AT242644B - Bohrgerät mit auswechselbarem Bohrkopf - Google Patents

Bohrgerät mit auswechselbarem Bohrkopf

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AT242644B
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AT151260A
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Archer William Kammerer
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Archer William Kammerer
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Description


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  Bohrgerät mit auswechselbarem Bohrkopf 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Bohrgerät mit einem auswechselbaren Bohrkopf, der mit durch axiale Verschiebung eines   Führungsdornes   im Bohrkopf spreizbaren Schneidwerkzeugen versehen und in einem Rohrstrang absenkbar sowie mit dem unteren Rohrstrangteil für eine drehfeste Verbindung mit demselben kuppelbar ist und Kanäle für den Durchfluss von   Bohr- oder   einer andern Flüssigkeit aufweist. 



   Öl-, Gas-, Wasser-, Schwefel- und ähnliche Sonden werden, wie bekanntauf die Weise gebohrt, dass ein Bohrkopf an dem unteren Ende eines Bohrgestängestranges befestigt und dieser in das Bohrloch bis zu dessen Boden eingeführt wird. Das Gestänge wird danach in Drehung versetzt, um das Bohrloch weiter vorzutreiben. Wenn der Bohrkopf stumpf wird, so zieht man das Bohrgestänge aus dem Bohrloch und befestigt einen andern Bohrkopf daran. worauf der Gestängestrang wieder in das Bohrloch hinuntergelassen wird. Nachdem die gewünschte Tiefe des Loches hergestellt ist, wird das Bohrgestänge entfernt und ein Futterrohrstrang od. dgl. in das Loch hinuntergelassen, der nach Fertigstellung der Bohrung gegebenenfalls einzementiert wird. 



   Die Notwendigkeit der häufigen Leerläufe beim Auswechseln der Bohrköpfe macht   denBohrvorgangje-   doch zeitraubend und kostspielig. Es können weiters erhebliche Beschädigungen an der Bohrsonde selbst   auftreten infolge von Drücken,   Stössen od. dgl., die beim Heben und Senken des Stranges im Bohrschlamm nicht vermeidbar sind. Es besteht auch die Gefahr, die Ausfütterung in das gebohrte Loch überhaupt nicht bis zur erforderlichen Tiefe einführen zu können, oder dabei die Form des Bohrloches zu zerstören. 



   Die Erfindung zielt nun darauf ab, ein Bohrgerät zu schaffen, bei welchem ein wiederholter Ein- und Ausbau des Rohrstranges beim Wechsel des Bohrkopfes vermieden wird, und welches zum Hinunterlassen   und Heraufziehen des Bohrkopfes durch einen die endgültige Ausfitterung   für die Bohrsonde bildenden Rohrstrang eingerichtet ist, wobei der Bohrkopf leicht und einfach mit dem unteren Teil der Verrohrung zu verbinden ist, welche nach Herstellung der Verbindung zum weiteren Vortreiben des Bohrloches gedreht wird. Der Bohrkopf soll weiters von der Verrohrung lösbar und, wenn er stumpf geworden ist oder aus andern   Gründen.   durch das Innere derselben zurückziehbar sein. 



   Ein weiteres Ziel der Erfindung besteht darin, einen auswechselbaren Bohrkopf zu schaffen, der zum Absenken durch einen Rohrstrang bis in den unteren Rohrstrangteil für eine drehfeste Verbindung mit diesem ausgebildet ist und nach aussen über den Aussendurchmesser der Verrohrung spreizbare Schneidwerkzeuge aufweist, welche in ihrer Spreizstellung sicher gehalten werden können, wenn der Bohrkopf vom Boden des Bohrloches nach oben bewegt wird. 



   Die Erfindung besteht nun darin, dass bei einem Bohrgerät der eingangs beschriebenen Art der untere Teil des vorzugsweise als Futterrohr dienenden Rohrstranges einen oder mehrere Kupplungsschlitze sowie einen Anschlag aufweist und dass die drehfeste Verbindung des Bohrkopfes mit dem Strang durch Aufnahme der durch den   Führungsdorn   betätigbaren Schneidwerkzeuge in der Spreizstellung in den Kupplungsschlitzen herstellbar ist, wobei am Bohrkopf ein auf diesem vorzugsweise drehbar gelagerter Anschlag vorgesehen ist, der mit dem Anschlag des Rohrteiles zur Festlegung der   Bohrkopfstellung   zu dem unteren Rohrstrangteil zusammenwirkt. 



   Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung zweier in den Zeichnungen dargestellter Ausführungsbeispiele hervor. In den Zeichnungen zeigen Fig. 1 im Längsschnitt einen Bohrkopf innerhalb und an dem unteren Teil eines Futterrohrstranges, wobei sich der Bohrkopf in   seiner anfänglichen zurückgezogenen   Stellung befindet, Fig. 2 den mit dem Rohrstrang verbundenen Bohrkopf mit den gespreizten Schneidwerkzeugen, Fig. 3 einen Längsschnitt durch den oberen Teil des Bohr- 

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   kopfes einer abgeänderten Ausführungsform.   mit einem Verriegelungsmechanismus und Fig. 4 einen Querschnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1. 



   In den Fig. 1 und 2 ist der untere Teil eines als Futterrohr dienenden Rohrstranges oder einer ähnlichen Verrohrung A, welche sich bis zum oberen Ende des Bohrloches B erstreckt, mit 10 bezeichnet. 



  Der Bohrkopf C wird durch den Futterrohrstrang A, welcher bereits in den vorher gebohrten Teil des Bohrloches B eingeschoben wird, hinuntergelassen und mit dem unteren Rohrstrangteil 10 drehfest verbunden, wonach das Bohren des Bohrloches in der Weise erfolgt, dass der Futterrohrstrang gedreht und entsprechend dem Fortschreiten des Bohrvorganges nach unten bewegt wird, um dieSchneidwerkzeuge 11 des Bohrkopfes gegen die Bodenformation zu bewegen,   Während der Bohrarbeit wird Spülung od. dgl.   durch das Innere des Rohrstranges A hinuntergepumpt und tritt aus dem Bohrkopf C aus und um diesen herum, um das Bohrklein rund um den Futterrohrstrang nach oben zum oberen Ende des Bohrloches zu befördern.

   Wenn die Schneid Werkzeuge des Bohrkopfes C stumpf werden, wird der Bohrkopf vom Rohrstrang A gelöst und durch das Innere des Stranges an das obere Ende des Bohrloches gezogen, worauf ein mit neuen Schneidwerkzeugen 11 versehener vorzugsweise gleichartiger Bohrkopf durch den Rohrstrang hinuntergelassen und mit dessem unteren Teil 10 gekuppelt wird. Wenn die neuen Schneidwerkzeuge ebenfalls   stumpf sind, wiederholt sich der beschriebene Vorgang, u. zw. sooft, als es notwendig ist, das Bohr-   loch B mit der gewünschten Tiefe herzustellen. Der Futterrohrstrang braucht während des gesamten Bohrvorganges aus dem Bohrloch nicht hochgezogen werden. Entsprechend dem Fortschreiten des   Bohr-   vorganges ist es nur notwendig, zusätzliche Rohrabschnitte am oberen Ende des Rohrstranges anzusetzen. 



  Nachdem das Loch auf eine gewünschte Tiefe gebohrt wurde, kann der Futterrohrstrang im Bohrloch verbleiben und gegebenenfalls einzementiert werden, im wesentlichen in der gleichen Weise, wie dies bei Ausfütterungen von Bohrlöchern erfolgt. 



   Der in der Zeichnung dargestellte Bohrkopf C besteht aus einem länglichen Körper 12, welcher an seinem unteren Ende eine Gewindemuffe 13 aufweist, an der ein Führungskopf 14 mittels eines an seinem oberen Schaftende 15   befindlichen Gewindes befestigt ist. Oberhalb der Gewindemuffe weist   der Körper 12 wenigstens einen durchgehenden Schlitz 16 auf, in welchem eine Anzahl Schneidwerkzeuge angeordnet sind. Wie ersichtlich, sind in dem Schlitz 16 um Zapfen 18 verschwenkbare Arme 17 angeordnet, welche die Schneidwerkzeuge tragen, wobei sich die Zapfen 18 quer zum   SchlitzerstreckenundamKörper   12 befestigt sind.

   Jeder Tragarm 17   trägteinSchneidwerkzeug   11,   welches in der Spreizstellung den Durchmesser des Führungsloches   D,   welches vom Führungskopf   14   gebohrtwurde, vergrössert, u. zw. erhältdas Bohrloch   B einen grösseren Durchmesser als der Aussendurchmesser des Futterrohrstranges A. 



   Die Schneidwerkzeuge 11 nehmen,   wie aus Fig. 1 ersichtlich, eine Lage ein, in welcher sie sich     im wesentlichen zur Gänze im Körper   12 befinden. Zur drehfesten Verbindung mit dem Rohrstrang A   werden sie, durch das Absenken eines Führungsdornes   19 innerhalb des Körpers 12, gespreizt. Der Führungsdorn 19 weist einen oberen kolbenförmigen Teil 20 auf, welcher in einem Zylinder 21 des Körpers 12 gleitet. Um ein Hindurchtreten von Flüssigkeit zwischen dem Kolben und dem Zylinder zu verhindern, kann zwischen diesen beiden Teilen ein Dichtungsring vorgesehen sein. Mit dem Kolben 20 des Führungsdornes ist ein von diesem sich nach unten erstreckender Rohrteil 24 verbunden, dessen unterer Abschnitt in einer Führung 25 gleitet, welche am Körper 12 befestigt ist und sich quer zu dem Schlitz 16 erstreckt.

   Der obere Abschnitt 26 des Rohrteiles 24 ist in dem Kolben 20 gefuhrt, und liegt an einer Stirnfläche 27 des Führungsdornes an. Eine Bewegung des Rohrteiles 24 gegenüber den Kolben 20 wird durch eine Anzahl Kugeln 28 verhindert, welche zwischen einer inneren Nut des Kolbens und einer nach unten gerichteten Schulter des Rohrteiles 24 angeordnet sind. Um ein Hindurchtreten von Flüssigkeit zwischen dem Kolben und dem Rohrteil zu vermeiden, kann zwischen diesen beiden Teilen ebenfalls ein Dichtungsring vorgesehen sein. 



   Wenn sich der Kolben 20 und der Rohrteil 24 nach unten bewegen, wirkt ein am Rohrteil befestigtes Druckglied 34-mit schräg nach unten verlaufenden. an den Tragarmen 17 vorgesehenen Gleitflächen 35 zusammen, wodurch die Tragarme mit den Schneidwerkzeugen 11 um die Zapfen 18 verschwenkt und die Schneidwerkzeuge nach aussen bewegt werden. Wenn die Schneidwerkzeuge 11 gänzlich gespreizt sind, kommen am Druckglied 34 vorgesehene Halteflächen 36 an den Tragarmen 17 unterhalb der Gleitflächen 35 vorgesehene Gegenflächen   37,   zur Anlage. Die Halteflächen und Gegenflächen verhindern eine unbeabsichtigte Einziehbewegung der Tragarme 17 und der Schneidwerkzeuge 11. Der Kolben 20 und der Rohrteil 24 des Führungsdornes sind höchstens so weit nach unten bewegbar, bis das untere Ende des Druckgliedes 34 an der Führung   25. anliegt.   



   Wie aus der Zeichnung ersichtlich, wird der Führungsdorn 19 durch eine Feder 100 nach unten 

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 bewegt, um die Tragarme 17 mit den Schneidwerkzeugen 11 zu spreizen. Die Feder 100 ist eine umdenRohrteil 24 angeordnete Zugfeder, welche mit ihrem oberen Ende am Kolben 20 in der Weise befestigt ist, dass die obersten Windungen 101 in Nuten 102 des Kolbens 20 eingesetzt sind. 



  Der untere Teil der Feder 100 ist am Körper 12 befestigt, indem die untersten Windungen 103 in am Körper 12 vorgesehene Nuten 104 eingesetztsind. DieFeder 100 trachtetdenFührungsdorn 19 nach unten zu bewegen, um durch das Druckglied die Tragarme 17 und Schneidwerkzeuge 11 zu spreizen.   EineSpreizbewegungwährend   der Absenkung des Bohrkopfes C durch den Futterrohrstrang A kann nicht erfolgen, da die Aussenflächen 105 der Tragarme 17 an der Innenwandung des Futterrohrstranges bzw. der   Ausfüttorung   A entlang gleiten. 



   DieSchneidwerkzeuge 11 können auch durch an dem Körper 12 über dem Kolben 20 aufge- 
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 zu verbinden. Der Flüssigkeitsdruck wird durch Hinunterpumpen von Spülflüssigkeit in den Stranghalb des Kolbens 20   angeordnete Einlassöffnungen   106 in einen mittleren, sich durch den Rohrteil 24 erstreckenden Kanal 107 strömt.   Die unter Druck stehende Flüssigkeit fliesst durch eine am unteren.   



  Ende des Rohrteiles 24 vorgesehene Düse 108 und tritt durch den Schlitz. 16 aus. Durch die von Einlassöffnungen 106 oder einer Düse 108 hervorgerufene Drosselwirkung, entsteht im Körper 12. über dem Kolben 20 ein Staudruck, welcher den letzteren nach unten zu bewegt und dabei den Führungsdorn 19 und den Rohrteil 24 ebenfalls nach unten verschiebt, um die Tragarme 17 mit den Schneidwerkzeugen 11 zu spreizen. 



   Der Bohrkopf C wird soweit in dem unteren Rohrstrangteil 10 abgesenkt, bis er mit einem im oberen Bereich des Körpers 12 vorgesehenen und über eine Anzahl Kugeln 90 drehbar gelagerten Anschlagring 77 auf einer am unteren Rohrstrangteil 10 vorgesehenen Anschlagschulter 78 zur Anlage kommt. In dieser Stellung befindet sich der Führungskopf 14 im wesentlichen unterhalb des unteren Endes 80 desRohrstrangteiles 10,   während der untere Abschnitt   17a jedes Tragarmes 17 innerhalb eines mit Kupplungsschlitzen 81 versehenen Abschnittes 79 des Rohrstrangteiles 10 zu   liegen kommt und sich jedes Schneidwerkzeug   11 unterhalb des unteren Endes 80 befindet. Beim Sprei-   zen des Tragarmes   17 kommen diese in den Schlitzen 81 zur Anlage.

   Wie aus Fig. 4 ersichtlich, ist   jeder Schlitz genügend breit, um einen Tragarm   17   aufzunehmen und weist eine Treibssäche   82 auf, die an einer Seitenfläche 87 des Armes 17, wenn sich dieser in der Spreizstellung befindet, zum Angriff gelangt. Jeder Schlitz ist weiters mit Anschlagflächen 83 versehen, welche mit ihnen entsprechende Flächen 84 der Tragarme 17 in der Spreizstellung der Werkzeuge zusammenwirken. Jeder Tragarm 17 weist Anschlagflächen   85,   auf, die an die Innenwandung 86 dos unteren Rohrstrangteiles 10 zur Anlage kommen, so dass der Innenmantel 86 als Anschlag für die Begrenzung der Spreizbewegung der die Schlitze 81 durchdringenden Tragarme 17 dient. 



   Abs der Fig. 4 ist weiters ersichtlich, dass die an einer entsprechenden Seitenfläche 87 des Tragarmes 17 zur Anlage kommende Treibfläche 82 vorzugsweise eben ausgebildet ist, um eine wesent-   liche Oberflächenberührung zu bewirken. Jeder Schlitz   81   weist ferner Leitflächen 88   auf, die gekrümmt sind und von der Innenwandung 86 in Richtung der Treibflächen 82 unter Bildung abgerundeter Ecken 98 verlaufen. Die Leitflächen 88 wirken beim Spreizen der Tragarme 17 mit den Aussenflächen 105 oderEcken 89 der Tragarme zusammen. Beim Spreizvorgang der Tragarme werden diese entlang der gekrümmten Leitflächen 88 gleiten, bis sie sich   vollständig   in den Schlitzen befinden.

   Um ein solches Verdrehen des Entlanggleiten der Arme zu erleichtern, ist eben zwischen dem Anschlagring 77 und dem Körper 12 die Lagerung 90 nach Art eines   Wälzlagers   vorgesehen. 



   Der Arbeitsvorgang mit dem in den   Fig. l,   2 und 4 dargestellten Bohrgerät erfolgt in der Weise, dass die Tragarme 17 mit den Schneidwerkzeugen 11 unter Spannung der Feder 100 in ihre eingezo-   genestellung gebracht und in den Futterrohrstrang   A eingeführt werden, worauf der Bohrkopf C durch denStrang A hinuntergepumptwird, bis der Anschlagring 77 an der Anschlagschulter 78 zum Anliegen kommt, Während der Absenkung des Bohrkopfes in dem Strang A. gleiten die Tragarme 17 entlang der Innenwandung. Nach Anlage des Anschlagringes an der Anschlagschulter wird die Feder 100 trachten, den Führungsdorn 19 nach unten zu bewegen, um die Schneidwerkzeuge 11 zu spreizen. 



  Solltendurch die Zugfeder 100 Schwierigkeiten auftreten, so wird durch das Hinunterpumpen der Spülflüssigkeit durch den Futterrohrstrang A ein Druck erzeugt, der auf den Kolben 20 wirkt und somit die Abwärtsbewegung des Führungsdornes 19 unterstützt. Der Rohrstrang A kann auch dabei gedreht werden, so dass die Tragarme 17 mit den Schlitzen 81 zum Fluchten kommen, wonach die Tragarme 17 durch das Druckglied 34 gespreizt werden, bis die volle Spreizstellung und damit die dreh- 

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 feste Verbindung mit dem Futterrohrstrang A erreicht ist. 



   Der Futterrohrstrang A wird nun voll in Drehung versetzt und das Bohrgewicht sowie das BohrmomentvondemunterenRohrstrangteil 10 des Stranges A auf die Tragarme 17 unddie Schneidwerkzeuge 11   unmittelbar übertragen, welche sich danach entlang der Bodenformationsschulter   E bewegen, während der Führungskopf   14,   das Führungsloch D bohrt. Die Flüssigkeit wird durch den Rohrstrang A nach unten gepumpt und tritt in das obere Ende des Körpers 12 ein. 



   Ein Teil der Flüssigkeit wird durch Einlassöffungen 106 in den Kanal 107 des Rohrteiles   24   fliessen und durch eine am unteren Ende des Rohrteiles 24 vorgesehene Düse 108 austreten. Die Flüssigkeit kann mit einer beträchtlichen Geschwindigkeit austreten, so dass auch ein wesentlicher Teil derselben durch eine mit dem Körper 12 verbundene und am unteren Ende des Schlitzes 16 vorgesehene, ringförmige Führung 112 fliesst, von welcher sie über einem im unteren Teil des Körpers 12 vorgesehenen Kanal 113, einem im Führungskopf vorgesehenen Kanal 114 durch Führungskopfdüsen 115 ausströmt, um das Bohrklein von der Bohrzone des Führungskopfes 14 zu entfernen und es nach oben um den Bohrkopf C und den Futterrohrstrang A herum bis zu dem oberen Ende des Bohrloches zu schwemmen.

   Ein Teil der aus der Düse 108 austretenden Flüssigkeit wird im Bereich der gespreizten Schneidwerkzeuge 11 und der Querschulter E strömen und dabei das dort anfallende Bohrklein nach oben, rund um den unteren Rohrstrangteil 10 und den Futterrohrstrang A bis zu dem oberen Ende der Bohrsonde B tragen ;

  ,
Eine erhebliche Menge der Spülflüssigkeit wird auch rund um den Körper 12 strömen, da ein Teil   der Flüssigkeit durchSeitenöffnungen   116   des Körpers   12 austritt und durch einen ringförmigen Spalt 117 zwischen dem Körper 12 und der Innenwandung 86   nach unten fliesst und von dem unterenEn-     de derAusfütterung   A ausströmt.

     Diese Flüssigkeit wird auch in erheblichem Masse unmittelbar auf die   gespreizten Schneidwerkzeuge 11 und die Querschulter E wirken, so dass der vereinigte Strom der Flüssigkeit das Bohrklein aus der Zone der gespreizten Schneidwerkzeuge entfernt, welches nach oben rund um den Futterrohrstrang A zu dem oberen Ende des Bohrloches B geschwemmt wird, Der ringförmigeSpalt 117   zwischendemBohrkopfkörper   12 undderinnenwandung 86 kann ziemlich breit sein, damit einer verhältnismässig grossen Menge Flüssigkeit der Durchtritt ermöglicht wird und dadurch die Schneidwerkzeuge 11 sowie die Bohrzone bzw. Querschulter E vom Bohrklein reingehalten werden und auch eine ausreichende Kühlung und Schmierung der Teile gewährleistet ist. 



   Falls das Bohrgerät vom Boden des Bohrloches bzw. der Schulter E abgehoben wird, so hält die Zugfeder 100 den Führungsdorn 19 in seiner unteren Lage innerhalb des Bohrkopfkörpers 12, wobei die Tragarme 17 mit ihren Schneidwerkzeugen 11 in ihrer Spreiz-Stellung verbleiben. Wenn der Bohrkopf C von dem Futterrohrstrang A entfernt werden soll, wird ein geeigneter Gestängekeil-   fänger an einem Seil hinuntergelassen (beides   nicht dargestellt), welcher mit einem am Führungsdorn vorgesehenen Rückziehkopf 120 gekuppelt wird. Auf den Führungsdorn 19 wird nun ein Aufwärtszug ausgeübt, der die Kraft der Feder 100   überwindet und denselben innerhalb des Körpers   12 anhebt.

   Der Körper 12   kann infolge der Anlage der Flächen   84 der Tragarme 17   an den Anschlagflächen   83 
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    oberen Ende jedes Schlitzes 81 ;. nicht nach oben bewegt werden. Wenn das Druckglieddie unteren Tragarmabschnitte 17 a mit den Schneidwerkzeugen   11 nach innen zu schwenken. Die Aussenflächen 105 der Tragarme 17   gleitenwährend der Aufwärtsbewegung des an dem Seil hängen-   den Bohrkopfes an den Futterrohrstrang, bis das obere Ende des Bohrloches erreicht ist. 



   Die in Fig. 3 dargestellte abgeänderte Ausführungsform zeigt ein Bohrgerät, bei welchem der Führungsdorn 19 durch eine mittels eines im Dorn 19 axial verschiebbar angeordneten Rückziehbolzens 57 auslösbare Sperrklinke 54 gegen ein Verschieben entgegen der Vorschubrichtung gehalten ist, wobei die Schneidwerkzeuge 11 in ihrer Spreizstellurg lösbar verriegelt werden. Die Sperrklinke isthiebei im Führungsdorn 19 schwenkbar gelagert und wird mittels einer Feder 60 gegen einen gegen ein Verschieben entgegen der Vorschubrichtung im Bohrkopf C gesicherten Druckring 47 gedrückt. Um dies zu erreichen, ist am Führungsdorn 19 ein Träger 43 vorgesehen, der einen sich nach oben erstreckenden Ansatz bildet und dessen unteres Ende 44 mit dem oberen Kopfteil 45 des   Führungsdornes verbunden ist, z.

   B. durch Schweissstellen   46.   Der Träger   43 erstreckt sich nach oben durch den Druckring 47, welcher am oberen Ende des Körpers 12 angeordnet ist und nach innen gerichtet, am Umfang voneinander verteilte Rippen 48 aufweist, die an der Aussenfläche des Trägers anliegen. 



   Im Träger 43 ist ein länglicher Schlitz 53 vorgesehen, in welchem die um einen Lagerbolzen 

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 55 schwenkbare Klinke 54 bewegbar ist. Der Lagerbolzen 55 ist quer zum Schlitz des Trägers angeordnet, mit diesem verbunden und führt durch ein in der Klinke vorgesehenes Loch 65. Die Klinke 54 ragt auch in einen Schlitz 56 des in einer Bohrung 58 des Trägers 43 längsverschiebbaren Rückziehbolzens 57. Die Abwärtsbewegung des Bolzens 5*7 innerhalb des Trägers wird durch einen an ihm vorgesehenen Flansch 59 begrenzt.

   Ein Ende der für die Verschwenkung der Klinke 54 vorgesehenen Feder 60   stützt sich auf die Innenwand des Trägers   43 und das andere Ende liegt auf einem nach oben vorspringenden Lappen oder Federsitz 61 der Klinke an, um diese mit ihrem Finger 62 aus   dem Trägerschlitz heraus und unter eine der Rippen 48 des Druckringes 4*7 zu drucken. Der Schlitz    53 und die in diesem befindliche Klinke 54 sind auf eine der Rippen 48 ausgerichtet, wobei die 
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 der Klinkenrichtung beispielsweise mit Hilfe von am Träger 43 befestigten und an dender Lagerbolzen 55 von der auf ihn wirkenden Kraft entlastet, da das Loch 65   länglich ausgebildet   ist,   umeinekleineLängsverschiebungder Klinke innerhalb des Trägerschlitzes   53 und quer zum Lagerstift zu ermöglichen.

   Wenn das obere Ende des Klinkenfingers 62. das untere Ebde der Rippe 48 berührt, so kommt das untere Ende 66   der Klinke auf einer unteren Fläche   67 des Trägers zur Anlage. 



  Die Klinke 54 wird, wenn die Schneiden eingezogen werden, durch eine Aufwärtsbewegung des Rückziehbolzens 57 ausgelöst.   Zu diesem Zweck ist auf dem Bolzen ein in gegenüberliegendenLängsschlit-   zen 69   des Trägers   43 gleitbarer Rückziehzapfen 68 befestigt,   welcher eine in der Klinke vorge-   sehene Öffnung 70 durchsetzt. 



   Der Arbeitsvorgang eines Bohrgerätes mit einem einen solchen Klinkenmechanismus aufweisenden Bohrkopf ist im wesentlichen der gleiche, wie er an Hand der in den Fig. l, 2 und 4 dargestellten Ausführungsform beschrieben wurde. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1.   BohrgerätmiteinemauswechselbarenBohrkopf,   der mit durch axiale Verschiebung   eines Führungs-   dornesimBohrkopf spreizbaren Schneidwerkzeugen versehen und in einem Rohrstrang absenkbar sowie mit dem unteren Rohrstrangteil für eine drehfeste Verbindung mit demselben kuppelbar ist und Kanäle für den Durchflussvonbohr-odereinerandernFlüssigkeitaufweist, dadurchgekennzeichnet,dassderuntere Teil (10) des vorzugsweise als Futterrohr dienenden Rohrstranges   (A)   einen oder mehrere Duplungsschlitze (81) sowie einen Anschlag (78) aufweist und dass die drehfeste Verbindung des Bohrkopfes (C) mit dem Strang (A) durch Aufnahme der durch den Führungsdorn (19) betätigbaren Schneidwerkzeuge (11,17) in derSpreizstellung in den Kupplungsschlitzen (81)   hersteT.

   bar ist,   wobei am Bohrkopf (C) ein auf diesem vorzugsweise drehbar gelagerter Anschlag (77) vorgesehen ist, der mit dem Anschlag (78) des Rohrteiles (10) zur Festlegung der Bohrkopfstellung zu dem untern Rohrstrangteil zusammenwirkt.

Claims (1)

  1. 2. Bohrgerät nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsdorn (19) mit dem Bohrkopf (C) mittels einer Zugfeder (100) verbunden ist und einen entgegen der Wirkung dieser Zug- feder (100) betätigbaren Rückziehkopf (120) aufweist (Fig. l und 2).
    3. Bohrgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsdorn (190) durch eine mittels eines im Dorn (19) axial verschiebbar angeordneten Rückziehbolzens (57) auslösbare Sperrklinke (54) gegen ein Verschieben entgegen der Vorschubrichtung gehalten ist (Fig. 3).
    4. Bohrgerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrklinke (54) im Füh- rungsdorn (19) schwenkbar gelagert und mittels einer Feder (60) gegen einen gegen ein Verschieben entgegen der Vorschubrichtung im Bohrkopf (C) gesicherten Druckring (47) gedrückt ist (Fig. 3).
    5. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungsschlitze (81) Anschlagflächen (83) aufweisen, welche mit ihren entsprechenden Flächen (84) der Tragarme (17) der Schneidwerkzeuge (11) in der Spreizstellung der Werkzeuge zusammenwirken.
    6. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Innenmantel (86) des unteren Rohrteiles (10) als Anschlag für die Begrenzung der Spreizbewegung der die Kupplungsschlitze (81) durchdringenden Tragarme (17) ausgebildet ist.
    7. Bohrgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupp- lungsschlitze (81) vorzugsweise gekrümmte Leitflächen (88) für die Tragarme (17) der Schneidwerkzeuge (11) aufweisen (Fig. 4).
AT151260A 1960-02-26 1960-02-26 Bohrgerät mit auswechselbarem Bohrkopf AT242644B (de)

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