AT220179B - Verfahren zur Herstellung von Stahldraht und Bandstahl mit hohen elastischen Eigenschaften - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Stahldraht und Bandstahl mit hohen elastischen EigenschaftenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Stahldraht und Bandstahl mit hohen elastischen Eigen- schaften Bekanntlich werden Stahldrähte mit hohen elastischen Eigenschaften für viele Verwendungszwecke, beispielsweise als Federdrähte, Spannbetondrähte, benötigt. Dabei versteht man unter hohen elastischen Eigenschaften das Verhältnis der Lage der 0, 01-Grenze und der 0, 2-Grenze zur Zugfestigkeit. Bei den erwähnten Feder- und Spannbetondrähten muss dieses Verhältnis möglichst hoch sein, damit man bei der Gebrauchsspannung im vollen elastischen Bereich bleibt. Es ist bekannt, dass man bei patentiert gezogenen oder kaltgewalzten Stahldrähten eine hohe Elastizität dadurch erreichen kann, dass man den Stahldraht nach dem Ziehen einer Anlassbehandlung unterwirft, die in einer Erwärmung auf Temperaturen zwischen 170 und 420 C besteht. Durch diese Behandlung wird die Elastizitätsgrenze (0, 01-Grenze) gezogener Drähte um über 100% und die 0, 2-Grenze um ungefähr 50% erhöht. Die Wirkung dieser Anlassbehandlung kann man noch dadurch steigern, dass man sie unter Zugspannung ausübt. Es ist weiterhin bekannt, dass bei patentiert gezogenen oder kaltgewalzten Stählen selbst nach dieser Anlassbehandlung der Übergang vom elastischen zum plastischen Bereich bei hohen Belastungen nicht plötzlich, d. h. mit einer ausgeprägten Elastizitäts- oder Streckgrenze, sondern allmählich erfolgt. Dies hat zur Folge, dass z. B. bei Spannbetondrähten diese gezogenen und angelassenen Stähle eine etwas niedrigere Kriechgrenze aufweisen als beispielsweise schlussvergütete Stähle, die infolge ihres martensitischen Gefügezustandes ein sehr hohes Elastizitäts- und Streckgrenzenverhältnis aufweisen. Schliesslich ist es bekannt, dass man als Wärmebehandlung für die Herstellung von Stahldrähten neben dem Patentieren oder Schlussvergüten auch eine Zwischenstufenvergütung anwenden kann, die einen EMI1.1 Gütewerte des zwischenstufenvergüteten gezogenen Stahldrahtes oder kaltgewalzten Bandes deutlich unter denen normal patentierter und gezogener oder kaltgewalzter Drähte oder Bänder liegen. Dies trifft vor allem auf die Zahl der Biegungen und Verwindungen zu, deren Höhe für die qualitative Bewertung eines Stahldrahtes oder Stahlbandes von der Fachwelt ganz allgemein als ausschlaggebend angesehen wird. Die Festigkeitseigenschaften, einschliesslich der elastischen Dehngrenze und der Streckgrenze (0, 01- und 0, 2-Grenze) entsprechen dabei durchaus den bei patentierten und gezogenen Drähten oder kaltgewalzten Bändern üblichen Werten (vergleiche hiezu Zeitschrift Stahl und Eisen" 1950, Nr. 2 Seiten 52 bis 57). Es hat sich nun gezeigt, dass zwischenstufenvergütete und gezogene oder kaltgewalzte Stahldrähte oder-bänder dann höhere Gütewerte, insbesondere höhere elastische Eigenschaften mit höherer Kriechgrenze, aufweisen, wenn diese Drähte oder Bänder unmittelbar nach dem letzten Zug im gleichen Arbeitsgang bei Temperaturen zwischen ungefähr 150 und 400 C unter einer starken Zugspannung angelassen werden. Dabei ist die Zugspannung so gross zu wählen, dass eine weitere geringe Querschnittsabnahme unter dem Einfluss der Zugspannung und der erhöhten Temperatur eintritt ; hiezu ist eine Zugspannung von etwa 35 bis 60% der Zugfestigkeit des Ziehgutes notwendig. Die Anlassbehandlung selbst kann durch elektrische Widerstandserwärmung, Induktionserhitzung oder z. B. in Blei- oder Salzbädern erfolgen. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung kann es insbesondere bei Spannbetondrähten oder - bändern von Vorteil sein, sie unmittelbar vor dem Anlassen unter Zugspannung mit Kerben oder Eindrücken zu versehen, d. h. sie zu profilieren, um ihre Haftung im Beton zu erhöhen. Die mit dem Verfahren gemäss der Erfindung erzielbaren Gütewerte sind im folgenden an einem Beispiel dargelegt : <Desc/Clms Page number 2> Ein nach dem beschriebenen Verfahren zwischenstufenvergüteter und anschliessend von 8, 0 mm an 7, 0 mm in einem Arbeitsgang gezogener und angelassener Stahldraht mit einem C-Gehalt von 0, 860 hatte z. B. folgende physikalischen Eigenschaften : EMI2.1 Bruchdehnung (1=10.d) .......................................... = 7% Einschnürung .............................................. = 37% Biegungen (D = 5. d)............................................... = 7% EMI2.2 von 0, 55, ûB = 1, 2% 0,65. #B=3,1% 0, 75. aB 5, 9% 0,85.go = 9,3% Demgegenüber hatte der gleiche Draht von 7, 0 mm0, jedoch normal patentiert und auf eine Festigkeit von 173 kg/mm2 gezogen und angelassen, einen Spannungsverlust im gleichen Kriechversuch bei einer Anfangsspannung von 0, 55. aB= 1, 8% EMI2.3 131 kgfmm2. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Stahldraht und Bandstahl mit hohen elastischen Eigenschaften, dadurch gekennzeichnet, dass zwischenstufenvergütete und gezogene oder kaltgewalzte Stahldrähte oder - bänder unmittelbar nach dem letzten Zug im gleichen Arbeitsgang bei Temperaturen zwischen ungefähr 150 und 400 C unter einer Zugspannung von etwa 35-60% der Zugfestigkeit, die in Verbindung mit der erhöhten Temperatur eine weitere, geringe Querschnittsabnahme bewirkt, angelassen werden.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Stahldrähte bzw. -bänder unmittelbar vor dem Anlassen unter Zugspannung mit Kerben oder Eindrücken versehen werden.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE220179X | 1959-07-25 |
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| AT98160A AT220179B (de) | 1959-07-25 | 1960-02-09 | Verfahren zur Herstellung von Stahldraht und Bandstahl mit hohen elastischen Eigenschaften |
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1960
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