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Vorrichtung an Flammendetektoren für Ölfeuerungen
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung an Flammendetektoren für Ölfeuerungen, mit photoelektrischem Flammenfühler zum Einstellen des Bereiches der Ansprechempfindlichkeit, wobei der Fühler im Feuerungsraum sowohl der Flammenstrahlung als auch derjenigen glühender Festkörper ausgesetzt ist.
In Ölfeuerungen ist der photoelektrische Flammenfühler des Flammendetektors einerseits der Flammenstrahlung und anderseits der Strahlung glühende Körper im Feuerungsraum, z. B. der Strahlung der glühenden Ofenausmauerung, ausgesetzt. Bei erstmaliger Inbetriebnahme von Ölfeuerungsanlagen muss die Empfindlichkeit des Flammendetektors so eingestellt werden, dass nur die Flam menstrahlung, in keinem Fall aber diejenige der im Feuerungsraum befindlichen glühenden Körper eine das Vorhandensein einer Flamme anzeigende Schalthandlung des Flammendetektors auslösen kann.
Bei Inbetriebnahme von Feuerungsanlagen ist jeweils nur die Intensität S der Flal11l1Jenstrahlul1g direkt feststellbar ; die jeweils mögliche höchste Strahlungsintensität I einer nach dem Verlöschen der Flamme nachleuchtenden Ofenausmauerung ist zu bestimmten Werten von S aus zahlreichen experimentellen Untersuchungen bekannt, so dass sich zu jedem Wert von S ein Wert I = A.
S angeben lässt, wobei die empirische Verhältniszahl A durch die verschiedenen Parameter des gesamten Systems Brenner-Ofen-Flam- menfühler bestimmt ist ; der Flammendetektor darf bei der Intensität I noch nicht ansprechen und man wählt daher als (untere) Ansprechgrenze einen Wert So = I+B, wobei B eine : ; sogenannten Sicherheitsab- stand bedeutet, d. h. einen gewissen Betrag an Strahlungsintensität, um den die zum Ansprechen des Flammendetektors ausreichende Intensität So die ermittelte Intensität I übersteigen muss, damit der Flammendetektor auf die Strahlung der glühenden Ofenausmauerung sicher nicht ansprechen kann.
Bei den bisher bekannten Flammendetektoren wird nun der richtige Empfindlichkeitsbereich derart bestimmt, dass die Intensität S der Flammenstrahlung entweder direkt mit einem Strahlungsmesser gemessen oder aus elektrischen Messungen in der Schaltung des Flammendetektors während des Betriebes ermittelt wird, sodann aus dem erhaltenen Wert sowie den aus den Kurven und Tabellen abzulesen oder im Montageauftrag angegebenen Grössen A und B die Ansprechintensität So nach den obigen Gleichungen bestimmt und schliesslich an Hand einer weiteren Tabelle die dem gefundenen Wert So entsprechende, im Flammendetektor durch Umklemmen von internen elektrischen Verbindungen wählbareEmpfindlichkeits-
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schiedlich schaltungstechnische Aufbau, so dass dieses bisherige Verfahren zur Bestimmung ihres Empfindlichkeitsbereiches umständlich und zeitraubend ist und auch mannigfache Fehlerquellen einschliesst.
Nach der Erfindung werden nun bei Vorrichtungen anFlammendetektoren der eingangs beschriebene., Art diese Nachteile dadurch behoben, dass sie aus einem Lichtdämpfungsfilter mit solchem Durchlässigkeitsgrad bestehen, dass die Intensität S der zu beobachtendenFlammenstrahlung auf einen Wert So=A. 8 + B erniedrigt wird, der grösser ist als die im Feuerungsraum an glühenden Festkörpern maximal auftretende Strahlungsintensität I (I < S . < S), und dass dieses Filter nur während der Einstellung desAnsprechempfindlichkeits-Bereiches des Flammendetektors zwischen Strahlungsquellen und FlammenfChlsr angeordnet ist.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 einen photoelektrischen Flammenfühler ; Fig. 2 und 3 verschiedene Lichtdämpfungsfilter ; Fig. 4 einen Flammenfühler mit aufgesetztem Lichtdämpfungsfilter.
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In Fig. 1 bedeutet 1 einen Flammenfühler, bestehend aus einer Photozelle 2, einer Fassung 3 und einer Schutzhaube 4 mit einem Lichteintrittsfenster 5. Die Fassung 3 des Flammenfühlers 1 ist einerseits mit Steckkontakten für die Photozelle 2 versehen und dient anderseits zur Befestigung des Flammenfühlers 1 an Teilen des Brenners oder des Ofens einer Feuerungsanlage.
Ein Lichtdämpfungsfilter kann entweder gemäss der Fig. 2 aus einer Hülse 6 mit einer Perforation 7, wobei für die Perforation ein möglichst enger Raster gewählt ist, oder nach der Fig. 3 aus einem ebenso perforierten Band 8 bestehen, das teilweise mit einer selbstklebenden Schicht 9,10 versehen ist. Die Licht-
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;können aber auch vorteilhaft aus nicht perforiertem homogen durchscheinendem Papier oder Kunststoff mit definiertem Transmissionsgrad bestehen, Die Anwendung eines homogen durchscheinenden Werkstoffes mit einer zusätzlichen Perforation ist ebenfalls sinnvoll.
Fig. 4 zeigt den Flammenfühler 1, über dessen Schutzhaube 4 ein als Hülse ausgebildetes Licht- dämpfungsfilter gesteckt ist, so dass nur der durch die Perforation hiidurcbrretende Teil einer auf den Flammenfühler auftreffenden Strahlung 11 auf die Photozelle 2 gelangt. Infolge seiner unvermeidlichen
Deformation (Abweichungen des Querschnittes von der Kreisform) findet das hülsenförmigeLichtdämpfungs- filter auf der Schutzhaube 4 ausreichenden Halt, es ist jedoch möglich, das Filter, welches etwas länger ist als die Schutzhaube 4, an den überstehenden Rändern umzuknicken und es so gegen axiale Verschiebung zu sichern. Ein Lichtdämpfungsfilter gemäss Fig. 3 wird auf die Schutzhaube 4 des Flammenfühlers 1 (vgl.
Fig. 1) so aufgeklebt, dass die Filterfläche vor das Lichtdurchtrittsfenster 5 zu liegen kommt.
Zur Einstellung der Ansprechempfindlichkeit eines Flammendetektors wird das Lichtdämpfungsfilter einfach vor das Lichtdurchtrittsfenster 5 des Flammenfühlers 1 gebracht und bei voller Strahlungsintensi- tät der normalen Flamme diejenige Empfindlichkeitsstufe des Flammendetektors gewählt, bei welcher der Flammendetektor mit aufgesetztem Lichtdämpfungsfilter gerade noch das Vorhandensein einer Flamme meldet. Anschliessend wird das Lichtdämpfungsfilter abgenommen und eventuell seines geringen Materialwertes wegen einfach weggeworfen. Da das Lichtdämpfungsfilter erfindungsgemäss die Verhältniszahl A und den Sicherheitsabstand B berücksichtigt, ist somit ohne Messung und ohne Rechnung am Montageort eine rasche und zuverlässige Einstellung eines Flammendetektors möglich.
Wegen der Verschiedenheit der GrössenA und B, abhängig von den jeweiligen Parametern einer Feuerungsanlage, sind naturgemäss Lichtdämpfungsfilter mit verschiedener optischer Durchlässigkeit erforderlich. Da aber die Parameter einer Feuerungsanlage bereits bei der Projektierung bekannt sind, kann dem zu liefernden Flammendetektor gleich das richtige Lichtdämpfungsfilter beigegeben werden. Ebenfalls ist es möglich, dem Monteur ein Sortiment aller in Frage kommenden Filter an die Hand zu geben, wobei dann jeder Filtersorte (d. h. jedem Transmissionsgrad) eine bestimmte Kennzahl, ein Kennbuchstabe oder eine Kennfarbe zugeordnet ist. Im Montageauftrag wird dann lediglich die Kennzeichnung des zu verwendenden Filters angegeben.
Eine weitere Vereinfachung lässt sich bei Verwendung eines homogen durchschei- nenden, selbstklebenden Filterbandes, welches in Form einer Rolle, ähnlich einem Isolierband, vorliegt, dadurch erzielen, dass die verschiedenen erforderlichen Transmissionsgrade durch Übereinanderlegen mehrerer Schichten ein und desselben Filterbandes hergestellt werden. In diesem Falle ist nur eine einzige Sorte eines Filterbandes erforderlich, von welchem der Monteur stets eine Rolle mitführen kann. Im Montageauftrag ist dann lediglich z. B. anzugeben :" Liehtdämpfungsfilter 1-fach"oder"Liehtdämpfungsfilter 2 -fach" usw.
Neben der wesentlichen und grundlegenden Vereinfachung der Einstellarbeitbei der Installation von photoelektrischen Flammendetektoren wird durch die Anwendung der Erfindung ein wertvoller Beitrag zur Erhöhung der Betriebssicherheit von Flammendetektoren dadurch geleistet, dass viele bisher gegebenen Möglichkeiten für persönliche Fehler bei der Wahl des Empfindlichkeitsbereiches vonFlammendetektoren gänzlich entfallen. i.
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