AT208502B - Injektionsspritze, die das Aufziehen einer bestimmten Flüssigkeitsmenge ohne visuelle Kontrolle ermöglicht - Google Patents

Injektionsspritze, die das Aufziehen einer bestimmten Flüssigkeitsmenge ohne visuelle Kontrolle ermöglicht

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AT208502B
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  Injektionsspritze, die das Aufziehen einer bestimmten Flüssigkeitsmenge ohne visuelle Kontrolle ermöglicht   Es ist bekannt, dass die Diabetiker ihr Medikament (die verschiedenen gebräuchlichen Insta parate) in Einstichflaschen haben und dieses sich selbst in der verordneten Menge subkutan injizieren. Da viele von ihnen aber durch die Grundkrankheit (Diabetes) ihr Sehvermögen zum Teil weitgehend eingebüsst haben, sind sie oft nicht in der Lage, das Präparat in gewünschter Menge bis zum bestimmten Teilstrich der Zylinderteilung aufzuziehen.

   Erfindungsgemäss werden diese Nachteile dadurch behoben, dass bei einer Injektionsspritze in den Zylinder einschiebbare Distanzhalter vorgesehen sind, die bei zurückgezogenem Kolben mit ihrer einen Endfläche an der Rückfläche des Kolbens oder an einem Vorsprung der Kolbenstange, mit ihrer andern Endfläche an der Innenseite der hinteren vom Zylinder abnehmbaren Verschlusskappe anliegen, so dass eine bestimmte Flüssigkeitsmenge ohne Hilfe der Augen aufgezogen werden kann. Natürlich kann die Injektionsspritze auch für andere, insbesondere medizinische Zwecke Verwendung finden. 



  In den beiliegenden Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel dargestellt. 



  Das Anhalten des Kolbens c beim Zurückziehen an einem bestimmten Punkt wird dadurch ermöglicht, dass hinter dem Kolben in den Zylinder a einzulegende Teile gl, g2, g3,... von verschiedener Länge den Kolbenweg nach rückwärts durch Anstossen an der Verschlusskappe b versperren. Die aufzuziehende Flüssigkeitsmenge verhält sich umgekehrt zur Länge des eingesetzten Teiles oder zu der durch Kombination mehrerer Teile erreichten Länge. 



  Genannte Teile gl, g2, g3,... können die Form eines geschlossenen Zylinders haben, die dann durch Abschrauben der Kolbenstange d vom Kolben c und dessen Fixiermutter f oder nach Entfernen der Daumenplatte über die Kolbenstange d geschoben werden können ; oder noch besser durch Zylinder, die längsachsig einen Schlitz aufweisen, dessen Breite bei festem Material mindestens gleich oder grösser sein muss (Fig. l und 3) oder bei elastischem Material auch kleiner sein kann als die Dicke der Kolbenstange (Fig. 4) und damit über dieselbe gebracht werden kann, ohne dass es nötig ist, den Kolben c und die Mutter f von der Stange zu schrauben. Genannte Teile müssen so gefertigt sein, dass ihre Achse bei Gebrauch mit der Achse der Kolbenstange zusammenfällt.

   Das kann dadurch erreicht werden, dass diese Teile mit dem äusseren Durchmesser knapp in den inneren des Zylinders passen und so eine Führung an der Innenwand des Zylinders haben (Fig. l und 3) oder dass der innere Durchmesser der Teile eine Führung durch die Kolbenstange erfährt (Fig. 2 ; 4 und 5). 



  Sind die zylindrischen Teile mit einem Schlitz versehen (Fig. 3 und 4), so wird die Verschlusskappe geöffnet, der Kolben soweit als nötig zurückgezogen (ohne ihn ganz aus dem Zylinder nehmen zu müssen) und die nötigen Teile, wenn sie die Führung vom Zylinder a erfahren, in denselben eingeschoben, oder wenn die Führung die Kolbenstange übernimmt, auf dieselbe aufgesetzt und mit derselben in den Zylinder geschoben. Sind die Teile in der Spritze, kann die Verschlusskappe geschlossen und das Medikament aufgezogen werden. Dieses Aufziehen erfolgt nun in der gleichen Weise wie bei den bisher üblichen Injektionsspritzen, mit dem Unterschied, dass die Dosierung mechanisch und nicht optisch erreicht wird. 



  Sollte die Spritze zur intravenösen Injektion gebraucht werden, so kann die Verschlusskappe nach Aufziehen der Flüssigkeit gelockert werden, um durch Aspiration von Blut nach dem Einstich sich vergewissern zu können, dass die Kanüle in der Vene liegt.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Injektionsspritze, die das Aufziehen einer bestimmten Flüssigkeitsmenge ohne visuelle Kontrolle ermöglicht, dadurch gekennzeichnet, dass zur Begrenzung des Kolbenhubes in den Zylinder einschiebbare Distanzhalter vorgesehen sind, die bei zurückgezogenem Kolben mit ihrer einen Endfläche an der Rückfläche des Kolbens oder an einem Vorsprung der Kolbenstange und mit ihrer andern Endfläche an der Innenseite der hinteren vom Zylinder abnehmbaren Verschlusskappe anliegen.
    2. Injektionsspritze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzhalter hohlzylinderförmig ausgebildet sind und die Kolbenstange umschliessen, wobei der Kolben oder die Daumenplatte von der Kolbenstange abnehmbar sind.
    3. Injektionsspritze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzhalter mit Schlitzen versehen sind, um ein seitliches Aufschieben auf die Kolbenstange zu ermöglichen.
    4. Injektionsspritze nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Distanzhalter in ihrer Länge unveränderbar, jedoch in Querrichtung elastisch verformbar ausgebildet sind.
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