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Richtantenne
Die Erfindung bezieht sich auf Richtantennen für elektromagnetische Wellen, insbesondere für Dezi- meter-Wellen. Bei solchen Antennen ist es bekannt, eine gute Richtwirkung zu erzielen, indem ein Dipol mit Reflektoren und/oder Direktoren zusammengebaut wird. Zur Verbesserung der Bandbreite solcher Antennen ist es auch bekannt, den Dipol statt drahtförmig oder stabförmig flächenförmig auszubilden. Es ist auch bekannt, zur Erzielung einer einseitigen Richtwirkung die beiden Teile der Dipolantenne so weit zusammen zu biegen, dass die Dipolenden einen Winkel einschliessen, der kleiner als 1800 ist. Es ist ferner bekannt, bei in einer auf einer Platte oder Scheibe angeordneten Antenne den Reflektor so zu biegen, dass seine Enden mit den Dipolenden kapazitiv gekoppelt sind.
Es ist bereits eine Antennenanordnung bekannt (USA-Patentschrift Nr. 2, 958,868), bei der ein annähernd ringförmiger Reflektor und eine dipolartige Flächenantenne aus einem StUck leitenden Materials gebogen sind. Die beiden Enden der Flächenantenne laufen dabei spitz zu, sind durch den Reflektor hindurchgeführt und auf der gegenüberliegenden Seite des Reflektors mit der Zuführungsleitung galvanisch verbunden.
Die Erfindung betrifft eine Antenne, bei der ein besonders guter Wirkungsgrad und eine besonders gute Richtwirkung erzielt werden. Sie geht von einer Antennenbauweise aus, bei der eine Flächenantenne mit einem ringförmigen Reflektor baulich vereinigt ist, und besteht darin, dass die äusseren Enden der einen Winkelspiegel bildenden Flächenantenne und des ringförmigen Reflektors einen so geringen Abstand aufweisen, dass Flächenantenne und Reflektor an ihren äusseren Enden kapazitiv miteinander verkoppelt sind. Dadurch wird ein verbesserter Wirkungsgrad der Antenne erreicht.
Zur näheren Erläuterung der Erfindung wird im folgenden ein Ausführungsbeispiel an Hand der Zeichnung näher beschrieben.
Diese zeigt in Fig. 1 eine Antenne fur Dezimeter, Wellen mit einer zusammengeklappten Flächenantenne 1 und einem Reflektor 2, der so gebogen ist, dass seine Enden mit den Enden der Flächenantenne kapazitiv gekoppelt sind. Durch diese kapazitive Kopplung bilden die Flächenantenne 1 und der Reflek- tor 2 praktisch eine Dipolantenne, in die eine Kapazität eingeschaltet ist. Bei einer Ausbildung als Mehrebenenantenne kann der Reflektor 2 so ausgebildet werden, dass er einen gemeinsamen Reflektor für die Flächenantennen aller Ebenen bildet.
In Fig. 1, bei der die Antenne als Zwei-Ebenen-Antenne ausgebildet ist, erfolgt die Zufuhrung bzw.
Abnahme der Signale über eine Doppelleitung 3, die bei einer Länge À/4, d. h. bei dem halben Abstand der Ebenen, angezapft ist. An diese Anzapfung 4 ist die Zuleitung 5 angeschlossen.
Um die Antenne gegen Witterungseinflüsse zu schützen, ist die gesamte Antenne vorzugsweise innerhalb einer Kunststoffhülle angeordnet, wobei vorzugsweise der Reflektor als Innenbelag dieser Hülle aufgebracht ist. Bei Verwendung einer im wesentlichen nierenförmig ausgebildeten Hülle kann auch die Flächenantenne als Belag aufgebracht werden.
In Fig. 2 ist ein Querschnitt der in Fig. 1 gezeigten Antenne dargestellt, wobei gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.
Bei der Montage wird die Antenne vorzugsweise über eine Frequenzweiche an die Antennenzuleitung angeschlossen, die auch mit einer Antenne für andere Frequenzbereiche verbunden ist.
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Die so aufgebaute Antenne kann vorteilhaft mit einer Leuchte kombiniert werden, die innerhalb der Umhüllung angebracht wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Richtantenne für elektromagnetische Wellen, insbesondere für Dezimeter-Wellen, bei der eine Flächenantehne mit einem ringförmigen Reflektor baulich vereinigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die äusseren Enden der einen Winkelspiegel bildenden Flächenantenne (1) und des ringförmigen Reflektors (2) einen so geringen Abstand aufweisen, dass Flächenantenne (1) und Reflektor (2) an ihren äusseren Enden kapazitiv miteinander verkoppelt sind.