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Haarschneidernaschine, insbesondere elektrischer Rasierapparat
Die Erfindung bezieht sich auf Haarschneidemaschinen, insbesondere elektrische Rasierapparate, mit einem gegenüber einem Stator schwingend gelagerten und einen Scherkopf antreibenden Körper (Oszillatorkörper), wobei Polstücke des Stators und Polstücke des Oszillatorkörpers unter Bildung eines Luftspaltes von im Betrieb im wesentlichen konstant bleibender Spaltbreite einander gegenüberliegen.
Bei bekannten Maschinen dieser Art ist es äusserst schwierig, die verschiedenen Bestandteile so zusammenzubauen, dass auch bei grossen Fertigungsserien stets gleichmässige Betriebseigenschaften der Produkte zustandekommen. Bei den bisherigen Konstruktionen war es nicht leicht zu verhindern, dass der Luftspalt zwischen dem oszillierenden Körper und dem Stator zufolge der Herstellungstoleranzen der einzelnen Bauteile in weiten Grenzen schwankte. Schwankungen im Ausmass des Luftspaltes zwischen Oszillatorkörper und Stator bringen aber, gleich, ob er zu gross oder zu klein ist, unerwünschte Änderungen in der Arbeitscharakteristik solcher Maschinen mit sich.
Entweder ergibt sich dabei eine geringe Impedanz und damit ein grosser Strom, so dass eine starke Erwärmung und die Gefahr der Zerstörung der Erregerspule auftritt, oder die Impedanz ist gross und der Strom klein, wodurch die Schneidkraft wesentlich herabgesetzt wird und das Arbeiten des Gerätes nicht befriedigt.
Es ist eine Haarschneidemaschine mit einem motorischen Antrieb eines Schwinghebels bzw. eines Schermessers bekannt, wobei eine umlaufende Motorwelle einen exzentrischen Endstummel besitzt, auf dem einTeil mit zylindrischem Umfang jedoch mit einer dazu exzentrischen Bohrung verdreh-und fixier- bar aufgeschoben ist. Der zylindrische Umfang dieses Teiles ist von einer am Schwinghebel angesetzten Gabel umfasst. Der Zweck dieser Anordnung ist, eine Änderung des Schwingungshubes des Hebels bzw. des Schermessers herbeiführen zu können. Eine Veränderung des Luftspaltes des magnetischen Kreises ist nicht vorgesehen.
Weiters ist eine Haarschneidemaschine mit einem durch eine exzentrische Einrichtung verstellbaren Anker bekannt, bei der der Anker Pole aufweist, die sich zu den Statorpolen hin bzw. von ihnen weg drehen. Wenn also die Ankerlage durch Betätigung der exzentrischen Einrichtung geändert wird, ändert sich auch die Lage des Hubes des Ankers um den Bewegungsbetrag zum oder vom Stator. Die Kennwerte des magnetischen Kreises werden nicht verändert.
Die erfindungsgemässe Anordnung unterscheidet sich von den bekannten grundsätzlich dadurch, dass bei einer Maschine der eingangs erwähnten Art die Lagerung des Oszillatorkörpers exzentrische Einstellmittel zur relativen Verstellung der Lage des Oszillatorkörpers gegenüber dem Stator und damit zur Änderung der Grösse des Luftspaltes im zusammengebauten Zustand enthält. Nach erfolgter Einstellung bleibt der Luftspalt zwischen Anker und Stator während der Schwingbewegung des ersteren immer gleich. Bei bekannten Maschinen ändert sich hingegen der Luftspalt während eines Arbeitszyklus fortlaufend.
Bei der erfindungsgemässen Maschine tritt keine Änderung im Arbeitshub des Scherkopfes auf, zumal eine solche bei der gegebenen Konstruktion desselben nicht erforderlich ist. Bei bekannten Anordnungen ist eine Hubänderung des Scherkopfes von wesentlicher Bedeutung, um zu verhindern, dass eine Umsteuerung des Schneidkopfes stattfindet, wenn die Schneidelemente des beweglichen Scherkopfteiles mit jenen des festen Scherkopfteiles in der "toten Zone" fluchten.
Die erfindungsgemässe Anordnung führt somit zu einem gegenüber den bekannten neuen und durch sie auch nicht nahegelegten Ergebnis, indem durch die Verstellung des Ankers der magnetische Luftspalt und damit die elektrische Impedanz des Magnetkreises geändert wird. Wurde diese Einstellung erst einmal durchgeführt, so arbeitet die Anordnung unter konstanten magnetischen Verhältnissen.
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Die Eigenschaften der erfindungsgemässen Maschine unterscheiden sich also wesentlich von denen dei vorgehaltenen, indem diese vom Solenoidtyp sind, während die erfindungsgemässe vom Drehtyp mit fe-
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die herstellungsmässig nicht vermeidbar sind, auszugleichen, wobei aber nach erfolgter Einstellung dif Arbeitsbedingungen stets gleich bleiben.
Durch die erfindungsgemässe Anordnung wird es jedenfalls ermöglicht, dass die vorgefertigten Einzel-
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Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der Beschreibung eines Ausführungsbeispieles hervor. 11 der Zeichnung zeigen Fig. 1 einen Querschnitt mit teilweiser Draufsicht eines erfindungsgemäss ausgebil-
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Der in Fig. 1 dargestellte erfindungsgemässe Rasierapparat, allgemein mit 10 bezeichnet, enthäl den üblichen, mittels Knopf 14 betätigten Ein-Ausschalter 12, der mit den mit 16 und 18 bezeichneten Erregerspulen des Stators 20 verbunden ist. Der Stator umfasst Polstücke 22, 24, die mi Polstücken 26. 28 eines mit 30 bezeichneten Oszillatorkörpers zusammenwirken.
Wenn die beide : Spulen 16 und 18 erregt werden, wird der Oszillatorkörper in Schwingungen versetzt. Er nimmt dam seinerseits über einen Mitnahmestift 32 den Schermesserkopf 34 mit, der mit einem stationäre perforierten Metallstreifen (nicht gezeigt) in bekannter Weise zusammenwirkt.
Der Oszillatorkörper 3o ist an einem Achsstummel 36 gelagert, der sich voneiner Halterung 38 weg erstreckt. Diese Halterung 38 umfasst ausserdem seitliche Wangen 40, gegen die sich Federn 42 abstützen, die mit ihren andern Enden an einem Arm 44 des Oszillatorkörpers anliegen. Be der in Fig. l dargestellten neutralen Lage befinden sich die geschichtet ausgeführten Polstücke 26, 28 in Abstand von den Polstücken 22,24. Sind die Erregerspulen mit Wechselstrom beaufschlagt, so werden die Polstücke 26,28 gegen die zugeordneten Polstücke 22, 24 bzw. von diesen weg bewegt und bringen dabei den Scherkopf zum Schwingen.
Gemäss der Erfindung besitzt der Oszillatorkörper 30 ein zylindrisches Lagerstück 46 mit eine konzentrischen Bohrung 48. Ein Lagerteil, allgemein mit 50 bezeichnet, besitzt einen zylindrischen Teil 52 von etwas grösserem Durchmesser als die Bohrung 48, so dass diese auf ihn mit Presssitz au gezogen werden kann. Ferner besitzt der Lagerteil 50 einen Flansch 54, der mit in Winkelabstand angeordneten Einschnitten 56 und 58 versehen ist. Die Einschnitte 58 sind von den Einschnitten 5 in ihren Ausmassen verschieden, um eine Unterscheidung zu ergeben, wenn zum Zwecke der Adjustierung dieser Teil mit einem Werkzeug verdreht wird, um die Exzentrizität der im Keil 50 vorgesehenen Lagerbohrung 60 zu verstellen.
Wie in der Zeichnung zu sehen, liegt die Bohrung 60 exzentrisch in bezug auf denZylindermante 52 und den Flansch 54. Nachdem der Teil 50 in die Bohrung 48 eingesetzt worden ist, wird da Ganze über die Achse 36 gesteckt, die sich also durch die Bohrung 60 hindurcherstreckt. Der Tei 52 ist vorzugsweise mit etwas grösserem Durchmesser ausgebildet als die Bohrung 48 und mit eine Verjüngung versehen. die komplementär zu einer der Bohrungen ausgeführt ist, die ja erforderlich sind um beim Herstellen dieser Teile etwa durch Pressformen sie von der Form abziehen zu-können.
Um den Luftspalt zwischen den Polstücken 26,28 und 22,24 einstellen zu können, ist es ledig lich notwendig, den Flansch 54 zu drehen, wodurch sich die Lage der Exzentrizität der Oszillatorköt perlagerung ändert.
In der Praxis ist es zweckmässig, beim Einstellen des Luftspaltes die Federn 42 zu entfernen une dann die Spulen zu erregen. Man kann dann den Luftspalt beobachten bzw. durch Verdrehen des Teile 54 den Luftspalt nach Bedarf vergrössern oder verkleinern. Zum Verstellen des Teiles 54 ist eine besondere Vorrichtung vorgesehen, die Zähne aufweist, welche entweder mit den Einschnitten 56 oder 58 zusammenwirken. Auf diese Weise ist es also möglich, jede Einheit, die z. B. am Fliessband hergestell wurde, ohne viel Aufwand auf optimalen Luftspalt und damit auf beste Leistungsabgabe einzustellen.
Sobald der Lagerteil 50 in den Oszillatorkörper 30 eingeschoben und diese Einheit auf die Achse 36 aufgeschoben wurde, wird letztere durch einen T-förmigen Teil 72 abgedeckt, dessen Querhaup mittels Bolzen 74 an den Polstücken 22,24 befestigt ist, und von dem eine zylindrische Vertiefung 76 das Achsende 36 aufnimmt.
In Fig. 5 ist eine andere Ausführungsform gezeigt, u. zw. mit einer Halterung 38a. die im wesent
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lichen ähnlich der Halterung 38 ist und die ein Lagerauge 78 enthält, in welcher eine einstellbare Oszillatorachse 80 mit der Lagerung 82 eingesetzt ist. Diese Lagerung besteht aus einem zentralen Teil 84, der drehbar in die Bohrung 48 des Oszillatorkörpers 30 eingesetzt ist. Zur Lagerung im Teil 72 ist ein weiterer Achsstummel 86 vorgesehen, der mit dem Achsstummel 80 fluchtet. Der Teil 84 liegt aber exzentrisch zu denAchsstummeln 80,86. Der Achsstummel 86 liegt in der Vertiefung 76 des Teiles 72.
Wenn eine Zentrierung des Oszillatorkörpers bezüglich des Stators gewünscht ist, genügt es, den Körper 84 zu drehen. Zu diesem Zwecke ist dort ein Schlitz 88 vorgesehen, in dem ein Werkzeug, z. B. ein Schraubenzieher eingreifen kann.
Es ist festzuhalten, dass der Teil 82 (Fig. 5) oder der Teil 50 (Fig. 2) in der Bohrung 48 des Teiles 30 mit einer solchen Passung einzusetzen ist, dass ein gewisser Widerstand gegen eine Verdrehung vorliegt, damit eine solche nicht von selbst im Betriebe des Gerätes eintreten kann.
Es ist auch festzuhalten, dass die Lagerbohrung 78 im Halter 381 für die Luftspaltverstellung herangezogen werden kann. Diese Anordnung ist vorteilhaft, wenn eine zum Oszillatorkörper konzentrische Welle angewendet wird. In diesem Falle ist der im Halter 381 drehbare Lagerteil 90 mit einer exzentrischen Lagerbohrung 78 ausgestattet, wodurch ebenfalls eine Relativverstellung des Oszillatorkörpers zum Stator möglich ist.
Selbstverständlich können Einzelheiten der eben beschriebenen Beispiele verändert werden, ohne dass damit der Rahmen der Erfindung überschritten wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Haarschneidemaschine, insbesondere elektrischer Rasierapparat, mit einem gegenüber einem Stator schwingend gelagerten und einen Scherkopf antreibenden Körper (Oszillatorkörper), wobei Polstücke des Stators und Polstücke des Oszillatorkörpers unter Bildung eines Luftspaltes von im Betriebe im wesent-
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die Lagerung des Oszillatorkörpers exzentrische Einstellmittel zur relativen Verstellung der Lage des Oszillatorkörpers gegenüber dem Stator und damit zur Änderung der Grösse des Luftspaltes im zusammengebauten Zustand enthält.