AT212716B - Antriebseinrichtung für Luft-, Wasser- und Landfahrzeuge - Google Patents

Antriebseinrichtung für Luft-, Wasser- und Landfahrzeuge

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AT212716B
AT212716B AT340059A AT340059A AT212716B AT 212716 B AT212716 B AT 212716B AT 340059 A AT340059 A AT 340059A AT 340059 A AT340059 A AT 340059A AT 212716 B AT212716 B AT 212716B
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Forschungszentrum Der Luftfahr
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  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Description


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  Antriebseinrichtung für Luft-, Wasser- und Landfahrzeuge 
Die Erfindung betrifft eine Antriebseinrichtung für Luft-, Wasser-und Landfahrzeuge, bei der eine erzeugte Strömung zum Vortrieb des Fahrzeuges ausgenutzt ist. 



   Eine solche zum Vortrieb ausgenutzte Strömung tritt z. B. hinter dem Propeller eines Flugzeuges, hinter der Austrittsdüse eines Strahltriebwerkes für Flugzeuge und Raketen und hinter der Schraube eines Schiffes auf. Der Vortrieb wird dabei durch die Übergeschwindigkeit der Strömungsgeschwindigkeit gegenüber der Fahrt- bzw. Fluggeschwindigkeit erzeugt. Er ist bekanntlich umso grösser, je grösser der Strömungsquerschnitt und die Übergeschwindigkeit ist. Demgegenüber ist der Wirkungsgrad umso besser, je kleiner die Übergeschwindigkeit ist, d. h. je mehr die Strömungsgeschwindigkeit der Fahrt- bzw. Fluggeschwindigkeit angenähert ist. Man hat bisher, um einen grossen Vortrieb bei zugleich gutem Wirkungsgrad zu erhalten, den Strömungsquerschnitt möglichst gross und die Übergeschwindigkeit möglichst klein gewählt.

   Die Bemessung des Strömungsquerschnittes findet jedoch in vielen Fällen bei noch nicht befriedigenden Werten des Wirkungsgrades ihre Begrenzung. Dies ist bei Schiffen in flachen Gewässern und bei Propellerschlitten offensichtlich der Fall. Ferner treten bei Flugzeugen mit Propellerantrieb Beschränkungen dadurch auf, dass, wenn die Umlaufgeschwindigkeit der Propellerspitzen die Schallgeschwindigkeit erreicht, der Wirkungsgrad abfällt. Auch bei Flugzeugen mit Strahltriebwerken ist man aus technischkonstruktiven Gründen in der Bemessung des Strömungsquerschnittes beschränkt und liegt mit dem Wirkungsgrad erheblich noch unter dem Wirkungsgrad bei Flugzeugen mit Propellerantrieb. 



   Ähnlich wie der Wirkungsgrad hängt auch der Lärm von der Grösse der Übergeschwindigkeit ab. Er steigt mit wachsender Übergeschwindigkeit ebenfalls an, so dass man auch aus diesem Grunde bestrebt ist, die Übergeschwindigkeit möglichst klein zu halten. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Antriebseinrichtungen für Fahrzeuge, bei denen eine erzeugte   Strömung   zum Vortrieb ausgenutzt ist, dahingehend zu verbessern, dass bei gleicher Leistung die Übergeschwindigkeit gegenüber den bisher erreichten Werten wesentlich vermindert werden kann, ohne auf die Vergrösserung des Strömungsquerschnittes angewiesen zu sein. 



   Die Aufgabe ist erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Knoller-Betz-Effekt ausgenutzt ist, indem die z. B. vom Flugzeugpropeller, von der Schiffsschraube bzw. vom Flugzeug- oder Raketenstrahltriebwerk erzeugte, zunächst gerade Strömung durch die Richtung dieser Strömung ändernde Mittel laufend auf verschiedene, mindestens jedoch im Wechsel auf zwei einander gegenüberliegende und in bzw. annähernd in Vortriebsrichtung verlaufende Seiten eines Profilkörpers gelenkt ist. 



   Der Knoller-Betz-Effekt, der zuweilen auch als Katzmayr-Effekt bezeichnet wird, ist eine auf dem Gebiete der Strömungstechnik festgestellte Erscheinung, wonach an einem z. B. flügel-bzw. tropfenförmigen Profilkörper, bei dem eine Strömung laufend im Wechsel auf mindestens zwei aneinander gegen- überliegenden Längsseiten gelenkt wird, ein Vortrieb entsteht. Dieser in der Strömungstechnik seit langem bekannte Effekt wird gemäss vorliegender Erfindung erstmalig auf Antriebseinrichtungen, bei denen eine bewegte Strömung zur Bewegung des Fahrzeuges ausgenutzt ist, zur Wirkungsverbesserung übertragen. 



   An Hand der Zeichnung ist die Erfindung in Ausführungsbeispielen näher erläutert. 



   In den Zeichnungsfiguren ist die Lenkung der Strömung auf die Längsseiten des Profilkörpers gezeigt, u. zw. erfolgt dies in Fig. 1 mittels eines in Schwenkungen versetzten Körpers, in Fig. 2 und 3 mit Hilfe von Strömungsimpulsen, in Fig. 4 durch ein elektrisches Feld und in den Fig. 5 und 6 mittels rotierender Ablenkkörper. 

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   In Fig. 1 ist die Strömung 1 durch einen Propeller 2 erzeugt. Diese Strömung 1 wird durch einen um die strichpunktiert angedeutete Achse 3 in Schwenkungen versetzten Körper 4 nacheinander auf die obere und untere Seite eines   flügelförmigen   Profilkörpers 5 gelenkt. Dabei ist der Einfallswinkel   cx   der Strömung in bezug auf die durch den Pfeil 6 angedeutete Vortriebsrichtung abwechselnd grösser und kleiner als 0 . Zur Bewirkung der Schwenkungen des Körpers 4 Ist ein an sich bekanntes, mit der Welle 7 In Wirkungsverbindung stehendes Getriebe 8 vorgesehen, das die. rotierende Bewegung der Welle 7 in eine durch Pfeil 9 angedeutete Schwenkbewegung des Körpers 4 umformt. Um die Schwenkungszahl des Körpers 4 zu beeinflussen, kann ein Regelglied 10 vorgesehen sein,   z.

   B.   eine in die Welle 7 eingefügte elektromagnetische Kupplung, deren Schlupf durch einen regelbaren Widerstand 11 einstellbar ist. Anstatt in Schwenkungen kann der Körper 4 auch z. B. mittels eines geeigneten Kurbelgetriebes mindestens annähernd senkrecht zur Strömung in Schwingungen versetzt und in seiner   Schwingungszahl   ebenfalls regelbar ausgeführt sein. 



   In Fig. 2 wird die beispielsweise durch einen Hohlkörper 12 geführte Strömung 1 mittels zusätzlicher Strömungsimpulse 13 und 14 wechselweise auf die obere und untere Seite des   flügelförmigen     Profilkör-   pers 5 gelenkt. Der Einfallswinkel der Impulse ist dabei in bezug auf die normale Strömung grösser als 00 und kleiner als 900. Der Hohlkörper 12 kann dabei'doppelwandig ausgeführt sein, wobei in dem Zwischenraum 15 zwischen den beiden Wandungen die zusätzliche Strömung 16 geführt ist und diese Strömung 16 ausgangsseitig an zwei gegenüberliegenden Schlitzen 17 und 18 im Wechsel durch rotierende, miteinander, wie strichpunktiert angedeutet, gekuppelte Verschlusswalzen 19 und 20 zum Austritt freigegeben wird. Zweckmässig ist es, sowohl die Strömung 16 in dem Zwischenraum 15   z.

   B.   durch verstellbare Klappen 21, als auch die Drehzahl der Verschlusswalzen 19 und 20   z. B.   mit Hilfe eines regelbaren schematisch angedeuteten Getriebes 22 steuerbar auszuführen. Gegebenenfalls kann auch die Richtung der Impulse 13 und 14 durch entsprechende Verstellung der austrittsseitigen Enden des Hohlkörpers 12 regelbar gestaltet sein. 



   In Fig. 3 ist die obere und untere Seite des Profilkörpers 5 im Wechsel durch eine Strömung beaufschlagt, die aus zwei diesen Seiten zugeneigten Austrittsdüsen 23 und 24 austritt. Es kann eine Gesamtströmung auf die zwei Austrittsdüsen 23 und 24 aufgeteilt werden und, da eine Beaufschlagung der Seiten des Profilkörpers 5 im Wechsel erfolgt, jede Düse im vorgegebenen Rhythmus durch entsprechende, an sich bekannte bewegte Abdeckglieder abgesperrt werden. Die Austrittsdüsen können aber auch je einem Strahltriebwerk zugeordnet sein, wobei diese Strahltriebwerke wechselweise gezündet werden.

   Soweit die Strahltriebwerke eine Strömung liefern, die in bzw. über der Schallgeschwindigkeit liegt, können ihre Austrittsdüsen auch parallel zur gedachten Längsachse des Profilkörpers liegen und schräg abgeschnitten sein derart, dass die jeweiligen Schnittebenen verschiedenen Seiten des Profilkörpers zugeneigt sind. Ferner ist es auch möglich, mehr als zwei Austrittsdüsen dieser Art vorzusehen und einen tropfenförmigen Profilkörper anzuwenden, der dann am gesamten Umfang wechselweise bzw. nacheinander an verschiedenen Seiten angeströmt wird. Auch bei der vorgenannten Massnahme ist es zweckmässig, die Austrittsstärke der Strömung bzw. deren Neigung gegen den Profilkörper 5 oder aber die Impulsfolge regelbar zu gestalten. 



   Ferner ist es möglich, wie in Fig. 4 schematisch dargestellt, das Strömungsmedium elektrisch aufzuladen bzw. mit   Ladungsträgern   zu impfen und dann mit Hilfe eines im vorgegebenen Rhythmus sich ändernden elektrischen Feldes 25 die Strömung 1 auf mindestens zwei gegenüberliegende Seiten des Profilkörpers 5 zu lenken. Dabei ist es auch hier zweckmässig, die das elektrische Feld erzeugende Spannung in ihrer Höhe und/oder Frequenz in an sich bekannter Weise regelbar auszuführen. Ausserdem kann im Bedarfsfall anstatt des elektrischen Feldes auch ein elektromagnetisches Feld Anwendung finden. 



   In Fig. 5 ist ein Ablenkkörper 26 vorgesehen, der auf einer strichpunktiert angedeuteten Achse 27 angeordnet und durch einen entsprechenden Antrieb in Drehung versetzt ist. Die zum Vortrieb des Fahrzeuges ausgenutzte Strömung 1 ist im vorliegenden Falle wieder durch einen rotierenden Propeller 28 erzeugt. Die Strömung 1 wird durch die Fläche 29 bei Drehung des Ablenkkörpers 26 so abgelenkt, dass sie den nachgeordneten flügel-bzw. tropfenförmigen Profilkörper 5 an seinen Seiten trifft, wodurch der Knoller-Betz-Effekt auftritt. Bildet man den Profilkörper 5 als Tragflügel aus, so wird die abgelenkte Strömung nach Art einer gewellten Strömung wechselweise von oben und von unten auf ihn wirken. Man kann aber ebenso einen tropfenförmigen Profilkörper oder einen Profilkörper, bei dem beide Formen kombiniert sind, anwenden, um den gewünschten Effekt zu erhalten.

   Es ist ferner auch möglich, den Ablenkkörper 26 und den Propeller 28 baulich zu vereinigen, indem man sich den Propeller 28 auf der gedachten Rotationsachse an bzw. in den Ablenkkörper 26 verschoben denkt und in der gedachten   Lacp   beide Teile fest miteinander verbunden sind. Obwohl das ruhende Medium in der Umgebung bei entspre- 

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 chender Fahrtgeschwindigkeit zur Lenkung der Strömung mit beiträgt, a es das ungehinderte Abströmen der abgelenkten Strömung in die abgelenkte Richtung unterdrückt, sind im vorliegenden Falle ebene oder auch konzentrisch zur Rotationsachse 27 gebogene Leitbleche 30 und 31 vorgesehen, um die Strömung besonders gut auszunutzen und exakt auf den Profilkörper 5 zu lenken. 



   In Fig. 6 ist als Antriebseinrichtung ein Strahltriebwerk gewählt, wobei die Strömung 1 durch einen Hohlkörperteil 32 mit einem lichten Kreisquerschnitt, das ist im vorliegenden Falle die Austrittsdüse des Strahltriebwerkes, geführt ist. Der darin angeordnete rotierende Ablenkkörper 26 hat auch hier die Aufgabe, die Strömung auf verschiedene Seiten des Profilkörpers 5 zu lenken, um den Knoller-Betz-Effekt zu erzeugen. Anstatt eines einzigen Profilkörpers 5 können im Bedarfsfall hier sowie auch bei allen andern Ausführungsbeispielen mehrere vorgesehen sein.

   Man kann sich den Ablenkkörper 26 hier aus einem zum Teil punktiert angedeuteten, rotationssymmetrischen, tropfen- oder kegelförmigen Körper 33 ent-   standen   denken, der in einen annähernd schräg abgeschnittenen, zum Teil punktiert angedeuteten, rotationssymmetrischen, austrittsseitig abgerundeten Zylinder 34 eindringt. Die Form des Ablenkkörpers 26 ist nicht nur auf die in der Fig. 6 gezeigte beschränkt, sondern kann beliebig anders gewählt sein. Beispielsweise ist es auch möglich, bei geeigneter Formgebung den Ablenkkörper auf einer quer zur Strömung angeordneten Achse rotieren zu lassen. Ferner kann der Ablenkkörper bei entsprechender Form auch in einem die Strömung leitenden Hohlkörper angeordnet sein, dessen Querschnittsform von der einer Kreisfläche abweicht.

   Sehr zweckmässig ist es jedoch, den Ablenkkörper 26, wie aus Fig. 6 ersichtlich, mit seiner Achse 27 in die Richtung der ursprünglichen zentralen Strömung vor der Ablenkung zu legen und seine Form so zu wählen, dass er den lichten Kreisquerschnitt des Hohlkörperteils 32 an mindestens einer Stelle mindestens annähernd sektor- oder segmentförmig abschliesst bzw. freilässt. Dabei empfiehlt es sich, der der Strömung 1 zugekehrten Fläche des Ablenkkörpers 26 mindestens annähernd eine abgeschrägte Form zu geben derart, dass der Ablenkwinkel grösser als   0    und kleiner als 900 ist.

   Es ist auch möglich, den Hohlkörperteil 32 mit einem weiteren austrittsseitig etwas längeren Hohlkörperteil 35 zu umgeben und durch den Raum 36 zwischen den beiden Hohlkörperteilen 32 und 35 eine pulsierende bzw. kontinuierliche Strömung, beispielsweise durch Abzweigung von der ursprünglich erzeugten Strömung, zu leiten. Bei Verwendung zweier übereinander   angeordneter Hohlkörperteile 32   und 35 kann auch der innere Hohlkörperteil 32 zum Zwecke der Rotation angetrieben und der Ablenkkörper 26 dann an ihm fest angebracht sein, wobei der lichte Querschnitt des Hohlkörperteils 32 durch den Ablenkkörper 26 an mindestens einer Stelle mindestens annähernd   sektor-oder segmentförmig   abgedeckt bzw. freigelassen ist. 



   Ferner kann der in Rotation versetzte Hohlkörperteil 32 austrittsseitig auch bis auf eine exzentrisch angeordnete Austrittsdüse abgeschlossen sowie auf einen besonderen Ablenkkörper 26 verzichtet sein und die Austrittsdüse an ihrem austrittsseitigen Ende einen lichten Querschnitt ovaler bzw. rechteckiger Form besitzen, wobei in diesem Falle auch der umgebende Hohlkörperteil 35 im Bedarfsfall weggelassen werden kann. Soweit aus dem in Rotation versetzten Hohlkörperteil 32 eine Strömung austritt, deren Geschwindigkeit an bzw. über der Schallgeschwindigkeit liegt, kann z. B. unter Verzicht auf den Ablenkkörper 26 und den umgebenden Hohlkörperteil 35 der Hohlkörperteil 32 schräg abgeschnitten sein, wodurch sich ebenfalls eine Ablenkung der Strömung im Sinne der Erfindung erzeugen lässt.

   Der Ablenkkörper 26 und im oben geschilderten Falle der Ablenkkörper 26 samt Hohlkörperteil 32, ist zweckmässig längsverschiebbar auf der Achse 27 gelagert. Zu diesem Zweck empfiehlt es sich, eine Kugellagerung 37 zwischen der Achse 27 und dem Ablenkkörper 26 vorzusehen. Die Einleitung der Verstellkraft geschieht über ein Hebelgetriebe 38, das, wie strichpunktiert angedeutet, an dem Ablenkkörper 26 angreift. Durch die Längsverschiebung des Ablenkkörpers 26 ist die Strömung in ihrer Wirksamkeit regelbar. Der Antrieb ist dem rotierenden Ablenkkörper 26 über ein Getriebe 39, z. B. einem Planetenradgetriebe, zugeleitet, so dass sich durch regelbare Gestaltung des Getriebes eine weitere Möglichkeit ergibt, die Strömung in ihrer Wirksamkeit zu beeinflussen.

   Zu diesem Zweck kann anstatt des Getriebes auch ein anderes Mittel zur Regelung der Drehzahl des Ablenkkörpers 26 Verwendung finden,   z. B.   eine elektromagnetische Kupplung, die über ein entsprechendes elektrisches Schaltmittel manuell betätigt oder aber auch durch ein entsprechendes Regelglied,   z. B. einen.   Zentrifugalregler, zur selbsttätigen Beeinflussung bzw. zur Stabilisierung der Drehzahl ausgenutzt ist. Eine Regelung der Strömung in ihrer Wirksamkeit ist ausserdem auch in der Form möglich, dass das austrittsseitige Ende des Hohlkörperteiles 32 und/oder des umgebenden Hohlkörperteiles 35 im Sinne einer Verengung bzw.

   Erweiterung des Austrittsquerschnittes regelbar ausgeführt ist, indem beispielsweise das austrittsseitige Ende des Hohlkörperteiles 32 und/oder 35 aus sich überdeckenden Platten besteht, die ineinander verschiebbar sind. 



   Der Antrieb des Ablenkkörpers 26 kann in der Weise erfolgen, dass die Achse 27 mit einem ohnehin vorhandenen Antriebsmittel,   z. B.   in vorliegendem Falle mit der Verdichterturbine 40 des Triebwerkes, 

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 gekuppelt ist. Soweit eine Drehzahlregelung des Ablenkkörpers 26 nicht notwendig ist, kann dieser selbstverständlich auch mit der Turbine 40 fest gekuppelt sein. Ferner ist es auch möglich, dem Ablenkkörper 26 einen Eigenantrieb zuzuordnen, indem man diesen Ablenkkörper beispielsweise mit einem Flügelrad nach Art eines Windrades kombiniert. Diese Massnahme ist besonders für Staustrahltriebwerke geeignet. Zweckmässig ist es, den Lagerteil der Turbine 40 mit einem stromlinienförmigen Ansatz 41 zu versehen, damit die Strömung 1 in ihrer Wirkung nicht ungünstig beeinflusst wird.

   Mit 42 ist ein Teil zur Lagerung der Achse 27 angedeutet. Im Bedarfsfall kann die Achse 27 selbstverständlich auch an mehreren Stellen gelagert sein. Der etwa in der gedachten Verlängerung der ursprünglichen zentralen Strömung liegende Profilkörper 5 kann auch hier als Tragflügel bzw. als tropfenförmiger Rotationskörper ausgebildet sein oder aber auch die Kombination beider Formen besitzen. 



   Von besonderem Vorteil ist es, den Profilkörper 5 aus mehreren Teilen 43,44, 45 zusammenzusetzen und davon, wie gestrichelt angedeutet, mindestens zwei Teile, im Ausführungsbeispiel sind es die Teile 44 und 45, im Sinne einer Ab- bzw. Umlenkung der Strömung verstellbar auszuführen. Es kann dadurch auf komplizierte Stellglieder, wie sie bei den bekannten   sogenanntenStrahlum-bzw. -ablenk-   vorrichtungen erforderlich sind, verzichtet werden. Ferner bietet der Profilkörper 5 in diesem Fall, da er sich immer in der Strömung befindet, ja befinden muss, aber auch keinen den Vortrieb ungünstig been flussenden Widerstand mehr.

   Diese Massnahme ist für moderne Luftfahrzeuge mit Strahltriebwerken von grosser Bedeutung und selbstverständlich nicht nur auf eine Strömung beschränkt, die durch einen rotierenden Ablenkkörper abgelenkt wird, sondern ist auch dort anwendbar, wo sie durch andere Mittel ihre Ablenkung erhält. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Antriebseinrichtung für Luft-, Wasser- und Landfahrzeuge, bei der eine erzeugte Strömung zum Vortrieb der Fahrzeuge ausgenutzt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erzeugte, zunächst gerade Strömung durch die Richtung dieser Strömung ändernde Vorrichtungen laufend auf verschiedene, mindestens jedoch im Wechsel auf zwei einander gegenüberliegende und in bzw. annähernd in Vortriebsrichtung verlaufende Seiten eines Profilkörpers (5) gelenkt ist.

Claims (1)

  1. 2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömung durch einen schwingenden bzw. in Schwenkung vorgesetzten Körper (4) auf verschiedene Seiten des Profilkörpers (5) gelenkt ist (Fig. 1).
    3. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömung durch zusätzliche Strömungsimpulse (13,14) auf verschiedene Seiten des Profilkörpers 5 gelenkt ist, die wechselweise der Strömung unter einem Winkel zugeführt sind (Fig. 2).
    4. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Austritt der Strömung aus mindestens zwei Düsen (23, 24) erfolgt, die verschiedenen Seiten des Profilkörpers (5) zugeneigt sind (Fig. 3).
    5. Antriebseinrichtung, bei der die erzeugte Strömung Schall- bzw. Überschallgeschwindigkeit besitzt, nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Austritt der Strömung aus mindestens zwei, vorzugsweise symmetrisch zueinander angeordneten Düsen erfolgt, deren gedachte Längsmittelachsen parallel zueinander liegen und die schräg abgeschnitten sind, wobei die Schnittflächen den Seiten des Profilkörpers (5) zugeneigt sind.
    6. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömung durch einen rotierenden Ablenkkörper (26) auf verschiedene Seiten des Profilkörpers (5) gelenkt ist (Fig. 5).
    7. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einrichtung (10,11) zur Regelung der Schwingungs- bzw. Schwenkungszahl des die Strömung auf verschiedene Seiten lenkenden Körpers (4) vorgesehen ist (Fig. 1).
    8. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel zur Regelung der Impulsfolge und/oder Impulsstärke und/oder Impulsneigung vorgesehen sind.
    9. Antriebseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablenkkörper (5) mit seiner Rotationsachse (27) mindestens annähernd in Richtung der ursprünglichen Strömung vor der Ablenkung liegt (Fig. 5).
    10. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 6 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass der rotierende Ablenkkörper (26) in einem die Strömung führenden Hohlkörperteil (32) mit einem lichten Kreisquerschnitt untergebracht ist und dabei der lichte Kreisquerschnitt an mindestens einer Stelle mindestens annähernd sektor-oder segmentförmig ausgefüllt bzw. freigelassen ist (Fig. 6). <Desc/Clms Page number 5>
    11. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 6,9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlkörperteil (32) von einem weiteren austrittsseitig etwas längeren Hohlkörperteil (35) umgeben ist, und durch den Raum (36) zwischen den beiden Hohlkörperteilen (32,35) eine zusätzliche Strömung geleitet ist (Fig. 6).
    12. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 6 und 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung zweier übereinander angeordneter Hohlkörperteile (32,35) der innere zum Zwecke der Rotation angetrieben ist und sein lichter Querschnitt durch einen fest an ihm angebrachten Ablenkkörper mindestens annähernd sektor-oder segmentförmig ausgefüllt bzw. freigelassen ist.
    13. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 6 und 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablenkkörper (26) an seiner der Strömung zugekehrten Fläche eine abgeschrägte Form besitzt und dabei der Ablenkwinkel grösser als 00 und kleiner als 900 ist.
    14. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 6 und 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Ablenkkörper (26) durch die Strömung, z. B. mittels eines Flügelrades, angetrieben ist.
    15. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 6 und 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ablenkkörper ein Antrieb direkt bzw. über ein Getriebe zugeleitet ist.
    16. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 6,10 und 11, dadurch gekennzeichnet, dass das austrittsseitige Ende des Hohlkörperteiles (32) und/oder des umgebenden Hohlkörperteiles (35) im Sinne einer Verengung bzw. Erweiterung des Austrittsquerschnittes regelbar ist.
    17. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 6 und 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehzahl des rotierenden Ablenkkörpers (26) durch Drehzahlregler einstellbar ist.
    18. Antriebseinrichtung nach den Ansprüchen 6 und 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der rotierende Ablenkkörper (26) axial verschiebbar angeordnet ist.
    19. Antrieb'einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömung durch einen rotierenden Hohlkörperteil geleitet ist, der eine exzentrisch liegende Austrittsdüse besitzt.
    20. Antriebseinrichtung, bei der die erzeugte Strömung Schall- bzw. Überschallgeschwindigkeit besitzt, nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömung durch einen mit der gedachten Längsmittelachse in Richtung der ursprünglich erzeugten zentralen Strömung liegenden, in Rotation versetzten und schräg abgeschnittenen Hohlkörperteil auf verschiedene Seiten des Profilkörpers (5) gelenkt ist.
    21. Antriebseinrichtung unter Verwendung eines Propellers zur Erzeugung der Strömung nach den Ansprüchen 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Propeller (28) und der Ablenkkörper (26) baulich vereinigt sind.
    22. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömung elektrisch aufgeladen bzw. mit Ladungsträgern geimpft und mit Hilfe eines sich ständig ändernden elektrischen bzw. elektromagnetischen Feldes (25) auf verschiedene Seiten des Profilkörpers (5) gelenkt ist (Fig. 4).
    23. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Profilkörper (5) aus mehreren Teilen (43,44, 45) zusammengesetzt ist, von denen mindestens zwei Teile (44,45) im Sinne einer Ab- bzw. Umlenkung der Strömung verstellbar sind (Fig. 6).
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