AT232724B - Verfahren zur Herstellung von Block-Pfropfmischpolymerisation aus Polykondensaten und Polyolefinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Block-Pfropfmischpolymerisation aus Polykondensaten und Polyolefinen

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AT232724B
AT232724B AT523061A AT523061A AT232724B AT 232724 B AT232724 B AT 232724B AT 523061 A AT523061 A AT 523061A AT 523061 A AT523061 A AT 523061A AT 232724 B AT232724 B AT 232724B
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sep
polycondensates
parts
polyolefins
nitrosated
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AT523061A
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Hans Dr Craubner
Adolf Dr Hrubesch
Gerhard Dr Illing
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Basf Ag
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  • Polyamides (AREA)
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Verfahren zur Herstellung von Block-Pfropfmischpolymerisaten aus Polykondensaten und Polyolefinen   
Nach E. H. Immergut und H. Mark   (Makro. Ch.   18/19 (1956), Seite 322, Staudinger Festband) versteht man unter Pfropfmischpolymerisaten Polymerisate, die man beispielsweise durch Aufpolymerisieren von Monomeren auf aktivierte Polymerenketten herstellen kann. Nach denselben Autoren versteht man unter Blockpolymeren Polymerisate, in deren Polymerenketten Segmente, die aus verschiedenartigen Monomeren aufgebaut sind und die jeweils eine grössere Zahl identischer Monomerer als Bausteine enthalten, aneinandergereiht sind.

   Unter Block-Pfropfmischpolymerisaten sind nun Polymerisate zu verstehen, bei denen auf Polymerenketten mit den Monomereneinheiten A Blöcke von andersartigen Polymerisaten oder Polykondensaten mit den Monomereneinheiten B aufgepfropft sind, und deren Polymerenketten AAA gegebenenfalls zusätzliche Blöcke der andersartigen Polymerisate oder Polykondensate enthalten. Derartige Block-Pfropfmischpolymerisate können dementsprechend etwa durch folgende allgemeine Formel wiedergegeben werden : 
 EMI1.1 
 
Es wurde nun gefunden, dass man Block-Pfropfmischpolymerisate aus Polykondensaten und Polyolefinen herstellen kann, indem man an den Amidstickstoffatomen vollständig oder teilweise nitrosierte Carbonamidgruppen enthaltende Polykondensate mit Polyolefinen und gegebenenfalls zusätzlich mit olefinisch ungesättigten Monomeren in der Schmelze umsetzt. 



   Polykondensate im Sinne der Erfindung sind beispielsweise lineare Polyamide, die in üblicher Weise aus Lactamen, wie Caprolactam, Oenanthlactam, Capryllactam und Lauryllactam, oder aus Dicarbonsäuren, wie Adipin-, Kork-, Sebacin-oder Heptadecandicarbonsäure, und Diaminen, wie Hexamethylendiamin, Octamethylendiamin, Decamethylendiamin und Dodecamethylendiamin, hergestellt werden können, oder auch Polyamidester, die in üblicher Weise aus Dicarbonsäuren, wie Adipinsäure, Bernsteinsäure, Maleinsäure oder Sebacinsäure, und Aminoalkoholen, wie Äthanolamin, 6-Amino-hexanol und 6-Amino-2- äthylhexanol, oder derartigen Dicarbonsäuren und Gemischen von Diolen, wie   Butandiol-1, 4,   Hexandiol- - 1, 6, Octandiol-1, 8 und Decandiol-1, 10, und Diaminen, wie Hexamethylendiamin, Octamethylendiamin und Decamethylendiamin, hergestellt werden können,

   sowie die in üblicher Weise herstellbaren Polyharnstoffe, Polythioharnstoffe und Polyurethane. 



   Derartige Polykondensate können in homogener oder heterogener Phase, gegebenenfalls in Gegenwart geeigneter Lösungsmittel, wie Äther, Kohlenwasserstoffe, Eisessig, Acetanhydrid, Benzol, Toluol, oder von inerten Gasen, wie beispielsweise Stickstoff und Kohlendioxyd, mit den üblichen Nitrosierungsmitteln, wie z. B. Distickstofftrioxyd, Nitrosylchlorid, salpetriger Säure oder Alkylnitriten in kontinuierlicher oder diskontinuierlicher Verfahrensweise an den Amidstickstoffatomen nitrosiert werden. Je nachdem, welche Mengenverhältnisse von Polykondensaten zu Nitrosierungsmittel und welche Reaktionsbedingungen hiebei angewandt werden, erhält man entsprechende N-Nitroso-Polykondensate, die an einem grösseren oder kleineren Teil ihrer Carbonamidgruppen nitrosiert sind.

   Beispielsweise wird die Nitrosierung mit Vorteil in Lösung und mit einem Überschuss an Nitrosierungsmittel ausgeführt, wenn man N-NitrosoPolykondensate für das erfindungsgemässe Verfahren verwenden will, die an einem grossen Teil, z. B. mehr als   20%,   ihrer Carbonamidgruppen nitrosiert sind. Dagegen erhält man N-Nitroso-Polykondensate, bei denen nur ein relativ kleiner Teil-im allgemeinen weniger als   10%-ihrer   Carbonamidgruppen nitrosiert sind, wenn die Nitrosierung in heterogener Phase, d. h. beispielsweise durch Einwirkung gas- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 förmiger oder flüssiger, gegebenenfalls verdünnter Nitrosierungsmittel auf ungelöste und gegebenenfalls dispergierte Polykondensate durchgeführt wird.

   In diesem Fall ist der Nitrosierungsgrad auch sehr stark von der Teilchengrösse der Polykondensate abhängig und um so grösser, je kleiner die Teilchengrösse ist. 



   Die Nitrosierung lässt sich mit Vorteil in einer Wirbelschicht durchführen. 



   Polyolefine im Sinne der Erfindung sind hochmolekulare Polymerisate, die in üblicher Weise, z. B. nach den Verfahren der Hoch- und Niederdruckpolymerisation, aus Olefinen, wie Äthylen, Propylen, Butylen und Isobutylen, hergestellt werden können. Sie können gerad-und verzweigtkettig oder in geringem Ausmass auch vernetzt sein. Olefinisch ungesättigte Monomere, die erfindungsgemäss zusätzlich verwendet werden können, sind z- B.

   Olefine, wie Äthylen, Propylen, Butylen, Isobutylen ; Diolefine, wie Butadien und Isopren ; Vinylhalogenide, wie Vinylchlorid, Vinylfluorid und Vinylidenchlorid ; Acrylverbindungen, wie Acryl- und Methacrylsäure, und deren Ester mit geradkettigen oder verzweigten Alkoholen mit bis zu 15 C-Atomen, sowie Acrylnitril, Acrylamid und Methacrylamid ; Vinylester, wie Vinylacetat und Vinylpropionat ; vinylaromatische Verbindungen, wie Styrol,   ex. -Methylstyrol   und Divinylbenzol ; durch Vinylgruppen substituierte heterocyclische Verbindungen, wie Vinylpyrrolidon, Vinylcarbazol und Vinylpyridin, sowie Vinyläther, wie   Ärhyl-,   Butyl- und Isobutyl-vinyläther, oder Butandioldi-vinyläther, sowie ferner Vinylketone, wie Methylvinylketon. 



   Das Mengenverhältnis von N-Nitroso-Polykondensaten zu Polyolefinen kann bei dem erfindunggemässen Verfahren innerhalb weiter Grenzen variiert werden. Es richtet sich nach den bei dem Verfahrensprodukt gewünschten Eigenschaften und dem Nitrosierungsgrad des N-Nitroso-Polykondensates und liegt zweckmässig zwischen einem Verhältnis von N-Nitroso-Polykondensat zu Polyolefinen zwischen 0, 5 : 99, 5 und 99 : 1, vorzugsweise zwischen 10 : 90 und 90 : 10. Der Anteil an Monomeren der oben genannten Art im Reaktionsgemisch kann bis zu etwa 50   Gew.-%,   vorzugsweise zwischen 2 und 20 Gew.-%, bezogen auf die Menge an Polyolefinen, betragen. 



   Bei dem   erfindungsgemässen   Verfahren können ein oder mehrere Polyolefine mit einem oder mehreren
N-Nitroso-Polykondensaten, gegebenenfalls zusammen mit olefinisch ungesättigten Monomeren in der
Schmelze umgesetzt werden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann in Kesseln, Türmen oder Autoklaven ausgeführt werden, in denen gegebenenfalls mit Hilfe der üblichen mechanischen Vorrichtungen für eine gute Durchmischung, sowie für eine gute Kontrolle der Temperatur des Reaktionsgemisches gesorgt ist. Zweckmässig wird das   erfindungsgemässe   Verfahren bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes der höchstschmelzenden
Reaktionskomponente durchgeführt. Auch ist es von Vorteil, bei erhöhtem Druck und unter Ausschluss von Sauerstoff zu arbeiten. Beispielsweise kann das Verfahren mit Vorteil in Schneckenpressen oder
Knetmaschinen durchgeführt werden. 



   N-Nitroso-Polykondensate der genannten Art zerfallen bei erhöhter Temperatur, im allgemeinen bei
Temperaturen über 60   C, aber zum Teil auch schon bei niedrigeren Temperaturen, und wenn sie bei erhöhter Temperatur einer starken mechanischen Beanspruchung ausgesetzt werden, sowie gegebenenfalls in Gegenwart geringer Mengen alkalisch reagierender Stoffe und/oder von Salzen der Übergangselemente wahrscheinlich in mehr oder weniger hochmolekulare Radikale. Diese Radikale reagieren mit Polyolefinen und gegebenenfalls zusätzlich mit Monomeren der genannten Art. Man erhält nach diesem Verfahren
Block-Pfropfmischpolymerisate, die wahrscheinlich in der Hauptkette oder insbesondere als Seitenketten
Segmente aus carbonamidgruppenhaltigen Polykondensaten enthalten und die gegebenenfalls auch vernetzt sein können.

   Die Carbonamidgruppen enthaltenden Segmente sind im Mittel umso grösser, je niedriger der Nitrosierungsgrad der verwendeten   N-Nitroso-Polykondensate gewählt   wird. 



   Als basisch reagierende Stoffe eignen sich beispielsweise Alkali- und Erdalkalihydroxyde, wie Natrium-, Kalium- und Calciumhydroxyd, Alkoholate, wie   Natriummethylat, -äthylat oder -butylat, Alkali- und   Erdalkalicarbonate sowie-acetate, wie Natriumcarbonat, Bariumcarbonat und Natriumacetat sowie Amine, wie   Äthanolamin,     Triäthanolamin,   Diäthylamin, Diäthylentriamin und Oleylamin, oder ferner stickstoffhaltige Heterocyclen, wie Pyridin und Piperidin. 



   Geeignete Salze der Übergangselemente sind beispielsweise Manganchlorid, Kobaltsulfat, Kobaltnaphthenat,   Kobalthypoph03phit   oder Eisenstearat. Derartige Stoffe beschleunigen als Cokatalysatoren den Zerfall der N-Nitroso-Polykondensate, bewirken eine Verkürzung der Reaktionsdauer und ermöglichen gegebenenfalls mildere Reaktionsbedingungen. 



   Auch kann es von Vorteil sein, bei dem   erfindungsgemässen   Verfahren geringe Mengen üblicher Polymerisationsbeschleuniger, wie beispielsweise Peroxyde oder   Azo-bis-di-isobuttersäurenitril,   zuzusetzen. 



   Mit Hilfe des erfindungsgemässen Verfahrens kann man in einfacher Weise Block-Pfropfmischpolymerisate herstellen, die die wertvollen Eigenschaften der verschiedenartigen hochmolekularen Ausgangskomponenten aufweisen, oder deren Eigenschaften gegenüber denen der entsprechenden Polykondensate bzw. Polyolefine in vorteilhafter Weise modifiziert sind ; z. B. lässt sich auf diese Weise die Bedruckbarkeit und Färbbarkeit bzw. Nichtanfärbbarkeit günstig beeinflussen. 



   Derartige Block-Pfropfmischpolymerisate können nach den üblichen Verfahren, beispielsweise des Spritzgiessens, Strangpressens oder Schmelzspinnens, zu Formkörpern, wie Fäden, Fasern, Borsten, Folien, Klebefolien, Haushaltsgegenständen und Zahnrädern, oder auch zu Klebstoffen oder Lacken verarbeitet werden. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die in den folgenden Beispielen genannten Teile sind Gew.-Teile. 



   Beispiel 1 :
A. Block-Pfropfmischpolymerisat
In einem zweiwelligen Scheibenkneter, dessen Scheiben eine Drehzahl von lOOUmdr/min haben, werden bei 270-310  C unter Ausschluss von Sauerstoffen je Stunde 100 Teile eines Gemisches aus 20 Teilen eines teilweise nitrosierten Polyhexamethylenadipamids (vgl. unten) und 80 Teilen Hochdruckpolyäthylen vom Schmelzindex 2 und der Dichte 0, 918 umgesetzt. 



   Man erhält ein Block-Pfropfmischpolymerisat, das bei 100  C in Xylol bis auf einen Rest von   6%   löslich ist und das im Dünnschnitt unter dem Mikroskop bei 300facher Vergrösserung eine sehr einheitliche Korngrösse zeigt. Seine mechanischen und elektrischen Kenngrössen sind in der folgenden Tabelle zu-   sammengefasst :

     
Tabelle 1 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Messgrösse <SEP> Messwert <SEP> Dimension <SEP> 
<tb> Dichte <SEP> 0, <SEP> 957 <SEP> g/cm3 <SEP> 
<tb> Schmelzindex <SEP> (bei <SEP> 240  <SEP> C <SEP> und <SEP> 2,16 <SEP> kg <SEP> Belastung) <SEP> .. <SEP> 2,06 <SEP> g/10 <SEP> min
<tb> Schmelzpunkt <SEP> ........................... <SEP> 237 <SEP> bis <SEP> 254 <SEP>  C
<tb> Kugeldruckhärte <SEP> (nach <SEP> DIN <SEP> 53 <SEP> 456, <SEP> 1 <SEP> Minute
<tb> Belastung) <SEP> ............................. <SEP> 160 <SEP> kg/cm2
<tb> Zugfestigkeit <SEP> 89 <SEP> kg/cm2
<tb> max. <SEP> Dehnung <SEP> (nach <SEP> DIN <SEP> 53 <SEP> 371) <SEP> ................. <SEP> 2 <SEP> % <SEP> 
<tb> Wasseraufnahme <SEP> (nach <SEP> 8tägiger <SEP> Lagerung <SEP> in
<tb> Wasser <SEP> bei <SEP> 25  <SEP> C)....................

   <SEP> 0,43 <SEP> Gew.-%
<tb> dielektrischer <SEP> Verlustfaktor <SEP> tan <SEP> S................. <SEP> 130#10-4
<tb> Dielektrizitätskonstante <SEP> z..................... <SEP> 2,5
<tb> 
 
B. Nitrosierung
Das teilweise nitrosierte Polyamid wurde wie folgt hergestellt :
20 Teile eines körnigen Polyamids (Korngrösse 2-3 mm), das in üblicher Weise aus 11, 2 Teilen Adipinsäure und 8, 8 Teilen Hexamethylendiamin hergestellt wurde, und das den k-Wert 72 hat, werden 20-30 min mit 1 Teil flüssigem Distickstofftrioxyd bei einer Temperatur zwischen 0 und -5  C nitrosiert. 



  Anschliessend wird das überschüssige Distickstofftrioxyd von dem teilweise nitrosierten Polyamid abgedampft. Man erhält ein N-Nitroso-Polyamid, das einen Nitrosierungsgrad von etwa 20% hat, d. h. im Mittel ist etwa jede 5. Amidgruppe nitrosiert. 



   Verknetet man 94 Teile Hochdruckpolyäthylen mit 6 Teilen Polyhexamethylenadipamid unter sonst gleichen Bedingungen, so erhält man nur eine inhomogene Mischung. 



   Beispiel 2 :
A. Block-Pfropfmischpolymerisat
In einem zweiwelligen Scheibenkneter gleichsinniger Drehrichtung, dessen Scheiben eine Drehzahl von 100 Umdr/min haben, werden bei 230-280 C unter Sauerstoffausschluss je Stunde 110 Teile eines Gemisches aus 20 Teilen eines teilweise nitrosierten Polycaprolactams (vgl. unten) und 80 Teilen Hochdruckpolyäthylen vom Schmelzindex 2 g/10 min (bei 170 C) und der Dichte 0, 918 umgesetzt. 



   Man erhält ein Block-Pfropfmischpolymerisat, das bei   1000 C in Xylol   bis auf einen Rest von 4% löslich ist und das im Dünnschnitt unter dem Mikroskop bei 300facher Vergrösserung eine sehr einheitliche Korngrösse aufweist. Seine mechanischen und elektrischen Kenngrössen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst :

   
Tabelle 2 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> Messgrösse <SEP> I <SEP> Messwert <SEP> Dimension
<tb> Dichte........................................ <SEP> 0, <SEP> 954 <SEP> g/cm <SEP> 
<tb> Schmelzindex <SEP> (bei <SEP> 220 C <SEP> und <SEP> 2, <SEP> 16 <SEP> kg <SEP> Belastung).. <SEP> 2, <SEP> 26 <SEP> g/lOmin <SEP> 
<tb> Schmelzpunkt <SEP> 188 <SEP> bis <SEP> 204 <SEP>   <SEP> C <SEP> 
<tb> Kugeldruckhärte <SEP> (nach <SEP> DIN <SEP> 53 <SEP> 456, <SEP> 1 <SEP> min
<tb> Belastung) <SEP> 162 <SEP> kg <SEP> (cm2 <SEP> 
<tb> Zugfestigkeit <SEP> (nach <SEP> DIN <SEP> 53 <SEP> 371)................. <SEP> 90 <SEP> kg/cm2
<tb> max. <SEP> Dehnung <SEP> (nach <SEP> DIN <SEP> 53 <SEP> 371) <SEP> .................

   <SEP> 13 <SEP> %
<tb> Wasseraufnahmevermögen <SEP> (nach <SEP> 8tägiger <SEP> Lagerung
<tb> in <SEP> Wasser <SEP> bei <SEP> 25  <SEP> C) <SEP> 0, <SEP> 46 <SEP> Gew.-% <SEP> 
<tb> dielektrischer <SEP> Verlustfaktor <SEP> tan <SEP> 3................. <SEP> 280. <SEP> 10-4 <SEP> 
<tb> Dielektrizitätskonstante <SEP> z <SEP> .................. <SEP> 2,5
<tb> 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 
B. Nitrosierung
20 Teile körniges Polycaprolacteam, das eine Korngrösse von 2 bis 3 mm und den k-Wert 73 hat, werden bei Raumtemperatur in einer rotierenden Trommel mit einem Gasgemisch behandelt, das ausser Stickstoff insgesamt 2 Teile Distickstofftrioxyd enthält, bis praktisch kein Druckabfall mehr erfolgt. Man erhält ein N-Nitroso-Polycaprolactam, das einen Nitrosierungsgrad von etwa 25% hat. 



   An Stelle einer rotierenden Trommel kann auch ein Wirbelbett verwendet werden, in dem das Polykondensat durch einen im Kreislauf geführten Stickstoffstrom, der Distickstofftrioxyd enthält, durcheinander gewirbelt wird. 



   Beispiel 3 : In einem Scheibenkneter, dessen Scheiben eine Drehzahl von 110 Umdr/min haben, werden bei einer Temperatur von 230 bis 280   C unter Sauerstoffausschluss je Stunde 120 Teile eines Gemisches aus 20 Teilen eines teilweise nitrosierten pulverförmigen Polycaprolactams (vgl. unten) und 80 Teilen Hochdruckpolyäthylen vom Schmelzindex 2 und der Dichte 0, 918 umgesetzt. 



   Man erhält ein Block-Pfropfmischpolymerisat, das bei 100  C in Xylol bis auf einen Rest von 3% löslich ist, und das im Dünnschnitt unter dem Mikroskop bei 300facher Vergrösserung eine sehr einheitliche Korngrösse aufweist. Seine mechanischen und elektrischen Kenngrössen sind in der folgenden Tabelle   zusammengefasst :

    
Tabelle 3 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Messgrösse <SEP> messwert <SEP> Dimension
<tb> Dichte.............................. <SEP> 0,950 <SEP> g/cm3
<tb> Schmelzindex <SEP> (bei <SEP> 220  <SEP> C <SEP> und <SEP> 2,16 <SEP> kg <SEP> Belastung) <SEP> .. <SEP> 2,09 <SEP> g/10 <SEP> min
<tb> Schmelzpunkt <SEP> 195 <SEP> bis <SEP> 210 <SEP>   <SEP> C <SEP> 
<tb> Kugeldruckhärte <SEP> (nach <SEP> DIN <SEP> 53 <SEP> 456, <SEP> 1 <SEP> min
<tb> Belastung) <SEP> 157 <SEP> kg/cm2
<tb> Zugfestigkeit <SEP> (nach <SEP> DIN <SEP> 53 <SEP> 371) <SEP> 97 <SEP> kgfcm <SEP> 2 <SEP> 
<tb> max. <SEP> Dehnung <SEP> (nach <SEP> DIN <SEP> 53 <SEP> 371) <SEP> """"""'" <SEP> 34 <SEP> % <SEP> 
<tb> Wasseraufnahmevermögen <SEP> (nach <SEP> 8tägiger <SEP> Lagerung
<tb> in <SEP> Wasser <SEP> bei <SEP> 25  <SEP> C) <SEP> ...................

   <SEP> 0,52 <SEP> Gew.-%
<tb> dielektrischer <SEP> Verlustfaktor <SEP> tan <SEP> ................. <SEP> 120#10-4
<tb> Dielektrizitätskonstante <SEP> E <SEP> """"""'"''''''''2, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI4.2 
 das den k-Wert 70 und eine Teilchengrösse von 3 bis   ze   hat, werden in etwa 100 Teilen Chloroform suspendiert. In diese Suspension werden bei einer Temperatur von etwa 2 C 1 Teil flüssiges Distickstofftrioxyd langsam zugetropft. Die Nitrosierung ist abgeschlossen, wenn die Suspension praktisch farblos geworden ist. Man dampft dann das Chloroform unter vermindertem Druck ab und erhält als Rückstand ein teilweise nitrosiertes Polycaprolactam, das einen Nitrosierungsgrad von etwa   10%   hat. 



   Beispiel 4 : In einem zweiwelligen Scheibenkneter wird ein Gemisch aus 10 Teilen Polycaprolactam, dessen Carbonamidgruppen zu 30 % nitrosiert sind und das den k-Wert 71 sowie die Dichte 1,11 g/cm3 hat, und 90 Teilen Polypropylen, das bei 210   C den Schmelzindex 0, 40 g/10 min hat, einige Stunden bei 210-240  C intensiv geknetet. Man erhält ein Block-Pfropfpolymerisat, das die Dichte 0,93 g/cm3, den Erweichungsbereich 187-200  C, die Zugfestigkeit (nach DIN 53 371) 358 kg/cm2 und bei 190 C den Schmelzindex   0, 42 gfl0 min   hat. Das Pfropfmischpolymerisat kann beispielsweise mit Polypropylen durch Verkneten homogen vermischt werden. Beim Verkneten gleicher Teile des Block-Pfropfmischpolymerisats mit Polypropylen erhält man ein homogenes Gemisch, das die Dichte   1, 27 gjcm3   und den Schmelzbereich 170-180 C hat.

   Das Gemisch eignet sich besonders zur Herstellung transparenter Formkörper nach dem Spritzgussverfahren und zeichnet sich durch sehr gute Fliessfähigkeit und Entformbarkeit aus. 



   Das nitrosierte Polycaprolactam wurde wie folgt hergestellt : 1000 Teile pulverförmiges Polycaprolactam, das den k-Wert 65, die Dichte 1,12 g/cm3 und eine mittlere Korngrösse von 0, 05 bis 0, 3 mm hat, wird bei einer Temperatur von 10 bis 20   C unter Aufwirbeln mit einem wasserfreien Gemisch aus Stickstoff und Nitrosylchlorid behandelt bis es 300 Teile Nitrosylchlorid aufgenommen hat. Man erhält ein nitrosiertes Polycaprolactam, das einen Nitrosierungsgrad von etwa 25-30% aufweist. Der bei der Nitrosierung entstehende Chlorwasserstoff wird bei der Umsetzung zu etwa 1/5 seiner Menge an das Polycaprolactam adsorbiert. Das nitrosierte Polycaprolactam wird zweckmässig rasch weiterverarbeitet oder bei tiefen Temperaturen gelagert. 



   Beispiel 5 : Ein Gemisch aus 30 Teilen Polycaprolactam, dessen Carbonamidgruppen zu etwa   15%   nitrosiert sind, und 70 Teilen Hochdruckpolyäthylen, das die Dichte   1, 09 gfcm3   und bei 190 C den Schmelzindex 1, 5 g/10 min hat, wird in einem zweiwelligen Scheibenkneter, dessen Knetscheiben sich mit 110 Umdr/min gleichsinnig drehen, einige Minuten bei etwa 210   C geknetet. Man erhält ein Block-   Pfropfmischpolymerisat, das die Dichte 0,97 g/cm3, den Erweichungsbereich 204-210  C, die Zugfestigkeit 22 kgfcm2 und den Schmelzindex 0, 96 hat. Bei einstündiger Lagerung in siedendem Wasser   

 <Desc/Clms Page number 5> 

 nimmt es 1, 12 Gew.-% Wasser auf. Es kann mit Polyäthylenen und Polyamiden, insbesondere Polycaprolactam, in beliebigen Verhältnissen durch Kneten homogen vermischt werden.

   Beispielsweise erhält 
 EMI5.1 
 bereich   197-204  C   hat. Das Gemisch nimmt bei einstündiger Lagerung in siedendem Wasser 2, 11 Gew.-% Wasser auf. Das nitrosierte Polycaprolactam wurde nach den Angaben in Beispiel 4 aus Polycaprolactampulver und Nitrosylchlorid unter Durchwirbelung des Polycaprolactams hergestellt. 



   Beispiel 6 : Ein Gemisch aus 70 Teilen Polyäthylen, 5 Teilen Acrylsäurebutylester und 25 Teilen Polycapryllactam, dessen Carbonamidgruppen zu etwa 10% nitrosiert sind, wird in einem zweiwelligen Scheibenkneter, dessen Knetblöcke sich mit 110 Umdr/min gleichsinnig drehen, etwa 90 sec bei 190 bis 240   C geknetet. Man erhält eine zähelastisches Mischpfropfpolymerisat, das sehr gutes Fliessvermögen zeigt und sich nach dem Spritzgussverfahren leicht zu   Formkörpern   verarbeiten lässt und dabei nicht an den Formen festklebt. Es hat die Dichte   0,96 g/cm3,   den Erweichungsbereich   178-185   C,   die Zugfestigkeit (DIN 53371) 172   kgfcm2   und die Dehnung   86%.   Bei einstündiger Lagerung in siedendem Wasser nimmt es nur 0, 8 Gew.-% Wasser auf.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Block-Pfropfmischpolymerisaten aus Polykondensaten und Polyolefinen, dadurch gekennzeichnet, dass man an den Amidstickstoffatomen vollständig oder teilweise nitrosierte Carbonamidgruppen enthaltende Polykondensate mit Polyolefinen und gegebenenfalls zusätzlich mit olefinisch ungesättigten Monomeren in der Schmelze umsetzt.
AT523061A 1960-08-04 1961-07-06 Verfahren zur Herstellung von Block-Pfropfmischpolymerisation aus Polykondensaten und Polyolefinen AT232724B (de)

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