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Schreibwerk für Registriergeräte mit unmittelbar . sichtbarer Aufzeichnung
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Schreibwerke für eine unmittelbar sichtbare laufende Aufzeichnung von Messgrössen durch Übertragung einer trockenen Farbspur von einem Farbträger, z. B. einem Kohlepapierband, auf einen bandförmigen Aufzeichnungsträger durch den Andruck eines unter der Wirkung von Messimpulsen ausgelenkten Schreibarmes. Derartige Schreibwerke treten in zunehmendem Masse an die Stelle der früher zumeist üblichen photographischen Aufzeichnungsgeräte und Tintenschreibgeräte, u. zw. wegen der Vorteile der unmittelbaren Sichtbarkeit und der trockenen Aufzeichnung. Sie werden in technischen und wissenschaftlichen, insbesondere in biologischen und medizinisch-diagnostischen Registriergeräten, z. B.
Elektrokardiographen und Elektroencephalographen angewandt, um die am Untersuchungsobjekt auftretenden Änderungen physikalischer und gegebenenfalls in verstärkbare Strombzw. Spannungsschwankungen umgewandelter Grössen dauerhaft und sichtbar aufzuzeichnen.
Derartige Schreibwerke enthalten als einen wesentlichen Bestandteil ein Messgerät der prinzipiell mannigfaltigen Arten, die zur Umwandlung elektrischer Spannungs- oder Stromschwankungen in einen sichtbaren Zeigerausschlag geeignet sind, z. B. ein Weicheisen-Instrument, dessen Zeiger zu einem Schreibarm ausgebildet ist. Als weitere wesentliche Bestandteile hat ein solches Schreibwerk einen bandförmigen Aufzeichnungsträger aus Papier, Kunststoff oder Metallfolie und einen ebenfalls bandförmigen Farb- oder Pigmentträger aus Papier, Kunststoff oder Metall, mit einer vorzugsweise nur einseitig aufgebrachten, bei Berührung übertragbaren Farb- oder Pigmentschicht, z.
B. aus Kohle oder Russ, dazu Mittel, zumeist in Form von Rollen, zur Halterung, Führung, Bewegungstibertragung, Ausspannung und Abbremsung für den Aufzeichnungs-und den Farbträger, für die Erzeugung der Antriebskraft wenigstens einen elektrischen Motor, schliesslich eine wenig oder nicht nachgiebige Unterlage für den Aufzeichnungsträger und den Farbträger im Bereich der Schreibspurerzeugung, vorzugsweise in Form einer sowohl zur Durchlaufrichtung des Aufzeichnungsträgers als auch zum Schreibarm in dessen Ruhestellung senkrecht verlaufenden Kante oder schlanken Rolle, die den leicht federnd anliegenden Schreibarm berührt und wobei dazwischen der Aufzeichnungsträger und der Farbträger, die Farbschicht dem ersteren zugekehrt, durchlaufen und vorzugsweise mit einem stumpfen bis spitzen Winkel umgelenkt werden.
Ein Ziel der Erfindung wird darin gesehen, den Verbrauch des Farbträgers solcher Schreibwerke auch bei langdauernden Registrierungen möglichst klein zu halten, was weniger der Gewichts- oder Raumersparnis halber als vielmehr eines weiteren Zieles der Erfindung halber angestrebt wird. Einmal muss dadurch der verbrauchte Vorrat des Farbträgers nicht so häufig durch einen neuen Vorrat ersetzt werden.
Zum andern kann man dadurch eine kleinere Vorratsrolle des Farbträgers besser unmittelbar so vor der Spitze des Schreibarms anbringen, dass sich eine im wesentlichen gleichzeitige Sichtbarkeit der erzeugten Schreibspur und der auf diese Weise noch zuordnungsfähigen Schreibarmbewegung ergibt.
Die Lösung der Erfindungsaufgabe hängt nun in besonderem Masse von der Zulässigkeit eines mit der gewUnschten AufzeichnungsgUte zu vereinbarenden Erhöhung des Ausnutzungsgrades der farbstoffabhängigen Schicht des Farbträgers ab.
Dieser Ausnutzungsgrad ist nämlich im allgemeinen sehr gering, da der Farbträger nicht zu langsam
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durch das Schreibwerk laufen darf. Denn bei der Registrierung des zeitlichen Verlaufs von Messgrössen treten normalerweise auch Zeitintervalle auf, in welchen der Messwert nur wenig von einem bestimmten Wert, z. B. dem Nullwert, abweicht ; dann kann die farbabgebende Schicht wegen des Verharrens des Schreibarmes an der betreffenden Stelle verarmen. Bisher konnte dies lediglich durch eine verhältnismä- ssig hohe Durchlaufgeschwindigkeit des Farbträgers vermieden werden, was die Unterbringung eines ziemlichen Vorrats davon im Schreibwerk bedingte.
Die Erfindung verfolgt daher in erster Linie das Ziel, den Ausnutzungsgrad der farbstoffabgebenden Schicht des Farbträgers zu erhöhen.
Mit der Erfindung soll darüber hinaus aber auch eine weitere Aufgabe gelöst werden. Diese ergibt sich aus dem Umstand, dass mit dem zur Übertragung der Farbschicht vom Farbträger auf den Aufzeichnungsträger erforderlichen Andruck des Schreibarmes auch eine Reibung zwischen diesem und dem vorbeilaufenden Farbträger verbunden ist. Der Schreibarm hat infolgedessen die Neigung, von dem Farblrä- ger so lange mitgeschleppt zu werden, bis seine Rückstellkraft grösser als die Reibung wird. Es kommt zu Ausschlagsfehler und Nullagefehler. Diese Erscheinungen werden mit der Massnahme der Erfindung ebenfalls vermieden.
Nach der Erfindung ist für den Farbträger eine Antriebsvorrichtung vorgesehen, die diesem zusätzlich zu seinem geradlinigen und gleichmässigen Lauf durch die Schreibstelle hindurch eine rhythmische, vibrierende Bewegung in der Schreibebene aufprägt.
Wie oben erwähnt, bedient sich die Registriertechnik an sich schon des mit bandförmigen Farbträgern arbeitenden Schreibverfahrens, vor allem um eine umständliche nachträgliche Entwicklung entbehrlich zu machen, eine sofort sichtbare Schreibspur zu erhalten und die mit dem Umgang mit flüssiger Schreibtinte verbundenen Unannehmlichkeiten des Tintenschreibverfahrens zu vermeiden.
Soweit es sich dabei oder bei andern Schreibverfahren um sogenannte"Punktlinienschreiber"handelt, bei welchen die Schreibspur durch eine aufeinanderfolgende Reihe von Punkten erzeugt wed, wurmde zum taktweisen Anschlag des Schreiborgans und zum taktweisen Abheben desselben in der Richtung senkrecht zur Schreibebene und zu seiner mit den Messgrössenschwankungen korrespondierenden Ausschlagbewegung ein Schwingantrieb vorgesehen.
Eine Vibration des Farbträgers in seiner Ebene gemäss der vorliegenden Erfindung kann zu einer Verlängerung oder Auslenkung der Farbabtragungsspur auf dem Farbträger führen, welche sich zur Auslenkung des Schreibarms vektoriell addiert oder subtrahiert, so dass eine grössere Fläche des Farbträgers zur Benützung kommt oder dieser intensiver ausgenutzt wird und somit seine Durchlaufbewegung verlangsamt und sein Vorrat im Schreibwerk klein gehalten werden kann.
Weiterhin hat die Vibration des Farbträgers in der Schreibebene, also parallel zur Schreibunterlage bzw. in einer zur Schreibkante und dem Schreibarm parallelen Ebene, vor allem bei einer genügend grossen Vibrationsfrequenz die Wirkung, dass die Haftreibung zwischen Farbträger und Schreibarm trotz des nach wie vor ausgeübten und erforderlichen Andrucks praktisch aufgehoben wird oder jedenfalls nur die wesentlich geringere gleitende Reibung übrigbleibt.
Wenn nämlich die Vibrationsfrequenz über der Eigenfrequenz des Schreibsystems liegt, ist die Trägheit des Schreibarms gegenüber der hohen Vibrationsgeschwindigkeit so gross, dass die Trägheitskräfte ein Mitschleppen und ein Haften am Farbträger vollständig verhindern und der Farbträger ständig unter dem Schreibarm hin-und hergleitet, ohne dass die Gleitreibung in die grössere Haftreibung umschlagen kann. Der Schreibarm nimmt daher stets die dem Messimpuls entsprechende richtige Winkellage ein. Die Erfindungsmassnahme führt also mir kurzen Worten zur Beseitigung einer Art von mechanischer Hysterese.
Die Vibrationsbewegung des Farbträgers kann nun quer oder auch parallel bzw. antiparallel zu seiner normalen Laufrichtung und schliesslich auch in eine dazwischenliegende schräge Richtung gerichtet sein. Entscheidend ist, dass die Vibrationsfrequenz weitab von der Eigenfrequenz des Schreibsystems, vorzugsweise wesentlich höher liegt. Bei den üblichen schnellschreibenden Registriergeräten, vor allem für biologische und medizinische Zwecke, die Schwingungskomponenten der Messgrössenschwankungen z. B. bis zu 150 Hz getreu wiedergeben sollen, wählt man zweckmässig eine Vibrationsfrequenz von etwa 200 bis 300 Hz. Dabei genügen Vibrationsamplituden von nur 0, 1 bis 0,5 mm.
Wenn erfindungsgemäss für die vorgesehene Vibration des Farbträgers eine im Vergleich zu den voraussichtlich raschesten Ausschlägen des Schreibarms höhere Geschwindigkeit vorgesehen wird, kann auf jeden Fall eine Farbabtragung längs einer wesentlich längeren Spur erfolgen, die den Farbträger quer in gezackter oder gekrümmter Linie überstreicht, als wenn keine Vibration angewandt würde. Ein passendes Verhältnis zwischen den Frequenzen der aufzuzeichnenden Messimpulse und der Frequenz der rhythmischen Vibrationcbewegung kann von Fall zu Fall durch entsprechende Einstellung der Vibrationsfrequenz
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für den Farbträger erhalten werden.
Damit eine rhythmische Querbewegung nicht dazu führt, dass in den Endlagen der Schwingungen der Schreibarm über den Rand des Farbträgers gleitet, soll die Amplitude der Querbewegung nicht grösser als die Differenz zwischen der halben Bandbreite und der voraussichtlich grössten Messamplitude werden. Je höher die Vibrationsfrequenz ist, desto kleiner kann ihre Amplitude sein, mit der sich eine beträchtliche Verlängerung der Abtragungsspur, bezogen auf die gleiche Länge des Farbträgers, ergibt. Wenn gemäss einer bevorzugten Ausführungsform die Vibration wesentlich rascher als die Ausschläge des Schreibarms ist, kann mit der Vibrationsamplitude bis auf einige Zehntel Millimeter heruntergegangen werden. Sind sehr rasche Ausschläge des Schreibarms zu erwarten, so dass der Vibration nur mit einem sehr grossen technischen Aufwand eine noch höhere Frequenz bzw.
Geschwindigkeit gegeben werden könnte, dann kann umgekehrt auch die Vibrationsgeschwindigkeit des Farbträgers kleiner als die Geschwindigkeit der Schreibarmbewegung sein, sofern erstere dann immer noch grösser als die Vorschubgeschwindigkeit des Farbträgers bleibt, um die Farbabtragungsspuren eng zusammenzudrängen. Bei einer kleinen Vibrationsgeschwindigkeit bzw. -frequenz wird dann aber zweckmässig eine grössere Vibrationsamplitude gewählt, soweit es die sonstigen Abmessungen und die zu erwartenden Maximal-Ausschläge des Schreibarms erlauben.
Die Frequenz der Vibration des Farbträgers, welche vor allem rein sinusförmig, aber auch sägezahnförmig sein kann, kann aus dem Vorschub oder dem Antrieb des bandförmigen Aufzeichnungsträgers, etwa durch eine seitliche Kulissenführung der Antriebsrollen und/oder der Abwickel- bzw. Aufwickelrollen oder schliesslich auch aus der Netzfrequenz mittels eines geeigneten, an sich bekannten"Vibrations-Mo- tors" (oder Schwingantriebs) abgeleitet werden.
Ausser durch eine geradlinige Vibration wird die Erfindungsaufgabe auch durch eine bogenförmige Pendelbewegung des Farbträgers in der Ebene der Schreibbahn gelöst. Die Vibration des Farbträgers kann entweder ausschliesslich von diesem oder auch gemeinsam mit seinen Führung-, Antriebs- oder Bremsrollen oder schliesslich gemeinsam mit dem gesamten Aggregat, welches für den Farbträger notwendig ist, ausgeführt werden. Damit der Schreibarm bei der Quervibration nicht mitgeschleppt wird, ist zweckmässig zwischen dem Farbträger und dem Schreibarm ein nicht bewegter dünner Schutzstreifen aus einem schmiegsamen, aber genügend festen Werkstoff, z. B. eine Kunststoff-Folie, anzubringen.
Die Erfindung wird an Hand folgender Figuren näher erläutert. Es zeigen Fig. 1 den grundsätzlichen Aufbau eines für die Anwendung des Erfindungsgedankens geeigneten Schreibwerks mit einer Kante als Schreibunterlage, Fig. 2 - 5 vier wichtige Ausftihrungsformen des Erfindungsgedankens.
In dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 läuft ein bandförmiger Aufzeichnungsträger 1 Über eine als Kante 3 ausgebildete Schreibunterlage. Er wird von einem Rollenpaar 6, das an einen Motor 6a gekuppelt ist, angetrieben und von einem Bremsrollenpaar 7 zwecks straffer Ausspannung und scharfer Umlenkung an der Schreibkante 3 in seinem Lauf gehemmt. Ein vorzugsweise ebenfalls bandförmiger Farbträger 2, z. B. ein Kohlepapierstreifen, läuft oberhalb des Aufzeichnungsträgers 1, gegebenenfalls auch zwischen letzterem und der Schreibkante, vorzugsweise gegensinnig und mit geringerer Geschwindigkeit ab. Zu seinem Antrieb dient ein Motor 8a, der die Antriebs- bzw. Aufwickelrolle 8 dreht.
Durch den Andruck eines über der Kante 3. angeordneten und unter der Wirkung von Messimpulsen durch das Schreibwerk 5 ausgelenkten Schreibarms 4 wird eine Farbspur auf dem Aufzeichnungsträger, u. zw. längs der Kante 3, erzeugt, so dass die Schreibspur in ein rechtwinkliges Koordinatensystem richtig eingetragen wird.
Nach dem Vorschlag der Erfindung wird nun der Farbträger 2 rhythmisch quer zu seiner Durchlaufrichtung in seiner Ebene vibriert. Im gezeigten Beispiel bewirkt dies irgendein an sich bekannter Schwingantrieb, der durch den Motor 10 dargestellt wird und an der Vorratsrolle 9 für den Farbträger angreift. Die Vorratsrolle gleitet dabei etwa auf einer Achse 11 mit der Vibrationsfrequenz hin und her und nimmt das Farbband 2 mit. Beispielsweise beträgt die Vibrationsamplitude 0, 2 - 0, 4 mm. Um bei der Vibration eine Mitnahme des Schreibarms 4 zu verhindern, ist zweckmässig zwischen ihm und dem Farbträger ein dünner, nachgiebiger, aber genügend verschleissfester Schutzstreifen 15, z. B. eine dünne KunststoffFolie, in Richtung längs der Schreibkante unverrückbar ausgelegt.
Die Fig. 2 zeigt diese Anordnung noch in Aufsicht. Die Richtung der Vibrationsbewegung des Aufzeichnungsträgers 2 ist durch einen Doppelpfeil 14 angedeutet. Die Bewegung des Schreibarms 4 hinterlässt auf dem Farbträger 2 eine Abtragungsspur 13, welche eine Überlagerung der Messimpulsschwingungen und der Vibration darstellt.
Im Beispiel der Fig. 3 läuft der Farbträger 2a senkrecht zur Bewegungsrichtung des Aufzeichnungsträgers 1 ab, so dass an sich der Farbträger vergleichsweise schmal sein kann. Die Farbabtragungsspur auf diesem wäre aber ohne eine Quer-Vibration in Richtung des Doppelpfeiles 14a, also senkrecht zur
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Schreibkante 3, nur eine Gerade, so dass vor allem rasche Schreibarmausschläge gleiche Abschnitte dez geraden Spur mehrfach überstreichen würden. Es könnte dann wegen der Farbstoffverarmung eine mangelhafte Aufzeichnung entstehen. Durch die Vibration, deren Amplitude in diesem Falle unbedenklich fast gleich der halben Breite des Farbträgers sein kann, wird die ganze Breite desselben gut ausgenutzt, wenn auch verschiedentlich eine Überschneidung der Spuren eintreten kann. Ein Motor Sa treibt die Aufwickelrolle 8 für den Farbträger an.
Im gezeigten Beispiel ist ausserdem sowohl mit der Aufwickelrolle 8 als auch mit der Abwickelrolle 9 je ein Vibrationsantrieb 10a, 10b gekuppelt. Unter dessen Wirkung gleiten die genannten Rollen auf ihren Wellen 11a und 11b hin und her und nehmen den Farbträger 2a mit. Die entstehende Farbabtragungsspur ist mit 13a angedeutet. Mit dieser Ausführungsform des Erfindungsgedankens kann der Farbträgervorrat im Gerät besonders klein gehalten werden.
Fig. 4 zeigt eine in dieser Hinsicht im allgemeinen noch günstigere Ausführungsform eines Schreibwerks für Trockenfarb- oder Pigmentschrift, bei welcher der Farbträger 2b nicht ganz senkrecht, sondern schräg zum Aufzeichnungsträger 1 über die Schreibkante 3 abläuft. Der spitze Winkel zur Kantenrichtung ist derart gewählt, dass der Schreibarm 4 bei den zu erwartenden Maximal-Ausschlägen noch nicht über den Rand des Farbträgers tritt. An sich wird diese Farbträgeranordnung dé. m Ziel der Erfindung schon ohne Vibration gerecht, da auch bei einem langsamen Durchlauf die ganze Breite des Farbträgers ausgenutzt werden kann und eng zusammengedrängte Spuren auf ihm hintereinander erzeugt werden. Ein Verharren des Schreibarms an derselben Stelle des Farbträgers kann nicht eintreten.
Immerhin lässt sich aber auch hier durch eine Quer-Vibration in Richtung des Doppelpfeils 14b der Ausnutzungsgrad noch erhöhen, wenn auch gelegentlich Spurüberschneidungen eintreten können. Die weiteren Verhältnisse können ähnlich sein wie beim Beispiel der Fig. 3.
Je nach dem Verhältnis sowohl der Frequenzen der Vibrationsbewegung und der Schreibarmauslenkung als auch ihrer Amplituden entstehen verschiedene Arten von Farbabtragungsspuren als Überlagerung der beiden Bewegungen. In jedem Falle wird die Farbschicht des Farbträgers besser ausgenutzt. Ausserdem wird durch die doppelte Bewegung. auch die Farbabtragung im allgemeinen mehr begünstigt. Man kommt mit einem geringeren Vorrat des Farbträgers aus, was besonders dann erwünscht ist, wenn unmittelbar nach Entstehung der Schreibspur diese gleichzeitig mit der Schreibarmbewegung sichtbar sein soll.
Mit Fig. 5 wird in perspektivischer Ansicht auf ein Schreibwerk eine in verschiedener Hinsicht beachtliche Vorzüge aufweisende AusfUhrungsform der Erfindung veranschaulicht. Ein Aufzeichnungsträger 21 für Mehrfachschreiber, im Beispiel Zweifachschreiber, läuft schräg von unten über eine als schlanke, bei 23b unverrückbar gelagerte Rolle 23 ausgebildete Kante 23a, wird mit spitzem Winkel umgelenkt und waagrecht nach hinten weitergeleitet, so dass die aufgezeichneten Schreibspuren von oben unmittelbar gemeinsam mit den beiden Schreibarmen 24a und 24b der Messinstrumente 25a und 25b beobachtbar sind. Der besseren Sichtbarkeit von oben halber sind letztere schräg angeordnet, so dass die Schreibarme nicht senkrecht, sondern geneigt vor der Schreibkante 23a liegen.
Als Farbträger dient ein schmales, auf seiner dem Aufzeichnungsträger zugekehrten Unterseite beschichtetes Kohlepapierband 22, das von einer Vorratsrolle 29 abläuft und auf einer durch den Motor 28a angetriebenen Rolle 28 wieder aufgewickelt wird. Statt der Aufwickelrolle 28 wird man allerdings meist ein angetriebenes Rollenpaar wählen und den verbrauchten Farbträger dazwischen hindurchleiten, ohne ihn wieder aufzuwickeln. Der Übersichtlichkeit halber sind auch die Bremsrollen für den Farbträger, wie auch die gesamte Antriebs-, Ausspannungs- und Bremsvorrichtung für den Aufzeichnungsträger nicht in der Fig. 5 dargestellt.
Hinsichtlich des Erfindungsgedankens wird nun der im wesentlichen in einer U-förmigen Bahn ablaufende Farbträger 22 durch die beiden schlanken Umlenkrollen 30 und 31 etwa parallel, vorzugsweise, wie gezeigt, leicht schräg zur Schreibkante 23a und dicht am Aufzeichnungsträger 21 unter den Schreibarmen 24a, 24b entlanggeführt. Ausserdem wird ihm erfindungsgemäss eine Vibration einer Frequenz von 200 bis 300 Hz aufgezwungen, die nun in seiner Laufrichtung liegt. Dazu sind im Ausführungsbeispiel die beiden Führungs- bzw. Umlenkrollen 30 und 31 an einen Schwungantrieb, z. B. an einen Magnetschwinger 34, angekoppelt, indem ihre Achsen mit der Querstange 32 starr verbunden sind, die an einem Ende den in die beiden Magnetspulen 34a und 34b des Magnetschwingers tauchenden Anker 32a trägt.
Der Erregungswechselstrom für die Spulen 34a und 34b wird mit der geforderten Vibrationsfrequenz von einem schematisch angedeuteten Schwingungsgenerator 35 geliefert. An ihrem andern Ende ist die Führungsstange 32 bei 33 axial gleitbar gelagert.
Die Schwingungsamplitude liegt vorzugsweise unter 0, 5 mm. Wegen der hohen Vibrationsfrequenz bleibt damit die Vibrationsgeschwindigkeit in jeder Phase grösser als die üblichen Durchlaufgeschwindigkeiten des Farbträgers 22, die allerdings in Abhängigkeit von der Laufgeschwindigkeit des Aufzeichnungträgers 21 auch noch in weiten Grenzen von etwa 0, 5 mm/sec bis 100 mm/sec einstellbar sein muss.
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Zum Beispiel verlangt oft die Schreibgüte, dass der Farbträger wenigstens mit einem Drittel bis der Hälf- te der Aufzeichnungsträgergeschwindigkeit durch das Schreibwerk läuft.
Ausser der Erhöhung der Farbträgerausnutzung und der Vermeidung der Schreibarmverschleppung liegt ein weiterer Vorteil der in Fig. 5 gezeigten Ausführung darin, dass im wesentlichen nur kleine
Massen, nämlich der gerade vor der Schreibkante 23a laufende Teil des Farbträgers, die beiden schlanken Führungsrollen 30 und 31 und die Stange 32 mit Anker 32a hin und her geschwungen werden müssen, während Farbträgervorrat 29 und Antriebsmotor 28a fest angeordnet bleiben. Durch die U-förmige Farb- trägerführung unterbleibt auch eine Rückwirkung auf den Farbträgerlauf.
Es versteht sich, dass der gezeigte Vibrationsantrieb nur ein Beispiel für die an sich anwendbaren und bekannten Ausführungsmöglichkeiten ist. Zum Beispiel kann man zur weiteren Trägheitsverminderung den Schwingantrieb auf nur eine einzige Umlenkrolle 30 oder 31 wirken lassen, während die andere Rol- le durch Befestigung an einer Feder passiv mitbewegt wird.
Aus Fig. 5 erkennt man auch, dass durch seine leicht schräg zur Schreibkante 23a gerichtete Führung besonders bei Mehrfachschreibern die Farbschicht des Farbträgers 22 besonders gut ausgenützt wird, da dann mehrere Farbabtragungsspuren nebeneinander entstehen. Durch die Vibration - auch wenn sie in
Laufrichtung erfolgt - wird dann der Ausnutzungsgrad noch weiter ganz wesentlich erhöht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schreibwerk für Registriergeräte mit unmittelbar sichtbarer Aufzeichnung der Messgrössenschwan- kungen, mit einem bandförmigen Aufzeichnungsträger und einem bandförmigen Farbträger, der mit einer bei Berührung übertragbaren Farbschicht versehen ist, wobei mehrere Walzen zur getrennten Führung des
Aufzeichnungsträgers und des Farbträgers angeordnet sind und eine vorzugsweise durch eine senkrecht zur
Laufrichtung des Aufzeichnungsträgers stehende Kante oder Rolle gebildete Schreibunterlage für den
Schreibarm vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass für den Farbträger eine Antriebsvorrichtung vorgesehen ist, die diesem zusätzlich zu seinem geradlinigen und gleichmässigen Lauf durch die Schreib- stelle hindurch eine rhythmische, vibrierende Bewegung in der Schreibebene aufprägt.