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Basischer oder neutraler feuerfester Stein
Die Erfindung bezieht sich auf einen basischen oder neutralen feuerfesten Stein, der an wenigstens einem Teil einer Seitenfläche des Steinkörpers eine Aussenplatte aus oxydierbarem Material aufweist, die an einem Stirnende des Steines mit einem laschenförmig ausgebildeten Aufhängemittel für den Eingriff der Hänger ausgestattet und vorzugsweise mit dem Steinmaterial mitverpresst wird. Unter der Bezeichnung "basisch oder neutral" soll dabei verstanden werden, dass es sich um Steine auf der Grundlage von nichtsaurem. feuerfestem Material, insbesondere um Steine auf der Basis von Magnesia oder Chromit oder Mischungen dieser Stoffe, handelt.
Es sind bereits Steine mit einem Metallmantel, der mit als Aufhängemittel verwendbaren Teilen ausgestattet ist, bekannt, die auf die Weise hergestellt werden, dass die verpressten Steine in den Mantel eingesetzt werden. Die Herstellung solcher Hängesteine ist insoferne kompliziert, als die Masse sowohl des Metallmantels als auch des in diesen einzusetzenden Steines sehr genau stimmen müssen und bei einer Nichtübereinstimmung dieser Masse eine Deformation des Metallmantel eintreten oder dieser sogar unbrauchbar werden kann. Es ist ferner schon vorgeschlagen worden, Steine mit einer Metallummantelung, die mit Aufhängemitteln ausgestattet ist, dadurch herzustellen, dass loses feuerfestes Material in vorgeformte Blechhülle eingestampft oder eingestopft wird. Solche durch Einstampfen bzw.
Einstopfen in Blechhüllen erhaltene Steine weisen jedoch nur eine geringe mechanische Festigkeit und eine sehr starke Brennschwindung auf. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, basische feuerfeste Steine für die Zustellung von Industrieöfen dadurch herzustellen, dass metallische Aussenplatten gemeinsam mit dem feuerfesten Material in einer Pressform verpresst werden. Steine dieser Art besitzen eine sehr gute mechanische Festigkeit und haben nur eine geringe Brennschwindung.
Wenn diese Steine als Hängesteine ausgebildet sind, dann weisen sie am kalten Steinende meist Vertiefungen zur Aufnahme eines Hakens des Hängeeisens auf, die im allgemeinen sehr tief in den Stein hineinreichen ; durch die Anbringung dieser Vertiefungen tritt nun aber in allen Fällen eine Schwächung des Steines gerade in dem mechanisch am stärksten Beanspruchten. Abschnitt des Steines ein. Um diesen Nachteil zu vermeiden, hat man bei basischen oder neutralen feuerfesten Steinen, die an wenigstens einem Teil einer Fläche des Steinkölpers eine mit dem Steinrohmaterial mitverpresste, haftfest verankerte Aussenplatte aus oxydierbarem Metall aufweisen, ein laschenförmiges Aufhängemittel vorgesehen, das mit der Aussenplatte ein Stück bildet.
Dieses Aufhängemittel bzw. diese Aufhängelasche liegt im fertigen Stein an der Steinoberfläche an und ist so angeordnet, dass es bzw. sie durch Biegen in eine über das Steinende vorstehende Eingriffsstellung für die Hänger gebracht werden kann.
Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, einen basischen oder neutralen feuerfesten Stein zu schaffen, der von den oben angeführten Nachteilen frei ist und insofern eine verbesserte Ausführungsform sogar des zuletzt angeführten, eine Aufhängelasche aufweisenden Steines darstellt, als bei ihm das Aufhängemittel noch fester im Steinmaterial verankert ist und er sich dadurch vorzüglich zur Verwendung als Hängestein eignet.
Der Stein gemäss der Erfindung weist an wenigstens einem Teil einer Seitenfläche des Steinkörpers eine Aussenplatte aus oxydierbarem Material auf, die an einem Stirnende des Steines mit einem laschenförmig ausgebildeten Aufhängemittel für den Eingriff der Hänger ausgestattet und vorzugsweise mit dem Steinmaterial mitverpresst ist, und ist dadurch gekennzeichnet, dass das Aufhängemittel aus rostfreiem Stahl besteht, mit der Aussenplatte verbunden, vorzugsweise verschweisst, ist und einen in das Steininnere eingebetteten, eine feste Verankerung im Steinmaterial gewährleistenden Teil auf-
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weist. Der in das Steininnere eingebettete Teil des Aufhängemittels, der die Verankerung desselben bewirkt, kann gegen das im Steininneren gelegene Ende zu zunehmend breiter ausgebildet sein und/oder an seinem im Steininneren gelegenen Ende umgebogen sein.
Dieser in das Steininnere eingebettete Teil des Àufhängemittels kann aber z. B. auch Vorsprünge, wie Zungen, gegebenenfalls bei gleichzeitiger Verbreiterung und/bzw. Umbiegung an seinem im Steininneren gelegenen Ende, aufweisen. Zweckmässig liegt die Aufhängelasche im fertigen Stein in an sich bekannter Weise an der Steinoberfläche, gegebenenfalls in einer Ausnehmung des Steines versenkt, an und ist so angeordnet, dass sie durch Biegen in eine über die Stirnfläche des Steines vorstehende Eingriffsstellung für das Gehänge gebracht werden kann.
Durch das Anliegen der Aufhängelasche an die Steinoberfläche wird es ermöglicht, die Hängesteine gemäss der Erfindung ohne Gefahr einer Beschädigung des Aufhängemittels transportieren und handhaben zu können. Zur Erleichterung des Umbiegens kann die Wurzel der Aufhängelasche Materialschwächungen, z. B. Einschnitte, aufweisen.
Als Metall für die Aussenplatte - gegebenenfalls können auch noch weitere Aussenplatten vorgesehen sein-wird insbesondere Stahl oder Eisen, vorzugsweise Kohlenstoffstahl, verwendet. Die Platte hat im allgemeinen, in Abhängigkeit von der Ofenanlage, eine Stärke zwischen etwa 0, 6 und 6,0 mm. Im Falle der Verwendung von zwei Aussenplatten an einander gegenüberliegenden Steinflächen können auch beide Aussenplatten mit dem Aufhängemittel gemäss der Erfindung ausgestattet sein.
Die Herstellung der Steine gemäss der Erfindung erfolgt vorzugsweise auf die Art, dass die wenigstens an einem Teil einer Seitenfläche des Steinkörpers vorgesehene Aussenplatte aus oxydierbarem Material, zweckmässig kohlenstoffhaltigem Stahl, mit der das Aufhängemittel mit einem Teil verbunden, vorzugsweise verschweisst, ist, gemeinsam mit dem feuerfesten Material in einer Pressform verpresst wird. Ganz allgemein ist in diesem Zusammenhang festzuhalten, dass der betreffende Teil des Aufhängemittels mit der Aussenplatte z. B. auch durch Verschrauben oder Vernieten verbunden sein könnte, dass jedoch die besten Ergebnisse durch Anschweissen erzielt werden. Die Herstellung der Steine gemäss der Erfindung kann ferner auch, wenn auch wesentlich weniger zweckmässig, z.
B. auf die Weise erfolgen, dass durch Verpressen ein Stein hergestellt wird, der eine Ausnehmung für den in das Steininnere einzubettenden Teil des Aufhängemittels aufweist und dass dann in den fertig gepressten Stein dieser Teil des Aufhängemittels eingebracht, somit also das Aufhängemittel als solches mit der Aussenplatte, mit der es verbunden ist, auf den Stein aufgebracht und dann der im Steininneren zu liegen kommende Teil des Aufhängemittels, z. B. durch Einbringen von feuerfestem Mörtel, im Stein verankert wird.
Eine weitere, gleichfalls weniger zweckmässige Herstellungsweise für die Steine gemäss der Erfindung besteht darin, dass das Aufhängemittel ohne die Aussenplatte gemeinsam mit dem Steinmaterial in einer Pressform verpresst und dann die Aussenplatte auf die Steinfläche aufgebracht und an dem betreffenden Teil des Aufhängemittels befestigt, vorzugsweise angeschweisst, wird.
Die vorliegende Erfindung wird an Hand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert, ohne jedoch auf die in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen beschränkt zu sein.
In der Zeichnung sind einige beispielsweise Ausführungsformen des erfindungsgemässen Steines veranschaulicht. Die Fig. 1 und 2 zeigen eine erste Ausführungsform des erfindungsgemässen Steines in einer Seitenansicht bzw. in Draufsicht ; in den Fig. 3 und 4 ist eine abgeänderte Ausführungsform des Steines in Seitenansicht bzw. in Draufsicht dargestellt und Fig. 5 zeigt eine abgeänderte Form der Aufhängelasche des Steines in Draufsicht.
Der in den Fig. 1 und 2 dargestellte Stein 1 ist an einer Seitenfläche mit einer angeformten Aussen-
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stellten Beispiel aus einem abgewinkelten Blech besteht, das schmäler als die Steinbreite ist. Der kürzere Schenkel 3 des abgewinkelten Bleches ist am kalten Ende der Aussenplatte an deren dem Stein zugewendeter Fläche befestigt, z. B. angeschweisst. Im längeren Schenkel 4 ist eine Zunge 5 ausgepresst, die an ihrer Basis 6 abgebogen ist und im Steinmaterial, z. B. schräg eintauchend, eingebettet ist. Der längere Schenkel 4 bildet die Aufhängelasche, die nach Fig. 1 in einer Ausnehmung in der Stirnfläche des Steines versenkt liegt und durch Aufbiegen in die Gebrauchsstellung 4'gebracht werden kann. Durch das Abbiegen der Zunge 5 entsteht in der Lasche 4 die Öffnung 7 für den Eingriff eines Gehänges.
Bei der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Ausführungsform besteht das Aufhängemittel aus einer ebenen Blechplatte 8, die an ihrem Rand 9 mit der Aussenplatte 2 des Steines 1 verschweisst ist. Die in der Steinmasse eingebettete Zunge 5 ist beispielsweise an ihrem Ende 5'hakenförmig umgebogen, um die Verankerung im Stein zu erhöhen. Die Blechplatte kann neben der Schweissstelle nach oben gebogen werden und bildet die Aufhängelasche.
Gemäss Fig. 5 ist die Aufhängelasche an beiden Seitenrändern mit Ausnehmungen 10 versehen, die durch Materialschwächung das Aufbiegen der Aufhängelasche 4 erleichtern.