<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zum Montieren des Rotors einer elektrischen Maschine mit vertikaler Achse
Ein Rotorring für einen grossen Kraftwerkgenerator wird in der Maschinenhalle der Kraftstation aus Blechen geschichtet und fertiggestellt, wenn z. B. sein Durchmesser und Gewicht so gross sind, dass er nicht in fertigem Zustand von der Werkstatt zum Aufstellungsplatz transportiert werden kann. In der Maschinenhalle wird erst der Rotorkörper zusammenmontiert, der in der Werkstatt in zwei oder mehreren Teilen ausgeführt wurde, und an einem dafür vorgesehenen Platz in der Maschinenhalle aufgestellt. Danach wird der Magnetring um den Rotorkörper aus Blechsegmenten aufgebaut, die in der Werkstatt mit grosser Präzision gestanzt worden sind und eine Anzahl Löcher für vertikale Stifte und Bolzen haben.
Ausserdem sind auf der inneren Kante der Segmente Ausstanzungen für die sogenannten Steuerkeile, die auf der Aussenseite jedes Armes des Rotorkörpers vertikal befestigt sind. Mittels dieser Führungsteile und der vorhin genannten Stifte können die Blechsegmente des Rotorringes richtig angeordnet werden, so dass ein runder Magnetring mit gewünschter Höhe erhalten wird. Während des ganzen Schichtverlaufes der Bleche wird also der Rotorkörper als Aufspannvorrichtung für den Rotorring benutzt. Wenn der Rotorring fertigmontiert ist, wird er durch die eine oder andere Methode am Rotorkörper befestigt, wonach die Pole auf den Rotorring montiert werden. Nachdem der Rotor im übrigen ganz fertiggestellt worden ist, wird er zu seinem endgültigen Platz in der Generatorgrube mittels Laufkränen transportiert.
Diese Methode zum Schichten der Bleche des Rotorringes hat demnach die Ungelegenheit, dass ein spezieller Platz in der Maschinenhalle erforderlich ist. Bei Kraftwerken mit Generatoren, die einen relativ grossen Durchmesser haben, wird dieser Platz einen prozentual grossen Teil der Maschinenhalle ausmachen, besonders wenn diese nur für einen einzigen Generator vorgesehen ist.
Eine andere Ungelegenheit ist, dass für den Transport des Rotors vom Montageplatz zur Generator- grubeLaufkräne und Anordnungen erforderlich sind, deren Kapazität wesentlich vermindert werden könnte, wenn das Heben des kompletten Rotors wegfallen würde. Gemäss der deutschen Auslegeschrift 1057415 ist es auch bekannt, den Rotorring am Aufstellungsort aufzubauen.
Gemäss der vorliegenden Erfindung werden die oben genannten Ungelegenheiten dadurch vermieden, dass die Bleche für den Rotorring an dem Arbeitsplatz des Generators in der Generatorgrube geschichtet werden, wobei als Hilfe für das Aufbauen des Rotorringes eine Aufspannvorrichtung verwendet wird, die den von dem Rotorring umgebenen Teil der Generatorgrube freilässt.
Einer der Hauptgründe dafür, dass mannicht früher schon die Bleche für denRotorring in der Generatorgrube geschichtet hat, ist, dass man dabei glaubte gezwungen zu sein, den Rotorkörper als Aufspannvorrichtung beim Schichten der Bleche für den Rotorring zu verwenden. Dadurch würde der Turbinenschacht vom Rotorkörper gesperrt werden, und ein grosser Teil der Vorteile, die durch ein Schichten der Bleche für denRotorring in der Generatorgrube gewonnen werden könnte, würde unter anderem durch eine längere Montagezeit des ganzen Aggregats verloren gehen. Nach der Erfindung wird nun eine Aufspannvorrichtung verwendet, die den Turbinenschacht freilässt, so dass die Turbinenmontage parallel mit dem Schichten der Bleche für den Rotorring betrieben werden kann.
Nach einer Ausführungsform der Erfindung wird dabei der Stator des Generators als Aufspannvorrichtung für den Rotorring benutzt. Dabei wird eine zweckmässige Anzahl vertikaler Balken an der Innenseite des Stators befestigt. Auf der Innenseite dieser Balken werden justierbare Lineale angeordnet, die vertikal
<Desc/Clms Page number 2>
aufgerichtet und so justiert werden, dass sie auf einer Kreisbahn um das Achsenzentrum des Generators und mit Rücksicht auf den Aussendurchmesser des Rotorringes in richtigem Abstand vom Achsenzentrum liegen. Beim Auslegen der Blechsegmente im Rotorring wird die Aussenkante der Segmente gegen die Lineale gelegt, die so justiert werden, dass sie mit einer Toleranz von zirka einem Zehntel Millimeter auf einer Kreisbahn um das Zentrum des Aggregats liegen.
Gemäss einer andern. Ausführungsform kann man sich auch denken, als Aufspannvorrichtung und permanente Unterlage für den Rotorring einen Bodenring aus starkem Blech anzuwenden. Dieser Bodenring ist gegen das Rotorzentrum zu mit einem Absatz versehen, und zum Erreichen einer grossen Genauigkeit beim Richten sind die dem Rotorring zugekehrten Flächen des Bodenringes und Absatzes z. B. durch Abdrehen bearbeitet. Die Erfindung wird am besten unter Hinweis auf die beigefügten Figuren erläutert, die Beispiele der verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung zeigen.
Fig. l zeigt den Generator in Draufsicht, nachdem das Schichten der Bleche für den Rotorring unter Verwendung des Stators als Aufspannvorrichtung ausgeführt worden und der Rotorkörper auf seinen Platz gestellt worden ist. Fig. 2 stellt, einen Ausschnitt der Fig. l im Detail dar. Fig. 3 zeigt einen Schnitt des Stators und Rotorringes.
In Fig. l bezeichnet l den Statorkern und 2 den Rotorring. Der Rotorring wird vom Rotorkörper ge- tragen, dessen Arme 3 am Rotorring 2 befestigt sind. Die Bohrung des Rotorkörpers ist mit 4 bezeichnet.
Auf der Innenseite des Stators sind Balken 5 angeordnet. Die Balken sind am Statorring mittels langer Bolzen 6 befestigt.
Fig. 2 zeigt eine Detailskizze der Montierung der Balken, von oben gesehen. Jeder Balken ist gegen den Rotorring teils mit einem Absatz 7, der in eine Schwalbenschwanznute in der äusseren Kante des Rotorringes passt, teils mit Linealen 8 versehen, die mittels Bolzen 9 vertikal eingestellt werden können, so dass sie auf einem Kreis um die Bohrung 4 liegen. 10 ist ein Teil eines durchgeschnittenen Rotorarms, in dessen äusserer Fläche eine Nut eingefräst ist, die gegenüber einer entsprechenden Nut in der Innenkante des Rotorringes angeordnet ist. In die Nuten sind Keile 11 eingeschlagen.
EMI2.1
<Desc/Clms Page number 3>
kontinuierliche Kontrolle des Legens der Bleche mittels eines Instrumentes, damit der Rotorring zylindrisch wird.
Die Methode erfordert dadurch mehr Zeit als die oben beschriebene, die den Vorteil hat, dass Bleche für den Rotorring geschichtet werden können, ohne dass der Stator zur Stelle ist. Man kann sich natürlich auch denken, dass die in den Figuren gezeigten Balken 5 gegen die Kante der Generatorgrube abgestützt werden und somit gar nicht gegen den Stator. Bei einer solchen Richtung der Balken 5 ist es möglich, die Bleche für den Rotorring zu schichten ohne dass der Stator am Platz vorhanden ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Montieren des Rotors einer elektrischen Maschine mit vertikaler Achse, der einen aus Segmenten zusammengesetzten und von einem Rotorkörper getragenen Rotorring hat, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Aufspannvorrichtung, die auf dem Fundament der Maschine ruhende Stützorgane aufweist, zuerst dieSegmente des Rotorringes auf dem endgültigen Errichtungsplatz des Rotorringes zumRotorring zusammengesetzt werden und dass danach derRotorkörper auf seinen Platz im Rotorring gestellt und an diesem befestigt wird.