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Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Zuführung des Spülmittels zum Bohrrohr bzw. zur Bohrstan- ge mittels eines Spülkopfes, wobei zwischen dem Bohrhammer und dem mit einem Innenkonus versehenen
Bohrrohr ein Zwischenstück eingesetzt ist, das einerseits ein Einsteckende und einen Bund und anderseits ein konisches Ende aufweist, mit dem es in den Innenkonus des Bohrrohres eingesetzt ist.
Zur Spülung des Bohrlochgrundes und zur Kühlung der Bohrerschneide sind die Bohrstangen mit einer axialen Längsbohrung versehen, durch die das Spülmittel aus einer über die Bohrstange gestülpten Man- schette dem Spülkopf zugeführt wird. Dieser Spülkopf ist meist zwischen Einsteckende und Stangenbund über einer radialen Bohrung der Bohrstange angeordnet, durch die das Spülmittel der Längsbohrung der
Stange zugeführt wird.
Die Bohrstange hat die Schläge des Hammerkolbens an die Bohrkrone weiterzuleiten und ist daher ständig schwerenschlagbeanspruchungen ausgesetzt, die Schwingungen und als derenFolge Stangenbrüche verursachen. Eine besonders bruchanfällige Stelle der Stange ist jene Stelle, an der die radiale Bohrung für die Spülmittelzufuhr zur Stange angeordnet ist.
Um diese radiale Bohrung und die dadurch bedingten Stangenbrüche zu vermeiden, wurde daher vorgeschlagen, das Spülmittel durch den Bohrhammer selbst hindurchder axialenbohrung derbohrstange zuzuführen. DieseArt derSpülmittelzufuhr hat aber den Nach- teil, dass das Spülmittel durch den Bohrhammer und damit auch die bewegten Teile des Bohrhammers bis zum Einsteckende der Bohrstange geleitet werden muss, wobei leicht Teile des Spülmittels austreten und sich mit Luft vermischen. Dieses von der Arbeitsluft versprühte Spülmittel, dessen Teilchen sich am Bohrstaub niederschlagen, verursacht die gefürchtete Silikose-Krankheit.
Es ist ferner bereits bekannt, bei der Verwendung vonBohrrohren anStelle von Bohrstangen einen Einsteckstummel zu verwenden, der mit seinem konischen Ende in das Bohrrohr eingeführt und durch die Anlage der konischen Flächen aneinander verbunden ist. DasSpülmittel wird jedoch auch bei diesen Ausführungen dem Spülmittelkanal im Einsteckstummel durch einen radialen Kanal zugeführt, der den Querschnitt des Stummelkörpers schwächt und dadurch Brüche verursacht.
Um die Nachteile der bekannten Spülanordnungen zu vermeiden, wird gemäss der Erfindung eine Anordnung zum Zuführen des Spülmittels zum Bohrrohr bzw. der Bohrstange mittels eines Spülkopfes vorgeschlagen, bei der das konische Ende des Zwischenstückes am Umfang zwei oder mehr Längsnuten besitzt.
Der besondere Vorteil der erfindungsgemässen Anordnung besteht vor allem darin, dass die bruchgefährdete Bohrstange bzw. das Zwischenstück keineSchwächung durch eine radiale Bohrung besitzt. Durch dieseAusbildung derSpülmittelzufuhr können überdies festigkeitsmässig den Bohrstangen überlegene Rohre verwendet werden.
Der Gegenstand der Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt ist, erläutert.
Das als Einsteckstummel ausgebildete Zwischenstück 1 zwischen Bohrhammer und Bohrrohr 8 besitzt an dem einen Ende ein meist bis zum Bund 3 reichendes sechskantiges Einsteckende 2. Das andere Ende 4 des Zwischenstückes 1 ist als Konus ausgebildet, in den zwei oder mehr Längsnuten 5 eingearbeitet sind.
An derAnsatzstelle des Konus ist ein mit einer Ringnut 7 versehener Bund 6 angeordnet. In das mit einem Innenkonus ausgestattete Ende des Bohrrohres 8 ist das konische Ende 4 des Zwischenstückes 1 eingeschoben.
Über diese beiden Konen ist eine Hülse 9 aufgezogen oder aufgeschrumpft, um ein Aufweiten des Bohrrohres durch ein tieferes Einschlagen des konischen Endes 4 zu verhindern und damit einen flüssigkeits-
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dichten Sitz des konischen Teiles des Zwischenstückes 1 zu gewährleisten. Die Hülse 9 besitzt an ihrem
Ende Öffnungen 10, durch die das Spülmittel den Längsnuten 5 des konischen Zwischenstückes zugeführt werden kann. Über die Ringnut 7 ist ein Ring 12 geschoben und einDichtring 13 eingelegt. Auf die Hülse 9 ist ein Ring 11 mit einem Dichtring 13 aufgesetzt. Um die beiden Ringe 11,12 herum ist ein Mantel 14 angeordnet.
Durch diese Anordnung der Teile 11,12, 14 entsteht eine Hülle um die Stangenkupplung, an derenMantel eineSchlauchtülle 15 ansetzt. durch die das Spülmittel dem dadurch entstandenen Spül- kopf zugeführt werden kann.
Um die von dem Hammerkolben auf dieStirnfläche des Einsteckendes übertragene Energie mit gerin- gem Verlust auf das Bohrrohr weiterzuleiten, ist es von Vorteil, den Konus in das Rohr einzulöten bzw. das Bohrrohrende auf den Konus aufzuschmieden bzw. aufzuschrumpfen.
In jenen Fällen, in denen die Stirnfläche des Bundes 6 zur Energieübertragung herangezogen werden soll, kann zwischen dem Bohrrohr 8 und dem Bund 6 ein mit Öffnungen versehener Ring eingepasst und eingelötet werden, so dass eine dieDruckenergie übertragende Brücke zwischen dem Bund 6 und der Stirnfläche des Bohrrohres 8 besteht.
Um die Aufgabe der Übertragung der Schlagenergie vom Zwischenstück 1 auf das Bohrohr 8 zu erfüllen, muss verhindert werden, dass sich das Bohrrohr infolge des Einschlagens'des Zwischenstückes in das Bohrrohr ausweitet. Hiezu ist es nötig, die Hülse 9 entsprechend stark zu bemessen oder auf das Ende der Hülse 9 eine Verstärkung überzuziehen, gegebenenfalls aufzulöten, aufzuschrumpfen oder aufzuschweissen. Es ist mitunter auch von Vorteil, den konischen Teil des Zwischenstückes mit dem Bohrrohr durch Löten, Schweissen, Schrumpfen od. dgl. fest zu verbinden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Zuführung des Spülmittels zum Bohrrohr bzw. zur Bohrstange mittels eines Spülkopfes, wobei zwischen dem Bohrhammer und dem mit einem Innenkonus versehenen Bohrrohr ein Zwischenstück eingesetzt ist, das einerseits ein Einsteckende und einen Bund und anderseits ein konisches Ende aufweist, mit dem es in den Innenkonus des Bohrrohres eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das konische Ende (4) des Zwischenstückes (1) am Umfang zwei oder mehr Längsnuten (5) besitzt.