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Regeleinrichtung zur Steuerung der Temperatur in einem durch ein Heizfluidum beheizten
Gebäude
Die Erfindung bezieht sich auf eine Regeleinrichtung zur Steuerung der Temperatur in einem durch ein Heizfluidum beheizten Gebäude, mit einer Vorrichtung zur Abgabe eines ersten Signals in Abhängigkeit vom Unterschied zwischen der Temperatur des Heizfluidums und einer ersten eingestellten Temperatur, einer Vorrichtung zur Abgabe eines zweiten Signals in Abhängigkeit vom Unterschied zwischen der Aussentemperatur und einer zweiten eingestellten Temperatur, sowie einer Vorrichtung zur Regelung der Temperatur des Heizfluidums.
Es ist seit langem üblich, für die Gebäudeheizung Anlagen zu erstellen, bei denen eine Wärmequelle die Wärme auf ein Heizfluidum, wie z. B. Wasserdampf, Wasser oder Luft, überträgt, welches dann mittels eines Rohr- oder Leitungssystems in Umlauf gebracht wird, um die in der Wärmequelle entwickelte Wärme den Räumen innerhalb des Gebäudes zuzuführen.
Bei solchen Heizungsanlagen ist es auch bekannt, Einrichtungen vorzusehen, um die Wärmeverluste im Gebäude festzustellen und den Betrieb der Wärmequelle in Abhängigkeit von diesen Verlusten zu messen.
Die Wärmeverluste bei einem Gebäude können in zwei Hauptkategorien gegliedert werden, nämlich in die Wärmeleitungsverluste durch das Mauerwerk hindurch sowie in die Verluste infolge des Einströmens von Aussenluft in das Gebäude, z. B. durch die Spalten rund um unvollkommen abdichtende Türen und Fenster. Es kann gezeigt werden, dass in normalen Temperaturbereichen und ebenso auch in normalen Bereichen der Geschwindigkeit des auf die Aussenseite des Gebäudes auftreffenden Windes die Gesamtverluste als aus zwei Komponenten zusammengesetzt angesehen werden können. Die erste dieser Komponenten ist proportional zum Temperaturunterschied zwischen Innenseite und Aussenseite des Gebäudes, die zweite Komponente ist proportional zum Produkt aus diesem Temperaturunterschied und einer Funktion der Windgeschwindigkeit.
Die erfindungsgemässe Regeleinrichtung trägt dem Rechnung und stellt eine Weiterentwicklung der bekannten Einrichtungen der genannten Art dar. Sie ist erfindungsgemäss dadurch ausgezeichnet, dass sie auch eine ein Produkt messende Vorrichtung zur Abgabe eines dritten Signals in Abhängigkeit vom Produkt aus einer Funktion der an der Aussenseite des Gebäudes herrschenden Windgeschwindigkeit und aus dem ungefähren Unterschied zwischen der Aussentemperatur und einer dritten eingestellten Temperatur aufweist und die Vorrichtung zur Regelung der Temperatur des Heizfluidums zum Ansprechen auf die Differenz zwischen dem ersten Signal und der Summe aus dem zweiten und dem dritten Signal eingerichtet ist, um die Temperatur des Heizfluidums im Sinne einer Verminderung dieser Differenz zu ändern.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung umfasst die das Produkt messende Vorrichtung eine erste Brückenschaltung, welche wenigstens in einem Zweige einen (ersten) Temperaturfühler verwendet, der dem Wind an der Aussenseite des Gebäudes ausgesetzt und ungefähr auf die dritte eingestellte Temperatur, bei einer Windgeschwindigkeit Null, durch ein Heizelement aufheizbar ist, welches an den Ausgang einer zweiten Brückenschaltung angeschlossen ist, die ebenfalls zumindest einen (zweiten bzw. dritten) Temperaturfühler in einem Zweige aufweist, welcher der Temperatur ausserhalb des Gebäudes ausgesetzt ist, wobei die erste Brückenschaltung das dritte Signal an ihren Ausgang abgibt.
Nach weiteren Merkmalen der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Abgabe eines vierten Signals in Abhängigkeit von der Intensität der auf das Gebäude auftreffenden Sonnenstrahlung vorgesehen, wobei das vierte Signal zusätzlich an die Vorrichtung zur Regelung der Temperatur des Heizfluidums gelegt wird, wobei diese Regelungsvorrichtung auf die Differenz zwischen der Summe aus dem ersten Signal und dem vierten Signal und der Summe aus dem zweiten und dem dritten Signal anspricht.
Die Vorrichtung zur Abgabe des vierten Signals besteht erfindungsgemäss aus einer Brückenschaltung ("Sonnenbrücke"), die in aneinanderliegenden, mit einer Ausgangsklemme verbundenen Zweigen je einen (vierten bzw. fünften) Temperaturfühler aufweist, wobei der eine (vierte) Temperaturfühler von der Sonnenstrahlung abgeschirmt und der andere (fünfte) Temperaturfühler in einer hermetisch abgeschlossenen Kammer unter-
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gebracht ist, welche mit einem Fenster versehen ist, das die Sonnenstrahlung zur Erwärmung des (fünften)
Temperaturfühlers hindurchtreten lässt. Zur Abschirmung des andern (fünften) Temperaturfühlers vor der direkten Sonnenstrahlung kann eine Blende vorgesehen sein.
Die Vorrichtung zur Abgabe des zweiten Signals besteht aus einer Brückenschaltung ("Aussentem- peraturbrücke"), welche in einem Zweige einen (sechsten) Temperaturfühler aufweist und ebenfalls in einer hermetisch abgedichteten, der Aussentemperatur ausgesetzten und mit einem Fenster versehenen
Kammer untergebracht ist, das die Sonnenstrahlen zur Erwärmung des (sechsten) Temperaturfühlers hindurchtreten lässt, wobei die Aussentemperaturbrücke dann abgestimmt ist, wenn ihr (der sechste)
Temperaturfühler die zweite eingestellte Temperatur erreicht hat. Auch zur Abschirmung dieses (sechsten)
Temperaturfühlers vor der direkten Sonnenstrahlung kann eine in der Kammer angeordnete Blende vorgesehen sein.
Zwecks Veränderung der Menge der durch das Fenster eintretenden Sonnenbestrahlung kann auch eine zweite, veränderbare Blende vorgesehen sein, deren Lage in bezug auf das Fenster vorher einstellbar ist.
Die Vorrichtung zur Regelung der Temperatur des Heizfluidums weist zweckmässig einen Verstärker auf, an dessen Eingang die Differenz zwischen der Summe aus dem ersten und vierten Signal und der Summe aus dem zweiten und dritten Signal gelegt wird, wobei eine auf das Ausgangssignal des Verstärkers ansprechende thermische Rückkopplungsvorrichtung vorgesehen ist, die ein Rückkopplungssignal an den Eingang des Verstärkers zur periodischen Abgleichung dieser Differenz abgibt. Die Vorrichtung zur Regelung der Temperatur des Heizfluidums kann aber auch einen Verstärker aufweisen, an dessen Eingang die Differenz zwischen dem ersten Signal und der Summe aus dem zweiten und dem dritten Signal gelegt wird.
Die thermische Rückkopplungsvorrichtung kann erfindungsgemäss eine Brückenschaltung ("Rückkopplungsbrücke") mit je einem Temperaturfühler ("Rückkopplungs-Temperaturfühler") in zwei ihrer Zweige umfassen, wobei jedem der beiden Temperaturfiihler ein Heizelement zugeordnet ist, das wahlweise in Abhängigkeit vom Sinn des Ausgangssignals des Verstärkers aufgeheizt wird, und das Differenzsignal über den Ausgang der Rückkopplungsbrücke dem Eingang des Verstärkers zugeführt wird. Die Vorrichtung zur Regelung der Temperatur des Heizfluidums kann einen umsteuerbaren Motor, z.
B. zur Betätigung eines Ventils, aufweisen, der mit zwei Wicklungen versehen ist und im einen bzw. im entgegengesetzten Drehsinn umläuft, je nachdem ob die eine oder die andere Wicklung erregt ist ; dabei ist jede Wicklung in Reihe mit einem der Heizelemente für die Temperaturfühler der Rückkopplungsbrücke geschaltet und ihre jeweilige Speisung von der Stellung eines vom Ausgangssignal des Verstärkers gesteuerten Relais abhängig gemacht.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand von Ausführungsbeispielen, welche in den Zeichnungen dargestellt sind, näher erläutert. In diesen zeigt Fig. 1 das Schaltschema einer ersten Ausführungsform, Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch das in Fig. 1 schematisch angedeutete Gehäuse, Fig. 3 eine Abänderung eines Teiles des Schaltschemas gemäss Fig. 1 und Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch einen Teil des in Fig. 3 schematisch angedeuteten Gehäuses.
Im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 sind vier Widerstandsbrücken 1, 6* 11 und 15in einem Gehäuse 35 ausserhalb des Gebäudes, jedoch an einer Wand desselben, und zwei Widerstandsbrücken 22 und 29 im Inneren des Gebäudes untergebracht.
Das Gebäude ist durch Heisswasser beheizt, welches durch ein Rohrsystem von einer Wärmequelle zu den einzelnen Teilen des Gebäudes und wieder zurück zur Wärmequelle fliesst. Die Widerstandsbrücke 22, die in der Folge als Heisswasserbrücke bezeichnet ist, hat in einem Zweig einen Temperaturfühler 23 zur Messung der Temperatur des heissen Wassers, wenn dieses die Wärmequelle verlässt. Diese Brücke 22, die von der Sekundärwicklung eines Transformators 19 erregt ist, wird mit Hilfe eines Spannungsteilers 24 abgestimmt, wenn das heisse Wasser eine erste eingestellte Temperatur erreicht hat, und gibt ein Ausgangssignal ab, welches in der Folge als erstes Signal bezeichnet wird und vom Unterschied zwischen der Temperatur des Heizfluidums und der ersten eingestellten Temperatur abhängig ist.
Die Widerstandsbrücke 11, in der Folge "Aussentemperaturbrücke" genannt, hat in einem Zweig einen temperaturempfindlichen Widerstand 12, der weiterhin als sechster Temperaturfühler bezeichnet wird und die Temperatur der Aussenluft misst. Diese Brücke 11 wird von einer zweiten Sekundärwicklung des Transformators 19 über einen festen Widerstand 14 erregt und mit Hilfe eines Spannungsteilers 13 abgestimmt, wenn die Aussenluft am Gebäude eine zweite eingestellte Temperatur erreicht, und gibt ein Ausgangssignal ab, welches in der Folge als zweites Signal bezeichnet wird und vom Unterschied zwischen der Aussentemperatur und der zweiten eingestellten Temperatur abhängig ist.
Die Widerstandsbrücke 1, in der Folge "erste Brückenschaltung" genannt, hat in einem Zweig einen temperaturempfindlichen Widerstand 2, in der Folge als "erster Temperaturfühler" bezeichnet, der dem Wind an der Aussenseite des Gebäudes ausgesetzt und dicht neben einem Heizelement 3 angeordnet ist.
Diese erste Brückenschaltung wird von einem Spannungsteiler 5 erregt, der an eine dritte Sekundärwicklung des Transformators 19 angeschlossen ist, und wird mit Hilfe eines Spannungsteilers 4 abgestimmt, wenn der Temperaturfühler 2 die dritte eingestellte Temperatur erreicht hat.
Die Widerstandsbrücke 15, in der Folge "zweite Brückenschaltung" genannt, weist zwei temperaturempfindliche Widerstände 16 und 17 auf, die in sich diametral gegenüberliegenden Zweigen angeordnet und der Temperatur ausserhalb des Gebäudes ausgesetzt sind.
Diese zweite Brückenschaltung 15 wird von der zweiten Sekundärwicklung des Transformators 19 erregt und mit Hilfe eines Spannungsteilers 18
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abgestimmt, sobald die temperaturempfindlichen Widerstände 16 und 17 eine vierte eingestellte Temperatur erreicht haben, wobei eine Leistungsabgabe in einer solchen Weise vorgesehen ist, dass, sobald die Aussentemperatur von der vierten eingestellten Temperatur abweicht, die dem Heizelement 3 zugeführte Energie so bemessen ist, dass sie die Temperatur des ersten temperaturempfindlichen Widerstandes 2 auf der Höhe der dritten eingestellten Temperatur bei veränderlicher Aussentemperatur ungefähr konstant hält, vorausgesetzt, dass die Windgeschwindigkeit gleich Null ist.
Wenn die Windgeschwindigkeit von Null verschieden ist, wird der erste Temperaturfühler 2 durch die über ihn hinwegströmende Luft abgekühlt, so dass das Gleichgewicht der Widerstandsbrücke 1 in einem Masse gestört wird, das eine Funktion der Windgeschwindigkeit sowie der Differenz zwischen der Aussentemperatur und der dritten vorher eingestellten Temperatur ist.
Die Widerstandsbrücke 1 gibt so ein Ausgangssignal ab, welches in der Folge als drittes Signal bezeichnet wird und vom Produkt einer Funktion der Windgeschwindigkeit an der Aussenseite des Gebäudes und der ungefähren Differenz zwischen der Aussentemperatur und der dritten eingestellten Temperatur abhängig ist, wobei die Abweichung von der genauen Abhängigkeit von dieser Temperaturdifferenz auf die geringen Schwankungen des ersten temperaturempfindlichen Widerstandes 2 zurückzuführen ist, wenn die Windgeschwindigkeit Null ist. Die Verbindung der Widerstandsbrücke 1 mit der Widerstandsbrücke 15 ergibt eine ein Produkt messende Vorrichtung, welche geeignet ist, das Produkt aus einer Funktion der Windgeschwindigkeit und der ungefähren Differenz zwischen der Aussentemperatur und der dritten eingestellten Temperatur zu messen.
Wie Fig. 2 zeigt, sind der Widerstand 2 und das Heizelement 3 auf einen gemeinsamen Spulenhalter gewickelt, der in einem Rohr 51 angeordnet ist, welches einen Teil eines Gehäuses 35 bildet und an seinem einen Ende mit einer Öffnung 52 versehen ist, durch welche die Luft eintreten und verhältnismässig frei über den Widerstand 2 und das Heizelement 3 streichen kann. Das Rohr 51 und die Öffnung 52 sind vorzugsweise so bemessen und der Widerstand 2 sowie das Heizelement 3 im Rohr 51 in einer solchen Weise angeordnet, dass die durch den Wind hervorgerufene Abkühlung des Widerstandes 2 ausreichend ist, um das Ausgangssignal der Widerstandsbrücke 1 praktisch proportional zu dem Produkt aus einer linearen Funktion der Windgeschwindigkeit und dem Unterschied zwischen der Aussentemperatur und der dritten eingestellten Temperatur zu machen.
Die Widerstandsbrücke 6, in der Folge als "Sonnenbrücke" bezeichnet, hat zwei temperaturempfindliche Widerstände 7 und 8, welche weiterhin "vierter Temperaturfühler" und "fünfter Temperatur- fühler" genannt werden und in nebeneinanderliegenden, mit einer Ausgangsklemme verbundenen Zweigen angeordnet sind. Diese Sonnenbrücke wird von einem Spannungsteiler 10 erregt, der an eine vierte Sekundärwicklung des Transformators 19 angeschlossen ist, und wird mittels eines Spannungsteilers 9 so abgestimmt, dass ihr Ausgangssignal gleich Null ist, wenn die Widerstände 7 und 8 die gleiche Temperatur aufweisen.
Der vierte Temperaturfühler 7 ist vor der Sonnenstrahlung abgeschirmt, und der fünfte Temperaturfühler 8 ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich, nahe einem Fenster 53 in einer Kammer 35 angeordnet und wird durch die durch dieses Fenster eintretenden Sonnenstrahlen erhitzt, wobei die Sonnenbrücke veranlasst wird, ein Ausgangssignal abzugeben, welches in der Folge als viertes Signal bezeichnet wird, welches von der Intensität der Sonnenstrahlung abhängig ist.
Die Ausgänge der ersten Brückenschaltung 1, der Sonnenbrücke 6 und der Aussentemperaturbrücke 11 sind in Reihe geschaltet, und die Phase der Erregung jeder einzelnen von ihnen ist eine solche, dass, wenn die Sonnenstrahlung auf das Gebäude fällt und die Aussentemperatur niedriger als die zweite eingestellte Temperatur ist, sich das zweite Signal, welches durch die Aussentemperaturbrücke 11 abgegeben wird, und das dritte Signal, welches durch die erste Brückenschaltung 1 abgegeben wird, sich in gleicher Phase befinden und das vierte Signal, welches durch die Sonnenbrücke 6 abgegeben wird, sich in Gegenphase zu den beiden andern befindet.
Das sich so ergebende Signal wird über die Widerstände 25 und 26 an die Primärwicklung 27 des Transformators 20 gelegt, wobei diese Widerstände den gleichen Wert haben, um eine unerwünschte Aufnahme zu vermindern, und dieser Wert in Übereinstimmung mit den durchschnittlichen klimatischen Verhältnissen, denen das Gebäude ausgesetzt ist, gewählt wird. Durch eine geeignete Einstellung der Spannungsteiler 5 und 10 werden die relativen Grössen des dritten Signals und des vierten Signals dem Gebäude entsprechend angepasst.
Der Ausgang der Heisswasserbrücke 22 ist in Reihe mit einem Regelwiderstand 38 und der Ausgang der Widerstandsbrücke 29, in der Folge als "Rückkopplungsbrücke" bezeichnet, an die Primärwicklung 28 eines Transformators 37 geschaltet. Die Sekundärwicklung 36 des Transformators 37 ist in Reihe mit der Sekundärwicklung 40 des Transformators 20 an den Eingang eines Verstärkers 39 gelegt.
Die Phase der Erregung der Heisswasserbrücke 22 ist so, dass bei einem Ansteigen der Temperatur über die erste eingestellte Temperatur eine Signalkomponente, die dem ersten Signal entspricht, an den Eingang des Verstärkers 39 abgegeben wird, wobei sie sich in Gegenphase zu den an den Verstärker 39 angeweieten Signalkomponenten, welche dem zweiten Signal und dem dritten Signal entsprechen, befindet. Der Verstärker 39 spricht daher auf den Unterschied zwischen der Summe aus dem ersten und dem vierten Signal und der Summe aus dem zweiten und dem dritten Signal an.
Der Ausgang des Verstärkers 39 ist an die Erregerwicklung 41 eines Motorrelais mit einem Dreilagenkontakt 42 angeschlossen, welcher eine neutrale bzw. Nullage einnimmt, wenn das Eingangssignal zum Verstärker gleich Null ist. Der Verstärker 39 ist phasenempfindlich und erregt die Relaiswicklung 41 so, dass der Kontakt 42 mit einem festen Kontakt 43 in Berührung kommt, wenn sich das an den Eingang
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des Verstärkers 39 gelegte Signal in der einen Phase befindet, und dass der Kontakt 42 mit einem festen Kontakt 44 in Berührung kommt, wenn das erwähnte Signal von entgegengesetzter Phase ist.
Wenn der Kontakt 42 an dem Kontakt 43 liegt, wird die eine Wicklung 48 eines Zwei-Phasen-Motors 34 aus einer Wechselstromquelle 50 erregt, damit sich der Motor 34 in der einen Richtung dreht, und wenn der Kontakt 42 an dem andern Kontakt 44 liegt, wird die andere Wicklung 49 des Motors 34 aus der Wechselstromquelle 50 erregt, damit sich der Motor 34 in der entgegengesetzten Richtung dreht. Befindet sich der Kontakt 42 dagegen in der Nullage, dann sind die beiden Wicklungen 48 und 49 stromlos, und der Motor 34 steht still.
Der Motor 34 ist kraftschlüssig mit einem Ventil V verbunden, welches beispielsweise den Durchfluss des heissen Wassers reguliert, um die Temperatur desselben auf einer Höhe zu halten, die durch das an die Primärwicklung 27 des Transformators 20 gelegte Signal bestimmt wird.
Die Heizelemente 32 und 33, die einen niedrigen ohmschen Wert aufweisen, sind in Reihe mit den Wicklungen 48 und 49 des Motors 34 geschaltet. Diese Heizelemente 32 und 33 befinden sich dicht neben den temperaturempfindlichen Widerständen 30 und 31 der Rückkopplungsbrücke 29. Diese Brücke wird von einer fünften Sekundärwicklung des Transformators 19 erregt und abgestimmt, wenn die Widerstände 30 und 31, die in der Folge "Rückkopplungs-Temperaturfühler"genannt werden, die gleiche Temperatur haben.
Wenn der Motor 34 auf Grund eines geeigneten, an den Eingang des Verstärkers 39 gelegten Signals in der einen Richtung gedreht wird, dann wird das der Drehrichtung entsprechende Heizelement 32 oder 33 durch den hindurchgehenden Motorstrom erhitzt, wodurch die Rückkopplungsbrücke 29 in einer Weise ungleich belastet wird, dass sie ein Rückkopplungssignal abgibt, welches das Eingangssignal des Verstärkers, gebildet durch den Unterschied zwischen der Summe aus dem ersten und dem vierten Signal und der Summe aus dem zweiten und dem dritten Signal, aufhebt. Der Motor 34 kommt dadurch zum Stillstand.
Während der darauffolgenden Zeitspanne kühlt sich der RückkopplungsTemperaturfühler 30 oder 31, der vorher erhitzt worden ist, wieder ab und das Eingangssignal des Verstärkers 39 steigt wieder auf seinen ursprünglichen Wert an, wodurch der Motor 34 wieder in seiner ursprünglichen Richtung gedreht wird. Dieser Stufenvorgang hält an, bis sich der Motor 34 genügend gedreht hat, um die Heisswassertemperatur auf den Wert zu bringen, der durch das an die Primärwicklung 27 gelegte Signal bestimmt wird.
Die Kombination der Heizelemente 32 und 33 mit der Rückkopplungsbrücke 29 stellt daher eine thermische Rückkopplungsvorrichtung dar, welche auf das Ausgangssignal des Verstärkers 39 anspricht, um ein Rückkopplungssignal an den Eingang des Verstärkers 39 zur periodischen Abgleichung des Unterschiedes zwischen der Summe aus dem ersten und dem vierten Signal und der Summe aus dem zweiten und dem dritten Signal abzugeben.
Falls es gewünscht wird, kann die Schaltung nach Fig. l insofern vereinfacht werden, als man die Sonnenbrücke 6 fortlässt und die Ausgangsklemmen der Brücken 1 und 11, welche in der Schaltung nach Fig. 1 an die Sonnenbrücke 6 angeschlossen waren, miteinander verbindet.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, schirmt eine Blende 21 den Widerstand 8 vor der direkten Sonnenstrahlung ab. Die durch ein Fenster 53 eintretenden Sonnenstrahlen fallen auf diese Blende und erhitzen dieselbe, wodurch die Lufttemperatur in einer hermetisch abgeschlossenen Kammer 55 ansteigt, wobei dannwiederum der Widerstand 8 erhitzt wird.
Das Gehäuse 35 umfasst einen Hauptkörper 56, welcher so ausgebildet ist, dass er mit seiner rechten Seite, wie es Fig. 2 zeigt, an der Aussenwandung des Gebäudes befestigt werden kann. Aus diesem Hauptkörper 56 steht ein Rohr 57 hervor, welches das Rohr 51 in genügendem Abstand von der Gebäudewand hält, um zu gewährleisten, dass das Rohr 51 nicht vor dem Wind abgeschirmt wird. Dieses Rohr 57 dient ferner als ein Leitungsrohr, durch welches die elektrischen Verbindungsleitungen zwischen den Komponenten an den entgegengesetzten Enden des Rohres hindurchgehen. In Fig. 2 sind jedoch der Einfachheit halber diese Verbindungsleitungen nicht dargestellt. Der Hauptkörper 56 ist mittels einer Scheidewand 60 in zwei Kammern 58 und 59 unterteilt. In der Kammer 58 sind die Spannungsteiler bzw.
Potentiometer 4,
EMI4.1
Fig. 2 lediglich das Potentiometer 4 und der Widerstand 16 dargestellt.
Bei der Ausführungsform, von welcher ein Teil der Schaltung in Fig. 3 dargestellt ist, ist eine Widerstandsbrücke 1, entsprechend der Brücke 1 in Fig. 1, in Reihe mit einer Brücke 45 geschaltet, welche in dem einen Zweig einen temperaturempfindlichen Widerstand 46 hat. Beide Brücken befinden sich in einem Gehäuse 35, ähnlich demjenigen, das unter Bezugnahme auf Fig. l beschrieben wurde, ausserhalb des Gebäudes und neben einer der Wände desselben. Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, befindet sich der Widerstand 46 nahe einem Fenster 53 in dem Gehäuse 35, wobei derselbe durch die durch dieses Fenster hindurch einfallenden Sonnenstrahlen erhitzt wird.
An dem Gehäuse 35ist eine Abschirmplatte 54 gegen die Sonnenstrahlen verstellbar angebracht ; sie gestattet das Erhitzen des Widerstandes 46 mit einer gegebenen, vorher einzustellenden Intensität der Sonnenstrahlung. Diese Platte bzw. Blende 54 wird mittels der Mutter 61 in der geeigneten Lage festgehalten. Die Anordnung ist dabei so getroffen, dass der Ausgleichszustand der Brücke 45 (Fig. 3), welcher mittels des Spannungsteilers 47 einstellbar ist, nicht nur von der Intensität der Sonnenstrahlung abhängt, sondern auch vom Unterschied zwischen der Aussentemperatur und einer zweiten vorher eingestellten Temperatur, welche der oben erwähnten zweiten eingestellten Temperatur
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entspricht. Die Brücke 45 tritt damit an die Stelle der Sonnenbrücke 6 und der Aussentemperaturbrücke 11 in Fig. 1.
Abgesehen von dieser Änderung, ist die Schaltung die gleiche wie in Fig. 1.
Die Heizelemente 32 und 33 sowie die Rückkopplungsbrücke 29 arbeiten mit dem Verstärker 39 und dem Motor 34 zusammen, um eine Art der Regelung zu ergeben, die unter der Bezeichnung "schwimmende Regelung" bekannt ist. Wahlweise kann auch irgendeine andere geeignete Rückkopplung vorgesehen werden, um beispielsweise einen P-, PI-, PID- oder "Ein-Aus"-Rege1ungseffekt zu ergeben.
Die Brücken 1, 6, 11, 15, 22 und 29 könnten wahlweise auch durch Gleichstrom, anstatt durch Wechselstrom erregt werden, wobei die Ausgänge der Brücken in geeigneter Weise, wie es jedem Fachmann geläufig sein wird, an den Eingang eines Verstärkers angeschlossen werden, der an die Stelle des Verstärkers 39 tritt und auf die Polarität des an denselben gelegten Signals anspricht.
Bei der unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 beschriebenen Anordnung besitzt die Brücke 15 zwei Zweige, in denen sich temperaturempfindliche Widerstände befinden. Unter der Voraussetzung, dass diese Brücke 15 an das Heizelement 3 genügend Energie abgibt, um die Temperatur des Widerstandes 2 auf ungefähr der dritten vorher eingestellten Temperatur zu halten, falls die Windgeschwindigkeit gleich Null ist, kann diese Brücke wahlweise auch nur mit einem temperaturempfindlichen Zweig ausgestattet sein, der einen temperaturempfindlichen Widerstand aufweist.
Bei der unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 beschriebenen Anordnung sind die Widerstände 16 und 17 vorzugsweise Thermistoren bzw. Heissleiter.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Regeleinrichtung zur Steuerung der Temperatur in einem durch ein Heizfluidum beheizten Gebäude, mit einer Vorrichtung zur Abgabe eines ersten Signals in Abhängigkeit vom Unterschied zwischen der Temperatur des Heizfluidums und einer ersten eingestellten Temperatur, einer Vorrichtung zur Abgabe eines zweiten Signals in Abhängigkeit vom Unterschied zwischen der Aussentemperatur und einer zweiten eingestellten Temperatur, sowie einer Vorrichtung zur Regelung der Temperatur des Heizfluidums, dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtung auch eine ein Produkt messende Vorrichtung zur Abgabe eines dritten Signals in Abhängigkeit vom Produkt aus einer Funktion der an der Aussenseite des Gebäudes herrschenden Windgeschwindigkeit und aus dem ungefähren Unterschied zwischen der Aussentemperatur und einer dritten eingestellten Temperatur aufweist und die Vorrichtung zur Regelung der Temperatur des Heizfluidums zum Ansprechen auf die Differenz zwischen dem ersten Signal und der Summe aus dem zweiten und dem dritten Signal eingerichtet ist, um die Temperatur des Heizfluidums im Sinne einer Verminderung dieser Differenz zu ändern.