AT214813B - Verfahren zum Füllen von Hohlkörpern mit Phosphor bzw. mit phosphorhaltigen Stoffen - Google Patents
Verfahren zum Füllen von Hohlkörpern mit Phosphor bzw. mit phosphorhaltigen StoffenInfo
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Description
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Verfahren zum Füllen von Hohlkörpern mit Phosphor bzw. mit phosphorhaltigen Stoffen
Das Füllen von Hülsen oder andern Hohlkörpern mit Phosphor bzw. mit einem sich bei Sauerstoffzufuhr entzündenden Stoff muss bekanntlich unter Luftabschluss erfolgen. Bei den bisher bekannten Füllver- fahren wurde der Hohlkörper hiezu mit einem zur Füllung inerten und dieser gegenüber spezifisch leichteren Medium - z.
B. mit Wasser - gefüllt und in ein luftdichtes, den Füllstoff enthaltendes Gefäss eingetaucht, welcher dann das Wasser verdrängte ; der Hohlkörper muss dabei so weit gefüllt werden, dass ein danach in diesen einzusetzender zweiter Körper mit seinem Boden in die Füllung eingetaucht und diese dann zum Erstarren gebracht werden kann ; hiebei bildeten sich jedoch unvermeidlich Lunker, die bekanntlich sehr nachteilige Folgen auslösen können.
Beim erfindungsgemässen Verfahren zum Füllen von Hohlkörpern mit Phosphor od. dgl. unter Sauerstoffabschluss werden nun diese Nachteile mit Sicherheit dadurch vermieden, dass der in an sich bekannter Weise mit einem zum Phosphor inerten Medium gefüllte Hohlkörper unter Verdrängung dieses Mediums mit Phosphor gefüllt und danach eine durch die Einfüllöffnung eingesetzte Hülse mit ihrem Boden in den Phosphorspiegel eingedrückt und über dieselbe die sie umgebende Füllung tief in ihren Querschnitt beheizt wird. Als Hülse wird hiebei vorzugsweise diejenige eingeführt, die nachher den Einsatzkörper aufnehmen soll ; durch die beschriebene Massnahme wird das diese Hülse umgebende Feld der Füllung schliesslich zur Erstarrung gebracht.
Es ist zwar beim Füllen von Granaten bekannt, in die Geschosshülse einen unten offenen, konisch verjüngten Fülltrichter einzuführen ; bei Erstarrung der Masse sollen sich nun die entstehenden Lunker innerhalb dieses Trichters absetzen, der dann nachher mit dem Massekegel entfernt wird ; in den nun freien Trichter wird eine zur Erwärmung der Randzonen der Füllung beheizbare Hülse eingesetzt, danach wieder herausgezogen und schliesslich der trichterförmige Hohlraum mit Sprengstoff vergossen. Bei diesem bekannten Füllverfahren dient aber die Erwärmung nicht-wie beim Erfindungsgegenstand-dazu, die Füllung nochmals zum Fliessen zu bringen, um Lunker entfernen bzw. den Schwund ausgleichen zu können, sondern ausschliesslich zur besseren Verbindung zwischen erster und zweiter Füllung.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung wird die Hülse mit einem gut wärmeleitenden Medium gefügt, das vorzugsweise mittels eines darin eingetauchten Heizkörpers beheizt wird ; diese Beheizung der Hülse kann mittels eines stationären oder auch umlaufenden Wärmeträgers erfolgen.
Dadurch, dass die Füllung des Hohlkörpers in ihrem oberen Teil so lange flüssig gehalten wird, bis sie von unten und aussen her erstarrt ist, können die in diesen zuerst erstarrenden Schichten vorhandenen Gaseinschlüsse durch die noch weiche Zone austreten ; weiters wird durch die Fliessfähigkeit des oberen Teiles der Füllung die bei fortschreitender Erstarrung des übrigen Mediums eintretende Schrumpfung ausgeglichen.
Die Füllung des Hohlkörpers erfolgt so weitgehend, dass ihr Spiegel während der Erstarrung nicht unter den Boden der eingesetzten Hülse absinkt ; ferner sollte der Polster des Abdeckmediums noch vorhanden sein und sich darüber zweckmässig ein Hohlraum befinden, in welchen die beim Erstarren der Füllung entweichenden Gase eintreten können ; gegebenenfalls kann aber auch die einzusetzende Hülse oben mit einer Abzugsöffnung versehen sein, durch welche das bei ihrem Eintauchen verdrängte Abdeckmedium sowie Gase austreten können.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel eines nach dem erfindungsgemässen Verfahren gefüllten Hohlkörpers eine Geschosshülse 1 dargestellt, in die eine sogenannte Detonatorhülse 5 eingesetzt ist ; der
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Hohlkörper 1 wird bei abgenommener Hülse zunächst unter einem Abdeckmedium gefüllt, das durch die Öffnung 2 entweicht und diese Füllung bis zur Erreichung des geforderten Füllungsgrades fortgesetzt ; anstatt Wasser kann auch ein anderes Abdeckmedium verwendet werden-z. B. ein gegenüber Luft wesentlich schwereres Gas.
Der dargestellte Hohlkörper weist etwa normalen Füllungszustand auf, wobei noch eine dünne Schichte des Abdeckmediums verbleibt, auch wenn ein Teil desselben vor Einsatz der Hülse 5 abgesaugt wird ; danach wird die Hülse 5 so eingesetzt und festgeschraubt, dass sie mit ihrem Boden in beide Medien eintaucht. Soll in die erstarrte Füllung ausser einem Körper mit den Abmessungen der Hülse 5 ein weiterer Körper - beispielsweise der Teil 6 - eingesetzt werden, dann wird ein konformer Stempel oder der Körper selbst mit eingeführt. Im Bund 9 der Hülse könnte gegebenenfalls eine Abzugsöffnung für das Abdeckmedium 4 oder für Gase vorgesehen sein, wobei dann ein vorheriges Absaugen der Abdeckflüssigkeit nicht erforderlich ist.
Nach Einführen der Hülse wird diese beheizt ; am einfachsten erfolgt dies durch einen zusätzlichen Wärmeträger-beispielsweise Wasser 7 - der gegebenenfalls mittels einer Heizvorrichtung 8 beheizt werden kann.
Während des Erstarrungsvorganges der Füllung 3 sinkt deren Spiegel, weil die Füllung in geringen Grenzen schrumpft. Die Erstarrung erfolgt von aussen nach innen und von unten nach oben. Die in der Füllung 3 enthaltenen Gaseinschlüsse können also nach oben durch den noch weichen Teil der Füllung entweder in den oberhalb des Abdeckmediums durch dessen teilweise Absaugung geschaffenen Hohlraum oder durch die erwähnte nicht dargestellte Öffnung abziehen ; dieser noch weiche Teil der Füllung ist auch fähig, bei Schrumpfung der Füllung nachzufliessen, so dass der Kontakt mit der Hülse 5 aufrechterhalten bleibt.
Die in den Hohlkörper einzufüllende Menge kann dosiert sein ; es können aber auch Überwachungseinrichtungen vorgesehen sein, welche den Zufluss des Mediums 3 verhindern, wenn die erforderliche Spiegelhöhe erreicht ist ; in diesen Fällen kann ein Tastorgan entsprechend eingesetzt werden, das bei Verwendung eines elektrisch anders als der Phosphor 3 od. dgl. leitendell Mediums 4 eines der beiden Medien oder beide als elektrischen Leiter benutzt, so dass beim Eintauchen des Tastorganes in den Phosphorspiegel 3 der Stromdurchgang durch den Kreis eines Reglers geändert oder unterbrochen und demzufolge der erforderliche Schaltvorgang zum Abstellen des Zuflusses eingeleitet wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Füllen von Hohlkörpern mit Phosphor bzw. mit phosphodialtigen Stoffen unter Sauerstoffabschluss, dadurch gekennzeichnet, dass der in an sich bekannter Weise mit einem zum Phosphor (3) inerten Medium gefüllte Hohlkörper (1) unter Verdrängung dieses Mediums mit Phosphor gefüllt und danach eine durch die Einfüllöffnung eingesetzte Hülse (5) mit ihrem Boden in-den Phosphorspiegel eingedrückt und über dieselbe die sie umgebende Füllung tief in ihren Querschnitt beheizt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (5) mit einem gut wärmeleitenden Medium (7) gefüllt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das in der Hülse (5) befindliche Medium mittels eines darin eingetauchten Heizkörpers (8) beheizt wird.4. Vorrichtung zur Durchführung der Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine in den Hohlkörper (1) einzusetzende Hülse (5) von solcher Höhe, dass ihr Boden bis in den erstarrten Teil der Füllung (3) eintaucht.5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass als Hülse (5) eine für den Hohlkörper (1) vorgesehene Detonatorhülse verwendet wird.
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