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Vorrichtung zur Bestimmung des Bildstandes von kinematographischen Filmaufnahme-und-wiedergabegeräten
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steht eine weitere Vereinfachungsmöglichkeit der abgegebenen Vorrichtung darin, dass dem Bildfenster gegenüber eine zur Filmbildfläche parallele Reflexionsfläche gerätefest angeordnet ist, wobei dasStrahlenbündel durch das Bildfenster und den Schlitz des Testfilmes hindurch reflektierbar ist. Im Sonderfalle kann gegenüber dem Bildfenster eine Blende mit einem Schlitz gerätefest angeordnet sein, der mit den Schlitzen des Testfilmes übereinstimmt, wobei das Strahlenbündel durch das Bildfenster, die Schlitze des Testfilmes und die Schlitzblende geführt ist.
Die vorgeschlagene Ausbildung der Vorrichtung zur Beobachtung, Untersuchung und Bestimmung des Bildstandes hat eine Reihe wesentlicher Vorteile gegenüber den Messeinrichtungen, deren man sich bisher bediente, um den Bildstand feststellen zu können.
So können zur Analyse der aus dem Bewegungsablauf erkennbaren Fehler mehrere Messstellen an einer erfindungsgemäss ausgebildeten Vorrichtung angebracht und auf dem Oszillographen durch einen oder mehrere der bekannten Mehrfach-Messobjekt-Umschalter zur synchronen oder aufeinanderfolgenden Anzeige gebracht sein.
Als Strahlungsarten kommen neben den bereits genannten Lichtstrahlen auch Röntgen- und elektro- magnetischestrahlungen, aber auchElektronenströme, y-Strahlen oder Ströme aus cx, ss-Teilchen od. dgl. in Betracht.
Wird mit Licht gearbeitet, so ist es zweckmässig, das Lichtbündel nach Berührung des Prüfstückes zu sammeln und auf ein Photoelement in der Nähe des Brennpunktes des Lichtbündels zur Wirkung zu bringen. Hiedurchwird erreicht, dass die Strahlenwirkung auf dem Halbleiterelement unabhängig von der Bewegung z. B. des Filmes immer nur denselben Bereich des Halbleiters beaufschlagt. Nur in diesem Falle ist die auftreffende Energie ein genaues Mass für die Bewegung des Prüflings.
Besondere Vorteile ergeben sich, wenn aus dem Strahlen- oder Lichtbündel ein Spalt ausgeblendet wird, dessen in Bewegungsrichtung des Prüfstückes liegende Dimension etwa mit der grössten Lagenveränderungsmöglichkeit des Prüfstückes übereinstimmend bemessen wird. Auf diese Weise erreicht man, dass der interessierende Bewegungsvorgang im Oszillogramm das gesamte Gesichtsfeld einnimmt, so dass Einzelheiten mit der erforderlichen Deutlichkeit auftreten und beobachtet werden können.
Da ein Oszillograph bekanntlich auch mit Einrichtungen zur Niederschrift der auftretenden Kurven ausgerüstet werden kann und nahezu beliebige Vergrösserungen durch elektronische Hilfsmittel in allen Koordinatenrichtungen ermöglicht, sind mittels der vorgeschlagenen Vorrichtung Einzelheiten kenntlich zu machen, die mit den bisherigen Geräten nicht erfasst-fund erkennbar waren.
Mittels einer erfindungsgemäss ausgebildeten Vorrichtung können Vorgänge erfasst werden, die sich bisher dem menschlichen Auge als nicht mehr beobachtbar entzogen hatten. Dabei ist der technische Aufwand äusserst gering, er beschränkt sich im einfachsten Falle auf die Anordnung einer Glühbirne, eines Kondensators, eines Photoelementes, eines Verstärkers und eines Oszillographen.
Da ein Oszillograph die Möglichkeit bietet, auftretende Kurven ein-oder mehrfach hintereinander zu differenzieren, können auch die Geschwindigkeiten und Beschleunigungen der Bewegungsänderungen sichtbar gemacht und abgelesen werden. Der Störabstand erhöht sich, wenn der Film durchbelichtet wird, so dass er wenigstens zum Teil völlig geschwärzt ist, und dass die Lichtfelder als Ausstanzungen aus einem so vorbereiteten Testfilm ausgebildet sind.
Weiterhin ist zu erwähnen, dass der zeitliche Bewegungsablauf einzelner kinematischer Bauelemente (z. B. Blendenumlauf) durch direkte oder indirekte Reflexion, durch Beeinflussung einer sonst konstanten Lampenhelligkeit (Modulationskurve) od. dgl. zum Erkennen von Phasenlagen und Zuordnungen im gesamter kinejn'schen Bewegungsablauf herangezogen werden kann.
Die Zeichnungen zeigen an Hand schematischerDarstellungen und der Wiedergabe einiger charakteristi- scher Oszillogramme das Wesen der Erfindung.
Im einzelnen gibt Fig. l das Schema der Anordnung für den Fall wieder, dass mit der Reflexion sichtbaren Lichtes am Prüfgerät selbst gearbeitet wird, Fig. 2 zeigt das Schema einer Anordnung, bei der als Prüfstück ein Testfilm dient, Fig. 3 gibt eine Einzelheit der Fig. 2 in Draufsicht wieder, Fig. 4 zeigt eine Draufsicht auf den geschwärzten Testfilm, Fig. 5 gibt ein Oszillogramm wieder, das normalen, nicht zu korrigierenden Verhältnissen entspricht, Fig. 6 zeigt dasselbe Oszillogramm, wenn während der Belich- tungenFilmverschiebungen auftreten, so dass diese Bildstandsmessung ergibt, dassdie Kamera, die ein der- artiges Oszillogramm liefert, fehlerhaft ist und in Ordnung gebracht werden muss, Fig.
7 zeigt schliesslich ein Oszillogramm, bei dem der Film während des Bildstillstandes Schwingungen ausführt, so dass die Kamera, die ein derartiges Oszillogramm liefert, Mängel aufweist, die beseitigt werden müssen.
In Fig. 1 ist 1 eine Lichtquelle, die mittels der Stromquelle 2 gespeist ist. Eine Linsenanord-
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das von der Beleuchtungsquelle l ausgesandte Lichtbündel auf einen Spiegel 4,an der Filmandruckplatte 5 einer im übrigen nicht veranschaulichten, bekannten Filmkamera angeordnet ist. Der Film selbst ist mit 6 bezeichnet. Er ist gerade in einer Stillstandszeit veranschaulicht. Der Spiegel 4 reflektiert das Licht über die Linsenanordnung 3 zum Photoelement 7 zurück. Dessen Stromabgabe wird in einem Verstärker 8 verstärkt und über die Leitung-9 einem nicht gezeichneten Oszillographen zugeleitet.
Die Anordnung gibt die Möglichkeit, im Oszillographen die Bewegungen zu beobachten und gegebenenfalls festzuhalten, die an der Filmandruckplatte 5 auftreten. Führt sie beispielsweise unerwünschte Schwingungen aus, so sind diese im Oszillogramm erkennbar. Es können dann Mittel und Wege bekannter Art beschritten werden, um die Filmandruckplatte 5 vor Schwingungen zu sichern.
Fig. 2 zeigt eine weitere Anordnung dieser Art.
Es ist wieder mit 1 eine Beleuchtungsquelle bezeichnet, die in dem Stromkreis 10 mit der Stromquelle 2 liegt. Zu erkennen ist weiter der Prüffilm 6 mit den Perforationen 61 (s. auch Fig. 3 und 4) sowie mit den ungeschwärzt gebliebenen. feinen Streifen 62. Da sich diese ungeschwärzten Streifen so verhalten wie Perforationen, sind sie in Fig. 2 in derselben Weise dargestellt worden, wie die Perforationen 61 hätten dargestellt werden müssen. Geprüft werden soll bei dieser Anordnung die Art der Fortschaltung des Filmes 6 durch das Greiferwerk 11, dessen Greifer bei 12 zu erkennen ist, während 13 den Greiferantrieb veranschaulicht. Die den Durchlassschlitzen 62 nachgeordnete Schlitzblendeistbei 14 zu erkennen.
Der in ihr angeordnete Schlitz 15 stimmt genau mit der Grösse derungeschwärzten Filmstellen 62 überein. EineSammellinse 16 wandelt das von der Beleuchtungs- quelle 1 ausgesandte Licht in ein Parallelbündel von Lichtstrahlen um, das somit die Möglichkeit hat, durch die unbelichteten Filmstellen 62 und den Schlitz 15 der Schlitzblende 14 durchzufallen.
Es trifft dabei auf eine weitere Sammellinsenanordnung 17 auf, die das Lichtbündel auf das im Brenn- punkt der Linse 17 angeordnete Photoelemente 7 konzentriert. Dem Photoelement 7 nachgeordnet sind der Verstärker 8 und über Leitungsanordnung 9 der Oszillograph 18.
Fig. 5 lässt erkennen, wie ein Oszillogramm aussieht, das mittels einer derartigen Anordnung erzeugt werden kann, wenn die Kamera, die zu einem derartigen Oszillogramm führt, eine gut ausgebildete Greiferanordnung 11 aufweist. Die Strecke 19 im Oszillogramm der Fig. 5 entspricht in diesem Falle dem Filmstillstand, während die Filmbelichtung durch die mit 20 bezeichnete Strecke gegeben ist.
Der Filmtransport wird längs der Strecke 21 vorgenommen, während die Filmabdunkelung durch die Blende im Streckenmass 22 erkennbar ist.
Fig. 6 zeigt dagegen ein Oszillogramm, das auf einen Fehler der Kamera schliessen lässt, mittels derer das Oszillogramm erzeugt worden ist. Während die durch'das Mass 20 veranschaulichte Filmbelichtung in Fig. 5 durch ihren horizontalen Verlauf zeigt, dass während der Belichtung des Filmes der erwünschte, vollständige Filmstillstand herrsche, zeigt die im Bereiche 20'in Fig. 6 auftretende Absenkung der charakteristischen Linie, dass sich der Film während der Belichtung etwas bewegt hat gemäss Fig. 2 hatte sich während dieser Periode die obere Kante 621 eines Hellfeldes 62 in das aus parallelen Lichtstrahlen bestehende Lichtbündel 23'hineingeschoben, das zwischen den Linsenanordnungen 16, 17 auftritt.
Auf diese Weise bildet die Linsenanordnung 17 im Photoelement 7 das ankommende Lichtbündel so ab, wie es Fig. 6 veranschaulicht.
Fig. 7 zeigt das Oszillogramm für den Fall, dass im Film Schwingungen auftreten, die bei 24 deutlich erkennbar sind. Auch in diesem Falle bedarf die Kamera, im Einzelnen derenGreiferanord- nung 11, einer Abänderung, um das Auftreten der Schwingungen mit Sicherheit ausschliessen zu können. Zwar zeigt der aperiodische Verlauf der Schwingungen 24, dass bereits eine starke Dämpfung vorhanden ist. Diese reicht aber nicht aus, um die Schwingungen völlig beseitigen zu können, so dass es des Einsatzes weiterer Dämpfungsmittel bedarf, um das zu erreichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Bestimmung des Bildstandes von kinematographischen Filmaufnahme-und-wie- dergabegeräten, dadurch gekennzeichnet, dass auf einem Testfilm (6) in gleichen Abständen längliche lichtdurchlässige Schlitze (62) vorgesehen sind, mittels derer ein Bündel (23) paralleler Lichtstrahlen modulierbar ist, das in an sich bekannter Weise den Bewegungsablauf des Filmes über eine photoelektrische Aufnahmevorrichtung (7, 8) in einem Oszillographen (18) sichtbar macht.