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Vorrichtung zum Messen des Blutdruckes
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der Austrittsöffnung des Röhrchens 15g weg gegen eine in das andere Hülsenende eingeschraubte Schrau- be 15m. Zufolge dieser Ausbildung ist der Abstand des Verschlussplättchens von der Austrittsöffnung von dem innerhalb der Dose herrschenden Druck abhängig und verringert oder vergrössert sich mit diesem, weil die sich ausbauchende oder abflachende Membran 15b das Röhrchen mitnimmt. Damit ist aber auch der durch die Relativlage der Austrittsöffnung und des Plättchens bestimmte Strömungswiderstand vom Druck abhängig gemacht. Bei geeigneter Einstellung des Plättchens mittels der Schraube 15m lässt sich wenig- stens annähernd Proportionalität erzielen.
Die aus dem durch das Röhrchen und das Verschlussplättchen abgegrenzten Ausströmquerschnitt des Ventiles pro Zeiteinheit ausströmende Luftmenge ist dann unabhängig vom Druck und praktisch konstant.
Der eigentliche Druckmesser 10 enthält in an sich bekannter Weise eine elastische Dose 30, deren lineare Verformung zur Anzeige des zu messenden Druckes über einen Mechanismus auf einen Zeiger 10a übertragen wird. Es empfiehlt sich, diese Dose etwas grösser auszubilden, als sonst üblich ist, um zu grösseren Zeigerausschlägen zu gelangen.
Der Zeiger ist (Fig. 4) an seinem der Spitze gegenüberliegenden Ende nach unten L-förmig abge- winkelt. Der abgebogene Teil 10z ragt mit kleinem Spiel zwischen die Arme 10e, 10s eines gabelförmigen Ansatzes 10r einer Hülse 10c, die um eine elektrisch isolierte Stütze 10d, welche die den Zeiger tragende Welle umgibt, gegenüber diesem verdrehbar ist. Ein Arm 10e des gabelförmigen Teiles weist einen isolierenden Belag auf, wogegen der andere Arm 10s nicht isoliert ist und deshalb einen Stromüber- gang ermöglicht, sobald der abgebogene Teil des Zeigers ihn berührt. Ein Pol einer Batterie 10n ist mit der Hülse 10c verbunden, der andere über einen Schalter 10k und eine Lampe 10m bei M an Masse, d. h. an das Gestell oder Gehäuse gelegt. Zwischen der zu der Hülse führenden Leitung und der Masse liegt ein Kondensator 70.
Der die Lampe 10m enthaltende Stromkreis ist geschlossen, wenn bei geschlossenem Schalter 10k beim Ausschwingen des Zeigers in Richtung des Pfeiles FA der blanke Gabelzinken 10s zum Anliegen an den abgebogenen Teil 10z des Zeigers kommt. Hebt sich bei einer Zeigerbewegung im Sinne des Pfeiles FB der abgebogene Zeigerteil von diesem Gabelzinken ab, so wird der Stromkreis unterbrochen und das Lämpchen erlischt, wobei der Kondensator 70 die entstehenden Extraströme aufnimmt. Es ist ohne weiteres verständlich, dass von den beiden zur Berührung kommenden Flächen des Zeigerfortsatzes und eines der Gabelzinken wenigstens eine mit einer elektrischen Isolierung versehen zu sein braucht. Es könnte also auch die Fläche des Zeigerfortsatzes mit einer isolierenden Auflage versehen sein.
Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung zum Messen des Blutdruckes kann ein Zähler 20 für die Herzimpulse verbunden sein. Dieser Zähler enthält ein Mess- oder Zählwerk 20c, das von einer Magnetspule 20f angetrieben ist. Ein Ende der Spulenwicklung ist über einen Schalter 20a an jenen Pol der Batterie gelegt, mit welchem auch der Schalter 10k des Lampenkreises verbunden ist, das andere Wicklungsende liegt an Masse. Der Wicklungskreis ist (bei geschlossenem Schalter 20a) nur geschlossen, wenn der abgebogene Zeigerteil mit dem blanken Zinken Kontakt gibt.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung sei an Hand des Diagrammes der Fig. 5 erläutert, welche die zeitliche Abhängigkeit des Druckes im Verlaufe einer Messung des Blutdruckes wiedergibt. Die Intervalle, in denen die Lampe aufleuchtet, sind durch dick ausgezogene, die Intervalle, in denen die Lampe dunkel bleibt, durch dünn ausgewogene Kurvenstücke veranschaulicht. Ausgehend vom Zeitpunkt Null wird wäh-
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im Sinne des Uhrzeigers ausschlägt (Pfeil FA), wird die Gabel lOr wie ein Schleppzeiger mitgenommen. Dabei liegt der blanke Zinken 10s an dem parallel zur Drehachse abgewinkelten Zeigerteil10z an und gibt Kontakt, so dass die Lampe 10m aufleuchtet. Während des anschliessenden Intervalles VI erfährt der Druck nur kleine Änderungen um einen Mittelwert im Takte der Pulsationen des Blutdruckes, so dass die Lampe rhythmisch aufleuchtet.
Durch abermaliges Betätigen des Handballons wird während des Intervalles II der Druck in der Manschette weiter gesteigert, wobei die Lampe dauernd leuchtet, worauf bei im wesentlichen konstantem Druck während des darauffolgenden Intervalles VII ein rhythmisches Aufleuchten erfolgt. Dieser Ablauf wiederholt sich in den Intervallen III, VIII. Während des Intervalles IV wird dann der Druck über den höchsten Blutdruck gesteigert, dass beim Absinken (Intervall V) die Lampe dunkel bleibt. Ist nach Verlauf eines Zeitabschnittes V ein bestimmter Wert des Druckes, Pmax, erreicht, so setzt das rhythmische Aufleuchten wieder ein und dauert über eine Zeitspanne IX an, in deren Verlauf der Druck bis auf einen Wert Pmin abgesunken ist, von dem an die Lampe dauernd dunkel bleibt.
Das selbsttätige Ventil sichert einen gleichmässigen Druckabfall in der Manschette während des Intervalles IX, so dass der Zeiger des Druckmessers die Instrumentenskala mit praktisch gleichförmiger Geschwindigkeit überstreicht. Dieser Umstand trägt zur Genauigkeit der Messungen nicht unerheblich bei.
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