AT210558B - Gerät zur genau dosierten Zuführung von Medikamenten bei Dauerinfusionen - Google Patents

Gerät zur genau dosierten Zuführung von Medikamenten bei Dauerinfusionen

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AT210558B
AT210558B AT441359A AT441359A AT210558B AT 210558 B AT210558 B AT 210558B AT 441359 A AT441359 A AT 441359A AT 441359 A AT441359 A AT 441359A AT 210558 B AT210558 B AT 210558B
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AT
Austria
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control cam
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lever
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way valve
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AT441359A
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Wilhelm Dr Med Moeller
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Wilhelm Dr Med Moeller
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Description


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  Gerät zur genau dosierten Zuführung von Medikamenten bei Dauerinfusionen 
Die Erfindung betrifft ein Gerät zur genau dosierten   Zuführung von Medikamenten bei Dauerinfusionen.  
Bekannt sind derartige Geräte, bei denen die genau gesteuerte Zuführung von Medikamenten mit Hilfe einer Pumpe erfolgt. 



   Bekannt ist ferner, dass der Weg des geförderten Mediums mittels Mehrwegehähnen verändert wird.
Während bei einem freien Durchfluss ohne Dosierpumpe die Gasdosis   abhänge ist   vom Gegendruck   (Gefässdruck)   und dem eingestellten Arbeitsdruck, ist bei Verwendung des Erfindungsgerätes eine genaue Dosierung-unabhängig von dem jeweiligen   Gefässdruck-gewährleistet.   



     Die bisher üblichen Insufflationsgeräte   eigneten sich nur für kurzzeitige Behandlungen und Anwendung grösserer Quantitäten ; sie erforderten eine ständige Bedienung und Überwachung durch Anpassung des Arbeitsdruckes an den   Gefässdruck   oder Neuauffüllung des Dosierzylinders. 



   Auch trotz Zwischenschaltung eines Druckminderers zwischen Gerät und Einführungskanüle und trotz einstellbaren Arbeitsdruckes war ferner auch eine Anstauung des Gases vor dem Eintritt in das Gefäss bis zum Zeitpunkt der Überwindung des Gegendruckes nicht zu vermeiden. Hiedurch konnte eine grössere Gasmenge als vorbestimmt und zulässig in das Gefäss gelangen, so dass keine exakte Dosierung gewährleistet war. Für die Dauer-Verabreichung fehlte auch eine geeignete Vorrichtung, die, mechanisch angetrieben und weitgehend automatisch gesteuert, es ermöglichte, dass mehrere Patienten an verschiedenen Geräten gleichzeitig von einer Überwachungsperson betreut werden. Dies ist bei dem Mangel an Pflegepersonal und zwecks Verminderung desselben von besonderer Bedeutung. 



   Diese Übelstände beseitigt vorliegende Erfindung. Sie besteht darin, dass im Ansaugweg dieser Pumpe ein Mehrwegehahn angeordnet ist, der mittels einer Steuereinrichtung in gewissen Zeitabständen automatisch umgesteuert wird, um dem Patienten verschiedene Medikamente zuzuführen oder einem dauernd zugeführten Stoff verschiedene Medikamente zuzumischen. 



   Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das neue Gerät in der Lage ist, immer die gewünschte Menge von Sauerstoff oder von durchblutungsfördernden,   gefässerweiternden   Mitteln in Flüssigkeitsform, von Blutersatzstoffen, von Nährstoffen für die Gewebe   gegebenenfalls   von gerinnung-un infektionshemmenden Mitteln in Flüssigkeitsform über das punktierte Gefäss dem Kreislauf zuzuführen, u. zw. ununterbrochen und von praktisch unbegrenzter Dauer, gegebenenfalls tagelang. Besonders in Frage kommen chronische Erkrankungen des Herzens und Kreislaufes infolge Mangel an Sauerstoff oder Wirkstoffen, des Gehirns oder anderer Organe und Gewebe (Krebs) bzw. der Lungen (Asthma).

   Bei der Behandlung der kranken Peripherie, den peripheren Durchblutungsstörungen, hat die Sauerstofftherapie ihre Bewährungsprobe-bestanden und sich als Methode der Wahl durchgesetzt. 



     Das erfindungsgemässe Gerät entnimmlaus einer Hochdruckflasche über   einen Druckminderer das Gas, welches durch eine Dosierpumpe über eine Kanüle in das Gefäss gedrückt wird. Für Behandlungen, bei denen abwechselnd Sauerstoff und flüssige Medikamente, z. B. zur Gefässerweiterung und Ernährung der Gewebe, zugeführt werden, ist in die Saugleitung ein Mehrwegehahn eingebaut, der vorzugsweise automatisch gesteuert werden kann, so dass die Gas- und Medikamentenanteile in der Reihenfolge, in den Zeitabständen und Mengen, wie gefordert, zugegeben werden können.

   Die Anordnung weiterer Durch-   gangs-oder Mehrwegehähne-parallel   zu dem Mehrwegehahn in der   Saugleitung - ermöglicht   die Ver- 

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 abreichung auch mehrerer Medikamente, wobei lediglich der Mehrwegehahn in der Saugleitung automatisch gesteuert wird oder in den einzelnen Zuleitungen des Mehrwegehahnes vorgesehene Hahnküken automatisch in die für die Zugabe des jeweils gewünschten Mediums erforderliche Stellung gebracht werden   können.   



   Die automatische Steuerung des Mehrwegehahnes geschieht in der Weise, dass eine Steuerkurve über eine   Zwischenübersetzungvon   der Dosierpumpenwelle aus betätigt wird. Der Steuerkurventräger ist an der Gehäusewand schwenkbar aufgehängt und verstellt mittels eines Zahnsegments das Küken des Mehrwegehahns. Rhythmus und Dauer der Öffnungszeiten zur Verabreichung des jeweiligen Mediums-Sauerstoff bzw. durchblutungsförderndes oder   infektionshemmendes Mittel - werdendurch   die Drehzahl der Zwischenübersetzung bestimmt, die eine- Mitnehmerscheibe antreibt. auf der ein Hebel drehbar gelagert ist. Die Hebelrolle rollt bei Drehung der Mitnehmerscheibe innen an der Steuerkurve ab, deren Länge durch Verschieben auf dem Steuerkurventräger variiert werden kann, so dass hiedurch die Öffnungsdauer verkürzt oder verlängert wird.

   Kommt die Rolle ausser Eingriff mit der Steuerkurve, so zieht eine am Gehäuse befestigte Feder in Verbindung mit einer Verstellvorrichtung die Steuerkurve und damit den Mehrwegehahn in die für die Zugabe des jeweils gewünschten Mediums erforderliche Stellung. 



     DieDosierpumpe istam   stufenlos regelbaren Getriebemotor angeflanscht.   Die Fordermenge der Pumpe   ist nur abhängig von der Drehzahl, da das Gas mit geringem Überdruck und während der ganzen Behandlungsdauer konstantem Druck über die entsprechenden Trocken- und Nassfilter in die Saugleitung der Dosierpumpe gelangt. Eine Variation des Dosierbereichs kann ausserdem noch dadurch erfolgen, dass der Dosierschlauch gegen einen solchen mit grösserem oder kleinerem-lichten Querschnitt ausgetauscht wird. 



  Um ein Wandern des Dosierschlauches zu verhindern, ist eine Schlauchklemme angeordnet. Das Auswechseln des Dosierpumpenschlauches wird dadurch erleichtert, dass der Deckel des Pumpengehäuses mittels Bajonettverschluss aufgesteckt wird. 



   Da bei einer Umdrehung der Dosierpumpenwelle eine volumenmässig genau bestimmbare. Menge gefördert wird, ist die Gesamtfördermenge in der Zeiteinheit = Pumpenvolumen X Drehzahl. Die Möglichkeit der stufenlosen Drehzahländerung erlaubt bei vorheriger Festsetzung der zu verabreichenden Sauerstoffmenge, die Behandlungsdauer genau festzulegen. Die Einstellung der Drehzahl geschieht durch einen Verstellknopf am Gehäuse und kann auf einer Skala abgelesen werden. Der Dosierpumpe ist ein Kontaktmanometer nachgeschaltet, d. h. in die Druckleitung der Pumpe eingeschaltet. Es hat die Aufgabe, bei 
 EMI2.1 
 - die mit steigendem Druck zunimmt-, den Motor aus-und eine Warnlampe und eventuell zusätzlich noch ein akustisches Signal einzuschalten. Das Ausschalten kann ausserdem noch von Hand erfolgen.

   Das Wiedereinschalten geschieht in zwei' Stufen u. zw. wird zuerst der Motor und dann die Automatik eingeschaltet. 



   Da die Dosierung nur drehzahlabhängig ist, wird gewährleistet, dass unabhängig vom jeweiligen Gefässdruck, die vorbestimmte Menge Gas oder Medikament in das Gefäss gedrückt wird, wobei-wie bereits   gesagt-durch Änderung der Drehzahl die   Menge pro   Zeiteinheit den Kreislaufverhältnissen des   jeweiligen Falles leicht angepasst werden kann. 



   Einin der   Druckleitungvor derInsufflationskanüle   zusätzlich angeordnetes Rückschlagventil (in transparentem   Gehäuse) verhindert,   dass bei Druckdifferenzen Blut aus den Gefässen in das Schlauchsystem eindringt. 



   Das Gerät gestattet auch die Messung des Druckes in der punktierten Vene oder Arterie. 



   Eine Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt. 



   Der Sauerstoff wird einer Hochdruckflasche entnommen und gelangt über die üblichen nicht dargestellten   Nass- und   Trockenfilter über einen Mehrwegehahn 1 durch die Schlauchleitung 2 in die Dosierpumpe 3. Das Hineinziehen des Schlauches 2 in die Dosierpumpe 3 wird durch eine Schlauchklemme4 verhindert. Die Dosierpumpe wird durch einen stufenlos regelbaren Getriebemotor 5 angetrieben, dessen Drehzahl mittels eines Einstellknopfes 6 eingestellt und an einer Skala 7 abgelesen werden kann. Über ein Zwischenrad 8 wird von der Dosierpumpenwelle 9 aus ein Zählwerk 10 angetrieben. In der Druckleitung 11 ist ein Kontaktmanometer 12 mit einstellbarer Schwankungsbreite in Abhängigkeit vom jeweiligen Solldruck eingebaut, dessen Kontakte 13 mit dem Antriebsmotor 5 verbunden sind. Vor der nicht gezeichneten Insufflationskanüle ist ein Rückschlagventil 14 eingebaut.

   Der Mehrwegehahn 1 wird auto-   matischvon   der Dosierpumpenwelle 9 ausüber eine Zwischenübersetzung15 von einer Steuerkurve 16 gesteuert. Sie gleitet auf dem Steuerkurventräger 26, der an der Gehäusewand 17 im Punkt 18 schwenkbar gelagert ist. Dieser besitzt am unteren Ende ein Zahnsegment 19, das in ein Zahnsegment am Hahnküken 20 eingreift. Die Zwischenübersetzung 15 treibt eine Mitnehmerscheibe 21 an, auf der ein Hebel 22 im 

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   dunkt   23 drehbar gelagert ist, dessen Bewegung durch einen Anschlag 24 begrenzt wird. Die Rolle 25 des Hebels 22 rollt innen auf der Steuerkurve 16 ab, die   inLanglöchern 27'mit Schrauben   28 auf dem Steuer-   kurventräger   26 befestigt ist.

   Kommt die Rolle 25 mit der Steuerkurve 16 ausser Eingriff, so zieht eine an der Gehäuseseitenwand 29 befestigte Feder 30 in Verbindung mit einer Verstellvorrichtung 31 die Steuerkurve 16 und damit das Küken 20 des Mehrwegehahns 1 in   die-für   die Zugabe des jeweils gewünschten Mediums - erforderliche Stellung, so dass z. B. aus dem Gefäss 32 über die Schlauchleitung 33 flüssige Medikamente, Reizstoffe u. a. in die jeweiligen Anschlüsse 34 des Mehrwegehahns 1 gesaugt werden, wobei die Verstellung der einzelnen Küken 35 von Hand oder auch automatisch erfolgen kann. 



   Bei der Zugabe nur eines Mediums kann der Hebel 22 in der Weise umgelegt werden, dass die Steuerkurve 16 nicht betätigt wird und somit keine Verstellung des Hahnkükens 20 erfolgt. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Gerät zur genau dosierten Zuführung von Medikamenten bei   Dáuerinfusionen,   bei dem mittels einer Schlauchpumpe ein Strom einer Flüssigkeitoder eines Gases in einer konstanten Menge pro Zeiteinheit dem Patienten zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass im Ansaugweg dieser Pumpe ein Mehrwegehahn angeordnet ist, der mittels einer Steuereinrichtung in gewissen Zeitabständen automatisch umgesteuert wird, um dem Patienten verschiedene Medikamente zuzuführen oder einem dauernd zugeführten Stoff verschiedene Medikamente zuzumischen.

Claims (1)

  1. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung des Hahnkükens (20) des Mehrwegehahns (1) automatisch, von der Dosierpumpenwelle (9) angetrieben, über eine Zwischenübersetzung (15) durch eine Steuerkurve (16) erfolgt, wobei eine Rolle (25) des auf der angetriebenen Mit- 1ehmerscheibe (21) sitzenden Hebels (22) innen an der Steuerkurve (16) entlangrollt und somit über Zahnsegmente (19) oder ein Hebelgestänge das Hahnküken (20) betätigt.
    3. Gerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Feder (30) in Verbindung mit einer Verstellvorrichtung (31) die Steuerkurve (16) und damit das Hahnküken (20) in die jeweils ge- wünschte Stellung bringt, sobald die Rolle (25) mit der Steuerkurve (16) ausser Eingriff kommt.
    4. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (22) verdrehbar oder umklappbar ausgebildet ist, so dasser bei Verabreichung nur eines Mediums die Steuerkurve (16) nicht berührt und somit keine Verstellung des Hahnkükens (20) hervorruft.
    5. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der das Medikament zuführende Anschluss des Mehrwegehahns (l) in mehrere Zuleitungen verzweigt ist, deren Hahnküken (35) automatisch oder von Hand in die für die Zugabe des jeweils gewünschten Mediums erforderliche Stellung gebracht werden können.
    6. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Druckleitung (11) ein (ontaktmanometer (12) angeordnet ist, welches bei Abweichungen vom Solldruck über seine Kontakte (13) : lie Abschaltung des Getriebemotors (5) bewirkt, wobei gleichzeitig ein optisches und akustisches Wamsignal gegeben wird.
    7. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass ein in der Druckleitung (11) befindliches Rückschlagventil (14) das Eindringen von Blut in das Schlauchsystem bei Druckdifferenzen verhindert.
    8. Gerät nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzlich angebrachte schlauchklemme (4) das Hineinziehen des Schlauches (2) in die Dosierpumpe (3) verhindert.
AT441359A 1958-08-25 1959-06-15 Gerät zur genau dosierten Zuführung von Medikamenten bei Dauerinfusionen AT210558B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2535650A1 (de) * 1975-08-09 1977-02-10 Fresenius Chem Pharm Ind Vorrichtung zum foerdern einer fluessigkeit in schlauchsystemen, insbesondere blut in extrakorporalen kreislaeufen, mittels einer schlauchpumpe, insbesondere einer rollenpumpe

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2535650A1 (de) * 1975-08-09 1977-02-10 Fresenius Chem Pharm Ind Vorrichtung zum foerdern einer fluessigkeit in schlauchsystemen, insbesondere blut in extrakorporalen kreislaeufen, mittels einer schlauchpumpe, insbesondere einer rollenpumpe

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