AT243606B - Verfahren zur Verbesserung der Dispergierbarkeit und Benetzbarkeit von Milchpulvern - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Dispergierbarkeit und Benetzbarkeit von Milchpulvern

Info

Publication number
AT243606B
AT243606B AT891762A AT891762A AT243606B AT 243606 B AT243606 B AT 243606B AT 891762 A AT891762 A AT 891762A AT 891762 A AT891762 A AT 891762A AT 243606 B AT243606 B AT 243606B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
milk
powder
fat
coated
water
Prior art date
Application number
AT891762A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Nestle Sa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nestle Sa filed Critical Nestle Sa
Application granted granted Critical
Publication of AT243606B publication Critical patent/AT243606B/de

Links

Landscapes

  • Dairy Products (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verbesserung der Dispergierbarkeit und
Benetzbarkeit von Milchpulvern 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Verbesserung der Dispergierbarkeit und Benetzbarkeit von Milchpulvern. 



   Die Begriffe "Dispergierbarkeit", worunter gewöhnlich ein Mass für die Vollständigkeit des Zerfalls des Mischpulvers in primitive Pulverteilchen und deren Verteilung im Wasser zu verstehen ist,   sowie "Be-   netzbarkeit", was in der Regel ein Mass für die Möglichkeit bedeutet, dass die Oberflächen der Pulverteilchen sich mit Wasser benetzen, werden gewöhnlich in dem   Begriff "Mischbarkeit" zusammengefasst.   Die Mischbarkeit, beispielsweise eines Vollmilchpulvers, ist eine spontane Erscheinung, welche definiert werden kann als das Vermögen der Pulverteilchen, von selbst gruppenweise oder einzeln und in unterschiedlichem Masse mit Wasser in Kontakt zu treten.

   Bringt man beispielsweise etwas Milchpulver auf die Oberfläche einer bestimmten Menge Wasser, wobei die beiden Mengen dem Feststoffgehalt von frischer Milch entsprechend bemessen sind, so kann man drei verschiedene Fälle unterscheiden :
1) Das Pulver bleibt an der Oberfläche des Wassers ; es ist praktisch kein Untertauchen von Pulverteilchen zu beobachten. 



   2) Nur ein Teil der Teilchen taucht von selbst unter, während der andere Teil dauernd an der Oberfläche des Wassers bleibt. 



   3) Alle Milchpulverteilchen tauchen von selbst unter und sinken mehr oder weniger schnell zum Boden des   Gefässes ;   nach einer gewissen Zeit verbleibt kein Pulver mehr an der Oberfläche der Flüssigkeit. 



   Der erste Fall ist derjenige eines Milchpulvers mit"schlechter Mischbarkeit". Im zweiten Falle können mehrere Grade unterschieden werden : Tauchen nur wenige Partikel unter, so ist die Mischbarkeit noch immer schlecht, während beim Untertauchen von mehr als einem Viertel der Gesamtpulvermenge ein Pulver als "nicht sofort mischbar" bezeichnet werden kann. Im dritten Fall kann, vorausgesetzt, dass sich das Untertauchen der Gesamtpulvermenge innerhalb von 2 min vollzieht, von einer "guten sofortigen Mischbarkeit" gesprochen werden. Ist mehr Zeit nötig, so ist die Mischbarkeit als "gute nicht sofortige Mischbarkeit" zu bewerten. 



   Bei gleicher Temperatur und, wohlverstanden, mit dem gleichen Pulver sind die drei oben beschrie-   benen Erscheinungen   beliebig reproduzierbar ; anders verhält es sich dagegen, wenn der Versuch mit wärmerem Wasser durchgeführt wird. Dann tritt leicht eine Veränderung der Erscheinungen ein, indem sich das im ersten Fall beobachtete Verhalten demjenigen im zweiten Fall, das Verhalten im zweiten Fall demjenigen im dritten annähert. Es ist ja bekannt, dass eine allmähliche Erhöhung der Wassertemperatur früher oder später zum vollständigen Untertauchen aller Pulverteilchen führt, was die Endstufe des gegenseitigen Verhaltens des Milch/Wasser-Komplexes darstellt. Wird die Mischbarkeit eines Milchpulvers bestimmt, so muss deshalb genau angegeben werden, bei welcher Wassertemperatur sie ermittelt wurde. 



   Milchpulver werden im allgemeinen aus einem homogenisierten Vollmilch-Konzentrat hergestellt. 



  Die Sprühtrocknung des letzteren führt zu einem Pulver mit   2 - 3'10 Restfeuchtigkeit, in   welchem das Fett in Form von Einschlüssen mehr oder weniger gleichmässig in den fettfreien Trockensubstanzen, d. h. dem Zucker, den Salzen und den Proteinen, welche gewichts- und volumenmässig den grössten Teil des Pulvers ausmachen, verteilt ist. Alle diese Fett-Einschlüsse haben praktisch dieselbe chemische Zusammensetzung und bleiben, besonders bei normaler Lagerungstemperatur, grösstenteils fest. Extrahiert man mit 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 trockenem Äther das Fett aus einem Pulver, welches nach der Sprühtrocknung vorsichtig behandelt worden ist, damit kein Abrieb der Partikel durch Reibung aneinander entsteht, so fallen nur geringe Mengen von freiem Fett an.

   Bei mechanisch zerstossenem Pulver dagegen gelingt es, eine grössere Fettmenge zu extrahieren, da das Fett dem Äther leichter zugänglich ist. In diesem Fall ist die Mischbarkeit bei 20,30 und sogar oft bei   400   schlecht, denn der Fettfilm, der im Moment der Zubereitung einer Vollmilch mit dem Wasser in Berührung kommt, befindet sich grösstenteils in festem Zustand. Dieser wasserdichte Fett- überzug macht die einzelnen Pulverteilchen ausgesprochen wasserabstossend. Dasselbe gilt für walzengetrocknete Milchpulver, bei denen die Menge freies Fett erheblich   grösser   als bei sprühgetrockneten Milchpulvern ist. 



   Es wurde nun gefunden, dass die Mischbarkeit von Milchpulvern dadurch ganz erheblich verbessert werden kann, dass die Oberfläche der getrockneten Milchpulverteilchen mindestens teilweise mit einer Substanz   überzogen. vird,   welche mindestens teilweise aus der bei Raumtemperatur, vorzugsweise bei 16 bis   18 C,   flüssigen Fraktion von Milchfett besteht. 



   'Es ist zwar bereits ein Verfahren zur Herstellung eines Milchpulvers vorgeschlagen worden, bei welchem man aus der Ausgangsmilch das Milchfett abtrennt und in eine flüssige und eine feste Fraktion trennt, diese beiden Fettfraktionen zusammen mit je einem Teil der verbleibenden Magermilch einzeln homogenisiert, die so erhaltenen homogenisierten Mischungen einzeln in trockene Pulverform überführt und die beiden Pulver   schliesslich   mechanisch mischt. Für das Dispergieren dieses Produktes in Wasser von Raumtemperatur ist aber ein Vermischen unter Rühren notwendig, wofür man wenigstens 10 sec   benötigt ;   es ist also nicht selbst mischend und/oder selbst dispergierend. 



     Demgegenüber erfolgt   bei dem erfindungsgemässen Verfahren ein Überziehen der Oberfläche der getrockneten Milchpulverteilchen lediglich mit einer spezifischen Fraktion des Milchfettes, nämlich der bei Raumtemperatur flüssigen Fraktion, womit die getrennte Herstellung zweier verschiedener Produkte entfällt. Das erfindungsgemäss erhaltene Milchpulver zeichnet sich gegenüber dem bekannten Produkt durch eine gute sofortige Mischbarkeit gemäss der weiter oben angegebenen Definition aus. 



   Nach dem erfindungsgemässen Verfahren lässt sich die Mischbarkeit aller Milchpulver verbessern, gleichgültig welches Trocknungsverfahren (Sprühtrocknung, Walzentrocknung, Gefriertrocknung) bei deren Herstellung angewendet wurde. Selbstverständlich ist die erzielbare Verbesserung umso grösser, je weniger freies Fett das Milchpulver enthält. 



   Desgleichen lassen sich nach dem erfindungsgemässen Verfahren nicht nur Vollmilchpulver sondern auch Milchpulver aus teilweise entrahmter Milch und pulverförmige Produkte auf Milchbasis, welche einen Gehalt an Fremdfett, wie z. B. Erdnussöl, Sojaöl, Sonnenblumenöl,   Maisöl oder andern   essbaren Glyceriden vorzugsweise pflanzlichen Ursprungs, aufweisen, mit Erfolg behandeln. 



   Als Substanz zum Überziehen des Milchpulvers kann die bei Raumtemperatur flüssige Fraktion von Milchfett entweder für sich allein oder in Form einer Emulsion mit Wasser oder Magermilch oder in Mischung mit einem essbaren Glycerid pflanzlichen Ursprungs Verwendung finden ; als letztere kommen insbesondere die oben erwähnten bekannten Fremdfette sowie Lecithin in Frage. 
 EMI2.1 
 :Butteröl wird im allgemeinen aus Rahm mit zirka   35%   Fettgehalt hergestellt, welcher durch Zentrifugieren aus frischer Vollmilch abgeschieden wird. Nach der Pasteurisierung   bei 80 C   wird der Rahm ein 
 EMI2.2 
 gewinn:. Durch die Homogenisierung dieses Rahms unter hohem Druck und bei einer Temperatur von etwa   '70 C,   erhält man flüssiges Butteröl, welches auf einer Schicht Magermilch schwimmt.

   Nach Waschen mit warmem Wasser und Zentrifugieren des so erhaltenen Öls fällt normalerweise ein klares, sauberes Produkt mit geringem Restwassergehalt an. 



   Das so gewonnene Öl wird mittels einer Pumpe in einen mit Eiswasser gespeisten Wärmeaustauscher geleitet, dessen mit dem 01 in Kontakt stehenden Innenwände durch rotierenae Messer ständig gereinigt werden. Wird die Leistung dieser Pumpe richtig eingestellt, so kann am Ausgang des Wärmeaustauschers eine halbfeste Substanz von der gewünschten Temperatur von   16 C   aufgefangen werden, die aus feinen Kristallen der hochschmelzenden Fraktion besteht, welche mit der flüssigen Fraktion des ursprünglichen Öls überzogen sind. Diese Mischung wird eine zeitlang bei   16 C   gelagert, dann auf ein Filter gebracht, wo entweder durch Druck oder durch Vakuum die ScheiJung der   bei den Fettfraktionen   erfolgt.

   Um den 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 bei einer Temperatur von   16 C   schwankt je nach der Art der verwendeten frischen Vollmilch und der Jahreszeit ihrer Gewinnung. Im Durchschnitt liegt dieses Verhältnis um 4   : 1 :   im Sommer liegt es etwas unter diesem Wert, im Winter etwas darüber. 



   Das zu überziehende Milchpulver wird auf an sich bekannte Art durch einen Vibrations-Dosierapparat in einen Trichter geschüttet, der die Wand des Lufteintrittskanals eines Zyklonapparates senkrecht zur Achse dieses Kanals durchquert. In dieser Achse befindet sich ein mit Druckgas betriebener pneumatischer Zerstäuber, der das Öl oder die Emulsion in einem mengenmässig einstellbaren und konstanten Aerosolstrahl versprüht. Beim gleichzeitigen Funktionieren der verschiedenen Elemente des Apparates wird das im Trichter durch Schwerkraft sinkende Pulver in seiner Bewegung zuerst vom Gasstrom aufgehalten, dann vom letzteren in dessen Bahn ins Innere und gegen die Basis des Zyklonapparates mitgerissen.

   Beim Aufeinandertreffen der beiden rechtwinkeligen Ströme werden die das Aerosol bildenden flüssigen Fetttröpfchen von den Pulverteilchen leicht absorbiert, zumal der Gasstrom, der auch das Aerosol mitführt, eine Trennung fast aller Pulverteilchen, die darin umherwirbeln, bewirkt und dadurch das Zusammentreffen der Teilchen mit den   Mikro-Öltröpfchen   begünstigt. 



   Selbstverständlich können auch andere als die oben beschriebenen Mittel mit Erfolg verwendet werden. 



   So kann das Öl oder die Emulsion beispielsweise auch gegen das Innere eines ringförmigen fallenden Schleiers des Milchpulvers gesprüht werden. 
 EMI3.1 
 tung durch geeignete Mittel mit der öligen Substanz in Berührung bringen. Dieser Begriff will also nicht unbedingt besagen, dass jedes einzelne Teilchen mit der erwähnten Substanz vollständig bedeckt wird, sondern in einem weiteren Sinne auch, dass die mikroskopisch kleinen Fetttröpfchen mit den Pulverteilchen in Berührung gebracht und von diesen auf einem mehr oder weniger grossen Teil ihrer Oberfläche, einschliesslich der Berührungsfläche zwischen zusammengeballten Einzelteilchen, absorbiert werden.

   Das Absorptionsvermögen der Pulverteilchen ist für Öl relativ gross ; aus Vollmilchpulver, dessen Teilchen in einem Gewichtsverhältnis von Wo bezogen auf die   Gesamtpulvermenge "überzogen" worden   sind, lässt sich eine Vollmilch ohne jede Fettabscheidung, beispielsweise in Form von Fettaugen an der Oberfläche der rekonstituierten Flüssigkeit, herstellen. 



   Für die Herstellung eines Vollmilchpulvers mit nach dem erfindungsgemässen Verfahren verbesserter Mischbarkeit aus frischer Vollmilch wird zweckmässig so vorgenangen, dass aus mindestens einem Teil der Ausgangsvollmilch das Fett abgeschieden, durch Kristallisation bei 16-18 C in zwei Fraktionen zerlegt und die bei dieser Temperatur flüssige Fraktion abgetrennt wird, dass die bei dieser Temperatur feste Fraktion wieder der Ausgangsmilch zugegeben wird, welche darauf pasteurisiert, gegebenenfalls homogenisiert, eingedickt und in ein trockenes Pulver überführt wird, und dass die erhaltenen Milchpulverteilchen durch Versprühen der erw ähnten flüssigen Milchfettfraktion mit derselben mindestens teilweise überzogen werden. 



   Ein derart hergestelltes Vollmilchpulver besitzt, im Sinne der eingangs erwähnten Definition, im allgemeinen eine "gute sofortige Mischbarkeit" in Wasser von    20-40 C.   



   Jedes einzelne Teilchen eines derartigen Pulvers ist so aufgebaut, dass die fettfreien Trockensubstanzen der Milch gleichmässig im Innern der Teilchen angeordnet sind, während das Milchfett in oder auf diesen Teilchen ungleichmässig verteilt ist ; die bei   16 C   feste Fraktion des Milchfetts befindet sich im Innern der Teilchen, die bei der gleichen Temperatur flüssige Fraktion dagegen grösstenteils an der Oberfläche. Selbstverständlich ist dabei die Gesamtzusammensetzung des Pulvers dieselbe wie diejenige der als Ausgangsstoff verwendeten Vollmilch. 



     Beispiel l :   Verbesserung eines herkömmlichen Milchpulvers. 



   Der Rohstoff ist ein Milchpulver mit einem Fettgehalt von   25go,   hergestellt aus Vollmilch, das in herkömmlicher Weise mittels folgender Operationen erhalten worden ist : Pasteurisierung (HTST), also bei   hoherTemperatur undwährcnd   sehr kurzer Zeit ; Eindickung bis auf einen Trockensubstanzgehalt von   260/0 ;   Homogenisierung, bis die Fettkörperchen auf einen mittleren Durchmesser von 1 bis   2 jn   zerkleinert sind ; und Trocknung durch Zerstäuben bei einer Temperatur, die zu einem Pulver mit einem   Feuchtigkeitsge-   halt zwischen 2 und 2, 5% führt. 



   Das obige Produkt besitzt eine brfriedigende Löslichkeit, aber   keine"gute sofortige Mischbarkeit"   (nach obiger Definition) in Wasser von   40 C.   Diese letztere Eigenschaft kam dem obigen Pulver dadurch 
 EMI3.2 
 überzieht, die gewichtsmässig   2%   des anfallenden Endproduktes ausmacht und beispielsweise folgende Zusammensetzung aufweisen kann : 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
9 Teile der bei 160C flüssigen Fraktion von   Milchfett ;  
1 Teil Soja-Lecithin. 



   Das   derart "überzogene" Milchpulver   besitzt, trotz   seiner"ölig"aussehenden Oberfläche   und seinem hohen spezifischen Gewicht, eine "gute sofortige Mischbarkeit" in Wasser von   400C. im   Laufe einer normalen Lagerungsdauer ist keinerlei   Jrganoleptische   Veränderung festzustellen. 



   Beispiel 2 : Herstellung eines Vollmilchpulvers ausgehend von Frischmilch. 



   Man geht von einer Vollmilch aus, die so standardisiert worden ist, dass der Endfettgehalt im getrockneten Pulver 28% des Pulvergewichtes (einschliesslich 3% Restfeuchtigkeit) beträgt. Von der gesamten zu verarbeitenden Vollmilchmenge   (1000/0)   entnimmt man ein Quantum von 35, 6%, das zwecks Gewinnung eines Rahms von 35% Fettgehalt beispielsweise im Verhältnis 1 : 10 zentrifugiert wird. Die bei dieser Operation anfallende Magermilch wird sofort wieder zur Restmenge (64,   4-ja)   der Ausgangs-Frischmilch gegeben. 
 EMI4.1 
    igue80%   Fettgehalt zu bekommen. Wie zuvor wird die anfallende Magermilch zur Restmenge der AusgangsFrischmilch gegeben.

   Aus diesem mindestens   80% eigen   Rahm wird durch Homogenisierung Butteröl gewonnen und die untere Schicht aus Magermilch wird ebenfalls zur Restmenge der Ausgangs-Frischmilch gegeben. 



   Die so erhaltene Butterölmasse, die 10% des Gewichtes der Pulverendmenge ausmacht, wird in zwei Fraktionen geteilt, wovon die eine, bei   160C   kristallin, etwa   Sla   des Gesamtgewichtes der Pulverendmenge ausmacht, während die andere, die aus dem bei der vorgenannten Temperatur flüssigen Fett besteht, etwa 20/o dieses Gewichtes ausmacht. Diese letztere Fraktion bildet den Rohstoff für das am Ende des Verfahrens stattfindende Überziehen der Pulverteilchen. 



   Die bei etwa   40C   aufbewahrte Restmenge der Ausgangs-Frischmilch und die oben genannte kristalline Fraktion des Fetts, die geschmolzen und danach auf   500C   gehalten worden ist, werden gemischt und kontinuierlich bei einer Temperatur von   900C     während     2-5   sec pasteurisiert. Darauf wird die Milch im Vakuum und bei niedriger Temperatur (z. B.   45 C)   eingedickt, bis ein Produkt mit einem Gehalt an Trockensubstanz von etwa 40   Gel.-%   entsteht. Nach Erhitzen auf etwa   600C   wird das Produkt doppelt homogenisiert.

   Das Produkt wird anschliessend im Inneren eines   Trocknungsäpparates   kontinuierlich zerstäubt, wobei die Wärmezufuhr so eingestellt wird, dass die Durchschnittstemperatur der Luft im Inneren des Apparates   700C   nicht überschreitet und der Restwassergehalt des Pulvers nicht grösser als 5,   5 - 60/0   ist. 



  Schliesslich wird das pulverförmige Produkt sorgfältig in den oben beschriebenen Zyklonapparat verbracht, wo die Pulverteilchen mit der bei   16 C   flüssigen Fraktion des Milchfetts, die   21a   des Gewichtes des Endproduktes ausmacht, überzogen werden. 



   Um dem Produkt einen Restwassergehalt von 3% oder weniger zu verleihen, wird   das "überzogene"   Pulver auf einem Schüttelsieb durch einen Heissluftstrom von vorzugsweise etwa   100 C   getrocknet. 



   Nach einer Ausführungsvariante des Verfahrens kann die letzte Trocknung vor dem Überziehen stattfinden. 



   Das getrocknete Pulver mit einem Wassergehalt von 3% oder weniger wird schliesslich auf einem   zweiten Schüttelsieb   durch einen   trockenen Kaltluftstrom   abgekühlt und anschliessend in geeigneter Weise verpackt. 



   Das so hergestellte Vollmilchpulver besitzt eine "gute sofortige Mischbarkeit" nach obiger Definition in Wasser von   250ei   es bewahrt diese Eigenschaft auch nach längerer Lagerung, in deren Verlauf auch keine nennenswerte organoleptische Veränderung festgestellt werden kann. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Verbesserung der Dispergierbarkeit und Benetzbarkeit von Milchpulvern, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oberfläche der getrockneten Milchpulverteilchen mindestens teilweise mit einer Substanz überzieht, welche mindestens zum Teil aus der bei Raumtemperatur, vorzugsweise bei   16-18oC,   flüssigen Fraktion von Milchfett besteht.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Pulverteilchen mit einer Substanz überzogen werden, die aus einer Mischung der erwähnten Milchfettfraktion mit einem Glycerid pflanzlichen Ursprungs besteht.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, dass die Pulverteilchen mit einer Substanz überzogen werden, die aus einer Mischung der erwähnten Milchfettfraktion mit Lecithin besteht. <Desc/Clms Page number 5>
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Pulverteilchen mit einer Substanz überzogen werden, die aus einer Emulsion der erwähnten Milchfettfraktion in Wasser besteht.
    5. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Pulverteilchen mit einer Substanz überzogen werden, die aus einer Emulsion der erwähnten Milchfettfraktion in Magermilch besteht. EMI5.1 die erhaltenen Milchpulverteilchen durch Versprühen der erwähnten flüssigen Milchfettfraktion mit derselben mindestens teilweise überzogen werden.
AT891762A 1961-11-15 1962-11-13 Verfahren zur Verbesserung der Dispergierbarkeit und Benetzbarkeit von Milchpulvern AT243606B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH243606X 1961-11-15

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT243606B true AT243606B (de) 1965-11-25

Family

ID=4463692

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT891762A AT243606B (de) 1961-11-15 1962-11-13 Verfahren zur Verbesserung der Dispergierbarkeit und Benetzbarkeit von Milchpulvern

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT243606B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2904632C2 (de)
DE3506937C2 (de) Dehydratisierte Hülsenfruchtprodukte und Verfahren für ihre Herstellung
DE1004029B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Trockenmilchproduktes
DE2147153C3 (de) Verfahren zur Verbesserung der Kaltwasserbenetzbarkeit eines Vollmilchpulvers als Ausprodukt
DE1692272A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Extrakten aus pflanzlichen Substanzen
DE2042572B2 (de) Verfahren zur herstellung eines getraenkepulvers
DE69413254T2 (de) Eingekapseltes aromastoff bereidung fuer gefrorene oder gekuehlte desserts mit hoher schlagfestigkeit und stabilitaet; und dadurch erhaltene produkte
DE2700791A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen von feinem, von geruch befreitem sojabohnenpulver
DE2209477A1 (de) Verfahren zur herstellung von festem, freifliessendem cholinchlorid
DE1134268B (de) Verfahren zur Herstellung von Milchpulverprodukten
DE1492784A1 (de) Verfahren zur Herstellung von fetthaltiger Milch in &gt;&gt;Instant&lt;&lt;-Form
DE1492759B1 (de) Verfahren zur Verbesserung der Dispergierbarkeit und Benetzbarkeit von Milchpulver
DE1567310C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines leicht in Wasser löslichen, hauptsächlich aus Laktose bestehenden trockenen, rieselfähigen Produktes
DE1286389B (de) Verfahren zur Herstellung von fetthaltigen Trockenmilch- und Trockensahneerzeugnissen
AT243606B (de) Verfahren zur Verbesserung der Dispergierbarkeit und Benetzbarkeit von Milchpulvern
DE2144925A1 (de) Verfahren zum Trocknen von fließfähigen Dispersionen und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE60011780T2 (de) Verfahren zur herstellung von schokolade
DE1492759C (de) Verfahren zur Verbesserung der Dispergierbarkeit und Benetzbarkeit von Milchpulver
DE2027679C3 (de) Verwendung von Konzentraten milcheigener Membransubstanzen
DE854149C (de) Verfahren zur Herstellung von Vorprodukten fuer die Anreicherung von Nahrungs- und Futtermitteln í¬ ausgenommen Spezialbaeckermehle í¬ mit Aufbau- und Wirkstoffen
DE2262184C2 (de) Verfahren zur Herstellung eines schaumförmigen Nahrungsmittels auf der Basis von geschmolzenem Käse
DE1299994C2 (de) Verfahren zur herstellung einer pulverfoermigen geschmackstoffmischung
AT290273B (de) Verfahren zur Herstellung eines Konzentrates von Fett oder dem Fett analogen Stoffen
DE845008C (de) Verfahren zur Herstellung eines leichtloeslichen pulverfoermigen bzw. geformten Gemisches von Kakao, Zucker und Milch bzw. Milchbestandteilen
EP3586638A1 (de) Milchpulver mit lactose