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Regelschaltung für Anlagen der Nachrichtenvermittlungstechnik
In Anlagen der Nachrichtenvermittlungstechnik werden häufig Signale von einem Sender über eine oder mehrere Adern eiaer Fernmeldeleitung zu einem Empfänger übertragen, der die Signale ausweitet.
Dabei können diese Signale beliebiger Art sein. Sie können z. B. in Foim bestimmter Potentialstufen im Sender erzeugt werden. In diesem Falle wird der Empfänger die unterschiedlichen Potentiale gegebenenfalls in Form eines Codes auswerten.
Die Signale können aber auch als Impulse vorliegen. In jedem Falle sind die Signale, die im Sender einer bestimmten zu übertragenden Information entsprechend erzeugt werden, von Betriebsdaten, insbesondere von der Betriebsspannung im Sender abhängig. Abweichungen vom Sollwert der Betriebsdaten (Betriebssollwert) beeinflussen also die unterschiedlichen Signale. Diese Signalbeeinflussung erschwert die Auswertung der Signale im Signalempfänger.
Wenn es sich beispielsweise um Signale in Form bestimmter Potentialstufen handelt, die im Sender mit Hilfe einer Tastatur od. dgl., z. B. an einer Widerstandskette abgegriffen werden, so sind die einzelnen Potentialstufen in ihrer Grösse von Schwankungen der an der Widerstanaskette liegenden Betriebsspannung abhängig. Diese Abhängigkeit kann auf der Empfangsseite zu Fehlauswertungen führen, insbesondere dann, wenn der Empfänger aus einer andern Betriebsspannungsquelle gespeist wird. Das ist immer dann der Fall, wenn Sender und Empfänger in verschiedenen Fernmeldeämtern angeordnet sind.
Die für die Signalauswertung massgebliche Betriebsspannung am Empfangsort kann ihrerseits Schwankungen unterworfen sein, die gzgensinnig zu Schwankungen der Betriebsspannungen am Sendeort erfolgen. Die Wahrscheinlichkeit der Fehlauswertung ist im Falle solcher gegensinniger Sollwertabweichungen noch grösser.
Die beschriebenen Mängel werden mit Hilfe einer Regelschaltung erfindungsgemäss dadurch beseitigt, dass eine vom Sender zum Empfänger führende weitere Leitung, insbesondere die b-oder c-Ader der Fernmeldeleitung, an der sendeseitig eine Steuergleichspannung liegt, deren Höhe eine Funktion eines am Sendeort die unterschiedlichen Signale beeinflussenden BetrieDssollwertes ist, am Empfangsort an ein Regelorgan angeschlossen ist, welches die für die Auswertung am Empfangsort massgeblichen Betriebsspannungen in an sich bekannter Art beeinflusst, so dass die am Sendeort auftretenden Abweichungen am Empfangsort kompensiert werden.
Gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist als Regelorgan am Empfangsort ein Transistorverstärker in Kollektorschaltung vorgesehen, der mit seiner Basiselektrode an der die Abweichungen in Form einer Steuerspannung übertragenden Leitung liegt, und an dessen Kollektorelektrode die Betriebsspannungsquelle der Emrfängerschaltwig liegt, derart, dass die an der Emitterelektrode dieses Transistors liegenden für die Ausweitung massgebenden Organe der Empfängerschaltung mit einer Betriebsspannung versorgt werden, die sich gleichsinnig mit den Abweichungen vom Sollwert der Betriebsspannung am Sendeort ändert, so dass damit diese Abweichungen kompensiert werden.
Die Regelschaltung nach der Erfindung hat den Vorteil, dass über die weitere Ader der Fe nmeldelei- tung nur der verhältnismässig kleine Steuerstrom für den bzw. die als Regelorgan wirkenden Transistoreil geliefert wird, während der für die Versorgung des Empfängers erforderliche Strom von der Amtsbatterie des Empfangsortes geliefert wird.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert, u. zw. zei-
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der Betriebsspannungen am Empfänger.
In der Schaltungsanordnung gemäss Fig. l werden von einem Sender S unterschiedliche Signale geliei fert, die über die Ader a einer Fernmeldeleitung einer Empfangsschaltung mit den Auswerteorganen Al, A2,... An zugeführt werden. Da Sender und Auswerteschaltung nur zur Erläuterung der erfindungsgemä- ssen Regelschaltung dienen, genügt es, diese Organe im Blockschema darzustellen. Als Sender kann bei- spielsweise eine Tastatur dienen, mit deren Hilfe an einer Widerstandskette unterschiedliche Potentiale abgegriffen werden, während die Auswerteorgane AI, A2,... der Empfangsschaltung beispielsweise Kipp- ) stufen, die auf die unterschiedlichen Potentiale ansprechen od. dgl. sein können.
Die Speisespannung Ube, die beispielsweise die Batteriespannung des Empfängeramtes sein kann, wird der Empfangsschaltung erfin- dungsgemäss über einen als Regelorgan wirkenden Transistor Tl zugeführt. Dieser Transistorverstärker wird in der an sich bekannten Kollektorschaltung betrieben.
Mit Hilfe des Regeltransistors Tl werden Schwankungen der Batteriespannungen im Sender S emp- fangsseitig dadurch ausgeglichen, dass am Emitter dieses Transistors Tl eine Spannung abgegeben wird, die von der der Basis des Transistors Tl über die zweite Ader b der Fernmeldeleitung zugeführten Span- nung abhängig ist. Damit wird die den Auswerteorganen AI, A2,... zugeführte Betriebsspannung den
Spannungsschwankungen, die im Sender die unterschiedlichen Signale beeinflussen, angepasst, wodurch diese Spannungsschwankungen kompensiert werden.
Die Ausgänge 1, 2,... n ergeben je nach der Art der Empfängerschaltung eine bestimmte Aussage für die übertragenen unterschiedlichen Signale. Gegebenenfalls kann je nach dem Aktivierungszustarid be- stimmter Ausgänge die Auswertung der übertragenen Potentiale in Form eines Codes erfolgen. Dies wird jedoch, da es nicht zur Erläuterung der Erfindung gehört, nicht näher beschrieben.
In Fig. 2 ist eine Schaltungsanordnung mit den Auswerteorganen AI, A2,... An. dargestellt. Dabei liegen die Auswerteorgane an über Spannungsteiler Spl, Sp2,... Spn erzeugten, unterschiedlichen Ver- gleichsspannuhgen. Diese Vergleichsspannungen sind für die Auswertung der untelòchiedlichen Signale massgebend und werden deshalb über die Regeltransistoren T2 und T3 in gleicher Weise, wie es an Hand von Fig. l beschrieben wurde, von Spannungsschwankungen am Sendeort abhängig gemacht, und diesen
Abweichungen angepasst, indem nämlich die für die Spannungsteilung an den genannten Spannungsteilern erforderliche Speisespannung Ube über die Regeltransistoren T2 und T3 den Spannungsteilern zugeführt wird.
Um den Spannungsabfall auf der für die Steuersignalübertragung verwendeten Leitung b, der die
Vergleichsspannungen am Empfänger verfälschen würde, möglichst klein zu halten, sind in der Schaltung gemäss Fig. 2 zwei Transistoren in Verbundschaltung vorgesehen. Die Verbundschaltung ergibt eine Strom- verstärkung, die wesentlich grösser ist als die Stromverstärkung eines einzelnen Transistors. Damit ist ge- währleistet, dass der Steuerstrom auf der Leitung b hinreichend klein bleibt.
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Empfänger nicht dauernd angeschaltet ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Regelschaltung für Anlagen der Nachrichtenvermittlungstechnik, in denen von einem Sender über eine oder mehrere Adern einer Fernmeldeleitung bestimmte unterschiedliche Signale zu einem Empfänger übertragen werden, welcher die Signale auswertet, dadurch gekennzeichnet, dass eine vom Sender zum Empfänger führende weitere Leitung, insbesondere die b-oder c-Ader der Fernmeldeleitung, an der senderseitig eine Steuergleichspannung liegt, deren Höhe eine Funktion eines am Sendeort die unter- schiedlichen Signale beeinflussenden Betriebssollwertes ist, am Empfangsort an ein Regelorgan angeschlossen ist, welches die für die Auswertung am Empfangsort massgeblichen Betriebsspannungen in an sich bekannter Art beeinflusst, so dass die am Sendeort auftretenden Abweichungen am Empfangsort kompensiert werden.