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Kondenswasser-Ableitungsvorrichtung für Dampfturbinen.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Verminderung des Reibungswiderstandes der Turbinenlaufräder gegen den Leckdampf und das Kondenswasser, welche aus den Spalten entweichen. Sie besteht darin, dass die Nuten zwischen den Leitschaufeln, in welche die Laufkränze hineinragen, mit der Drehungsrichtung entgegen geneigten Querwänden versehen sind, die den Leckdampf und das Kondenswasser aus dem Bereich des Laufradnmfanges abscheiden.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigen : Fig. 1 einen Querschnitt durch das Turbinenlaufrad, Fig. 2 einen Längsschnitt der Turbine. Fig. 3 und 4 stellen andere Ausführungsformen der Ableitungsvorrichtung dar.
Das Gehäuse 1 der Turbine besitzt eine Öffnung 2, um den Träger 3'für die Zwischenschaufeln aufzunehmen. Die Öffnung ist mit einem Deckel 4 abgedeckt, welcher das Entweichen von Dampf an dieser Stelle verhindert. Jede Reihe der Radschaufeln liegt in einer Nut des Trägers 3 der festen Leitschaufeln. Die Enden der Schaufeln sind durch einen Deckring 10 abgeschlossen und die Kanten des Ringes liegen nahe an den Zwischenschaufeln. Der Zwischenraum zwischen den bewegten und festen Schaufeln ist so klein gemacht, als es überhaupt die mechanische Ausführung gestattet.
An dem Träger der Zwischonschaufe ! n sind Nuten angeordnet, welche durch die Querwände 14 unterteilt sind, so dass der Dampf aus dem Bereich der Leitschaufeln nicht in das Gehäuse entweichen kann. Die Querwände 14 sind an dem Träger 3 befestigt und reichen nahe bis an den Umfassungskranz des Rades. So entsteht über jeder Reihe von Radschaufeln eine Kammer 15, deren obere und seitliche Wände von dem Träger der Zwischenschaufeln, während die andere Wand von dem Deckel der Radschaufeln gebildet wird.
Der Zwischenraum zwischen den Querwänden 14 und dem Raddeckel, sowie zwischen den Rad-und den festen Schaufeln ist begrenzt und bietet nur einen sehr engen Durchlass dem Dampf dar, infolgedessen wird der Dampf den Weg nehmen, auf welchem er den geringsten Widerstand antrifft und durch die Arbeitskanäle gehen, welche zwischen den
Radschaufeln liegen.
Die Querwände 14 haben den Zweck, Leckdampf und das Kondensationswasser ab- zulonken, zu sammeln und abzuführen. In dem Träger 3 sind mehrere Durchlässe 149. an- geordnet, von denen jeder mit der Nut 11 in Verbindung steht. Diese Durchlässe sind nach einem gemeinsamen Punkt gerichtet, wo sie in ein Rohr ; ! C münden, weiches mit dem Äusseren des Gehäuses 1 in Verbindung steht. Das Rohr 16 besitzt einen erweiterten
Teil 17, welcher an dem Ende des Trägers 3 befestigt ist. Die Querwände 14 sind nach dem Radumfange zu geneigt, so dass das Wasser, welches durch den Zwischenraum zwischen dem Austrittsende der Schaufel und der danebenliegenden festen Schaufel austritt, nach den Auslässen 140. geführt werden kann.
Es ist nicht notwendig, dass diese Teile so angeordnet sind, dass sie das Kondensation- wasser nach aussen führen ; jedoch worden die Durchlässe und die Querwände 14 in der beschriebenen Anordnung bevorzugt.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform der Erfindung, in welcher kleine Sammelkammern vorgesehen werden, welche das Sammeln und Abführen dos Kondensationswassers erleichtern.
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Die Querwände bestehen hier aus derart gebogenen Metallstreifen, dass Kammern 19 mit einer geneigten Wand 20 gebildet werden, die das Wasser in den Kammern J ! 9 leiten. Die Kammer selbst ist durch ein kurzes Rohr 01 mit den Auslässen 14a verbunden, welche durch ein oder mehrere Rohre 22 mit den Kammern in Verbindung stehen. Die Dichtungstoile sitzen auf kleinen Trägern 23, welche ihrerseits an dem Träger 3 durch Schrauben befestigt sind. Infolge dieser Konstruktion können die Dichtungsteilo leicht an ihren Trägern befestigt oder von ihnen abgenommen werden.
Fig. 4 zeigt eine weitere Abänderung der Sammelkammer. In diesem Falle bestehen die Querwände aus einem einzigen Metallstreifen, der so gebogen ist, dass eine Vertiefung 24 an dem einen Ende entsteht, welche das Wasser zurückhält.
Einige der Auslässe 14 werden ihres Inhaltes durch die Schwerkraft entleert werden.
Da. jedoch ein Druck in der Turbine vorherrscht, so wird das Wasser aus den Kammern und den Durchlässen durch den Dampf aus dem Gehäuse ausgeblasen werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Ableitung des aus den Zellen entweichenden Treibmittels bezw.
Kondenswasser für Dampfturbinen, deren Laufradkränze in Nuten des Leitapparates hineinragen, dadurch gekennzeichnet, dass in den Nuten des Leitapparates zungen-oder schaufel- artig ausgebildete Querwände (14), welche der Drehungsrichtung entgegen geneigt sind, vorgesehen werden.