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Mess- bzw. Kontrollvorrichtung
Die Erfindung bezieht sich auf eine Mess- bzw. Kontrollvorrichtung, die mehrere Mess-bzw. Kon- trollstellen sowie eine umlaufende, schaltbare Transporteinrichtung zur Zuführung von Werkstücken zu den Mess- bzw. Kontrollstellen besitzt, und die zur Durchführung eines vollständigen Mess- bzw. Kon- trollvorganges an mindestens zwei Werkstücken während eines Umlaufs der Transporteinrichtung dient, wobei die jedem dieser Werkstücke zugeordneten Messstände sich jeweils über einen Teilbereich des Um- fangs der Transporteinrichtung erstrecken.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine solche Vorrichtung derart auszubilden, dass diese gegenüber an sich bekannten Mess- bzw. Kontrollvorrichtungen unter Gewährleistung eines günstigen Aufbaus einen grösstmöglichen Nutzungsgrad besitzt.
Die Lösung dieser Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch erzielt, dass zwecks Messung bzw. Kon- trolle von verschiedenartigen Werkstücken die diesen zugeordnetenWerkstückaufnahmeninUmfangsrich- tung der Transporteinrichtung an dieser hintereinander und in abwechselnder Reihenfolge angeordnet sind.
Eine in dieser Weise ausgebildete Mess- bzw. Kontrollvorrichtung gewährleistet eine praktisch voll- kommene Ausnutzung ihrer Kapazität im Hinblick auf die Anzahl der zur Verfügung stehenden Mess-bzw.
Kontrollstellen. Sie lässt sich mit einem hohen wirtschaftlichen Nutzen überall dort einsetzen, wo ver- schiedenartige, in grossen Stückzahlen angelieferte Werkstücke mit nur einer geringen Anzahl von Mess- bzw. Kontrollstellen gemessen bzw. kontrolliert werden sollen, da durch Einsatz der erfindungsgemäss ausgebildeten Mess- bzw. Kontrollvorrichtung die Möglichkeit gegeben ist, während eines Umlaufs der
Transporteinrichtung mehrere verschiedenartige Werkstücke gleichzeitig zu messen bzw. zu kontrollieren.
Die erfindungsgemässe Anordnung der Werkstückaufnahmen in Umfangsrichtung der Transporteinrichtung an derselben hintereinander und in abwechselnder Reihenfolge führt hiebei zu einer besonders unver- wickelten, nur wenig Raum beanspruchenden und daher auch für kleinere Mess-bzw. Kontrollvorrichtungen geeigneten Aufbauweise.
In den Figuren der Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigt
Fig. l in schematischer Darstellung eine Mess- bzw. Kontrollvorrichtung gemäss der Erfindung mit zwei
Vlbrationsteileförderem zur gleichzeitigen Zuführung von zwei verschiedenen Werkstücken zu den ein- zeinen Messständen, Fig. 2 in schematischer Darstellung eine Draufsicht auf die Transporteinrichtung und die Messstände der Mess- bzw. Kontrollvorrichtung gemäss Fig. l.
In Fig. l ist mit 1 das Gestell einer an sich bekannten Mess- bzw. Kontrollvorrichtung mit einer um- laufenden, schaltbaren Transporteinrichtung zur Zuführung von Werkstücken zu den Mess-bzw. Kontroll- stellen bezeichnet. Auf dem Gestell 1 ist ein Sockel 2 befestigt, der zur Lagerung einer mit 3 bezeich- neten Trägerplatte dient. Auf letzterer sind in an sich bekannter Weise die mit 4 bezeichneten Messstände sowie weitere, diesen zugehörende, jedoch aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht näher gezeigte Ein- richtungen, wie z. B. Messauflagen bzw.-Anlagen für die Werkstücke, Schalteinrichtungen für Zähl- werke od. dgl. befestigt.
Im Ausführungsbeispiel umfassen die Messstände 4 eine Anzahl von mit 5 und 6 bezeichneten Mess- tastern, die an Haltevorrichtungen 7 befestigt sind. Die Abtastbewegung der Messtaster 5 und 6 wird in an sich bekannter, jedoch nicht näher gezeigter Weise durch eine auf der Hauptsteuerwelle der Mess- bzw.
Kontrollvorrichtung angeordnete Kurvenscheibe herbeigeführt, die mit im Sockel 2 und in der Träger-
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erteilt,Hubbewegungen der Steuerstift auf die Haltevorrichtungen übertragen, die damit auf ihren FUhrungsbol- zen 9 mit den Messtaster gleichfalls auf-und abbewegt werden.
; Wie aus den Figuren ersichtlich und an Hand eines der Messtaster 6 näher gezeigt, besitzen die Mess- taster 5 und 6 im Ausfilhrungsbeispiel in an sich bekannter Weise einen mit dem Tasterstössel 6a verbun- denen Zeiger 6b, der mit einer Skala 6c zusammenarbeitet. Zur übersichtlicheren und schnelleren Kon- trolle des Messresultats sind ander Skala 6c verschiebbare Marken 6d und 6e angeordnet, die auf die Grenz- werte des zulässigen Toleranzbereichs für das jeweilige Werkstück-Mass einstellbar sind.
An Stelle in ) vorstehender Weise ausgebildeten Messtastem zur optischen Überwachung der einzelnen Messstellen könnten jedoch ebenso auch an sich bekannte Messtaster zur Anwendung gelangen, bei denen die Marken
6d und 6e mit elektrischen Kontakten verbunden sind und der Zeiger 6b als bewegliche Kontaktzunge aus- gebildet ist. Je nachdem, ob ein in den einzelnen Messstationen gemessenes Werkstück Über- oder Unter- mass besitzt, könnte hiebei das durch die elektrischen Mess- bzw. Kontrolltaster ermittelte Resultat auf i Anzeigevorrichtungen übertragen und bzw. oder über weitere elektrische Steuereinrichtungen an auto- matische Sortiervorrichtungen für"Gut"-und"Ausschuss" -Teile weitergeleitet werden.
Die Erfindung ist jedoch weder auf die eine noch auf die andere Ausbildungsart von Mess-bzw. Kontrolltastem be- schränkt.
Wie die Fig. 1 zeigt, besitzt der Sockel 2 einen weiteren, zylindrischen Aufbau 10, der einerseits zur Zentrierung des Trägerrings 3 und anderseits als Gegenlager des mit 11 bezeichneten Transporttellers dient. An letzterem ist ein hutförmiger Ansatz 11a ausgebildet, über den in an sich bekannter Weise mit- tels einer Schraube 12 der Transportteller 11 mit seiner nicht näher gezeigten Antriebswelle auf Dreh- mitnahme verbunden ist.
Gemäss der Erfindung ist nunmehr vorgesehen, dass während eines Umlaufs des Transporttellers 11 i mindestens zwei voneinander verschiedene Werkstücke mess- bzw. kontrollierbar sind. Hiedurch werden ausser der Erzielung kürzester Mess- bzw. Durchlaufzeiten der Werkstücke und einer universellen Anwend- barkeit der Mess- bzw. Kontrollvorrichtung far Werkstücke jeder Form und Grösse die eingangs genannten weiteren Vorteile erzielt.
Wie aus den Figuren zu entnehmen ist, werden im Ausführungsbeispiel nur zwei verschiedene Werk- stücke während eines Umlaufs des Transporttellers 11 gemessen bzw. kontrolliert. In Fig. l sind diese mit
13 und 14 bezeichneten Werkstücke näher gezeigt. Wie aus dieser Figur weiterhin hervorgeht, sind zur automatischen Zuführung dieser Werkstücke zu der Transporteinrichtung auf dem Gestell 1 Vibrations- teileförderer 15 und 16 angeordnet, von denen der zuerstgenannte zur Förderung der Werkstücke 13 und der letztgenannte zur Förderung der mit 14 bezeichneten Werkstücke dient. Da der Aufbau und die Wirkungsweise der Vibrationsteileförderei von an sich bekannter Art und nicht Gegenstand der Erfindung ist, wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit auf eine nähere Darstellung dieser Einrichtungen verzichtet.
Von den
Sammelbehältern 15a und 16a der Teileförderer fuhren Zuführschienen 15b und 16b zu den Aufnahme- vorrichtungen für die Werkstücke am Transportteller 11.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung sind die den Werkstücken 13 bzw. 14 zugeordneten und mit 11b bzw. 11c bezeichneten Werkstück-Aufnahmen in Umfangsrichtung des Transporttellers 11 an diesem hintereinander und in abwechselnder Reihenfolge angeordnet. Die den Werkstücken 13 bzw. 14 zugeordneten Messstände 4 mit den diesen zugehörenden Einrichtungen, wie z. B. den Messtastern 5 bzw.
6, den nicht näher gezeigten Mess-Auflagen bzw.-Anlagen und den Werkstückzuführ-und Ausstoss-Ein- richtungen erstrecken sich hiebei jeweils nur Über einen Teilbereich des Umfangs des Transporttellers 11.
Hiebei können die verschiedenartigen Werkstückaufnahmen auf demselben Kreis oder radial gegeneinander versetzt angeordnet sein.
Die Anordnung der Messstände und der gemäss der Erfindung ausgebildeten Werkst ! 1ckaufnahmen an der Transporteinrichtung zeigt die Fig. 2.
Es ist im Ausführungsbeispiel angenommen, dass an den Werkstücken 13 die Durchmesser der Zapfen
13a, 13b und 13c, an den Werkstücken 14 dagegen die Durchmesser der Zapfen 14a und 14b gemessen werden sollen. Zu diesem Zweck sind den drei Messstationen A, B und C für das Werkstück 13 die in der
Figur gestrichelt dargestellten Messtaster 5 zugeordnet. Bei einer schrittweisen Bewegung des Transport- tellers 11 in Pfeilrichtung der Fig. 2 werden die von der Zuführschiene 15b den Werkstückaufnahmen 11b einzeln übergebenen Werkstücke 13 nacheinander den Messstationen A, B und C zugeführt.
Die einzelnen
Schaltschritte des Transporttellers 11 erstrecken sich dabei jeweils über einen Winkelbereich, der dem
Abstand von zwei gleichen WerkstUckaufnahmen am Umfang des Transporttellers entspricht.
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In der Messstation A wird der Durchmesser des Zapfen 13a und in den Messstationen B und C uie
Zapfen-Durchmesser 13b bzw. 13c gemessen. Die Lage, welche die Tasterstössel in den Messstationen A, B und C an den Werkstücken 13 einnehmen, ist an den in den Messstationen befindlichen Werkstücken 13 gestrichelt angedeutet.
Nach Beendigung der in der Messstation C vorgenommenen letzten Messung wird das fertiggemessene
Werkstück beim nächsten Schaltschritt des Transporttellers 11 in der Station D einer Ausstosseinrichtung
17 zugeführt, die im Ausführungsbeispiel in an sich bekannter Weise als Abstreifer ausgebildet ist. Als Ausstosseinrichtung könnte jedoch ebenso eine zwangsweise vom Maschinenantrieb gesteuerte Ausstossein- richtung zur Wirkung gelangen.
Gleichzeitig mit den Werkstücken 13 werden auch -1i Werkstücke 14 von der Zuführschiene 16b den
Aufnahmen llc am Transportteller übergeben und nacheinander ihren mit E und F bezeichneten Messstationen zugeführt. Nachdem in der Messstation E der Zapfen 14a und in der Messstation l'der Zapfen 14b des
Werkstücks gemessen worden ist, wird beim nächsten Schaltschritt des Transporttellers 11 in der Station
G das Werkstück 14 durch eine ähnliche Ausstosseinrichtung, wie sie für die Werkstücke 13 in der Station
D vorgesehen ist, ausgestossen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist jedoch auf eine nähere Darstellung der in der Station Gangeordneten Ausstosseinrichtung verzichtet worden.
Durch die Anordnung der den einzelnen Werkstücken zugeordneten Messstände sowie der diesen zu- gehörenden Einrichtungen, insbesondere der Werkstückzuführ-und Ausstosseinrichtungen über einen Teil- bereich des Transporttellersll wird erreicht, dass sich die am Transportteller aufgenommenen Werkstücke stets nur innerhalb des ihnen zugeordneten Teilbereichs bewegen. Hiedurch können die den einzelnen Messständen zugeordneten Messauflagen- bzw. Anlagen für die Werkstücke sowie die Tasterstössel selbst einen unverwickelten, nur für das jeweils zu messende Werkstück vorgesehenen Aufbau be.'. tzen und eventuelle Beschädigungen dieser Teile, die sich bei einem vollen Umlauf der verschiedenartigen Werkstücke ergeben können, vermieden werden.
Wie aus Fig. 2 ersichtlich, besitzt der Transportteller 11 jeweils 10 Aufnahmen für die Werkstücke 13 und 14. Da für jede Werkstückart jeweils eie Zuführ-und eine Ausstosseinrichtung angeordnet ist, lassen sich bei einem Transportteller gemäss dem Ausführungsbeispiel insgesamt höchstens sieben Messstände anordnen. Mit dieser Anzahl von Messständen ergeben sich. abgesehen vom Ausführungsbeispiel, noch eine Reihe weiterer Variationsmöglichkeiten zur gleichzeitigen Messung zweier verschiedener Werkstücke. So könnte z. B. gleichzeitig ein Werkstück mit 5 bzw. 6 und ein anderes mit 2 bzw. nur einer Messstelle gemessen werden.
Ausserdem lassen sich bei einer entsprechend geringeren Anzahl von Messstellen an den Werkstücken oder einem Transportteller mit Anordnungsmöglichkeit für eine grössere Anzahl von Werkstückaufnahmen auch mehr als zwei Messstandgruppen am Umfang des Transporttellers 11 anordnen, so dass demgemäss auch mehr als nur zwei verschiedene Werkstücke gleichzeitig mess-bzw. kontrollierbar sind.
Durch die Erfindung ist, wie vorstehend ausführlich dargelegt, eine Mess- bzw. Kontrollvorrichtung mit mehreren Mess-bzw. Kontrollstellen, sowie mit einer umlauferden, schaltbaren Transporteinrichtung zur Zuführung von Werkstücken zu den Mess- bzw. Kontrollstellen geschaffen, die sich bei einem unverwickelten Aufbau und einem verhältnismässig geringen Aufwand gegenüber an sich bekannten Mess- bzw. Kontrollvorrichtungen durch eine universelle Anwendbarkeit für Werkstücke verschiedener Abmessungen sowie durch eine bedeutende Leistungssteigerung hinsichtlich des Werkstück-Durchlaufs auszeichnet. Die aufgezeigten Vorteile lassen sich bei jeder Mess-bzw.
Kontrollvorrichtung der eingangs bezeichneten Art erzielen, ohne dass hiebei besondere Bedingungen bezüglich der Anordnung, Ausbildung und Wirkungsweise der nicht zum Erfindungsgegenstand gehörenden Teile bzw. Einrichtungen der Mess- bzw. Kontrollvorrichtung erfüllt sein müssen.