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Mehrstrahlflügelradwas s erzähler
Es ist allgemein bekannt, dass das aus Wasserleitungen zufliessende Wasser in den Wasserzähler Luft mitführt. Diese Luft sammelt sich an der höchsten Stelle des Messgerätes, und durch die entstehenden, auf die Messorgane einwirkenden Druckstösse kann die Funktion des Gerätes beeinflusst werden. Unter der Wir- kung der angesammelten Luft kann der Fall eintreten, dass die Zapfen der schnellaufenden Teile des Ge- rätes in den Lagern trockenlaufen, was zu einer schnellen mechanischen Abnützung dieser Teile und da- mit zu einer Herabsetzung der Lebensdauer des Gerätes führt.
Dieser Mangel soll bei einem Mehrstrahlflügelradwasserzähler nach dem Stammpatent Nr. 216773 behoben werden, dessen Verteilungskammer aus drei Teilen besteht, wobei der Bodenteil der Verteilungskammer von einem ringsegmentförmigen Eintrittskanal vertikal durchsetzt wird, an den ein im unteren Teil des Mittelteiles verlaufender, ebenfalls ringsegmentförmiger Kanal anschliesst, aus welchem gleichmässig um den inneren Umfang angeordnete Einflusskanäle tangential gegen das Flügelrad führen, von welchen die Flüssigkeit durch Ausflusskanäle in den im oberen Teil des Mittelteiles, gegebenenfalls auch im Oberteil ausgebildeten ringförmigen Kanal strömt, der in einen vertikalen Austrittskanal des Mittelteiles mündet,
an den ein in den Hauptausflussraum des Wasserzählergehäuses mündender vertikaler Austrittskanal im Bodenteil anschliesst.
Nach der vorliegenden Erfindung führt bei einem Wasserzähler nach dem Stammpatent von der höchsten Stelle des Raumes innerhalb der die Messeinrichtung und das Zählwerk abdeckenden Dichtungskappe ein Entlüftungskanal durch die Seitenwand der Dichtungskappe und durch den Oberteil der Verteilungskammer in den ringförmigen Austrittskanal im Oberteil bzw. im Mittelteil der Verteilungskammer.
Aus der Flügelradkammer strömt die Flüssigkeit durch Ausflusskanäle des Mittelteiles in den ringförmigen Ausflusskanal des Oberteiles der Verteilungskammer und von da in den Ausflusskanal, der zur Achse des Gerätes parallel verläuft.
Der zur Entlüftung dienende Verbindungskanal ist im zylindrischen Teil der Dichtungskappe und im Oberteil der Verteilungskammer untergebracht. Der Entlüftungskanal ist in der Dichtungskappe mit einer radialen Rille an der höchsten Stelle der Dichtungskappe verbunden, wobei die Rille von der oberen Lagerplatte des Zählwerkes abgedeckt ist, so dass sie einen Teil des Entlüftungskanals bildet.
Die Rille in der Dichtungskappe verbreitert sich zur Achse des Wasserzählers hin und mündet mit Abrundungen ihrer Wandungen in einer Ausnehmung der Dichtungskappe.
Die Ausbildung der selbsttätigen Entlüftungseinrichtung des Mehrstrahlwasserzählers ist demnach eine solche, dass die höchste Stelle der Messeinrichtung mit dem Ausfluss-Sammelraum der Verteilungskammer durch einen Entlüftungskanal verbunden ist. Die bei einer grösseren Flüssigkeitsentnahme sich ansammelnde Luft wird durch den Druckunterschied in den beiden Räumen zum Flüssigkeitsausfluss hinausgedrückt. Durch die Verbreiterung und Abrundung der Rille in der Richtung zur Ausnehmung der Dichtungskappe wird die Luft mit besserer Wirkung aus dem grösseren Raum der Ausnehmung entfernt.
Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt, worin in Fig. 1 ein Mehrstrahlwasserzähler mit dreiteiliger Verteilungskammer und der Dichtungskappe und in Fig. 2 (Teilschnitt und Sicht in Richtung U) das Rillendetail der Dichtungskappe dargestellt wird.
* 1. Zusatzpatent Nr. 225965.
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In der Umfangswand der Dichtungskappe 1 des Wasserzählers ist ein Teil des zur Entlüftung dienenden Verbindungskanals 2 vorgesehen, im Oberteil 3 der Verteilungskammer befindet sich als Fortsetzung des Kanals 2 ein Entlüftungskanal 4, der in den ringförmigen Ausflussraum 5 einmündet. Die höchste Stelle der Dichtungskappe 1 ist in radialer Richtung senkrecht zur Achse des Gerätes mit einer Rille 6 versehen, deren Einmündung 7 in eine Ausnehmung 11 der Dichtungskappe 1 in Richtung zur Achse des Gerätes bzw. zur Achse der Verteilungskammer sich verbreitert, wobei der Übergang 8 der Seitenwände der Rille in die zylindrische Wand der Dichtungskappe abgerundet ist.
Durch die obere Lagerplatte 9 des Laufwerkes ist die Rille 6 so abgedeckt, dass die Rille 6 und die obere Lagerplatte einen gemeinsamen Aus- milndungsteil des Entlüftungskanals bilden. Die Rille 6 und der Entlüftungskanal 2 sind durch eine Öffnung 10 verbunden. Die in der Ausnehmung 11 in der oberen Wand der Dichtungskappe 1 angesammelte Luft hat einen grösseren Druck als die Luft im Ausflussraum 5, wodurch die Strömung zur Ausflussstelle der Flüssigkeit und aus dem Gerät zustandekommt.
Das beschriebene, von den Kanälen in den Wänden der Messeinrichtung gebildete System stellt eine selbsttätige Entlüftungseinrichtung dar. Es ist in einem Messgerät mit geschlossener Verteilungskammer vorgesehen, in der sich die ganze Zufluss- und Ausflussströmung der durchfliessenden Flüssigkeit abspielt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mehrstrahlflügelradwasserzähler nach Patent Nr. 216733, dadurch gekennzeichnet, dass von der höchsten Stelle des Raumes innerhalb der die Messeinrichtung und das Zählwerk abdeckenden Dichtungskappe (1) ein Entlüftungskanal (2, 4) durch die Seitenwand, der Dichtungskappe und durch den Oberteil (3) der Verteilungskammer in den ringförmigen Austrittskanal im Oberteil bzw. im Mittelteil der Verteilungskammer führt.