AT207935B - Anordnung zur Verminderung der Auswirkungen von Kurzschlußströmen bei Schaltern, in Schaltanlagen u. dgl. - Google Patents

Anordnung zur Verminderung der Auswirkungen von Kurzschlußströmen bei Schaltern, in Schaltanlagen u. dgl.

Info

Publication number
AT207935B
AT207935B AT170459A AT170459A AT207935B AT 207935 B AT207935 B AT 207935B AT 170459 A AT170459 A AT 170459A AT 170459 A AT170459 A AT 170459A AT 207935 B AT207935 B AT 207935B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
conductors
short
reduce
arrangement
effects
Prior art date
Application number
AT170459A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Licentia Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Gmbh filed Critical Licentia Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT207935B publication Critical patent/AT207935B/de

Links

Landscapes

  • Gas-Insulated Switchgears (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Anordnung zur Verminderung der Auswirkungen von Kurzschlussströmen bei Schaltern, in Schaltanlagen u. dgl. 



   Im Schaltanlagenbau sind Bestrebungen im Gange, die Abstände zwischen den Leitern immer mehr zu verkleinern, um dadurch die Abmessungen der Schaltanlage selbst zu verringern, gleichgültig, ob es sich um eine   rnnel1l'aumschaltanlage   üblicher Bauart oder eine gekapselte Schrankanlage handelt. Diese Be- strebungen werden begünstigt durch Anwendung neuzeitlicher Isolationsmethoden, die es gestatten, den
Abstand zwischen benachbarten   spannungsführenden Leitern bzw. spannungsführenden Leitern und Erde   merklich zu verringern. Die Verringerung der Leiterabstände hat aber zur Folge, dass dadurch die zwi- schen den Leitern wirksamen Kräfte im Kurzschluffall erheblich ansteigen. Mit Rücksicht auf diese erhöhten Kurzschlusskräfte muss daher die Abstützung der Leiter entsprechend verstärkt werden, so dass der
Aufwand steigt. 



   Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur Verminderung der Auswirkungen von durch Kurzschluss- ströme hervorgerufene Kraftwirkungen zwischen benachbarten Stromleitern bei Schaltern, in Schaltan- lagen   u. dgl.   Die geschilderten Nachteile werden   erfindungsgemäss   dadurch vermieden, dass in der Nahe der von den   Kurschlussströmen   durchflossenen Primärleiter ein Gebilde aus in sich kurzgeschlossenen Se- kundärleitern angebracht ist, in denen durch Induktion   Sekund rströme   erzeugt weiden, die die Kurz- schlusskräfte verringern. Zweckmässig haben die Sekundärleiter die Form eines Rahmens, der zwischen benachbarten Schalterpolen oder benachbarten Phasenleitern angebracht ist. Die einzelnen Rahmen können untereinander durch Querverbindungen zu einem Kurzschlusskäfig verbunden sein.

   In der Zeichnung Fig.   1 - 3   sind schematisch einige Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. 



   Bei Fig. 1 handelt es sich um die Verringerung der Kurzschlusskräfte bei einem Hochspannungstrennschalter. Es sind drei ankommende   Prim rleiter   1, 2,3 vorhanden, in denen sich die Schalterpole 4,5, 6 befinden. Die Ableitungen sind mit 7, 8,9 bezeichnet. Betrachtet man speziell die aus den Teilen 1, 4 und 7 gebildete Leiterschleife, so fliesst an den Stellen des Pfeiles a der Strom in der einen Richtung, an der Stelle des Pfeiles b in der entgegengesetzten Richtung. Die Ströme wirken demnach aufeinander in abstossendem Sinne, u. zw. natürlich auch an der Stelle, an der sich der Trennschalterpol 4 befindet. Im   Kurzschlussfalle   können diese Kräfte so gross werden, dass der Trennschalterpol 4 selbsttätig geöffnet wird, wodurch das Ausmass der Störung noch vergrössert wird. 



   Die   Stromkräfte   werden   erfindungsgemäss   durch Sekundärleiter vermindert bzw. weitgehend kompensiert. Zu dem Zweck sind zwischen den einzelnen Schalterpolen bzw. Stromschleife rahmenartige Gebilde   10, 11, 12, 13   vorhanden, deren Ebene parallel zu der Ebene der Stromschleife 1, 7 liegt. In diesem Gebilde 10, das als Sekundärleiter bezeichnet wird, werden durch die im Kurzschlussfall auftretenden   Primärströme   an den Stellen der Pfeile a und b   Sekundärströme   induziert, die die Richtung der Pfeile a'und b'haben. Die Richtung dieser Sekundärströme ist so, dass sie die im Kurzschlussfall auftretenden Kräfte in den Primärleitern verringern. 



   Durch zweckmässige Bemessung der Abstände zwischen den   Ptimärleitern l,   7 und dem   Sekund rlei-   ter 10 und durch Wahl einer besonderen Anordnung aller Sekundärleiter   10 - 13,   können mehr oder weniger stark kompensierende Kräfte auf die Primärleiter ausgeübt werden. Alle Sekundärleiter   10-13   können untereinander mit Querverbindungen 14, 15 ausgestattet werden, so dass insgesamt ein Gebilde von Sekundärleitern entsteht, das die gefährdete Stelle der Primärleiter mehr oder weniger vollständig umhüllt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   An Hand der Fig. 2 sollen die entsprechenden Massnahmen für den Fall behandelt werden, dass zwi- schen drei Phasenleitern 21,22, 23 Kurzschlusskräfte auftreten, die in derselben Ebene wirken, in der sich die Phasenleiter selbst befinden. Dabei können an den Stellen 24,25, 26 die Pole eines   Trenn- oder   Leistungsschalters beliebiger Bauart vorhanden sein. Die Kraftwirkungen spielen nämlich bei der Konstruktion von Drehstromschaltern eine wesentliche Rolle. Mit zunehmender Verminderung der gegenseitigen Abstände der Phasenleiter dieser Drehstromschalter infolge der Anwendung neuzeitlicher Isolationsmethoden nimmt die Wirkung der Kurzschlusskräfte in der durch die drei Phasenleiter gegebenen Ebene immer mehr zu.

   Abhilfe wird erfindungsgemäss wieder durch ein Gebilde von Sekundärleitern 27 geschaffen, deren Ebene zu der durch die drei Phasenleiter gegebenen Ebene parallel liegt. Auch hier werden in dem Sekundärleiter 27 durch die primärseitig auftretenden Kurzschlussströme Sekundärströme induziert, die die Kurzschlusswirkungen der Primärströme mehr oder weniger stark vermindern. 



   Bei der Ausgestaltung dieser Erfindungsgedanken ergeben sich verschiedene Möglichkeiten für die Lage der Sekundärleiter. Durch Verschiebung der beiden Ebenen, nämlich der Ebene der Primärleiter und der   Ebene der Sekundärleiter. konnen   verschiedenartige kompensierende Wirkungen hervorgerufen werden. 



  Es ist auch möglich, solche Sekundärleitergebilde gleichzeitig in zwei oder mehr Ebenen anzuordnen. 



   Durch eine auf diese Weise entstandene Parallelschaltung mehrerer Sekundärleitergebilde kann deren Selbstinduktivität vermindert werden, mit dem Erfolg, dass die entstehenden Sekundärströme und damit die beabsichtigte mechanische Gegenwirkung grösser werden. 



   Eine ähnliche Wirkung der Verminderung der Induktivität kann man auch dadurch erzielen, dass man die Teilleiter des Sekundärleitergebildes mit entsprechend grossen Querschnitten ausstattet. Wenn man in dieser Richtung weitergeht, so kommt man schliesslich zu sehr flachen Leiterquerschnitten für die Sekundärleitergebilde und im Extremfall zu Verwendung von Blechen, die in geeigneter Weise zum Zweck der Erzielung von Sekundärleitergebilden miteinander elektrisch verbunden sind. 



   Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in Fig. 3 schematisch dargestellt. Grundsätzlich handelt es sich dabei um die gleiche Anordnung von Primärleitern und Schalterpolen wie in   Fig. 1.   Das Sekundärleitergebilde besteht aus den Rahmen oder Blechen   30 - 33,   die zwischen benachbarten Phasen der Primärleiter angebracht sind und in einem sie verbindenden Rahmen, der aus den Sekundärleitern   34 - 38   besteht. Durch eine solche Anordnung erhält man Sekundärleiter, die mindestens zum Teil in der Schaltzelle vor den Primärleitern liegen und dementsprechend leicht zugänglich bzw. auswechselbar sind. Eine solche Ausführungsform ist auch deshalb zweckmässig, weil hier die Sekundärleiter zum Teil ausserhalb der Ebene liegen, die durch die Primärleiter gebildet wird.

   Diese Anordnung vereinfacht infolgedessen die Leitungsführung. 



   Die Sekundärleiter bestehen zweckmässig aus einem gut stromleitenden Material wie Kupfer oder Alumi-   PA TENT ANSPRUC HE :    
1. Anordnung zur Verminderung der Auswirkungen von durch   Kurzschlussströme hervorgerufenen   Kraftwirkungen zwischen benachbarten Stromleitern bei Schaltern, in Schaltanlagen u.   dgl.,   dadurch gekennzeichnet, dass in der Nähe der von den Kurzschlussströmen durchflossenen Primärleiter ein Gebilde aus in sich kurzgeschlossenen Sekundärleitern angebracht ist, in denen durch Induktion Sekundärströme erzeugt werden, die die Kruzschlusskräfte verringern.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärleiter in Form eines Rahmens zwischen benachbarten Schalterpolen angebracht sind.
    3. Anordnung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Rahmen durch parallel zur Ebene der Primärleiter verlegte Leiter zu einem Kurzschlusskäfig miteinander verbunden sind.
    4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Sekundärleitergebilde in verschiedenen Ebenen angebracht sind.
    5. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärleiter sehr flache Leiterquerschnitte besitzen.
    6. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sekundärleiter aus Kupfer oder Aluminium-bestehen.
AT170459A 1958-03-26 1959-03-04 Anordnung zur Verminderung der Auswirkungen von Kurzschlußströmen bei Schaltern, in Schaltanlagen u. dgl. AT207935B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE207935X 1958-03-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT207935B true AT207935B (de) 1960-03-10

Family

ID=5793962

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT170459A AT207935B (de) 1958-03-26 1959-03-04 Anordnung zur Verminderung der Auswirkungen von Kurzschlußströmen bei Schaltern, in Schaltanlagen u. dgl.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT207935B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1640150A1 (de) Vorgefertige elektrische Schaltanlage
AT207935B (de) Anordnung zur Verminderung der Auswirkungen von Kurzschlußströmen bei Schaltern, in Schaltanlagen u. dgl.
DE69010741T2 (de) Ein- oder Mehrphasen-Mittelspannungs-Schaltgerät und damit aufgebaute Verteilungsinstallation.
DE1540176A1 (de) Gekapselte Umschalteinrichtung fuer mittlere oder hohe Spannung
DE728831C (de) Schaltzelle fuer Hochspannungszwecke
DE8626952U1 (de) Schalterwagen für ein gekapseltes elektrisches Schaltfeld
CH353059A (de) Elektrische Schalteinrichtung, vorwiegend für gekapselte Anlagen
DE1950319A1 (de) Elektrisches Schaltgeraet mit parallelgeschalteten Strombahnen
AT281176B (de) Schaltanlage mit Ringkabelanordnung
DE1175312B (de) Anordnung zur Verminderung der Aus-wirkungen von durch Kurzschlussstroeme hervor-gerufenen Kraftwirkungen zwischen Schalterpolen
DE1515604A1 (de) Schaltanlage mit gekapselten elektrischen Schaltvorrichtungen
DE974975C (de) Sammelschienenanordnung mit grosser Kurzschlussfestigkeit
DE955442C (de) Kombinierter Sicherungs-Last-Trennschalter
DE514904C (de) Anordnung fuer Freiluftstationen hoeherer Spannung
DE1515942C2 (de) Dreiphasiger ölarmer Leistungsschalter
DE920857C (de) Schaltanlage mit selbsttragenden Sammelschienen und Verbindungs-leitungen und in derReihenbauweise angeordneten Sammelschienen-trennschaltern
DE896376C (de) Mehrfachsammelschienenanordnung mit zwei Abzweigen je Feldteilung, insbesondere fuer Innenraumschaltanlagen
DE762671C (de) Hochspannungsschaltanlage
DE1181772B (de) Schaltschrank zur Verwendung in Ringkabel- oder Maschennetz-Transformatorstationen
DE1083896B (de) Hochspannungsschrankanlage
DE739070C (de) Hochspannungsschaltanlage mit mindestens zwei Sammelschienensystemen und Kuppelschalter und mit im wesentlichen parallel zu den Sammelschienen liegenden Trennschaltern
AT215008B (de) Gekapselte Hochspannungsschaltanlage
AT163368B (de) Schalthaus mit Säulentrennschaltern
DE901305C (de) Schaltung und Anordnung der Sammelschienen fuer nach dem Zweizentralenbetrieb arbeitende Schaltanlagen
DE917622C (de) Anordnung von dreipoligen Sammelschienen fuer gekapselte elektrische Verteilungsanlagen mit grosser zulaessiger Kurzschlussleistung