AT210681B - Käfig für Lagernadeln - Google Patents

Käfig für Lagernadeln

Info

Publication number
AT210681B
AT210681B AT700458A AT700458A AT210681B AT 210681 B AT210681 B AT 210681B AT 700458 A AT700458 A AT 700458A AT 700458 A AT700458 A AT 700458A AT 210681 B AT210681 B AT 210681B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
cage
needles
plastic
projections
core
Prior art date
Application number
AT700458A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Schaeffler Ohg Industriewerk
Filing date
Publication date
Application filed by Schaeffler Ohg Industriewerk filed Critical Schaeffler Ohg Industriewerk
Application granted granted Critical
Publication of AT210681B publication Critical patent/AT210681B/de

Links

Landscapes

  • Rolling Contact Bearings (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Käfig für Lagernadeln 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
Lagemadelnden eine gewisse Mindeststärke besitzen. Daraus ergibt sich ein   beträchtlicherAbstandder einzelnen Wllz-   körper, der für Nadellager infolge der Verminderung der Tragfähigkeit nicht in Kauf genommen werden kann. 
 EMI2.1 
 mit einem Kunststoffmantel umgeben ist. 



   Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, den Grundkörper aus Metall allseitig mit einem im   Tauch- oder   Spritzverfahren hergestellten   gleichmässigen,   dünnen, festhaftenden Überzug aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polyamid, zu versehen. 



   Es ist vorteilhaft, den Käfigkem in der sich aus der Herstellung zunächst ergebenden Form mit rauhen Oberfl chen zu belassen. Rauhe metallische Oberflächen des   Käfigkems   bieten für den dünnen Kunststoffüberzug sogar den Vorteil, dass   feine Hohlstellen nebenAnlaufstellen gebildetwerden   und in den Hohlstellen ein Schmiermittelvorrat besteht. 



   Der Kunststoffüberzug und die aus der Rauhigkeit des Grundwerkstoffes sich ergebenden Hohlstellen bieten   besondere Vorteile andenStirnseiten derKitfige.. diewieAxialsche1ben   axial anlaufen. Ein Schmiermittelvorrat an Anlaufscheibe ist bekanntlich wegen der Schwierigkeit zur Bildung eines hydrodynamischen Schmierzustandes noch bedeutungsvoller als bei den radial anlaufenden Flachen. 



   Bei   Meta11käfigen   gibt die geringe unvermeidliche Schrägstellung der Rollkörper in den Fenstern bei hohen Drehzahlen eine schlagartige Beanspruchung der Stegfläche. Bei weichem Werkstoff führt dies zu einer Verformung der Stegfläche, von deren genau hergestellten   achsparallelen LagendieEigenschaften   des Käfigs in hohem Mass abhängen. Bei harten Werkstoffen kann die entsprechende geringe Elastizität zu hohen Belastungen der Stege, insbesondere an ihren Enden, und zum Bruch der Stege führen. Der elastische 
 EMI2.2 
 der entlasteten Zone eine genaue achsparallele Ausrichtung durch seine Rückfederung. 



   Bei jedem spanabhebenden, aber auch bei spanlosen Herstellungsverfahren sind bei Metallen Ober-   flachenpartikel   mit unvollkommener Bindung gegenüber dem Grundmetall vorhanden, die sich während des Betriebes lösen können. Der Kunststoffüberzug ist in der Lage, solche Metallpartikel abzudecken und zu binden. Auch aus diesem Grunde ist der gesamte Käfig mit einer gleichmässigen dünnen Kunststoffschicht überzogene Die genannten, nur   teilweise gebundenen Metallpartikel sind z.

   B.   als   Stanzschuppen   auch deshalb besonders   gefährlich, weil aggressive   Medien in die Spalte eindringen und die Schuppen durch   Oberflachen-Spaltkonosion absprengen   können. 
 EMI2.3 
    auch für sogenannteMassiv-Fensterkaflgedet.   d. h. für solche Käfige, deren Wandstärke nur wenig geringer ist als der   Wälzkörperdurchmesser.   Die Fenster in solchen Käfigen sind breiter als der Nadeldurchmesser. Die die Nadeln führenden Stegfläche sind parallel. Nun bereitet bekanntlich die Halterung der Nadeln in derartigen Fenstern besondere Schwierigkeit. Es sind verschiedene Methoden bekannt, Haltemittel anzuformen, die jedoch eine Versprödung der vorgeformten Werkstoffteile ergeben, insbesondere dann, wenn das Material aus den Stegen herausgeformt wird.

   Diese als Haltemittel dienenden Vorsprünge in die Käfigfenster hinein werden beim Einfedern der Nadeln in die Fenster meist zusätzlich beansprucht, und es besteht die Gefahr, dass dabei Vorsprünge abbrechen und als Metallteilchen in das Lager gelangen. 



   Zur Vermeidung dieses Nachteiles wird    erfindungsgemässss vorgeschlagen, die   Halterung für die Käfignadeln in den Käfigfenstern ausschliesslich durch den elastischen Kunststoffuberzug durchzuführen. 



   Ist der   Käfigkern   in an sich bekannter Weise mit Haltevorsprüngen für die Lagemadeln versehen, so werden diese Haltevorsprünge mit dem dünnen,gleichmässigen, festhaftenden Kunststoffuberzug versehen. 



  Die metallischen Vorsprünge des Käfigkerns sind so klein gehalten, dass ihr Abstand grösser ist als der Na-   deldurchmesser,   so dass also der wirksame Haltevorsprung erst von dem Kunststoffüberzug gebildet wird. 



  Daraus ergibt sich beim Einfedern der Nadeln in die Fenster der Vorteil, dass die metallischen   Vorsprun-   ge nicht berührt werden und der Kunststoff allein elastisch verformt wird. 



   Selbstverständlich besteht auch die Möglichkeit, den Käfigkern aus Metall ohne Haltevorsprünge auszubilden und die-Haltevorsprünge nach dem Aufbringen des   Kunststoffüberzuges   aus den Stegoberflächen   heraus vorzufonnen.   Hiezu können bekannte Mittel eingesetzt werden. So können   z.   B. die Werkzeuge zum Verformen des Kunststoffes aufgeheizt sein. 



   Da aus Gründen der Festigkeit des Käfigs eine besonders dünne und gleichmässige Kunststoffschicht angestrebtwird, anderseits aber eine verhältnismässig grosse Verformung an den Haltevorsprüngen beim Einfedern der Nadeln in die Fenster aufzunehmen ist, muss der Kunststoff eine hohe Dehnung und eine hohe Festigkeit besitzen. Ausserdem verlangt die gleitende Beanspruchung des Werkstoffes eine geringe Reibung und eine grosse Abriebfestigkeit. Es hat sich gezeigt, dass zur Erfüllung aller dieser Forderungen ein 

 <Desc/Clms Page number 3> 

   Kunstatofftiberzug   aus Polyamid besonders empfehlenswert ist. 



   Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass es zweckmässig ist, den Käfigkern in der sich aus der Herstellung zunächst ergebenden Form mit rauhen Oberflächen zu belassen. Eine wesentliche Steigerung der Gestaltfestigkeit ergibt sich, wenn der Käfigkern vor dem Überziehen mit Kunststoff an seiner Oberfläche durch an sich bekannte Strahlmittel aufgerauht und verfestigt wird. 



   In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise veranschaulicht. Es zeigen : Fig. 1 einen Blechkäfig mit örtlich aufgelegter Kunststoffschicht im Längsschnitt, Fig. 2 einen Querschnitt durch Käfigfenster mit Haltevorsprüngen mit und ohne Kunststoffschicht eines Teiles eines   Massiv-Fensterkäfigs.   



   Der   Käfig 1   nach Fig.   l   kann als Grundform des sogenannten   Blechkäfigs   betrachtet werden. Er ist beispielsweise spanlos zu einem Zylinder 2 mit zwei seitlichen Borden 3 geformt. Der Zylinder liegt innerhalb des Teilkreises des Lagers, kann aber nach einer nicht gezeigten Ausuhrungsform auch ausserhalb des Teilkreises des Lagers nahe an der äusseren Laufbahn 4 liegen und nach innen gerichtete Borde besitzen. 



   Der Käfigkern 1 mit den seitlichen Borden 3 ist allseitig mit   einemgleichmässigen, dUnnen, festhaf-   tenden Überzug 5 versehen. Bei dieser Ausbildung des Käfigs sind also die Anlaufflächen der Nadeln 6 in den gestanzten Käfigfenstern sowie die mantelseitigen Bordflächen 7, die zum radialen Zentrieren in der Laufbahn 4 dienen, und die stirnseitigen Anlaufflächen 8 und 9, die gegen die axialen Begrenzungen 10 und 11 anlaufen, sämtlich mit einer dünnen Kunststoffschicht überzogen. 



   Fig. 2 zeigt teilweise die Grundform eines sogenannten Massiv-Fensterkäfigs im Querschnitt. Trotz der verhältnismässig starken Stege ist die Stabilität des Käfigs auf Grund der langen Stege noch verhält-   nismässig gering.   Der Käfig wird, ausgehend von einem Rohr, dessen Wand nur wenig geringer ist als der Durchmesser der Nadeln, mit Fenstern 12, z. B. durch Stanzen, versehen. Die zunächst parallel verlaufenden Wände 13 und 14 eines Fensters werden nahe dem inneren und äusseren Mantel des Käfigs mit Vorsprüngen 15 und 16 versehen, um die Nadeln 17 in den Fenstern zu halten. Bei   Meta11käfigen   ohne Überzug ist der Abstand der vorgeformten Vorsprunge kleiner als der Durchmesser der Nadeln.

   Diese müssen also, wenn sie nach dem Anformen der Vorsprünge in die Fenster eingesetzt werden, die metallischen Spitzen elastisch und plastisch etwas   zurückdrücken.   Die auftretende Beanspruchung ist fUr die Vorsprünge und die Nadeln nachteilig.   Bei Verwendung von KunststoffUberzl1gen   wird der Abstand der metallischen Spitzen 15 und 16 grösser als der Nadeldurchmesser gehalten, und beim Einsetzen der Nadeln wird vorwiegend nur die Kunststoffschicht 18 und 19 elastisch und wenig plastisch verformt. Die Ruckfederung des Kunststoffes   ist wesentlich grösser   als bei Metallen und damit wird auch eine bessere Halterung der Nadeln erzielt, auch wenn diese mehrfach aus den Fenstern herausgenommen werden müssten. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Käfig für Lagernadeln, bei dem ein metallischer Grundkörper mit einem Kunststoffmantel umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper aus Metall allseitig mit einem im   Tauch- oder   Spritzverfahren   hergestellten, gleichmässigen, dünnen,   festhaftenden Überzug aus Kunststoff, vorzugsweise aus Polyamid, versehen ist.

Claims (1)

  1. 2. Käfig nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Käfigkem in der sich aus der Herstellung zunächst ergebenden Form mit rauhen Oberflächen belassen ist.
    3. Käfig nach denAnsprüchenl und2, dadurch gekennzeichnet, dass derKäfigkernvorAufbringung des Kunststoffüberzuges an seinen Oberflächen durch Sandstrahlung aufgerauht ist.
    4. Käfig nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung für die Käfignadeln in den Käfigfenstern ausschliesslich durch den dünnen, am metallischen Grundkörper festhaftenden, elastischen Kunststoffüberzug erfolgt.
    5. Käfig nach den AnsprUchen 1 bis4. dadurch gekennzeichnet, dass der Käfigkern in an sich bekannter Weise mit Haltevorsprüngen für die Lagernadeln versehen ist, wobei die Halterung der Nadeln aber aus- schliesslich durch den die Vorsprünge umhüllenden Kunststoffüberzug erfolgt.
AT700458A 1958-10-06 Käfig für Lagernadeln AT210681B (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT210681B true AT210681B (de) 1960-08-25

Family

ID=1071

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT700458A AT210681B (de) 1958-10-06 Käfig für Lagernadeln

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT210681B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2422488A1 (de) Waelzlager mit eingesetzten laufbahnen
DE3022227C2 (de) Großwälzlager in Leichtbauweise
DE102005019481B4 (de) Kegelrollenlager
DE2831148A1 (de) Verfahren zur herstellung einer massiven aussenhuelse fuer eine kugelbuechse
DE1079901B (de) Kaefig fuer Nadellager, bei dem ein metallischer Grundkoerper mit einem Kunststoffmantel umgeben ist
DE2121679C2 (de) Aus Stegen und Stirnringen bestehender Radialkäfig für zylindrische Wälzkörper
AT210681B (de) Käfig für Lagernadeln
DE102019112815A1 (de) Wälzlagerkäfig
DE69524188T2 (de) Verfahren zur Herstellung des Laufrings eines Lagers
DE102013221363A1 (de) Axialkäfig für zylindrische Wälzkörper
DE923584C (de) Verfahren zum Zusammenbau von Nadellagern
DE102008050231A1 (de) Wälzkörper
EP2110222A1 (de) Wälzlagerkäfig und Verfahren zum Herstellen eines Wälzlagerkäfigs
DE2536658A1 (de) Kugellager fuer laengsbewegungen
DE1141141B (de) Auf seinen Traeger unter Spannung aufgezogener innerer Laufring fuer Nadel- oder Rollenlager
DE1009445B (de) Nadellager
DE1425013A1 (de) Bauelement fuer Kugelfuehrungen
DE1034932B (de) Verfahren zur Herstellung von Nadellagern mit axial zwischen gehaerteten Borden liegendem Kaefig
DE920331C (de) Verfahren zum Herstellen von Nadellagerkaefigen, insbesondere fuer Nadeln kleiner Durchmesser
DE965459C (de) Nadelrollenkaefig
AT237388B (de) Kunststofflager
DE102007062157A1 (de) Lagerstelle umfassend ein Radialwälzlager mit Trennfuge im Außenring
DE102005005567B3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Käfigs für ein Wälzlager
AT235637B (de) Kombiniertes Radial- und Axialwälzlager
DE2023897A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Wälzlagerteilen