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Brückenkonstruktion für Förderer, insbesondere zur Überwindung von Höhenunterschieden und/oder Überschreitung öffentlicher
Verkehrswege Die Erfindung bezieht sich auf eine Brückenkonstruktion für Förderer, insbesondere zur Überwindung von Höhenunterschieden und/oder Überschreitung öffentlicher Verkehrswege, bei denen neben dem Förde- rer ein Gehsteig zur Wartung und/oder Personenverkehr vorgesehen ist.
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zubauen, in welcher ein Gehsteig zur Wartung und/oder Personenverkehr neben dem Förderer und oft auch
Leitungen für Elektrizität, Wasser, Gas u. dgl. gegen äussere Einflüsse, insbesondere des Klimas, geschützt angeordnet sind. Diese Bauweise erfordert jedoch einen unverhältnismässig grossen Aufwand für die Brük- kenkonstruktion, schon mit Rücksicht auf ihr Eigengewicht.
Es ist ferner bekannt, Gitterwerksbrücken vorzusehen, auf welchen die Förderkonstruktion neben ei- nem Gehsteig montiert ist. Derartige Brückenkonstruktionen haben gegenüber der erstbeschriebenen wohl den Vorzug eines relativ günstigen Gewichtes, erfordern jedoch einen erheblichen Aufwand an Schweiss- arbeiten.
Ferner ist die Unterhaltung bzw. die Erneuerung des Anstriches zum Schutz gegen Korrosion infolge der Ecken und weit auseinanderliegender Verstrebungen erheblich erschwert. Zudem erfordert die offene Bauart für die Verlegung elektrischer Leitungen zusätzlichen Aufwand, entweder für Stahlpanzerrohre zum
Schutz von Leitungen einfacherer Schutzart oder für hochwertig geschützte Kabel sowie beider feste Verlegung.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die obigen Nachteile zu vermeiden und eine Brückenkonstruktion für Förderer zu schaffen, welche bei einem annähernd gleichen Materialverbrauch wie bei einem Gitterwerksgerüst ein Minimum an Aufwand für die Herstellung und Unterhaltungskosten zu erreichen gestattet.
Erfindungsgemäss wird dies durch eine Kombination von Merkmalen erreicht. Erstens besteht die Brückenkonstruktion aus einem einzigen Träger in Form eines in sich geschlossenen Profiles, vorzugsweise eines Rohres, u. zw. eines Ausschussgrossrohres.
Ein Ausschussrohr für Flüssigkeiten hat meist nur einen geringfügigen Fehler, so dass es zwar bei den erforderlichen Innendrücken nicht mehr dicht ist, jedoch gegenüber äusseren Belastungen erforderlichenfalls mit einer Nachschweissung vollwertig bleibt. Bei jedem Grossrohrhersteller sammelt sich im Laufe der Zeit auf dem Lager eine grössere Anzahl solcher Aus- bzw. Überschussrohre an, welche von Zeit zu Zeit verschrottet werden müssen, da ein wirtschaftlicher Einsatz selten gegeben ist.
Für die Ausführung einer erfindungsgemässen Bruckenkonstruktion einschliesslich von Rohrpfeilern sind meist sofort passende Mengen solcher Rohre ab Lager erhältlich.
In Sonderfällen kann es vorteilhafter sein, das Rundrohr durch Eindrücken zweier gegenüberliegender Umfangsbögen in einen Hochkant-Querschnitt zu verformen, um die nach unten wirkenden Kräfte besser aufnehmen zu können. Diese zusätzliche Arbeit kann mit der im Grossrohrwerk zum Formen der Bleche
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vorhandenen U-Presse ohne Aufwand für Formen oder im Expander mit einer entsprechenden Form sehr rasch ausgeführt werden, wobei der Kostenaufwand sich etwa in Höhe der zusätzlichen Kosten für eine Verschrottung hält.
Je nach Erfordernis kann wie bei Gittertragwerken der Träger zwischen den Endstationen des Fördei rers freitragend sein oder bei grösseren Spannweiten, z. B. alle 25 - 30 m als frei aufliegender Kragträger unterstützt werden, so dass sich für die Aufnahme der bei Förderern gegebenen, nahezu'auf die Länge gleichmässig verteilten Last günstigste Verhältnisse ergeben. Hiebei bietet das in sich geschlossene Profil, vorzugsweise ein Rohr, den grossen Vorteil, die Torsionsbeanspruchung durch die ungleichmässige Belastung des oder der Gehsteige, insbesondere bei Personenverkehr ausserhalb der relativ seltenen Wartungszeiten, am besten aufnehmen zu können.
Zweitens sind die Tragrollensätze des Förderers an den Rohrträger als Tragrahmen angeschweisst, so dass ein besonderer Tragrahmen für den Förderer entfallen kann.
Drittens sind ein oder zwei Gehstege, vorzugsweise an oder in der Nähe der unteren Begrenzung des Profiles, angeordnet, Müssen gegebenenfalls elektrische Leitungen über die Brücke geführt werden, so werden diese in einfacher Schutzart und ohne Befestigung innerhalb des Rohrträgers bei erheblicher Kosteneinsparung verlegt.
Der grosse, lichte Querschnitt des Rohrträgers erleichtert das Einlegen oder nachträgliches Verstärken der Leitungsquerschnitte.
Die erfindungsgemässe Bauart ist in den beigefügten Zeichnungen erläutert, u. zw. zeigt Fig. 1 eine Brückenkonstruktion mit einem Förderband und einem Gehsteg mit Ausmittlung der geringsten Torsionsbeanspruchung, Fig. 2 eine Brückenkonstruktion mit einem Förderband und zwei Gehstegen und Fig. 3 eine Brückenkonstruktion mit einem Förderband und zwei Gehstegen für sehr grosse Spannweiten. Die Brückenkonstruktion besteht aus einem einzigen Rohr 1, welches gegebenenfalls durch die stumpfe Verschweissung an den Stirnflächen von Rohrschüssen die erforderliche Gesamtlänge erhält.
Mittels des Stützbleche 2 und dem Lagerflanschblech 3 wird das Tragrohr an seinen Unterstützungsstellen auf den Lagerflanschen 4 der senkrechten Stützen 5, vorzugsweise aus je einem Rohr bestehend, in an sich bekannter Weise verschraubt. Bei sehr grossen btutzwenen sind die Auflagerstellen 3,4 in ublicher Weise zurAufnahme von Wärmedehnungen beweglich zu lagern, im allgemeinen genügt es jedoch, wenn die Temperatur bei der Montage bei der Bemessung von Vorspannungen. berücksichtigt wird. Mittels der an den Stützflächen 2 befestigten Träger 6 werden die Aufnahmeschienen 7 für den Laufstegrost 8 und das Gelände 9 im unteren Bereich derart angeordnet, dass der auf dem Rohr angeordnete Förderer 10 in einer für die Wartung vorteilhaften und leicht zugängigen Höhe vorgesehen ist.
Die Förderkonstruktion 10 besteht lediglich aus Tragrollensätzen 11, die mit den Stützblechen 12 auf dem die Brückenkonstruktion bildenden, in sich geschlossenen Profil l, verschweisst werden.
Die Fig. 2 und 3 sind mit denselben Bezugszeichen versehen und zeigen ausschliesslich Varianten der Ausführung nach Fig. l mit an sich bekannten Sonderausführungen, z. B. Abdeckung des Fördergurtes 13, Hochkantprofil des Rohres l, Benutzung der Träger 6 als Flansch 3 am Stützblech 2. Auch ist es möglich, in an sich bekannter Weise die Träger 6 des Laufsteges 7, 8 durch das Rohrprofil l hindurchzuführen und mit der Profilwand zur Erhöhung der Standfestigkeit gegen Durchbiegen unter senkrechter Last zu verschweissen.