitraum hinweg abgelassen werden sollte, ist ein temperaturempfindliches Schaltventil 40 vorgesehen, welches beispielsweise durch eine Druckdose 42 betätigt wird. Dieses Schaltventil 40 ist parallel zum Überdruckventil 26 geschaltet. Dieses Ventil bewirkt einen freien Auslass der Flüssigkeit durch die Öffnungen 21 des Überströmventils 20, wenn die Temperatur der Flüssigkeit einen vorbestimmten Wert erreicht.
Wenn der Steuerschieberkolben 6 die dargestellte neutrale Lage einnimmt, befindet sich die Erweiterung 15 der Aussparung 8 ausserhalb der Kammer'11 und kein Flüssigkeitsstrom vom Einlass 4 erreicht die Kammer 11. Anderseits ist die Kammer mit der Aussparung 9 verbunden, so dass die Leitung 13 über den Kanal 10 des Schieberkolbens 6 abgelassen werden kann. Der volle Druck des Einlasses 4 wirkt deshalb auf die Schieberhülse 20 und drückt die Feder 23 zusammen. Da die Wirkung dieser Feder nicht durch Druck in der Leitung 13 unterstützt wird, öffnet sich der Überströmschieber 20 vollständig und die von der'Pumpe 32 zugeleitete Flüssigkeit kann durch die Öffnungen 21 im Schieber 20 zur Niederdruckseite zurückfliessen, wobei die auftretndenStrömungs- widerstände minimal sind.
Es sei bemerkt, dass die Auslassverbindung zwischen der ringförmigen Kammer 11 und der Aussparung 9 unterbrochen wird, wenn der Schieberkolben 6 aus der dargestellten neu-
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tralen Lage in Richtung des Pfeiles 17 beim Heben des Geräteträgers verschoben wird.
Wenn der Schieber kolben 6 aus seiner neutralen Lage in der entgegengesetzten Richtung verschoben wird, um denHeber abzusenken, bleibt die Leitung 13 über die Aussparung 9 entlastet. Jedoch wird ein Ausströmen von Flüssigkeit aus dem Zylinder 1 über die Leitung 13 durch das Rilckschlagventil
18 verhindert. Anderseits wirkt der konische Endteil 16 des Schieberkolbens 6 mit der Kante der ringförmigen Kammer 12 derart zusammen, dass eine Ablassöffnung oder ein verengter Auslass für die Kammer 12 gebildet wird. DerQuerschnitt diesesAuslasses vergrössert sich in Übereinstimmung mit der
Strecke, um die der Schieberkolben 6 verschoben wird.
Flüssigkeit kann aus dem Zylinder 1 über denAuswahlschieber 19 durch die Leitung 14 und durch die veränderlicheAuslassöffnung ausströmen, u. zw. mit einer Geschwindigkeit, die durch die verschiebungsstrecke des Schieberkolbens 6 bestimmt ist. Um die Ausströmgeschwindigkeit unabhängig von der Last zu halten, die auf die Kolbenstange 3 einwirkt, ist ein zweites Überströmventil 28 vorgesehen, welches eine unterteilte Schieberhülse mit ähnlichem Aufbau wie die Schieberhülse des Überströmventils 20 aufweist. Die Auslässe 29 dieser Hülse sind in der dargestellten Normalstellung des Ventils gegenüber einer ringförmigen Kammer völlig geöffnet. Die Kammer 30 ist über den Auswahlschieber 19 mit dem Zylinder 1 verbunden.
Das Überströmventil 28 wird in seine dargestellte offene Lage durch eine Feder 31 gedrückt, gegen welche der Schieber durch den Druck in der Leitung 14 beaufschlagt ist. Die gegenüberliegende Seite der Hülse des Überströmventils 28 ist mit der Niederdruckseite über eine, eine Verengung aufweisende Leitung 39 verbunden, so dass praktisch die Druckdifferenz, die auf die Schieberhülse gegen die Wirkung der Feder 31 einwirkt, gleich ist dem Druckabfall zwischen der Kammer 12 und der Niederdruckseite entlang dem konischen Teil 16 des Schieberkolbens 6.
Jede Neigung dieses Druckabfalles, über den durch die Einstellung der Feder 31 bestimmten Wert anzusteigen und jedes unerwünschte Ansteigen der Geschwindigkeit, mit welcher der Gerätearm 41 abgesenkt werden kann, wird durch ein teilweises Schliessen der Öffnungen 29 im Wege der Flüssigkeitsströmung über die Leitung 14 zur Kammer 12 vermieden.
DerUmschalt- oderAuswahlschieber 19 ermöglicht, hydraulische Kraft von der Pumpe 32 wahlweise hydraulischen Hilfshebem od.dgl. zuzuführen, die mit dem Auslass 45 verbunden sind. Wenn sich der Schieber 19 in der dargestelltenLage befindet, schaltet dieser eineLeitung 43 ein, die zum Geräteambetätigungszylinder führt, u.zw. über ein Rückschlagventil und die Leitung 13 und die ringförmige Kammer 11 des Schiebers A und die Überströmöffnung 29 und die Auslassleitung 14.
Dabei ist der Auslass 45 abgeschlossen. Durch eine Bewegung des Schiebers 19 können diese Bedingungen umgekehrt werden. Die Leitung 43 wird blockiert und es wird eine Verbindung über das Rückschlagventil 18 zwischen dem Auslass 45 und der Leitung 13 und über die Überströmauslässe 29 zwischen dem Anschluss 45 und der Auslassleitung 14 geschaffen.