AT21746B - Ladeverfahren für Explosionskraftmaschinen. - Google Patents

Ladeverfahren für Explosionskraftmaschinen.

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AT21746B
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Gustav Petzel
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Gustav Petzel
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Ladeverfahren für Exptosionskraftmaschinen.   



    Bei Explosionskraftmaschinen, denen die neue Ladung aus mittels Pumpen gespeisten Sammelräumen zugeführt wird, pflegt man bisher Spülluft und Gemengeluft in einem gemeinsamen Behälter zu verdichten und dann den einen Teil als Spülluft, den anderen als Gemengeluft mit dem Brennstoff oder einer Brennstoffluftmischung zusammen in den Verbrennungsraum einströmen zu lassen. Es ist dabei sehr schwer, die Zusammensetzung des Arbeitsgemenges der jeweiligen Belastung der Maschine anzupassen. Besonders gegen den Leerlauf hin tritt leicht der Fall ein, dass im Verhältnis zur Brennstoffmenge zuviel Luft vorhanden ist und infolgedessen so lange. Zündungen ausbleiben, bis der Regulator einer grösseren Gasmenge den Eintritt gestattet. 



  Nach dem vorliegenden Ladeverfahren werden Spülluft, Gemengeluft und Brennstoff in voneinander getrennte Behälter gefordert, so dass zunächst in gleichbleibender Weise das Ausspülen des Zylinders mit der dafür vorgesehenen Luftmenge vorgenommen werden kann, worauf dann so viel unter einem bestimmten Druck stehende Gemengeluft zur Verfiigung steht, als zur Bildung eines zündfähigen Gemisches entsprechend der jeweiligen Belastung der Maschine notwendig ist ; es wird dann zunächst so viel Gemengeluft in den Verbrennungsraum eingeführt, bis die Spannung im Sammelraum für Gemengeluft ganz oder nahezu auf jene im Brennstoffbehälter gesunken ist, in welchem je nach der geforderten Kraftleistung der Maschine der Druck eingestellt und konstant erhalten wird. 



  Gegebenenfalls kann auch neben einer Einstellung des Druckes im Brennstoffraum gleichzeitig eine Druckreelung der aufzuspeichernden Gemengeluft vorgenommen werden, in welchem Fall die Überführung von Gemengeluft und Brennstoff in den Verbrennungsraum unter gleichem Druck und zu gleicher Zeit erfolgen kann. Bei einer nach diesem Ladeverfahren arbeitenden Maschine wird das Gemenge stets eine gute Zusammensetzung und Zündfähigkeit aufweisen. 



  Zur Erläuterung des Verfahrens ist in der Zeichnung eine mit zwei gegenläufigen Kolben versehene Explosionskraftmaschine dargestellt. Fig. 1 zeigt diese in Seitenansicht, Fig. 2 in Draufsicht, wobei einzelne Teile im Horizontalschnitt dargestellt sind. Fig. 3 ist ein Längsschnitt, Fig. 4 ein Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 2 in grösserem Massstabe, die Fig. 5 und ss stellen Querschnitte nach den Linien C-D bezw. E-F der   
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 ist ein Horizontalschnitt nach der   Linie < r-   der Fig. 1. 



   Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist der Arbeitszylinder 8 mit zwei gegenläufigen Kolben 9 und 10 versehen, so dass drei   Arbeitsräume. 7, TiT und   L entstehen. Der Kolben 10 überträgt seine Arbeitsbewegung mittels der   Pleuelstange J ! 7   auf die Kurbelwelle 16, während der   Kolben ! J durch   das Gestänge 18 und die Pleuelstangen 19 mit der   Kurbelwelle 1 ( ;   verbunden ist. Die Zuführung von   SpüHuft sowohl   als auch des Arbeitsgemisches zu den   Arbeitsräumen   findet durch Ventile   11,   12 und   13   statt.

   Für den Auspuff sind Öffnungen 14 und 15 derart über den Zylinder verteilt, dass die Verbrennungsprodukte aus dem Arhcitsraum K durch die Öffnungen 14, aus dem Arbeitsraum L durch die Öffnungen 15 und aus dem Arbeitsraum J durch beide Öffnungen 14 und 15 ausgetrieben werden. 

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 Kraftmaschine abgeschlossen. Ebenso befinden sich in den von den Pumpen kommenden Leitungen geeignete Absperrorgane. Bei dem Ausführungsbeispiel ist angenommen, dass inde einzige Pumpe   R   sowohl die Behälter für Spülluft, als auch jene für Gemengeluft speist.

   Zu diesem Zweck ist die Pumpe nach den Fig. 2 und 4 an jedem Ende mit drei   Vontilkammern 24, 25 und   26 versehen, von denen 24 mit dem   Luftzuführrohr   b, 25 durch die Leitungen c und f mit den   Behältern   29   bezw.   30 für die Gemengeluft und 26 durch die Leitungen d und e mit den Behältern 27 bezw. 28 für die Spülluft verbunden sind. Soll in den   Behältern   für Spülluft ein höherer Druck erzeugt werden, als in jenen für Gemengeluft, so ordnet man gesteuerte Ventile in den von den Pumpen kommenden Leitungen an, die zu gegebener Zeit geschlossen werden. Selbstverständlich können beide Luftarten auch   vollständig   getrennt durch besondere Pumpen gefördert werden. Die Behälter 31 und 32 für den Brennstoff werden von einer Pumpe S aus gespeist.

   Diese steht durch das Rohr h mit 31 und das Rohr   9   mit 32 in Verbindung. Wie besonders aus Fig. 2 und 6 ersichtlich, sind in der Förderleitung für den Brennstoff Rückschlagventile bekannter Art angeordnet, welche entsprechend der jeweiligen Belastung eingestellt werden und das überschüssige Gas in den Saugraum der Pumpe zurücktreten lassen. Dadurch wird der Druck im Brennstoffbehälter für eine bestimmte Belastung stets konstant erhalten. 



   Die Arbeitsweise in den äusseren Arbeitsräumen   J ? und   L des Zylinders ist folgende :
Sobald die Kolben 9 und 10 in die Stellung nach Fig. 3 gekommen sind und das Auspuffen der Verbrennungsprodukte durch die Öffnungen   14   und 15 erfolgt, also die Spannung der Arbeitsgas auf jene der Atmosphäre gesunken ist, werden die   Einlassventile     12   und 13 unter Vermittlung der Steuerwelle 21 und des Gestänges 33,34 geöffnet.

   Durch die bereits offen stehenden oder mittels der Steuerwelle 21 und des Gestänges   37   zu derselben Zeit geöffneten Ventile 36 strömt dann die Spülluft aus den Räumen 27 durch die Kanäle 35 in den Arbeitszylinder und fegt die Rückstände des vorhergehenden Arbeits-   tubes durch   die   Auslassöffnungen   14 und 15 hinaus.

   Bei dem beginnenden Rückgange der
Kolben 9 und 10 und weiterer Drehung der Steuerwelle   21   schliessen sich die Ventile 36 in den   Durchgangskanälen   35 wieder, während sich die in den Verbindungskanälen 38 zwischen den Gemengeluftbehältern 29 und dem Arbeitszylinder befindlichen Ventile 40 mittels des Gestänges 42 öffnen, so dass nunmehr durch die Einlassventile 12 und 13   Gemengeluft   in die Arbeitsräume   fund L   des Zylinders eintreten kann.

   Zur gegebenen
Zeit, d. h. sobald der Luftdruck in den Behälter 29 für Gemengeluft ganz oder nahezu auf   jenen im Brennstoffraum 3J   gesunken ist, werden auch die Ventile oder   Abschluss-   organe   41,   welche in den Verbindungskanälen 39 zwischen dem   Brennstoffbehälter'"81   und dem Zylinder angeordnet sind, nach dem Verbrennungsraum der Maschine hin geöffnet und strömen nunmehr Gemengeluft und Brennstoff sich bereits vor den Einlassventilen 12 und 13 unter gleichem Druck mischen, in den Zylinder ein.

   Das Öffnen der den Eintritt des Brennstoffes in den Verbrennungsraum der Maschine regelnden Ventile 41 kann durch dasselbe Gestänge 42 vermittelt werden, welches auch die Ventile 40 der Gemengeluftleitung umsteuert (Fig.   5).   Die Verbindung zwischen dem Gestänge der Ventile 40 und jenem der   Brennstoffventile 41   ist dabei derart gewählt, dass die   Eröffnungszeit   der Brennstoffventile 41 durch den Regulator N der Maschine verändert werden kann, damit der Brennstoff in die in den Verbrennungsraum übertretende Gemengeluft erst dann eingeführt wird, wenn in den
Behältern für Gemengeluft und Brennstoff nahezu gleicher Druck herrscht.

   Mit Abschluss der Auslassöffnungen 14 und 15   schliessen   sich auch die   Einlassventile 12   und 13 und es wird nunmehr das in den Arbeitsräumen eingeschlossene Gemisch durch die nach   aussen   erfolgende Bewegung der Kolben 9 und 10 verdichtet und in ihrem Totpunkt entzündet. 



   Sind die Kolben in ihre äusserste Stellung gelangt, dann findet der Auspuff der verbrannten Gase nach beiden Richtungen, und zwar ebenfalls durch die Öffnungen 14 und 15 statt. Hierauf öffnet sich das Ventil 11 mittels eines ähnlichen von der Steuerwelle 21 aus bewegten Gestänges, wie jenes für die Ventile 12 und 13. Es vollzieht sich darauf im mittleren Arbeitsraum. J des Zylinders derselbe Ladevorgang, wie in den äusseren
Arbeitsräumen, wobei die Speisung natürlich aus den mittleren Behältern 28, 30 und 32 für Spülluft, Gemengeluft und Brennstoff vor sich geht. 



   Die Trennung von   Spül-und Gemengeluft ermöglicht,   deren Druck und Rauminhalt   vollständig   unabhängig voneinander zu halten. Die Spülluft wird durch Verminderung oder
Vermehrung der Gemengeluft in ihrer Wirkungsweise nicht   beeinflusst,   und es ist aus- geschlossen, dass etwa durch nachströmende Spülluft das Gemenge an der Zündstelle ver-   diinnt     lind   dadurch   die Züsdfähigkeit desselben beeinträchtigt wird.   

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 EMI3.1 
 des Druckes in   don Bronnstoffrttumon M   und   82   unter Zuhilfenahme der schon vorerwähnten Rückschlagventile oder anderen   Abschlussorgano innerhalb   der Brennstoffzuleitung. 



  Dabei hat das Öffnen der Ventile 41, wie   vorerwähnt,   zu erfolgen, sobald in den Räumen 29 bezw. 30 für Gemengeluft eine solche   Druckverminderung   stattgefunden hat, dass die Vermischung von Gemengeluft und Brennstoff bei Eintritt in die Arboitsräume des Zylinders unter gleichem Druck vor sich gehen kann. 



   Diese Druckverminderung in den   Behättern für Gomongeluft kann   aber auch auf andere Art, z. B. gleichzeitig mit der Regelung dos Druckes in den Brennstoffräumen durch frühzeitigeres Schliessen der in den   Überführungskanälen   zwischen Pumpe und   Sammelränmen   vorgesehenen Ventile oder Abschlussorgane vorgenommen werden, indem in diesem Fall der Druck in den Sammelräumen für die Gemengeluft überhaupt nicht höher steigt, als wie dies zur Erzielung eines geeigneten Arbeitsgemisches entsprechend der jeweiligen Belastung der Maschine, gerade erforderlich ist. 
 EMI3.2 
 
1.

   Ladeverfahren für Explosionskraftmaschinen mit einer oder mehreren Gas-und Luftpumpen, dadurch gekennzeichnet, dass Spülluft, Gemengeluft und Brennstoff in voneinander getrennte Behälter gefördert werden, um Spülluft und Gemengeluft in entsprechend der jeweiligen Belastung der Maschine gerade erforderlichen Mengen und Druckunterschieden und Gemengeluft und Brennstoff in gleichen Druckhöhen in den Zylinder überführen zu können.

Claims (1)

  1. 2. Ladeverfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass unter Einstellung des Druckes im Brennstoffraum je nach der Belastung der Maschine ein Arbeitsgemisch von genau vorbestimmter Zusammensetzung dadurch hergestellt wird, dass nach Verwendung der Spülluft in die daraufhin in den Verbrennungsraum eingeführte Gemengeluft Brennstoff erst dann eingeführt wird, wenn in den Räumen für Gemengeluft und Brennstoff nahezu gleicher Druck herrscht.
AT21746D 1904-03-14 1904-03-14 Ladeverfahren für Explosionskraftmaschinen. AT21746B (de)

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